Pulver mischen

  • Hallo zusammen,

    Hab da mal eine (vielleicht dumme) Frage.

    Darf man 2 gleiche Pulversorten bei mir wären es VV N140 zusammen mischen?

    Sind ja meine ersten 2 Flaschen, lade ja erst seit letztem Jahr.

    Die eine ist von 2023 und die andere von 2024, und in jeder Flasche ist noch ein kleiner Rest drin.

    Die anderen Flaschen sind von 2025 die ich noch habe.

    Oder muss man jede Charge für sich aufbrauchen?

    Wenn das so wäre, müsste man ja den letzten Rest, der nicht mehr für eine Patrone reicht entsorgen.

    Vielen Dank für eure Antworten

  • Jetzt habe ich Zweifel an Deiner Fachkunde.

    Jede Flasche getrennt aufbrauchen.

    Möglicherweise bleibt dann ein Rest von unter einem Ladungsgewicht für Dein ausgewähltes Kaliber übrig, dass dann vernichtet würde.

    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • Ist mir mal versehentlich passiert, es waren 2 lose die ich zusammen gekauft hatte und dachte es wäre das gleiche los, in diesem speziellen Fall konnte ich keinen Unterschied feststellen, denn ich wollte keine 700 g Pulver wegwerfen….

    Kürzlich habe ich neu neue Charge N140 bekommen, habe nichts gemischt, aber verglichen, keine Änderung von V0 oder TPL,

    Dennoch würde ich das nie einfach mischen, aber wenn das Kind wie bei mir einmal in den Brunnen gefallen ist kann das auch gut gehen….

    Vorsätzlich würde ich aber zwei Lose nie mischen ….

  • Du brauchst nicht an meiner Fachkunde zweifeln. :lol:

    Mache immer alles nach Vorschrift, bin sehr vorsichtig und penibel beim Wiederladen.

    Bin ein absolut vorsichtiger Mensch.

    War ja nur mal so ne Frage.

    Dann brauch ich jede Flasche für sich auf.

    Vielen Dank für deine Antwort.

    Gruß Frank

  • Dürfen nein.
    Die Hersteller können die Rezepte zwischendurch ändern.
    Wenn sich die Ladedaten der Herstellungsjahrd nicht unterscheiden ist das Risiko gering.
    Gleichwohl können sich die Lose um bis zu 10% unterscheiden, was durchaus dazu führen kann, dass dann eine Patrone anders schießt als die nächste.

    Der Aufriss für die 50 ct. Pulver? …
    Das wäre es mir nicht wert.

    Glaubt mir nichts, ich habe doch auch keine Ahnung.

    .17 Hornet, .222 Rem., .22 Savage Hi-Power, 7x57R, .308 Win., .30-06 Spring., .30R, 8,5x55, 9,3x62, 9,3 Brennecke, .44 Rem. Mag.

  • Kommt meiner Meinung nach immer drauf an, ob es sich um losgleiche Chargen handelt oder nicht. Wenn ich zum Beispiel 2 Gebinde aus dem selben Los hab und da in einem Gebinde noch ein kleiner Rest ist, misch ich die zusammen und lass es gut sein.

    Bei verschiedenen Losen bin ich bei Euch. Da messe ich aber auch die V0 von Los zu Los und passe meine Ladung dann eventuell auch an. Bei VV kann das schon mal sein, dass man da etwas mehr oder weniger braucht. Aber ich versuche immer, meine Ladungen im Sweetspot zu halten, so dass ein paar M/s nicht viel ausmachen. Nur wenn mir die Schussbilder nicht gefallen, wird nachgebessert. Es scheint aber so zu sein, dass nicht nur die V0, sondern auch das Abbrandverhalten sich manchmal ganz leicht ändert und man zwar Abweichungen bei der Geschwindigkeit hat, aber das Ergebnis trotzdem gleich bleibt. Alles schon gehabt.

    Das heisst, dass ich bei jedem neuen Los Pulver für die Langwaffe erst mal 10 Patronen lade und die auf dem Schiesstand teste. Bei der KW ist mir das bis dato weniger aufgefallen. Speziell mit Hodgdon oder Lovex hab ich da kaum Abweichungen.

    Ich bin immer noch davon überzeugt, dass unsere Pulver in sich nicht so homogen gefertigt sind, bzw. sein können, dass der Energiegehalt pro Gewichtseinheit immer exakt gleich bleibt! Deshalb macht meiner Meinung auch die Auswiegerei aufs tausendstel Gramm nicht wirklich Sinn.

    Freundliche Grüße aus München

    Lüftl

    Keinerlei Gewähr für Wiederladedaten. Jeder Wiederlader handelt nach dem Gesetz eigenverantwortlich usw. usw.

    Was immer ich hier schreibe gibt nur meine persönliche Meinung oder Erfahrung wieder. Ich erwarte gar nicht, dass jeder meiner Meinung ist, oder mit meinen Erfahrungen etwas anfangen kann.

  • Dürfen nein, denn du darfst Pulver nur im Original Gebinde lagern. Würdest du zusammenschütten, wäre das zwar ein originales Gebinde, aber nicht jenes in dem das Pulver ausgeliefert wurde.

    Das mag bei Restmengen die unter einer Ladung liegen vermutlich kein Problem sein, jedoch kommt der Nächste um die Ecke und schüttet seine beiden zu 50% gefüllten Flaschen zusammen und dann wird es ein Problem.

    Nun passiert irgendwas mit dem Pulver und die Rückverfolgbarkeit ist nichtmehr gegeben. Nehmen wir an, es kommt zu Unfällen und es kann nicht nachverfolgt werden, aus welcher Charge das Pulver stammt. Auch stimmt der Dot Matrixcode nichtmehr mit dem Inhalt überein. Das wäre dann hauptsächlich ein bürokratisches Problem.

    Ein weiterer Punkt ist die Veränderung der Rezeptur. Gerade VV hat sich da nicht gerade mit Ruhm bekleckert, als sie sehr oft ihre Rezeptur verändert haben und auch ihre Ladedaten abgeändert haben, da sie nichtmehr der neuen Rezeptur ensprachen. Mischt man nun zwei Rezepte, ist der Ausgang ungwiss. Und hier liegt die Gefahr. Bei Chargengleichen Pulvern sehe ich diese aber nicht als gegeben.

    Soweit die Theorie, bzw meine theoretische Sichweise. Dass die Praxis idR anderst aussieht und die Menscheit immernoch nicht ausgestorben ist, dürfte klar sein. Denn idR geht es nicht um die Restmenge kleiner einer Ladung für 50ct, sondern um die letzten 50-100g. Trotz Pulverdach im Pulverfüller verändert sich die dosierte Menge, wenn nur noch wenig Pulver im Pulverfüller vor dem Dosierer ist, welches durch das Eigengewicht von oben drückt und das Pulver im Dosierer verdichtet. In der Praxis wird dann oft einfach die nächste Flasche aufgemacht und nachgeschüttet. Zumindest kann ich mir dieses Szenario sehr gut vorstellen, wenn man bedenkt, dass man in anderen Ländern keine Wiederladeschulung benötigt und man Pulver im Supermarkt kaufen kann. In Ländern wo das alles etwas bürokratiebefreiter ist, kommt keiner auf die Idee an die oben genannten Punkte zu denken und schüttet einfach nach.

    Um die Bürokratie noch etwas zu überspitzen, die genannten 50-100g dürfte man ja auch nicht einfach vernichten, man müsste sie zuerst runterdosieren, da man sonst eine genehmigungspflichtige Müllverbrennung betreibt. ;)

    Wenn du also ganz konform gehen willst, etwas anderes würde ich auch nicht empfehlen, dann schütte nichts zusammen und mische nichts. Das könnte nämlich auch als Vermengen und Herstellen gewertet werden und dies ist in deiner Erlaubnis ohnehin nicht enthalten. So hast du immer eine klare rückverfolgbarkeit und im Falle eines Unfalls kann die Rückrufkette in Gang gesetzt werden. Wenn die Händler ordentlich arbeiten, kann jede Flasche Pulver bis an den Endkunden zurückverfolgt werden und andere vor dem selben Problem geschützt werden. Das ist eigentlich eine gute Sache.

  • Moisen. Also Ernsthaft, ich bin in meinem (Wiederlade) - Leben noch nie auf die Idee gekommen, verschiedene, auch Sortengleiche Restpulver in einem Bottich zusammen zu schütten. Wenn die Restmenge an Pulver nicht mehr für eine Füllung reicht, dann geht diese Menge ins Rosenbeet. Die freuen sich darüber und schicken dann irgendwie schönere Blüten, was mich dann wieder freut und meine Frau.

    Ich schütte auch nicht die Restmengen aus verschiedenen "Benzinkanistern" oder Ölflaschen oder Spirituosenflaschen, Medikamenten zusammen. Ich verstehe den Ursprung dieser Idee einfach nicht.

    Mauser

    Jede(r) ist für ihre/seine Ladung(en) selber verantwortlich...... Und immer schön negativ bleiben

  • Ich schütte auch nicht die Restmengen aus verschiedenen "Benzinkanistern" oder Ölflaschen oder Spirituosenflaschen, Medikamenten zusammen. Ich verstehe den Ursprung dieser Idee einfach nicht.

    Mauser

    Alles ins Rosenbeet:ja::doppeld::we:

    Zuletzt noch DER Spruch: Jeder Wiederlader handelt für sich selbst verantwortlich, keine Gewähr für die Angaben etc. :la:

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