Suhler Drilling in 7x65r mit bleifreien Geschossen

  • Hallo in die Runde,


    meine Freundin hat noch einen alten, geerbten Drilling im Tresor. Ich find es schade den Drlling nicht mehr zu führen.

    Suhl 7x65R mit 12/70 und einem ESL 22WM

    Habe jetzt kurzer Hand alle Komponten zum Laden besorgt:


    Lapua Hülsen

    RCBS Matrizensatz

    N160

    CCI LR

    Barnes TTSX 120gr

    leider befindet sich der passende Hülsenhalter noch im Rückstand.

    Meine erste Ladeleiter soll von 54gr bis 55,9gr gehen.

    Habe hierzu leider nur eine Simulation im GRT durchgeführt, da ich keine weiteren Ladedaten gefunden habe.

    Vielleicht gibt es hier die eine oder andere Erfahrung zu dem Thema.

    Vor allem welche Präzision ich zu erwarten habe und vielleicht auch zur jagdlichen Wirkung. Oder ob ich des Geschoss ggf. zu leicht gewählt habe.

  • Hallo,
    was bitte soll " ... Habe hierzu leider nur eine Simulation im GRT durchgeführt, ..." heißen?

    Wenn man weiß wie GRT zu bedienen ist und alle Parameter richtig eingibt ist die Simulation im Normalfall 5% von der Messung weg!!!!
    Herz, was willst du mehr?!?!?
    Die Ladedaten der Hersteller sind genau nicht mehr als eine grob geschätzte Übertragung auf deine Bumme, da dein Lager/Lauf sicher andere Dimensionen als der vom Hersteller verwendete Messlauf hat.
    Demzufolge ziehe ich persönlich GRT vor und schaue vielleicht bei einer neuen Labo mal in die Herstellerangaben ohne bisher jemals festgestellt haben zu können, dass dort wesentlich anderes geschrieben steht, als das was ich mir zurecht simuliert habe.

    Ich habe einen guten Teil meines Berufslebens mit Prozess-Simulatoren verbracht, daher bilde ich mir schon ein hier keine dogmatischen Ansichten, sondern Erfahrung auszuspeichern.

    So viel zur Vorrede.

    Zu deinen Fragen, ...
    - Es gibt kein TTSX, sondern nur ein TTSX BT Gechoss in 120gn von Barnes. Kleiner Unterschied nur, doch die Summe kleiner Fehler, falls sie sich addieren, kann eben zu einer Sprengung führen!
    - 120gn bei 7mm ist tatsächlich auch meiner Meinung nach etwas unterdimensioniert, für alles größer Frischling sagen wir so ab 40kg aufwärts.
    - Bei Bleifreien ist die Vziel (damit auch die V0) wichtiger als das Geschossgewicht, damit die harten Geschosse überhaupt ansprechen.
    - Für das leichte Geschoss hast du eine ziemliche Schlappladung vor, obschon du mit 850m/s V0 nicht schlecht dabei liegst. E100 wird so bei 2300J liegen, per Gesetz ok doch mir persönlich zu wenig.
    - N160 ist recht langsam, selbst bei einem angenommenen 600mm Lauf erreichst du nur <85% Pulverumsetzung.

    Über die erwartbare/mögliche Präzision kann keiner der hier integer sein mag eine Aussage treffen. Das musst du dir eben erarbeiten.
    Die jagdliche Wirkung wird, wie hinlänglich bekannt ist weniger zufriedenstellend, als bei konventionellen Blei-Mantelgeschossen sein, doch wie auch bekannt zählt mehr der Treffersitz, als das BUM.

    In Ermangelung detaillierterer Angaben deinerseits, wie L6, Lauflänge etc. kann ich hier nicht weiter ins Detail gehen.

    Grüße.

  • Lass dich wegen dem Geschossgewicht nicht kirre machen . Die meisten, die leichte Geschosse verteufeln, haben selber kaum damit ernsthaft gejagt.

    Meine schwersten Stücke habe ich mit 108 grain Geschossen erlegt, 120 grain als Deformator reicht vollkommen.

    Vor allem wird sich die Ladung sehr angenehm schießen lassen.

    Zumal die Hauptbeute nicht ständig Rekordgewicht haben wird. Wie sie allerdings aus deiner Waffe fliegen werden, kann man natürlich nicht sagen.

    Wenn ich mir die fertigen Ladungen von Sax und Konsorten ansehe, da heult auch keiner ständig auf 🤔😉

    Du solltest aber tatsächlich etwas mehr Bums anstreben. Ich hatte mal ne 7x57R mit deinem Geschoss betrieben, die machte 920 m/s V0 .

    So um 900 m/s solltest du schon anpeilen.

    Ich würde dir vorschlagen mal das ganze mit RS 60 zu rechnen.

  • erstmal schonmal vielen dank für eure Mühen und Ausführungen...wirklich!


    in meiner "nur" Simulation GRT bekomme ich folgende Mündungsgeschwindigkeiten: 875-920m/s.


    Hatte demnach eher mit einem eher zerstörerischem Verhalten gerechnet.

    Bin gespannt...

  • Ich persönlich finde 120 Grain schon ziemlich "dünn" für dickere Schweine. Für leichte Stücke SW und Kälber sowie Rehwild sollte es reichen.


    - 120gn bei 7mm ist tatsächlich auch meiner Meinung nach etwas unterdimensioniert,

    Das ist einfach nur falsch.

    Das 120 gr 7mm Geschoss hat eine BESSERE SD bzw. Querschnittsbelastung als ein 200 gr TM aus der 30-06 nach 30% Materialabbröselung.

    Bei den 30er Kalibern jagen viele mit 120-150 gr Kupfer erfolgreich auf Sauen und DJ und haben da vergleichbare bis schlechtere SD bei besten Erfolgen.

    mit 123 gr aus 308 habe ich bisher Wild bis 80 kg sauber erlegt und noch nie fehlenden Ausschuss gehabt.

    Die Gewichtsangst kommt in der Regel aus der Bleifraktion, die Bauartbedingt einfach die höheren Gewichte braucht


    - 120gn bei 7mm ist tatsächlich auch meiner Meinung nach etwas unterdimensioniert, für alles größer Frischling sagen wir so ab 40kg aufwärts.

    Und bei Lebendgewichten bis 30 kg sind manche 22er schon überdimensioniert.

    Hilft alles Nix. Unter 416 Rigby darfst du bei uns nur Raubwild jagen.

    Glaubt mir nichts, ich habe doch auch keine Ahnung.

    .17 Hornet, .222 Rem., .22 Savage Hi-Power, 7x57R, .308 Win., .30-06 Spring., .30R, 8,5x55, 9,3x62, 9,3 Brennecke, .44 Rem. Mag.

  • ich kann leider noch nichts berichten, es scheitert im Moment an dem nicht verfügbaren Hülsenhalter.

    Hast du einen für 7/8x57R, 300 WinMag, 8,5x55, 300 WSM oder abderes Magnumkaliber? Das könnte ggf. passen.

    Glaubt mir nichts, ich habe doch auch keine Ahnung.

    .17 Hornet, .222 Rem., .22 Savage Hi-Power, 7x57R, .308 Win., .30-06 Spring., .30R, 8,5x55, 9,3x62, 9,3 Brennecke, .44 Rem. Mag.

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