Projekt Sig Cross Rifle in .308 Win mit 16" Lauf

  • Hi Forum,


    ich habe mir die Sig Cross als neue Jagdwaffe auserkoren.

    Es gibt zahlreiche Videos zu der Waffe auf Youtube.
    Was mich überzeugt hat war im Endeffekt:

    - kurzer Lauf (16 Zoll)

    - leicht (<3 kg)

    - dicker Lauf aus Edelstahl (18mm)


    Wichtig war mir ein genaues Gewehr für präzise Schüsse auf größere Distanzen (Theorie), das aber auch leicht zu führen ist in der Kanzel.
    Das alles erfüllt die Sig auf dem Papier. Einzige Downside: das militärische Aussehen, das schon regelmäßig zu Naserümpfen führt.

    Also an die Ladungsentwicklung.

    Meine Feststellungen zur Waffe bisher:


    -sehr sehr picky was Munition angeht

    -Kurze Patronenkammer, die genaue Länge gebe ich noch an. Man muss ordentlich Kalibrieren.
    -kratzt ordentlich an den Hülsen rum beim Repetieren.

    Datensammlung zur Waffe:

    Barnes TTSX 150 Ogive Max: 58,47 COAL 74,4
    Hornady FMJ-BT 150 Ogive Max: 57,6 COAL 72,60



    In den folgenden Posts werde ich meine Laborierungen vorstellen. Ich würde mich freuen, wenn andere Sig Besitzer oder Foris ihre Erfahrungen zu so kurzen Läufen und Präzisionsladungen teilen würden.


    Beste Ergebnisse bisher:
    Barnes TTSX 150 gr. RS 40 41,4 grain Ogive: 54,95mm COAL: 70,77mm S&B Hülsen Vollkalibiriert 3-Schussgrp 1,05cm = 0,43 MOA

  • Wäre nett: Vorstellung


    Ansonsten bezweifle ich, dass du eine Ladung finden wirst, die aus einem solch kurzen Lauf für größere Distanzen präziser ist als die, die du bisher schon hast und die auch noch die notwendige Energie mit einer E100 > 2000 Joule zustande bringt.

    In der neuen WuH 10/2024 ist dazu ein recht aussagekräftiger Bericht vorhanden. Wenn ich mir anschaue, dass .308er Ladungen mit 1782 Joule (E100) abschneiden und viele gerade so eben die erforderliche Energie zustande bringen, stellt sich schon die Frage, ob man auch aus Gründen der Waidgerechtigkeit und unserer Verantwortung dem Wild gegenüber überhaupt solch kurze Läufe nutzen sollte. Und da spreche ich noch nicht einmal von dem, was du noch vor hast, nämlich auf größere Distanzen zu schießen! Ich halte so etwas schlicht für unverantwortlich und auch Humbug.

    Just my 2 Cents...

  • Wäre nett: Vorstellung


    Ansonsten bezweifle ich, dass du eine Ladung finden wirst, die aus einem solch kurzen Lauf für größere Distanzen präziser ist als die, die du bisher schon hast und die auch noch die notwendige Energie mit einer E100 > 2000 Joule zustande bringt.

    In der neuen WuH 10/2024 ist dazu ein recht aussagekräftiger Bericht vorhanden. Wenn ich mir anschaue, dass .308er Ladungen mit 1782 Joule (E100) abschneiden und viele gerade so eben die erforderliche Energie zustande bringen, stellt sich schon die Frage, ob man auch aus Gründen der Waidgerechtigkeit und unserer Verantwortung dem Wild gegenüber überhaupt solch kurze Läufe nutzen sollte. Und da spreche ich noch nicht einmal von dem, was du noch vor hast, nämlich auf größere Distanzen zu schießen! Ich halte so etwas schlicht für unverantwortlich und auch Humbug.

    Just my 2 Cents...

    Deine Bedenken in Ehren, Energie ist nicht das Problem. Hab die Laborierung durch mein Xero C1 geschossen aus einem 45cm Lauf. Der Lauf der Sig ist 42cm mit Kammer. Hab leider das Xero gestern vergessen, gehe aber heute nochmal genau schauen wo ich lande. Die aktuelle Laborierung macht sogar ca. 830m/s mit neuem SD auf dem 45 cm Lauf.
    Waidgerechtigkeit ist oberstes Ziel, darum auch 150gr und nicht schwerer. Mit der Ladung bin ich sehr sehr zufrieden in allen Belangen.

    Aktuell rechne ich also mit ,42er BC der Barnes bei 815m/s V0 mit einer Energie von 2.856J E100.
    Der große Vorteil des 150gr TTSX ist auch, dass ich bei 200m noch bei 720m/s liege, also weit weit über den 1800fps die Barnes mindestens braucht zum Pilzen und genau in dem Bereich wo die Patrone perfekt aufpilzt und das Maximum an Energie abgibt.
    Ein interessanter Bericht der Pirsch zu bleifreien Geschossen und deren Wirkung.

    https://www.pirsch.de/sites/pi…eifrei-Vergleichstest.pdf

    Für die Laborierung suche ich eigentlich keinerlei Änderung, da bin ich mehr als zufrieden. SD ist nicht der Brüller, Max Abweichung auch nicht, aber der 45cm Lauf hatte damit einen Kreis von weniger als 1 MOA mit vier Schuss.

    Ich würde gerne eine Laborierung finden für eine gute Patrone für den Schießstand. Ein günstiges Geschoss mit erträglicher Leistung auf der Scheibe.
    Das Barnes kostet ca. 1,10€ / Geschoss. Lieber wäre mir etwas um die 0,40 € / Geschoss.
    Auch würde ich lieber eine Laborierung mit VV N135 finden, da das im Lauf vollständig abbrennt, das RS40 nicht.


    Ich freu mich weiterhin auf eventuelle Tips und Erfahrungen anderer Sig Cross Besitzer oder Besitzer kurzläufiger .308er zum Austausch.

    Grüße

  • wenn du eine halbwegs aussagekräftige Gruppe willst, solltest du 10 Schuss machen. Wenn die dann umschossen in einem 29mm-Keis ( = 1 Winkelminute bei 100m Entfernung) liegen, hast du tatsächlich eine Super-Laborierung.

    Ich hatte noch nicht genug davon geladen für eine größere Schussgruppe. Gestern hatte ich zig Laborierungen dabei zum testen. Ich werde definitiv weitere laden und gerade noch die Geschwindigkeit mittesten.
    Das dreier Schussbild hat mich aber dennoch happy gemacht, auch wenn da noch Ausreißer dazukommen.

    Alle anderen Ladungen die ich versucht habe nimmt die Waffe nicht an. FMJ-BT mit N135, RS40 in verschiedenen Setztiefen und Ladungen.
    Darum hoffe ich ja auf Erfahrungen damit ich mich nicht weiter tot teste.

    Danke für den Input.

  • Die Cross hat keine Transportsperre/Kammersperre,

    also das der Verschluss sich nicht öffnen kann wenn sie gesichert ist.

    Das macht diese Waffe in meinen Augen als Jadgwaffe weniger geeignet.


    Einen dicken Lauf brauchst jagdlich auch nicht.

    Das Magazin geht auch sehr schwer raus.


    Recht leicht ist sie aber ..


    -> Ist was für Junge Leute .. :krat:

    Disclaimer:

    Jeder Wiederlader handelt für sich selbst verantwortlich. Alle Angaben ohne Gewähr.

    Keine Gewährleistung, Garantien oder Rechtsansprüche.

  • Der große Vorteil des 150gr TTSX ist auch, dass ich bei 200m noch bei 720m/s liege, also weit weit über den 1800fps die Barnes mindestens braucht zum Pilzen und genau in dem Bereich wo die Patrone perfekt aufpilzt und das Maximum an Energie abgibt.
    Ein interessanter Bericht der Pirsch zu bleifreien Geschossen und deren Wirkung.

    https://www.pirsch.de/sites/pi…eifrei-Vergleichstest.pdf

    Das ist die blanke Theorie, du wirst aus einem 40cm-Lauf in der Praxis sehr wahrscheinlich keine 830m/Sek. hinbekommen. Und wenn doch, ist es für größere Entfernungen mit einem bleifreien Geschoss immer noch zu wenig.

    Ich habe mit dem TTSX auf "nur" 150m auf Rehwild und einmal auf 60m auf Schwarzwild jeweils ohne Knochentreffer schon meine blauen Wunder erlebt. Die Dinger gingen aus einem 56cm-Lauf durch wie Vollmantelgeschosse und ich hatte trotz Kammertreffern zwei Nachsuchen. Die V0 lag übrigens bei 847m/Sek. Soviel zu Geschwindigkeit und Aufpilzen in der Theorie. Und jetzt kommst du und willst mit 40cm-Lauf noch weiter schießen... (vmtl. 200m und darüber, wenn du das schon erwähnst.)

    Bleifreie Geschosse brauchen drei Dinge: Geschwindigkeit, Geschwindigkeit und Geschwindigkeit.


    In dem von dir angesprochenen Test hatte die Testwaffe übrigens einen 58cm-Lauf - nur von wegen Äpfel und Birnen und so...

  • Das ist die blanke Theorie, du wirst aus einem 40cm-Lauf in der Praxis sehr wahrscheinlich keine 830m/Sek. hinbekommen. Und wenn doch, ist es für größere Entfernungen mit einem bleifreien Geschoss immer noch zu wenig.

    Ich habe mit dem TTSX auf "nur" 150m auf Rehwild und einmal auf 60m auf Schwarzwild jeweils ohne Knochentreffer schon meine blauen Wunder erlebt. Die Dinger gingen aus einem 56cm-Lauf durch wie Vollmantelgeschosse und ich hatte trotz Kammertreffern zwei Nachsuchen. Die V0 lag übrigens bei 847m/Sek. Soviel zu Geschwindigkeit und Aufpilzen in der Theorie. Und jetzt kommst du und willst mit 40cm-Lauf noch weiter schießen... (vmtl. 200m und darüber, wenn du das schon erwähnst.)

    Bleifreie Geschosse brauchen drei Dinge: Geschwindigkeit, Geschwindigkeit und Geschwindigkeit.


    In dem von dir angesprochenen Test hatte die Testwaffe übrigens einen 58cm-Lauf - nur von wegen Äpfel und Birnen und so...

    Das hier soll bitte nicht zu einer unnötigen Diskussion über Theorien werden.

    Theorie ist übrigens hier gar nichts, die Werte hab ich dir eben geliefert, es ist nicht fraglich sondern klar belegt. Genaue Daten sammle ich beim nächsten Mal auf dem Schießstand.

    Ich hab aus dem 45cm Lauf 3 Sauen 28, 35 und 51kg aufgebrochen gelegt. 20m bei der 51kg Sau war die einzige Fluchtstrecke und wer Jäger ist weiß, dass ein totes Tier mit bestem Treffer auch gut weiter laufen kann. Die Barnes 150gr ist ein grundsolides Geschoss das ich bisher uneingeschränkt empfehlen kann.


    Du darfst die Diskussion gern mit mir im privaten Chat weiterführen, da können wir ausführlich deine Stammtischmeinungen zu Wirkung oder Nichtwirkung bleifreier Geschosse führen und deine persönlichen Theorien weiter ausdiskutieren :)

    Möchtest du deine durchaus viable Meinung zur Jagd mit kurzen Läufen kundtun freue ich mich auf einen eigenen Thread im dazugehörigen Bereich von dir. Deine Bedenken darüber hinaus sind deutlich vernehmbar angekommen wie du siehst.


    Dieser Thread soll ein Ort sein für o.g. Waffe (die nunmal so kurz ist).

    Hier würde ich mich nun über konstruktiven Austausch zu möglichen Laborierungen freuen um mich an dem Sportgerät und dem Jagdgerät im vollen Umfang weiter zu erfreuen.

  • Ja stimmt, Magazin lösen ist schrecklich und die Kammer kann man stets öffnen. Schauen wir mal wie sich das im Alltag bemerkbar macht...


    Hast du Erfahrung mit kurzen Läufen in 308? Laborierungen? Oder hast du sogar die Cross?

  • Die Cross hab ich aus den oben genannten Gründen dann nicht gekauft.

    Mit meiner R8 in .308 mit 43cm Lauf hatte ich damals Barnes TTSX 130gr Fabrikladungen geschossen.

    In dem Revier gibts nur Rehe, das reicht dafür allemal.


    Die Physik wird hier niemand überlisten können.

    Du brauchst immer eine gewisse Strecke um eine Masse auf Geschwinmdigkeit zu bringen,

    den Querschnitt kannst du nicht verändern und

    den Druck kannst du nur bis zu dem CIP Limit nutzen.

    Magnumkaliber bringen bei kuirzen Läufen nichts da ihr Energiepotential bei einem kurzen Lauf nicht ausgenutzt wird und

    dieses somit lediglich in Form von Licht und Lärm die Mündung verlässt.

    Alles weitere kannst du über Simualtionen selbst ermitteln.

    Manche Kaliber kommen mit weniger Anlauf zurecht,

    andere brauchen viel bis sehr viel .. endloses Thema.

    Die .308 kommt kürzer zurecht als die 6,5CM zB.

    Disclaimer:

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