Vihtavuori Reloading Guide: Anmerkung "A" bei manchen Ladungen

  • Hallo zusammen,

    frohes neues Jahr gewünscht!

    In den Ladedaten finden sich Ladungen, die mit "A" (Accuracy Load) gekennzeichnet sind.

    Diese Kennzeichnung findet sich stets bei der Maximalladung, bspw. hier bei N135.

    Wie darf ich das nun verstehen?

    Ist das ein Hinweis,

    1. dass die Kombination aus Pulver und Geschoss an sich gut harmoniert und irgendwo im Bereich 34,1...39,3 gn "maximale" Präzision zu erwarten ist,
    2. oder startet man schon zu Beginn im Bereich der Maximalladung (bspw. Max -3%... Max)?

    Ich denke, dass Fall 1 wahrscheinlicher ist, allerdings habe wir für unsere 1903A3 im Verein einfach die Maximalladung benutzt und hatten wohl Glück, beide Gewehre schiessen damit sehr präzise.

    In Foren wird auch oft erwähnt, dass "heissere" Laborierungen oft bessere Präzision bringen.

    Habt Ihr Erfahrungen, die Ihr teilen möchtet?


    Danke und Gruß,

    Chris

  • Ladeleiter + Pulversorten und durchtesten. Jeder Lauf, jede Waffe und auch die Hülse eines Herstellers ist anders sowie, was der Schütze unter Präzision versteht. Der Testlauf von Lapua kann ganz anders sein und so etwas ist bestenfalls ein Indiz. Dem Einem reicht ein Scheuentor bei 5 Schuß auf 100m, dem Anderen 10 cm auf 100 m, der Nächste sagt die Zehn mit 5 cm bringt es und dem Übernächsten reichen 1,5 cm bei 5 Schuß nicht...


    Einmal editiert, zuletzt von dargo2 (1. Januar 2026 um 16:57) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von dargo2 mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Für meine Heym in 6,5x55 "reicht" es.., ... mehr ist nach langem Testen ist nicht drin... ...für für meine Steyr, Sako 75, Rem XP 100 und die GolSniper zum Abwinken... Die spielen in einer ganz anderen Liga... und hat da weder Schütze noch das Gewehr auch nicht jedesmal einen guten Tag! Das ganze ist, glaube ich, unter Varianz oder Streuung in der Mathematik festgehalten... Nicht von der 1- MOA-Garantie (2,9cm!!! und einem Test 30 verschiedener Laborierungen ) oder dem Hochglanz- "Test"-Bericht blenden lassen! Folge der Spur des Geldes und der der Interessen... oder Altweisheit; Papier ist geduldig... Das einzige Papier, was zählt hängt da auf 100 oder 300m und das dann ohne Schußpflaster und Selbstbetrug!

  • Habt Ihr Erfahrungen, die Ihr teilen möchtet?

    Ich verstehe es so, das diese von VV getestete Ladung die reproduzierbar Präziseste mit diesem Messlauf (dieser Testwaffe) für dieses Kaliber an diesem Tag war. Und zwar eben genau mit den angegebenen Komponenten wie Hülse, Zünder und vor allem Geschoss in Kombination mit Pulversorte- und -menge.

    Wobei der Tester, in dem Fall VV diese Präzision sicher weniger nach Gefühl oder Eindruck sondern eher nach dem engsten Streukreis bewerten wird, und da steht Vihtavouori keineswegs allein da. In älteren englischsprachigen Ladebüchern, beispielsweise von Lyman werden Top-Ladungen ebenfalls besonders gekennzeichnet mit Kürzeln für "most accurate load". Mit deutlich mehr unterschiedlichen Pulvern zur Auswahl versteht sich. Was das je Kaliber bedeutet, ist eigentlich selbsterklärend.

    Hab einzelne dieser bei Lyman beschriebenen Ladungen mal nachgebaut und kann das für einige Kalibern nur bestätigen.

    Live is Hard. It‘s even harder, when you‘re stupid.

  • Ich sehe oben N135 und W530:

    Die 6,5x55 ist genaugenommen eine Uraltpatrone mit relativ großem Hülsenvolumen. Manche bezeichnen das oft auch als Pulverraum... Von einem Leerraum habe ich nur gehört, das sich das manchmal in einer schlagartigen Umsetzung = Detonation auswirken kann... SEE genannt... Man sehe auf die vielen betagten und beerdigten Schweden, die mit Mantelgeschossen und einer leichten Prise N110 in den Himmel geschickt wurden...

    Man schaue sich das mal bei der Burning-Rate-Einstufung an. Es ist zwar ein 100 gr Geschoß, aber ein Mantelgeschoß und wahrscheinlich unter 80 Prozent Ladevolumen. Viel Spaß dabei!

    Ich selbst habe Ladeleitern mit N140, N150, N555 und schlussendlich mit N160 bei verschiedenen Geschossgewichten durchgetestet, bin an bis zu 80-90 Prozent der erzielten Schußergebnisse verzweifelt, war kurz vor dem Verschrotten des "Matchgewehrs", bis dann das N160 kam. Einer der Pulververticker, der mir seine früheren Benchrestergebnisse (0,6 cm-Streukreise..) zeigte, hat mich dann vor den Pulvern mit der 5 vorne gewarnt und behauptet, diese wurden die Stähle wegen der Nitroaufhübschung stark ausbrennen. Also lasse ich davon die Finger. Man muss nicht jede Erfahrung selbst machen... Erfahrung macht klug, kostet und erfreut den Büchsenhändler... Wer 100-300 m schießt,sollte wissen, die Scheibe muss auch nicht mit einer Mindestenergie erlegt werden und braucht das nicht. Auch der Schützenkamerad neben dran will seine Ohren noch etwas behalten, weil da oft die FLAK-Beleuchtung vor der Mündung aufblitzt, was eine unvollständig Verbrennung im Lauf anzeigt, aber umso mehr Nebenwirkungen, wie einen exorbitanten Schußknall zu Folge hat. Richtung lustig wird es dann, wenn sich der einfühlsame Schütze dann hinter den Klappen oder den Löchern seiner hyperwirksamen Mündungsbremse versteckt und den Nachbarn so zum HNO-Arzt schickt und endgültig vom Schießstand knallt! Ein kerniger, brettelharter Typ, eben! Die spitzen Ellbogen 2 m lang...Den Typus habe ich erst kürzlich erlebt, mit einer schlappen 308 Win, ausgelegt für Körpergewicht ab 40 kg, nicht das der wilden Sau, sondern des Schützen hinter dem Schaft!