Nabend zusammen,
ich habe heute auf dem Schießstand meine zweite Ladeleiter überhaupt ausprobiert und hatte beim Aufsammeln der Hülsen zwei defekte dabei. Beide hatten einen länglichen Riss vom oberen Hülsenrand bis ca. zur Mitte. Nun bin ich frischer Wiederlader und habe doch einige Fragezeichen über meinem Kopf. Einmal meine verwendeten Ladedaten (bitte nicht verwenden!):
Geschoss: H&N HP HS mit 100GR
Hülse: Geco (neu) - bisher nur dieses eine mal geladen
Pulver: VV N320 mit 4,4;4,6 und 4,8 GR
OAL: 28mm
Sehr starker Lee Factory Crimp.
Waffe: 1911 6 Zoll 9mm Luger
Als Hintergrund: Ich hatte bei meiner aller ersten Ladung einen Versuch mit 4,2 GR versucht. Das war laut der Website von VV auch der Start. Dabei hatte ich aber stark verschmauchte Hülsen und sogar noch Pulverreste in der Waffe. Daraufhin habe ich bei den oben genannten Laborierungen den Crimp stark erhöht, weil ich dachte, dass Geschoss mit seiner geringen Setztiefe (3,8mm) hat sich zu früh gelöst.
Die Laborierung von 4,4 bis 4,8 GR habe ich zusätzlich noch in GRT geprüft und alle waren noch unter P Max-25%. Natürlich weiß ich auch, das GRT nur eine Simulation ist und bin deshalb unter PMax-25% geblieben. Bevor ich meine Ladung heute getestet habe, habe ich noch einen Dummy angelegt und mit dem Entladehammer delaboriert. Dabei war der Crimp schon stark am Geschoss zu sehen, hat sich aber nicht ins Geschoss geschnitten.
Wie gesagt hatten von den 15 Patronen eine mit 4,6 GR und eine mit 4,8 GR diese Risse. Ich vermute einen zu starken Crimp. Jetzt wäre ich auf eure Meinungen gespannt.
Nachtrag: Das es sich um Materialfehler handelt möchte ich auch nicht ausschließen, aber die Hülsen waren alle neu.![]()