Hallo zusammen,
ich habe eine gebrauchte, optisch nahezu neuwertige RCBS Kalibriermatrize für 7x57 und 7x57R und dabei ein paar Auffälligkeiten.
Der Konterring lässt sich recht schwer verstellen. Die Gewinde sehen grundsätzlich gut aus, lediglich im Bereich der Madenschraube gibt es leichte Spuren. Das macht die Feinjustierung etwas mühsam, ist aber eher nebensächlich.
Mehr beschäftigt mich der Aufweiter (Durchmesser 7,15 mm). Das Hochfahren der Hülse geht relativ leicht, beim Herausziehen ist allerdings deutlich mehr Kraft nötig. In der von RCBS vorgesehenen Einstellung mit etwa 10 mm Überstand des Ausstoßerstifts ist der Widerstand extrem hoch. Stelle ich den Aufweiter deutlich höher, lässt sich die Presse spürbar leichter bedienen. Im Vergleich zu meiner .30-06 mit Forster-Matrize ist der Kraftaufwand trotzdem ein gute Stück größer.
Die Hülsen fette ich außen mit Case Lube, den Hülsenhals innen mit Graphitpulver.
Nach etwa 50 Hülsen ist mir außerdem aufgefallen, dass sich die Einstellung offenbar verändert hatte. Statt der ursprünglich eingestellten 45,50 mm wurden die Hülsen teilweise auf ungefähr 45,20 mm zurückgesetzt. Kann sich die Matrize beziehungsweise der Konterring durch die höheren Kräfte beim herausziehen verstellt haben?
Da bei der Matrize kein Hülsenhalter dabei war, habe ich den Hornady Hülsenhalter Nr.13 gekauft, weil dieser bei meinem Händler gerade verfügbar war. Der sitzt recht eng. Bei manchen RWS-Hülsen muss ich die Hülse etwas drehen, bis sie vollständig und sauber im Hülsenhalter sitzt, oft ist auch etwas Kraftaufwand nötig, um die Hülsen in oder aus dem Halter zu bekommen. Läuft sich das noch ein, kann man da nachhelfen oder ist die Hornady Nr.13 grundsätzlich nicht ideal für 7x57R?
Woran könnte der vergleichsweise hohe Widerstand beim Herausziehen des Aufweiters liegen? Ist das bei dieser RCBS-Matrize normal, oder sollte ich eher bei Aufweiter, Zentrierung oder Hülsenhalter nach der Ursache suchen?
Viele Grüße
Tim