Schonwieder ein Anfänger mit Zeugs...

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  • Schonwieder ein Anfänger mit Zeugs...

    Ja, schonwieder ein Anfänger, schonwieder eine Kaufberatung...

    Mal vorweg das Generelle:
    • Ich komme aus der Schweiz, also erübrigen sich Fragen nach Wiederladeschein und-kurs sowie Aufbewahrung.
    • Aus demselben Grund werde ich wohl hauptsächlich aufs ReloadSwiss Pulver zurückgreifen, da überall verfügbar.
    • Mangels ausreichendem Angebot von Komponenten aber muss ich auf Grauwolf, Arms24, WieLaLa etc. ausweichen. Hab aber eine Deutsche Lieferadresse.
    • Es muss nicht schnell schnell sein, Beschaffung ist angesetzt auf Mitte bis Ende Jahr. Will nichts überstürzen.

    Was will ich laden?
    Zum Anfang hin .45LC und .454 Casull. Evtl. auch .38 Special.
    9mm ist günstig zu haben und lohnt sich bei meinem Verbrauch nicht. GP90/GP11 (5.56/.223 und 7.5x55 Swiss) kann ich sowieso über den Verein beziehen. Das Stgw57 macht die GP11 Hülsen eh unbrauchbar zum Wiederladen, aber für den K31 wärs interessant. Alles Weitere dann je nach Waffe, die früher oder später in meinem Besitz landet. :whistling:

    Was will ich erreichen?
    .45LC und .454 Casull will ich wiederladen hauptsächlich weil teuer und praktisch nur eine Sorte von Magtech verfügbar. Ich will auch gerne mit Laborierungen und Geschossgewichten "experimentieren", aber die Hauptgründe sind Preis und vor Allem Verfügbarkeit. Wenn im meterlangen Munitionsregal vom Händler des Vertrauens nur ein zwei Schächtelchen herumgammeln kanns das nicht sein.
    Will heissen Präzision ist noch kein grosses Thema.

    Was will ich ausgeben?
    Wie überall, kauf billig, kauf zweimal. Auf ein vierstelliges Budget bin ich eingestellt. Ich bin knapp 30, das Zeug sollte also noch mindestens 80 Jahre halten. Aber: Teuer ist nicht immer gut, das weiss ich auch.


    Kommen wir zu den angedachten Komponenten.

    Hauptkomponenten:

    Presse: Forster Co-Ax
    Da ich vielerorts gelesen habe, dass eine Mehrstationenpresse für den Anfang eher für Verwirrung sorgt und man sich mit einer Einstationenpresse besser auf das was man macht konzentrieren kann, will ich diesen Weg gehen. Auch ist mein Munitionsbedarf nicht derart gross, dass sich eine Dillon 550 oder so rechtfertigen würde. Die Co-Ax scheint zu überzeugen, vom Aufbau, Funktionsprinzip und der Qualität her. Verschiedene Hülsenhalter haben zu müssen würde auch wegfallen.

    Zündhütchensetzer: Forster Co-Ax
    Scheint mir ein pfiffiges Teil zu sein. Ich bin jedenfalls mehr Fan von solchen Dingern als Handsetzgeräten.

    Pulverfüller/-waage: Lyman Gen6
    Balkenwaage kommt nicht in Frage, ich kenne mich, das ist ein Fehlermagnet. Digitale Waagen sind anscheinend so eine Sache. Videos und Berichte über den Lyman Gen6 (oder Gen5) sehen aber super aus. Scheint gegenüber den Angeboten von Hornady und RCBS auch eher unter- statt überzuladen.

    Der andere Weg wäre ein normales Pulverfüllgerät und eine Kern Laborwaage (PCB 250-3 oder so), aber da ich noch weit davon entfernt bin, von Zehntelsgrain abhängig zu sein seh ich da den Sinn noch nicht. Später wirds wohl unvermeidlich. Und ich bin mir bewusst, dass das etwas im Gegnsatz zu meinem Anfangs erwähnten Kredo ist.

    Hülsenreinigung: Lyman Turbo Tumbler
    Keine Ahnung welchen genau und wo da teils die Unterschiede sind. Lyman Tumbler machen anscheinend was sie sollen, und wenn viel hinein passt, um so besser. Passenden Granulattrenner ebenfalls von Lyman, das muss nicht teuer sein, zur Not kann auch das Spaghettisieb herhalten.

    Matrizen: Hornady Custom Grade Sets
    Für .45LC, .454 und .38 Special. Sollte reichen? Genereller Konsens ist ja dass Lee eher nicht zu empfehlen sei, und der Rest ist im Stil von "Frag zehn Leute, erhalte 12 Meinungen".


    Zubehör

    Entladehammer: RCBS
    Sollten zwar alle in etwa das gleiche machen, nicht?

    Ladebrett: MTM
    Universell ist immer gut, sonst stapelt sich das Zeug. MTM Ladebretter scheint irgendwie auch jeder zu benutzen.

    Matritzenfeststellrine: Forster
    Für die Co-Ax abgestimmt, da die Hornady-Ringe angeblich teils mucken in dieser Presse.

    Trichter: RCBS
    Kommt wohl auch nicht draufan, welche Marke nehm ich an.

    Schieblehre: n/a
    Noch nicht festgelegt. Tendiere aber zu Mitutoyo oder sonst einer etablierten Präzisionsmarke, da ich so Dinger auch für Nicht-pengpeng-Sachen gebrauchen kann.


    Patronenherstellung

    Pulver wie gesagt hauptsächlich ReloadSwiss, da überall vorhanden. Geschosse, Zündhütchen und Hülsen je nach verfügbarem Angebot, aber aus naheliegenden Gründen aus der Schweiz.


    Literatur

    Da bin ich mir noch nicht sicher, welches Wiederladebuch ich nehmen soll. Toll wäre natürlich eines, dass ReloadSwiss berücksichtigt, da jene keine eigenen Ladedaten für meine Kaliber anbieten (nur Kundenladedaten). Englisch/Deutsch ist egal.

    -------------

    Hab ich noch was vergessen? Irgendwo keine/falsche Gedanken dazu gemacht?


    Vielen Dank schonmal fürs Drüberschauen und Senf dazugeben. Ich bin für Vorschläge offen, sofern sie in mein Weltbild passen (nein Scherz). Bis jetzt basiert meine Erfahrung mit Wiederladen aus etwa einem Jahr Mitlesen in einschlägigen Foren (warum ich erst seit Kurzem dieses hier gefunden hab, keine Ahnung), Viedos übers Wiederladen und dem Visier Special.
  • @MRCL
    da Du Kaliber aufführst, für die es Hartmetallmatrizen gibt, rate ich Dir zu einer Mehrstationenpresse (Progressivpresse), die Du anfangs einfach nur mit einer Hülse bestückst. Dann bekommst Du für den Anfang den Einstationenpressenefffekt und hast gleichzeitig Ausbaupotential.
    Es eignet sich sowohl eine Dillon RL550B als auch eine Hornady Lock-N-Load AP (ohne automatische Hülsenzufuhr). Die Hornady hat den Vorteil der Zwangssteuerung und eine Station mehr. Dafür ist die ein wenig Zündhütchensortenfühlig. Heißt; die Zündhütchenzufürung bei Dillon ist geschmeidiger.
    Letztlich ist von diesen beiden aber die Hornady für mittlere Munitionsmengen (gemütlich 200-300 Schuss in der Stunde) die bessere Wahl. Gilt auch für kalibrierte Langwaffenhülsen. Und dazu passt dann auch der Auto-Charger Lyman Gen6 perfekt. (Du wirst auch irgendwann Deine Langwaffenmunition wiederladen.)

    Deine Idee für die Forster ist prima, wenn Du nur Langwaffenmunition laden möchtest.
    Alle anderen Komponenten sind super gewählt. :thumbup:
    Gruß Hermann :)

    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.
  • Erstmal danke!

    treppenfahrer schrieb:

    da Du Kaliber aufführst, für die es Hartmetallmatrizen gibt, rate ich Dir zu einer Mehrstationenpresse, die Du anfangs einfach nur mit einer Hülse bestückst.
    Kannst du mir den Zusammenhang zwischen Hartmetallmatritzen und einer Mehrstationenpresse genauer erläutern?

    treppenfahrer schrieb:

    Dafür ist die ein wenig Zündhütchensortenfühlig. Heißt; die Zündhütchenzufürung bei Dillon ist geschmeidiger.
    Da die Idee ist, ein externes Gerätchen für die Bezünderung zu verwenden ist der Punkt wohl hinfällig, oder?

    treppenfahrer schrieb:

    Deine Idee für die Forster ist prima, wenn Du nur Langwaffenmunition laden möchtest.

    Alle anderen Komponenten sind super gewählt. :thumbup:
    Eignet sich die Forster nicht für KW-Munition? Warum nicht?
  • MRCL schrieb:

    Erstmal danke!

    treppenfahrer schrieb:

    da Du Kaliber aufführst, für die es Hartmetallmatrizen gibt, rate ich Dir zu einer Mehrstationenpresse, die Du anfangs einfach nur mit einer Hülse bestückst.
    Kannst du mir den Zusammenhang zwischen Hartmetallmatritzen und einer Mehrstationenpresse genauer erläutern?

    treppenfahrer schrieb:

    Dafür ist die ein wenig Zündhütchensortenfühlig. Heißt; die Zündhütchenzufürung bei Dillon ist geschmeidiger.
    Da die Idee ist, ein externes Gerätchen für die Bezünderung zu verwenden ist der Punkt wohl hinfällig, oder?

    treppenfahrer schrieb:

    Deine Idee für die Forster ist prima, wenn Du nur Langwaffenmunition laden möchtest.

    Alle anderen Komponenten sind super gewählt. :thumbup:
    Eignet sich die Forster nicht für KW-Munition? Warum nicht?

    (Gereinigte) Hülsen für die es Hartmetallmatrizen (Carbide) gibt, brauchen nicht gefettet werden.
    Können also gleich nach dem Kalibrieren auf weiteren Stationen bis zur fertigen Patrone verarbeitet werden.
    Da ist das Zündersetzen mit der Presse inbegriffen.

    Natürlich lässt sich mit jeder Ladepresse auch KW-Mun laden.
    Die Frage ist nur "Schießt Du schon, oder lädst Du noch?"
    Aber abends gemütlich 50-100 Patronen auf der Einstationenpresse ist natürlich auch nett.
    (Und das Ladebrett ist die Gefahrenquelle Nr.1 für Doppel- oder Fehlladungen.)

    Letztlich sollte in Deine Kaufentscheidung auch der normale monatliche Munitionsverbrauch einfließen.
    Bei 100 Patronen im Monat brauchst Du keine Progressivpresse. Wäre nur bequemer.

    Hier noch andere Lieferanten.
    wiederlader111.de
    wiederladen-ruhrgebiet.de

    An dieser Stelle empfehle ich immer gerne auch ein Buch zum Wiederladen zu lesen.
    Gruß Hermann :)

    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.
  • treppenfahrer schrieb:

    MRCL schrieb:

    Erstmal danke!

    treppenfahrer schrieb:

    da Du Kaliber aufführst, für die es Hartmetallmatrizen gibt, rate ich Dir zu einer Mehrstationenpresse, die Du anfangs einfach nur mit einer Hülse bestückst.
    Kannst du mir den Zusammenhang zwischen Hartmetallmatritzen und einer Mehrstationenpresse genauer erläutern?

    treppenfahrer schrieb:

    Dafür ist die ein wenig Zündhütchensortenfühlig. Heißt; die Zündhütchenzufürung bei Dillon ist geschmeidiger.
    Da die Idee ist, ein externes Gerätchen für die Bezünderung zu verwenden ist der Punkt wohl hinfällig, oder?

    treppenfahrer schrieb:

    Deine Idee für die Forster ist prima, wenn Du nur Langwaffenmunition laden möchtest.

    Alle anderen Komponenten sind super gewählt. :thumbup:
    Eignet sich die Forster nicht für KW-Munition? Warum nicht?
    (Gereinigte) Hülsen für die es Hartmetallmatrizen (Carbide) gibt, brauchen nicht gefettet werden.
    Können also gleich nach dem Kalibrieren auf weiteren Stationen bis zur fertigen Patrone verarbeitet werden.
    Da ist das Zündersetzen mit der Presse inbegriffen.

    Natürlich lässt sich mit jeder Ladepresse auch KW-Mun laden.
    Die Frage ist nur "Schießt Du schon, oder lädst Du noch?"
    Aber abends gemütlich 50-100 Patronen auf der Einstationenpresse ist natürlich auch nett.
    (Und das Ladebrett ist die Gefahrenquelle Nr.1 für Doppel- oder Fehlladungen.)

    An dieser Stelle empfehle ich immer gerne auch ein Buch zum Wiederladen zu lesen.
    Interessant. Die Custom Grade Matzizen müssten gemäss meinem Verständis aus Hartmetall sein?
    Muss die Bezünderung bei einer progressiven Presse über ebenjene laufen oder ist das extern auch möglich (wegen der angesprochenen Feinfühligkeit)?
    Der Einwand mit dem Fehleranfälligen Ladebrett und der Effizienz einer Progressivpresse macht natürlich Sinn.

    Damit ich das richtig verstehe: Die LNL AP in Kombination mit dem Lyman Gen6 Bepulverer würde bedeuten, dass die Hülsen erst gefüllt und dann durch die Presse gejagt werden, ohne dass der Hornady Bepulverer zum Einsatz kommt?

    Das Buch "Wiederlade-Schule" steht eh schon länger auf der Liste, weitere Empfehlungen habe ich hier im Forum entdeckt. Ich mag Bücher.
  • Wenn Du mit Gen6 befüllen willst, nimmst Du den Hornady Pulverfüller runter und schraubst eine LEE Charging Die rein,auf die Du einen LEE Pulvertrichter aufsteckst.
    Du kannst auf den Gen6 am Anfang verzichten und holst Dir nur eine Waage.
    Zum Beispiel diese: grauwolf.net/lyman-micro-touch…che-pulverwaage-230v.html

    Ladeablauf AP:
    Mit der linken Hand die gebrauchte (vielleicht sogar gereinigte) Hülse auf Pos.1 stellen.
    1.Hebel abwärts und zurück bewegen. Aus der 0-Position Hebel nah hinten drücken (ZH wird gesetzt)
    2.Nächste Hebelbewegung, Aufweiten
    3.Nächste Hebelbewegung, Pulver einfüllen. (Nr.4 und 5 lässt sich auch auf einer Station kombinieren.)
    4.Vielleicht eine Pulverhöhen-Prüfmatrize
    5.Geschoss setzten und Crimpen. ( lässt sich auch in 2 Schritte trennen)
    Fertig!

    Um progressiv zu laden musst Du dann vor jeder Abwärtsbewegung des Hebels eine leere Hülse auf Pos.1 setzen.

    Schau Dir die notwendingen Arbeiten für die unterschiedlichen Ladepressen doch mal bei YouTube an.
    Gruß Hermann :)

    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.
  • Ah, so kann mans wohl auch machen. An sich keine schlechte Idee.

    Ich hab vor ein paar Monaten Wiederladevideos verschlungen, damals noch um die RCBS Revolverpressen mit den Dillons zu vergleichen. Ich hab aber nie aufs ZH-Setzen geachtet, aber wenn man sich die Arbeitsweise der Hornadypresse anschaut dann ginge das theoretisch auch ohne ZH, was aber nicht so wahnsinnig viel Sinn macht, diesen Schritt auszulagern. Vielleicht ein Setzer für besonders zickige ZHs.

    Cool, das sind etwas neue Perspektiven.
  • Die Hornady hat noch den Vorteil, dass die Hülse nicht in der Hülsenhalterplatte sitzt,
    sondern durch diese nur transportiert und mit Hilfe der Feder in Position gehalten wird.
    Hat den Vorteil das es egal ist ob nur eine Hülse bearbeitet wird, oder alle Stationen im Einsatz sind.
    Gruß
    Karl-Heinz
    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.

    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr

    Neue Frage -------> Neues Thema.
  • treppenfahrer schrieb:

    Deine Idee für die Forster ist prima, wenn Du nur Langwaffenmunition laden möchtest.
    Stimme fast allem zu.
    Die Einstationenpresse wird meines Erachtens dann fällig, wenn es jenseits der 150m mit der Langwaffe geht.
    Bei den von Dir präferierten Anwendungen würde ich auch eine Mehrstationenpresse nehmen.
    Mit dem Pulverfüller ist es allerdings so eine Sache. Jede Ladung zu wiegen ist wieder so eine Sache, die sich nur auf lange Distanz rechnet.
    Ich habe das mal irgendwo vorgerechnet: 1% macht bei ca 810m/s an der Mündung auf 300m so 1,2cm Höhenstreuung. Die geht im Quadrat zur Distanz. Also auf 150m nur 0,3cm... es wird akademisch.

    Mein uralter Redding wirft so auf +-1% genau. Ich trickel auf 0,1% ... na ja... ich fühle mich damit gut. Bei mir sind das +- 2 Pulverkörnchen. Denke nicht drüber nach. Meine Frau liebt mich trotzdem.

    Bei 400m/s halbieren wir jetzt die Distanzen. Überschläglich ist das die gleiche Flugzeit und damit die gleiche Höhenstreuung.
    Wenn Du die .454 aus der Büchse auf 150m verschießt, musst Du auf 1% genau werden.
    Der Effekt wird dann bei 25m = 1/6 * 150m eben (1/6)² = 1/36 der Höhenstreuung sein. Das IST akademisch.

    Also: Willst Du 350€ ausgeben für das Wiegen der KW-Ladungen? KW - Mun würde ich einfach nur nach Volumen dosieren.

    Eine einfache Digitalwaage (Ich hab ne G&G von Amazon für 50€ oder so) ist gut zum Einrichten des Pulverdosierers.

    LG Hrodgar
    Bis ich in Anschlag gehe, ist Schießen pure Wissenschaft.
    Liege ich hinter meinem Gewehr, ist Schießen reines Gefühl.
  • Hrodgar schrieb:

    treppenfahrer schrieb:

    Deine Idee für die Forster ist prima, wenn Du nur Langwaffenmunition laden möchtest.
    Stimme fast allem zu.Die Einstationenpresse wird meines Erachtens dann fällig, wenn es jenseits der 150m mit der Langwaffe geht.
    Bei den von Dir präferierten Anwendungen würde ich auch eine Mehrstationenpresse nehmen.
    Mit dem Pulverfüller ist es allerdings so eine Sache. Jede Ladung zu wiegen ist wieder so eine Sache, die sich nur auf lange Distanz rechnet.
    Ich habe das mal irgendwo vorgerechnet: 1% macht bei ca 810m/s an der Mündung auf 300m so 1,2cm Höhenstreuung. Die geht im Quadrat zur Distanz. Also auf 150m nur 0,3cm... es wird akademisch.

    Mein uralter Redding wirft so auf +-1% genau. Ich trickel auf 0,1% ... na ja... ich fühle mich damit gut. Bei mir sind das +- 2 Pulverkörnchen. Denke nicht drüber nach. Meine Frau liebt mich trotzdem.

    Bei 400m/s halbieren wir jetzt die Distanzen. Überschläglich ist das die gleiche Flugzeit und damit die gleiche Höhenstreuung.
    Wenn Du die .454 aus der Büchse auf 150m verschießt, musst Du auf 1% genau werden.
    Der Effekt wird dann bei 25m = 1/6 * 150m eben (1/6)² = 1/36 der Höhenstreuung sein. Das IST akademisch.

    Also: Willst Du 350€ ausgeben für das Wiegen der KW-Ladungen? KW - Mun würde ich einfach nur nach Volumen dosieren.

    Eine einfache Digitalwaage (Ich hab ne G&G von Amazon für 50€ oder so) ist gut zum Einrichten des Pulverdosierers.

    LG Hrodgar
    Ich schiess die .454 aus dem Revolver auf höchstens 50m. Mit Büchse (7.5x55) über 300m auf mittlere Sicht sowieso nicht.
    Bedeutet im Klartext: Hornady Pulverfüller drauflassen, Lyman Gen6 weglassen, dafür halbwegs akkurate Waage her. Richtig?
  • MRCL schrieb:

    Ich schiess die .454 aus dem Revolver auf höchstens 50m. Mit Büchse (7.5x55) über 300m auf mittlere Sicht sowieso nicht.
    Bedeutet im Klartext: Hornady Pulverfüller drauflassen, Lyman Gen6 weglassen, dafür halbwegs akkurate Waage her. Richtig?
    Genau... :)
    Bis ich in Anschlag gehe, ist Schießen pure Wissenschaft.
    Liege ich hinter meinem Gewehr, ist Schießen reines Gefühl.
  • MRCL schrieb:

    Ah, so kann mans wohl auch machen. An sich keine schlechte Idee.

    Ich hab vor ein paar Monaten Wiederladevideos verschlungen, damals noch um die RCBS Revolverpressen mit den Dillons zu vergleichen. Ich hab aber nie aufs ZH-Setzen geachtet, aber wenn man sich die Arbeitsweise der Hornadypresse anschaut dann ginge das theoretisch auch ohne ZH, was aber nicht so wahnsinnig viel Sinn macht, diesen Schritt auszulagern. Vielleicht ein Setzer für besonders zickige ZHs.

    Cool, das sind etwas neue Perspektiven.
    ZH Setzsystem Lee Auto Bench Prime

    Hier noch ein Beitrag bzgl. des Forsters ZH-Setzers vs. des neuen Lee Setzsystems.
    Was den Pulverfüller angeht würde ich bzgl. Genauigkeit entweder zur Dillon 550 tendieren oder zumindest den Dillon Füller auf die Hornady LNL.
    Für gute Gewehrmunition oder zum Testen zwischendurch reicht als Zweitsetup auch die Lee Classic Cast und der Lee Perfect Pulverfüller. Beide preislich top und ebenfalls Top abgeschnitten in div. Tests.
  • Rene2109 schrieb:

    MRCL schrieb:

    Ah, so kann mans wohl auch machen. An sich keine schlechte Idee.

    Ich hab vor ein paar Monaten Wiederladevideos verschlungen, damals noch um die RCBS Revolverpressen mit den Dillons zu vergleichen. Ich hab aber nie aufs ZH-Setzen geachtet, aber wenn man sich die Arbeitsweise der Hornadypresse anschaut dann ginge das theoretisch auch ohne ZH, was aber nicht so wahnsinnig viel Sinn macht, diesen Schritt auszulagern. Vielleicht ein Setzer für besonders zickige ZHs.

    Cool, das sind etwas neue Perspektiven.
    ZH Setzsystem Lee Auto Bench Prime
    Hier noch ein Beitrag bzgl. des Forsters ZH-Setzers vs. des neuen Lee Setzsystems.
    Was den Pulverfüller angeht würde ich bzgl. Genauigkeit entweder zur Dillon 550 tendieren oder zumindest den Dillon Füller auf die Hornady LNL.
    Für gute Gewehrmunition oder zum Testen zwischendurch reicht als Zweitsetup auch die Lee Classic Cast und der Lee Perfect Pulverfüller. Beide preislich top und ebenfalls Top abgeschnitten in div. Tests.
    Also den Bepulverer von der Dillon 550, den hier? grauwolf.net/dillon-pulverfuellgeraet-fuer-rl550-650.html
    Ist der Unterschied so gross von der Genauigkeit her, dass sich der Extrakauft rechtfertigen würde? Preislich geben sie sich ja nicht soo viel, der Hornady und der Dillon. Für den Hornady gibts ja Mikrometer Inserts, aber da hab ich mitbekommen dass sich das kaum lohnt.
    Lustigerweise hab ich grad bei der Google Suche gesehen, dass sich (zumindest im Amiland) eher die Frage gestellt wird, wie der Hornady Bepulverer auf die Dillon gepappt werden kann...
  • Die Pulverfüller sind beide gut.
    Der Aufweiter unter dem Dillon lässt sich aber schöner einstellen.
    Habe für 1,7gn N310 zu verladen einen Hornady auf der Dillon (aber hinter einer Aufweitmatrize).
    Weil ich dazu bei Dillon einen anderen Schieber kaufen müsste.
    Gruß Hermann :)

    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.
  • Hallo,
    Meine feste Überzeugung -Wiederladen lernt man nur mit einer EINSTATIONEN -PRESSE .

    Wo jeder Arbeitsschritt überschaubar und nachvollziehbar ist. Eine vernünftige Einstationen Presse gehört zur Grundausstattung. Mehrstationen - Pressen sind für Anfänger vollkommen Ungeeignet (IST SO - BASTA) Da mehrere Arbeitsabläufe gleichzeitig ablaufen ist die Gefahr von Doppelladungen - Unterladung- keine Ladung sehr hoch (auch wenn sie als Einstationenpresse Vorerst genutzt wird) Kenne etliche die dadurch ihre Waffe geschrottet haben. Anfänger wie auch Alte Hasen. Mein Rat - kauft Dir eine Vernünftige Einstationen - Presse wo du jeden Arbeitsschritt lernst und kontrollieren kannst. Und später dann, wenn Du deine Ladungen gefunden hast und über die nötige Sicherheit und das Wissen verfügst, kannst immer noch eine Mehrstationen Presse zulegen. Aber als Anfänger sind Mehrstationen- Pressen ein NO GO

    GUT SCHUSS
  • hagrud schrieb:

    Hallo,
    Meine feste Überzeugung -Wiederladen lernt man nur mit einer EINSTATIONEN -PRESSE .

    Wo jeder Arbeitsschritt überschaubar und nachvollziehbar ist. Eine vernünftige Einstationen Presse gehört zur Grundausstattung. Mehrstationen - Pressen sind für Anfänger vollkommen Ungeeignet (IST SO - BASTA) Da mehrere Arbeitsabläufe gleichzeitig ablaufen ist die Gefahr von Doppelladungen - Unterladung- keine Ladung sehr hoch (auch wenn sie als Einstationenpresse Vorerst genutzt wird) Kenne etliche die dadurch ihre Waffe geschrottet haben. Anfänger wie auch Alte Hasen. Mein Rat - kauft Dir eine Vernünftige Einstationen - Presse wo du jeden Arbeitsschritt lernst und kontrollieren kannst. Und später dann, wenn Du deine Ladungen gefunden hast und über die nötige Sicherheit und das Wissen verfügst, kannst immer noch eine Mehrstationen Presse zulegen. Aber als Anfänger sind Mehrstationen- Pressen ein NO GO

    GUT SCHUSS
    Ich bin insofern bei Dir, dass eine Progressivpresse nicht gleich voll besetzt werden sollte.
    Häst Du neue Wiederlader für unfähig, langsam anzufangen?
    Ich halte das Ladbrett zur Einstationenpresse für die Fehlerquelle Nr.1.
    Dort passieren die meisten Falschladungen.
    Wenn ich Leuten mit Einstationenpresse zur Seite stehe, werden alle Hülsen erst mit ZH bestückt.
    Danach wird jede befüllte Hülse sofort mit einem Geschoss versehen.

    Worin liegt also der Unterschied, ob Du mit 1 Hülse 5 mal auf und ab bewegst währed dabei die Matrzen getauscht werden, oder die Position der Hülse unter des Matrize?

    Für mich ist Ladebrett No Go!
    Gruß Hermann :)

    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.
  • treppenfahrer schrieb:

    .....Wenn ich Leuten mit Einstationenpresse zur Seite stehe, werden alle Hülsen erst mit ZH bestückt.
    Danach wird jede befüllte Hülse sofort mit einem Geschoss versehen....


    Für mich ist Ladebrett No Go!
    so habe ich es gelernt und nie anders gemacht!
    Ein Ladebrett habe ich noch nie besessen.
    Alle Ladeempfehlungen ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich
    :wdl_rot :wdl_rot
  • Die Thematik mit der Einstationenpresse für Anfänger hab ich ja im Eingangspost erwähnt, mir ist das auch schon untergekommen. Darum wollte ich ja den Einstationenweg gehen, um auf der sicheren Seite zu sein.
    Dass man eine progressive Presse aber auch quasi als Einstationenpresse benutzen kann und im Hinblick auf Zukunftssicherheit macht das mit der LNL schon Sinn für mich.
  • MRCL schrieb:

    Dass man eine progressive Presse aber auch quasi als Einstationenpresse benutzen kann und im Hinblick auf Zukunftssicherheit macht das mit der LNL schon Sinn für mich.
    Genau!
    Bis ich in Anschlag gehe, ist Schießen pure Wissenschaft.
    Liege ich hinter meinem Gewehr, ist Schießen reines Gefühl.
  • treppenfahrer schrieb:

    Für mich ist Ladebrett No Go!

    Nein- mein Guter, da liegst Du wieder voll daneben. Nicht das Ladebrett ist Fehlerquelle Nr. 1 sondern immer der Mensch der dahintersteht. Wer eine Mehrstationenpresse hat wird sie auch nutzen. Einer aus unseren Verein- ein Wiederladerneuling - hat sich mal eine Dillon 650 zugelegt wollte diese vorerst als Einstationenpresse nutzen, wie er sagte. Bei einen bevorstehenden Schießstandbesuch wollte er sich "noch schnell" ein paar .45 ACP - Patronen machen. Eine war eine Doppelladung .Tja- ein Glück das nicht mehr passierte. Die Pistole war hinüber.
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