Übernahme von Ladedaten wenn der Geschosstyp nicht vorhanden ist

  • Hallo zusammen,

    ermuntert und ergeizig habe ich heute mal in der Datenbank von Vihtahuori ein Rezept für 9mm FP Geschosse in 147 gn gesucht.

    Was soll ich sagen, es gibt es nicht.

    Jetzt habe ich Angaben für RNFP Geschosse 147 gefunden. Ich weiss, die Geschosslängen sind unterschiedlich.

    Laut Datenbank soll die L6 bei RNFP Geschossen 27,6mm betragen.

    Bei FP Geschossen habe ich nachgelesen ,liegt die Gesamtlänge (OAL) meist zwischen 28,5 mm und 29,5 mm..

    Reicht es wenn ich die Pulvermenge von den RNFP Geschossen beibehalte ( Begonnen mit Mindestwert ) und die Setztiefe auf diese 28,5 bis 29,5 mm anpasse ?

    Da ich mir als Anfänger da nicht sicher bin, frage ich lieber nach.

    Lieben Dank

  • Erst ermitteln welche OAL (L6) die Patrone für Deine Waffe haben darf, ohne im Patronenlager kleben zu bleiben. Also locker rein und rausfallen.
    Anschließend kannst Du erst Gedanken zur Ladeleiter (mit gleichem oder auch etwas schwereren Geschosstypen der Ladetabelle) machen.

    Oder im entsprechenden Thema nach Denkanstößen suchen hilft Dir bestimmt auch.

    9mm

    Die 2 Grain Geschossgewicht werden keine großen Unterschiede ergeben

    mpterra96
    21. Februar 2023 um 15:37
    cptkinx
    2. Februar 2018 um 15:22
    Bergwälder
    30. November 2024 um 20:28

    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • Danke für die Antwort. Dann werde ich mir wohl erst einmal eine Dummy Patrone mit dem FP Geschoss anfertiegen um die Länge herauszufinden .

  • Sorry, wenn ich schon wieder störe.

    Ich habe mich mal im Internet umgeschaut nach Möglichkeiten um OAL mit dem jeweiligen Geschosstypen zu finden.

    Es gab mehrere Möglichkeiten, da ich jetzt aber kein Spezialwerkzeug habe, ergab es erstmal nur 2 Methoden

    Eine Putzstockmethode die mir durch Markierungsungenauigkeiten zu unsicher erscheint und die klassische Methode

    Die klassische Methode (ohne Spezialwerkzeug)

    1. Hülse präparieren: Nehmen Sie eine abgeschossene, kalibrierte Hülse aus Ihrer Waffe. Feilen Sie den Hülsenmund leicht an, damit das Geschoss sehr locker darin sitzt und sich verschieben lässt.
    2. Geschoss setzen: Setzen Sie das gewünschte Geschoss von Hand so weit in die Hülse, dass es extrem lang ist und die Patrone nicht ins Patronenlager passt.
    3. Vorsichtig laden: Führen Sie die Testpatrone vorsichtig in das Patronenlager ein und schließen Sie den Verschluss. Durch den Druck auf die Züge des Laufs wird das Geschoss exakt so weit in die Hülse gedrückt, bis es ansteht.
    4. Entnehmen und Messen: Öffnen Sie den Verschluss langsam und entnehmen Sie die Patrone vorsichtig. Messen Sie nun mit einem Messschieber die Gesamtlänge (OAL) von der Hülsenboden bis zur Geschossspitze. Wiederholen Sie diesen Vorgang 2-3 Mal, um einen Mittelwert zu erhalten.
    5. Sicherheitsabstand: Um den optimalen Freiflug des Geschosses zu gewährleisten, ziehen Sie vom gemessenen Maximalmaß mindestens \(0{,}2\,\text{mm}\) ab (Setztiefe). [1, 2, 3]

      Die Hülsen habe ich vorher auf 19 mm getrimmt , eine Prüflehre von Dillon steht auch zur Verfügung.

      Hättest du einen Tip für die Methoden um die OAL an meiner Waffe für das FP Geschoss in diesem Fall zu ermitteln ?

      Eventuell kennst du ja noch aus Erfahrung eine essere Methode.

      Lieben Gruß

      Andi

  • Lade mal eine Patrone ohne Zündhütchen und ohne Pulver, das Geschoss "weit" raus.

    Dann kannst du die Dummypatrone in die Waffe laden und schauen ob der Verschluss schließt.

    Falls nicht, dann das Geschoss schrittweise tiefer setzten und immer wieder probieren.

    Wenn der Verschluss gut zu geht nochmal 2 Zehntel tiefer setzten.

    Dadurch hast du dann auch immer eine Referenzpatrone um in anderen Waffen zu testen oder die Werkzeuge einzustellen.

  • Und aufpassen, dass die Patrone auch ins Magazin geht, bevor Du vielleicht ein paar hundert machst die Du wieder delaborieren darfst.

    Freundliche Grüße aus München

    Lüftl

    Keinerlei Gewähr für Wiederladedaten. Jeder Wiederlader handelt nach dem Gesetz eigenverantwortlich usw. usw.

    Was immer ich hier schreibe gibt nur meine persönliche Meinung oder Erfahrung wieder. Ich erwarte gar nicht, dass jeder meiner Meinung ist, oder mit meinen Erfahrungen etwas anfangen kann.

  • Ich schlitze meine Hülsen dazu mittlerweile doppelt, und entgrate sie auch sauber innen, so dass das Geschoss wirklich mit einem einzigen Finger unter recht leichtem Druck reingeschoben und auch wieder mit zwei Fingern rausgezogen werden kann.
    Dann Loctite mit nem gerupften Wattestäbchen innen mittig an die zwei verbliebenen Hülsenwände, Geschoss ganz leicht rein stecken und Patrone in die Waffe, Verschluss sachte aber ganz schließen. So ne halbe Stunde aushärten lassen.

    Die ganzen Versuche ohne Loctite haben bei mir immer wieder variierende Längen ergeben, weil die Geschosse oft eben doch ganz leicht im Übergangskonus stecken geblieben sind und sich zwar beim Rausziehen gelöst haben, aber eben unterschiedlich schnell.
    Bei 5 Messungen habe ich 5 verschiedene Werte bekommen... (das triggert brutal den inneren Monk ^^)

    Mit Loctite ist jeder Versuch absolut identisch, weil das Geschoss eben sicher in der max-OAL-Position verklebt ist.
    Diese OAL-Dummies beschrifte ich mir auch mit Waffe und OAL und bewahre sie als Muster auf.

    Wer Angst vor Loctite im Patronenlager hat, kann das Lager ja nochmal frisch ölen vorher, dann kann auch im Fehlerfall nichts ankleben.
    Aber wenn man beim Auftragen in der Hülse einigermaßen sauber arbeitet, geht da auch nichts daneben.
    Man darf halt keine ganzen Tropfen in die Hülse tropfen.

  • OAL für Kurzwaffe ermitteln?

    1. Geschosslänge messen (l G) (wenn die Geschosse einen Hohlboden haben, dann diesen von der Geschosslänge abziehen)

    2. Gesamtlänge von der Mündung bis zum Verschlußboden messen (l ges)

    3. Lauf ausbauen und die Länge des einzelnen Laufs messen (l rohr)

    4. Geschoss ins Patronenlager fallen lassen und den Abstand Anfang Patronenlager bis Geschossboden messen. (l p) (mit dem Tiefenmesser) das gern mit 10 Geschossen

    Berechnung:

    (l ges) - (l rohr) = (l versch) damit ermittelt man den Verschlussabstand (l versch)

    Die OAL ergibt sich jetzt aus der Länge des Geschosses plus den Verschlussabstand + die gemessene Tiefe des Geschosses im Patronenlager, also:

    OAL = (l G) + (l versch) + (l p)

    Das in Excel machen und dann hat man in 2 Minuten die maximale OAL von 10 Geschossen ermittelt.

    so kann man auch verschieden Geschosse gleich mit durchmessen und hat absolute Gewissheit.

    Hört nicht auf das, was ich sage, sondern auf das, was ich meine! Ich hab eh keine Ahnung!

  • Ich danke Euch allen , werde dann mal anfangen zu testen.

  • 147 H&N High Speed KS .357“ 3,8 Vihtavuori N340 27,6 Fed. 100 V0 289 Delta 10,0 Streukreis 23mm SIG P210-6 5” Top-Präzision, caliber-Referenzhandladung
    147 H&N High Speed KS .357“ 3,2 Vihtavuori N320 27,6 Fed. 100 V0 277 Delta 7,5 Streukreis 28mm SIG P210-6 5” Top, mit Minor/BDS-Faktor, DSB-Mip, soft
    147 H&N High Speed KS .357“ 5,1 Vihtavuori N105 27,6 Fed. 100 V0 290 Delta 12,4 Streukreis 29mm SIG P210-6 5” Top, mit Minor/BDS-Faktor, DSB-Mip

    Alte Daten aus Caliber Top Loads

    147 Hornady FMJ ENC RN BT .355“ 4,3 Vihtavuori 3N37 29,7 Fed. 100 V0 298 Delta 6,4 Streukreis 11mm HPS 1911 Custom Sport 6“ bestes 9 mm-Schußbild bislang

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