.357 mag länge CIP?

  • .357 mag länge CIP?

    Die .357 mag soll ja eine länge von 40,39mm haben. Ich habe meine Matrize auch so eingestellt. Was ich aber nicht verstehe, die eine hat dann 40,39, die nächste zb 40,31.
    Wie ist das möglich?
    Welche länge ist eigentlich das minimum und welche das maximum? 40,39 soll ja das maximum sein, ich hatte aber bereits eine mit 40,43 :krat:

    Gruß

    Jemp
  • Die L6 ist nach CIP maximal 40,39.

    Dass die Patrone auch kürzer sein darf/kann... weshalb eigentlich nicht?

    Dass Die Patrone auch etwas länger sein kann... hängt auch von der Geschossform ab.

    Dass Du eine Toleranz bei den Patronen hast - die hast Du immer. Die Frage ist nur wie hoch die ist und ob das etwas ausmacht oder nicht.
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  • @milanojp

    Schau doch mal bei unseren Ladedaten nach.

    Worauf Du auch achten solltest ist der richtige Krimp. Messe die verbliebenen Patronen im Revolver nach nachdem Du ihn abgeschossen hast. Falls der Krimp zu schwach ist, werden die Geschosse gezogen.

    :winke:
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  • @milanojp welchen Geschosshersteller verwendest Du denn ? Bei "Billiganbietern" gibts Toleranzen von Geschoss zu Geschoss und dadurch erklärt sich dann auch die unterschiedliche Länge L6. Ich verlade viel PPU und da sind solche Toleranzen normal. Will man damit nicht leben, muss man zu höherpreisigen Anbietern wechseln. Wie gering die Toleranz da ist, sicherlich aber geringer.

    LG
    Gruss
    CptKinx

    :la: RCBS RCII :wdl_rot MEC Super 600 :wdl_blue: Dillon 650

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    "Das Geld ist gar nicht weg....es hat jetzt nur wer anders"
  • @milanojp
    Du verwendest RN Geschosse. Aber die Geschosse haben nicht immer die 100%ig gleiche Form, wie Deine verwendeten Geschosse. Bei einem planen Setzstempel hast Du solche Tolleranzen nicht. Aber das Geschoss wird beim Setzen nicht zentrisch gehalten, was dann auch wiederum nachteilig ist.
    Einzige Abhilfe ist einen Setzstempel passend zu den Geschossen anzufertigen.

    Wobei eine kleine Tolleranz in der L6 nicht schlimm ist.
    Du kannst Deine Munition auf maximale Trommellänge machen.
    Ich setze auf 40,0mm.
    Dass passt immer.
    Gruß Hermann :)

    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
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  • Läds du mit einer Einstationen Presse oder mit einer Mehrstaionen Presse?
    Jeder Wiederlader handelt eingenverantwortlich ich übernehme keine Gewähr.

    Gesendet IPad Pro
  • Wie sieht es denn mit den Flachkopf Geschossen aus, kriegt man damit eine genauere Länge?
    Was ist eigentlich besser, RN oder FP?
    Oder macht das keinen Unterschied?
    Ich habe nähmlich billige Los FP Geschosse in 158gn gefunden, und wollte die eventuel kaufen.
    Mit den FP ist L6 dann immer noch 40,39?

    Gruß
    Jemp
  • Meine eigenen Erfahrungen sind:

    • OAL ist von der Passung Setzstempel/Geschoss abhängig
    • Geschosse sind nicht auf 1/100 mm identisch. Dies nicht nur in der Länge, sondern auch in der Ausbildung des Kegels, der Ogive, ...
    • Oft lässt sich der Setzstempel austauschen, bzw am anderen Ende verwenden. Dies kann die Streuung der OAL beeinflussen
    • Abweichungen in der OAL um ca. +/- 0,1 mm bei ca. 95% der Patronen ist normal. Darüber gibt es auch Ausreißer (Dillon 650)
    • Der Crimp sollte i.d.R. insgesamt nur unwesentlich zum Ausziehwiderstand beitragen, d.h. der Kraftschluss muss über die kalibrierte Hülse erfogen.
    • Beim UHR verhindert der Crimp das Hineinrutschen des Geschosses in die Hülse beim Schuss, vor allem bei dünnen Hülsenhälsen wie beispielsweise .38-40 und .44-40
    • Rollcrimp nur bei Revolvern und UHR, Geschosse müssen über Crimprille verfügen! Sonst starke Veränderung der OAL beim Crimpen
    • Bei Hülsenmundanliegern (i.d.R. Halbautomaten) nur Tapercrimp bzw. Factory Crimp nehmen.
    • Die OAL ist bei Revolvern eigentlich von der Kammerlänge begrenzt, bei Magazinwaffen vom Magazin.
    • Bei einschüssigen Waffen (Kipplaufwaffen) muss darauf geachtet werden, dass das Geschoss noch einen Abstand von etwa 1mm von den Feldern und Zügen hat
    • Falls aus Gründen der Präzission das Geschoss an den Feldern/Zügen anliegen soll, muss die Pulvermenge reduziert werden (nur für Fortgeschrittene)
  • @cptknix
    welchen Geschosshersteller verwendest Du
    denn ? Bei "Billiganbietern" gibts Toleranzen von Geschoss zu Geschoss
    und dadurch erklärt sich dann auch die unterschiedliche Länge L6. Ich
    verlade viel PPU und da sind solche Toleranzen normal. Will man damit
    nicht leben, muss man zu höherpreisigen Anbietern wechseln. Wie gering
    die Toleranz da ist, sicherlich aber geringer

    Das ist nicht nur bei Billiganbietern so das kann auch vom teuren Hersteller kommen,
    Eine Waffenzeitschrift hat einmal vor Jahren .45 ACP Mun auseinandergenommen, da gab es von einem Hersteller bis zu 10% Abweichung beim Pulver in der Hülse. Das ist auch einer der Gründe warum ich Selbstlader bin, es sind nicht nur die Kosten.
    Gruß vom ruger
  • milanojp schrieb:

    Ja,es sind billig Geschosse Rn Geschosse. Marke Fox Bullet.
    Es ist eine Lee Turret.
    Wenn etwas größer oder kleiner kein Problem ist, dann ist es ok für mich.
    War mir nur nicht sicher.
    Danke
    @milanojp
    Nur mal so zum besseren Verständnis.
    Als Wiederlader stelle ich keine CIP konformen Patronen her.
    Ich stelle (anhand von Ladetabellen) die Komponenten für eine optimale Präzision meiner Waffe zusammen.
    Wobei manche Geschosshersteller (H&N) bei .357Mag. sogar OAL-Angaben machen, die über der CIP-Länge liegen.
    Wenn es zu Deinen Geschossen keine Ladedaten gibt, kannst Du mit annähernd gleich beschaffenen Geschossen (Gewicht, Abmessungen, Material) Annäherungsdaten erarbeiten.
    Viel Erfolg! :peit:
    Gruß Hermann :)

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  • ruger schrieb:

    Das ist nicht nur bei Billiganbietern so das kann auch vom teuren Hersteller kommen,
    Eine Waffenzeitschrift hat einmal vor Jahren .45 ACP Mun auseinandergenommen, da gab es von einem Hersteller bis zu 10% Abweichung beim Pulver in der Hülse. Das ist auch einer der Gründe warum ich Selbstlader bin, es sind nicht nur die Kosten.
    Gruß vom ruger
    Ich sprach ja explizit von den Geschossen. Wenn ich wiederlade, kann ich die Toleranzen der Pulvermenge sehr sehr eng halten (sogar bis hin zu annähernd 0 Toleranz bei Einsatz der entsprechenden Wiegetechnik), da ich dies recht gut beeinflussen kann. Auf die Abmessung der Geschosse habe ich hingegen keinen Einfluss, es sei denn ich mache die auch noch selbst.
    Gruss
    CptKinx

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  • cptkinx schrieb:

    @milanojp welchen Geschosshersteller verwendest Du denn ? Bei "Billiganbietern" gibts Toleranzen von Geschoss zu Geschoss und dadurch erklärt sich dann auch die unterschiedliche Länge L6. Ich verlade viel PPU und da sind solche Toleranzen normal. Will man damit nicht leben, muss man zu höherpreisigen Anbietern wechseln. Wie gering die Toleranz da ist, sicherlich aber geringer.

    LG
    davon wird aber die L6 nicht beeinflußt!
    Egal wie lang das Geschoß ist, wenn ich Hülse und Geschoß in einen Schuhkarton drücke und die Patrone ist zu lang, dann drücke ich halt das Geschoß tiefer rein bis es passt. Der äußere Anteil bleibt eben durch die L6 konstant während der innere Teil in der Hülse der variable Anteil (Rest) ist. Ändern tut sich aber der Brennraum in der Hülse, je länger das G, desto kleiner der Brennraum. Deshalb aufpassen, wenn man als Ersatz G von anderen Herstellern nimmt, die ähnlich aussehen!

    treppenfahrer schrieb:

    @milanojp
    Du verwendest RN Geschosse. Aber die Geschosse haben nicht immer die 100%ig gleiche Form, wie Deine verwendeten Geschosse. Bei einem planen Setzstempel hast Du solche Tolleranzen nicht. Aber das Geschoss wird beim Setzen nicht zentrisch gehalten, was dann auch wiederum nachteilig ist.
    Einzige Abhilfe ist einen Setzstempel passend zu den Geschossen anzufertigen.
    das wird der einzige Grund sein, warum sich die L6 geringfügig ändert.

    Die Unterschiedlichen Größen und auch Massen der "Billig"geschoße hat im Nachhinein etwas mit der Präzision zu tun.
    jeder muß selbst wissen, was er tut

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 45ACP ()

  • Du stellst am Setzstempel die gewünschte OAL(L6) ein.

    Egal, wie lange das Geschoß ist, die OAL (L6) wird sich dadurch nicht ändern, sondern nur der Brennraum in der Hülse, weil das Geschoss durch den Stzstempel so weit in die Hülse gedrückt wird, wie Du eingestellt hast!

    Ausserdem behaupte ich, dass 2/10mm Unterschied in der Geschosslänge absolut keinen Unterschied bei KW Geschossen, bzgl. Präzision macht!

    Mach mal einen Test.
    Vermesse 20 Geschosse exakt!
    Verlade diese Geschosse, mit der gewünschten Einstellung an der Setz Matrize(getrennete Arbeitsgänge, Setzen, Crimpen, vorausgesetzt).
    Du wirst da ggf. schon Unterschiede in der OAL feststellen!

    Nimm Geschosse, ohne zu vermessen und lade die Geschosse mit der selben Einstellung des Setzstempel wie oben.

    Jetzt gehst Du auf den Stand und verschießt immer abwechselnd 5 Schuss, auf zwei Scheiben nebeneinander, Deine gefertigten Patronen.

    Ich sage Dir jetzt schon voraus, dass Du mit Sicherheit, keinen Unterschied in der Präzision feststellen wirst!
    Für mich völlig überbewertet, die Exakte L6 auf 2/10mm +- bei KW! :ohh:

    Gruß :winke:
    erndi
    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. (Sokrates)

    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. :mea:
    Jeder Wiederlader handelt in eigener Verantwortung!
  • erndi schrieb:

    Du stellst am Setzstempel die gewünschte OAL(L6) ein.

    Egal, wie lange das Geschoß ist, die OAL (L6) wird sich dadurch nicht ändern, sondern nur der Brennraum in der Hülse, weil das Geschoss durch den Stzstempel so weit in die Hülse gedrückt wird, wie Du eingestellt hast!


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    Ausserdem behaupte ich, dass 2/10mm Unterschied in der Geschosslänge absolut keinen Unterschied bei KW Geschossen, bzgl. Präzision macht!

    ....Gruß :winke:
    erndi
    Hi erndi,

    Das ist nur dann richtig, wenn der Setzstempel flach ist. Ist der Setzstempel dagegen konkav (Kugel-, Kegel-, Ogivalkontur) dann wird das Geschoss nicht an der Spitze, sondern am "Berührungskreis unterhalb der Geschossspitze erfasst. Die Idee dabei ist, unterschiedlich ausgebildete Spitzen nicht das Brennraumvolumen beeinflussen zu lassen. Andererseits ist man dann von der Gleichmäßigkeit der Geschosskopfform aller Geschosse abhängig! Ist diese nicht gleichmäßig, so resultieren unterschiedliche L6, weil der Setzstempel dann in unterschiedlicher Weise das Geschoss berührt.
    Nachtrag: Aufgrund ungleichmäßig ausgebildeter Spitzen kommt es natürlich auch zu einer gewollten L6 Abweichung.

    Mit der letzen Behauptung hast Du wahrscheinlich überwiegend recht.

    Gruß
    Suchender

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Suchender () aus folgendem Grund: präziser formuliert