Hilfe wegen verkupferte Bleigeschosse von Frontier für 9mm Luger

  • Geschosse
  • Aaaalso:

    Wenn ich mir das hier durchlese verstehe ich das immer noch so dass da jemand 100 Geschosse geschenkt bekommen hat - die will er irgendwie verladen (ohne Präzisionsanspruch) und dann irgendwie rausfeuern.

    Fertig.

    Genau darauf wird ja auch immer wieder verwiesen.



    Mal abgesehen davon dass ich wegen 100 Geschossen nicht anfangen würde zu laden ("einfach mal ein paar 9mm laden...") weil das imho keinen Sinn macht...

    ....st aus meiner Sicht bei sowas die einzig richtige Antwort:

    Irgendein Pulver für 9mm nehmen - vergleichbares Geschoss untere oder mittlere Ladung - Laden - Fire - and Forget.

    Dann sind die 100 Murmeln weg und das Projekt beendet.


    L6 einfach Standardlänge - die fressen alle angegebenen Glocks...
    Da würde ich für das Projekt hier nicht anfangen mit irgendwas ermitteln.
    Im Besten Fall würde ich (wir reden immer noch von dem hier beschriebenen Projekt) eine GECO messen und deren L6 nehmen.


    Usw... Alles drüber hinaus ist doch für die Frage und das Projekt hier viel zu komplex.


    Nochmal: Es geht darum 100 Stk. 9mm Geschosse zu verladen und ohne Präzisionsanspruch rauszufeuern.

    Ende der Geschicht.



    Pragmatisch bleiben... :peit: :laden: :wdl_rot :ballern: :D
    Ich übernehme keine Verantwortung oder Garantie für irgendwas. Jeder handelt eigenverantwortlich mit sämtlichen Informationen.
  • Oh Leute, ich glaube ich irgendwie reden wir einige aneinander vorbei.

    Ich stehe als Anfänger einfach nur vor einer ganz spezifischen Frage die auch viele andere Anfängern verunsichert. Und zwar, weil die viele Experten sagten: "benutze NUR Ladedaten die geprüft sind und NUR diejenige Komponenten welche in den Ladedaten angegeben sind. Tausche keine Komponenten aus, denn sonnst könnte es sehr gefährlich werden".



    So….. und dann sucht man als gewissenhafter Anfänger nach exakte Ladedaten für einen bestimmten Geschosstyp (wovon man rein zufällig 100Stück liegen hat), aber nirgendwo findet man solche genaue Daten. Ist doch klar das man als gewissenhafter Anfänger dann nicht einfach irgendwelche Daten nimmt die mehr oder weniger passen, erst recht nicht nach all den "Warnungen" die es seitens den Experten gab während des Lehrgangs und auch so in den einschlägigen Foren usw. Es wurde ausführlich gewarnt vor den Risiken des Überdrucks durch z.B. einen veränderten Brennraum in Folge geänderter Setztiefen und über Risiken durch Austausch der Zünder der Marke YX gegen Zünder der Marke XYusw.

    Dem entgegen stehen aber anderseits auch Aussagen von erfahrenen Wiederladern welche sich ihre eigenen Laborierungen zusammenstellen und unterschiedliche Komponenten verladen, je nachdem was gerade da ist oder gerade günstig zu haben ist.
    Ich habe in meiner Suche nach Lernstoff und Informationen viele solcher Leute gesprochen und ich habe den Eindruck, die meisten sehen es nicht merh so eng wenn es um die Zusammenstellung von Munitionskomponenten geht. Sie sagen, man sollte nur vom maximalem Gasdruck wegbleiben und die wichtigsten Maße einhalten. Ob Pulver des Herstellers XY und ob Zünder der Marke XY und eine Hülse des Hersteller XY, ist nach deren Aussagen relativ egal, solange man die Patronen in Standard-Gebrauchswaffen verwendet und nicht in getuneten Sportwaffen mit sehr engen Tolleranzen und keine hohen Präzisionsansprüche hat .

    Also noch mal meine Eingangsfrage:

    Ich habe Geschosse vom Typ XY wovon die Daten vorliegen und einmal verschossene Hülsen vom Typ XY wovon auch Daten und die Herkunft (aus welchen Waffen sie stammen) bekannt sind.

    Ich habe noch KEIN Pulver und noch KEINE Zünder ausgewählt, bin aber abhängig davon, was ich überhaupt bekommen kann beim Händler XY.

    Ziel:
    Nun und möchte (vorerst) 100Stück Patronen aus o.g. Komponenten bauen, finde aber zu diesen Geschossen keinerlei exakte Laden, egal bei welchem Pulverhersteller und auch nicht dem Geschosshersteller bei Frontier.
    FRAGE: Wie sollte der (noch unerfahrene Wiederlader in Sachen Laborierungen ermitteln) in solch einem Fall vorgehen um eine sichere Laborierung zu ermitteln OHNE dabei zu große Sicherheitsrisiken (Überdruck) zu riskieren? (Abgesehen von der Methode dass man die Ladedaten eines ähnlichen Geschosses nimmt).

    Gruss
    Antonius
    ...wer die absolute Macht über sein Volk als Endziel hat, wird zuerst versuchen dieses zu entmündigen und zu entwaffnen!

    bin erst seit kurzen dabei, aber trotzdem, alle Angaben ohne Gewähr, jeder handelt eigenverantwortlich!
  • Also jetzt mal ehrlich:


    Was ist denn noch genau offen....?

    Die Frage wurde doch schon mehrfach - von mehreren Personen - aus unterschiedlichen Gesichtspunkten beantwortet.

    Sogar exakte Ladedaten hat Dir jemand hingelegt.

    Und den Weg über verleichbare Ladungen mit vergleichbaren Geschossen haben auch mehrere erklärt und beschrieben wie das genau geht.

    Im Prinzip hast Du alle Infos bekommen um die 100 Geschosse zu verladen.




    Es gibt nur diese Möglichkeiten. Genau die Antworten die schon gegeben wurden.
    Jeder orientiert sich an anderen Ladedaten vergleichbarer Geschosse wenn es für die eigene Kombination nichts anderes gibt.
    Eine andere Möglichkeit gibt es nicht - wenn es NICHTS GIBT - ausser sich an was vergleichbarem zu orientieren.


    Als letzte Möglichkeit und Antwort kann ich Dir noch mitteilen:

    Bau was zusammen und sende es an die DEVA um eine Druckmessung machen zu können.
    Alles weitere dazu beschreiben die sehr ausführlich auf ihrer Homepage.


    Und ja - das ist jetzt sarkastisch gemeint - in der Zeit wo wir hier reden sind 100 Murmel (mit den hier im Thread vorhandenen Informatioen...!) bereits verladen UND verschossen...! ;)
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  • cleaner schrieb:

    Ich bin in solchen Situationen immer gut damit gefahren das vergleichbare Hornady Geschoss als Vergleich zu nehmen.
    Lade mit VV. Aus der Tabelle den Startwert und dann eine Ladeleiter anfertigen.
    Die Frontier Geschosse würde ich genau wie oben beschrieben verladen.
    In diesem Fall würde ich 4.5gr N330 bei einer L6 von 28,5 bauen.
    Damit bist Du in jedem Fall auf der sicheren Seite.

    Du wirst später nicht daran vorbei kommen diesen oder einen ähnlichen Weg zu gehen.
    Komponenten wechseln nun mal.

    Ich habe mir mal 100 Hornady XTP Geschosse für die .357er gekauft nur um diese zu vermessen,
    da für diese Geschossart im Lade Buch Daten von VV vorhanden waren.
    Mit diesen werten konnte ich dann einfach eine Laborierung für die LOS Geschosse festlegen.
    Gruß
    Karl-Heinz
    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.

    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr

    Neue Frage -------> Neues Thema.
  • Hallo Leute, nochmals vielen Dank für eure Tipps (und eure Geduld) :)

    Also auf den Punkt gebracht halte ich fest.
    Es gibt keinen wirklichen sicheren Weg wenn man keine exakte Ladedaten zu einer bestimmten Geschossart vorhanden hat.
    Man nimmt also etwas vergleichbares als Anhaltspunkt und arbeitet sich -angefangen mit der Minimalen Pulverlänge- zu einer optimalen Ladung vor !? Richtig?

    Es wurden bis jetzt 2 Laborierungen vorgeschlagen. Und zwar:
    Lovex D032 Menge: 4,0gr
    L6 = 28,70mm

    und

    VV N330 Menge: 4,5gr
    L6 = 28,50mm

    Und ich nehme einfach mal an das die Marke der Zündhütchen egal ist, solange der Typ stimmt (Smal Pistol) ??? Richtig ??
    ___________________________________________________________________________________________________


    @reload10
    Die Zeit die ich hier im Forum bei euch -oder anderswo im Netz- verbringe zum Thema Wiedeladen/Munition/Waffen um nach handfesten Informationen zu suchen und mich mit erfahrenen Leuten auszutauschen und dabei auch noch mein Wissen zu vergrößern, ist für mich sogar wertvoller als Patronen zu stopfen und damit schießen zu gehen ohne zu verstehen was/warum/ ich das so udn nicht anders geladen habe. Den Hebel der Presse bedienen kann sogar ein kleines Kind, ich aber, möchte die ganze Materie rund umd eine Laborierung komplett verstehen und nicht nur Hülsen stopfen weil ich gerade 100Stück Geschosse liegen habe .

    Es geht mir hier gar nicht darum eine fertige Lösung zu bekommen für die 100Stück die ich hier herumliegen habe, sondern generell ging es mir darum, eine vernünftige und detailiert erklärte vorgehensweise vorgeschlagen zu bekommen wie man als Anfänger mit"fremden" Munitionskomponenten/Geschossen und fehlenden Daten am besten umgeht Udn zwar ohne sich oder andere zu gefährden wenn man die daraus hersgesteltle Munition verschießt. Also eine Art Leitfaden, der aber primär die Sicherheitsaspekte im Fokus hat und nicht primär die Performance der selbsterstellten Munition die dabei rauskommt und auch nicht ob (meine) eine Glock lieber .357oder .356 möchte. (was meiner Meinung nach aufgrund der relativ hohen Fertigungstolleranzen bei solchen Waffen sowieso ein überbewerteter Parameter ist).
    Bei getunenten Sportwaffen und hochwertigen Jagwaffen liegt das natürlich komplett anders, keine Frage.
    Als Schießausbilder/Trainer mit ü20Jahren Schießtanderfahrung weis ich übrigens, dass Probleme mit Streuung, Trefferbilder usw, zu 95% am Schützen liegen und selten an der Waffe, die Zielmittel oder der verwendeten Munition. Die Frage also, ob meine/eine Glock oder eine USP oder eine SIG lieber .357 oder .356,2 mag ist daher erstmal Nebensache und reine theoretische Fachsimpelei bei dieser Art Waffen und auf diesen Entfernunen zwischen 7 - bis maximal 25m.


    Wenn du meine Fragerei als übertrieben empfindest (den Eindruck bekomme ich nämlich) tut mir dass sehr leid für dich. Ich werde jedoch nichts verladen wenn ich nicht 200% sicher bin, dass das was dabei rauskommt auch absolut sicher zu verschießen ist, und zwar aus jeglichen meiner fabriksmäßigen Standard-Gebrauchswaffen und ohne dass dabei Menschen in Gefahr geraten, nur weil ich als Anfänger zu bescheiden war nochmal nachzufragen und deswegen einen Fehler gemacht habe, bzw. weil ich nicht wusste wie man vorgehen sollte wenn keine Daten bereits vorhanden sind usw.

    Auch wenn ich Anfänger bin, ich arbeite dienstlich lange Genug mit Gefahrgüter und Waffen um zu wissen dass Unwissen und Halbwissen zu sehr schweren Unfällen führen können! Deswegen werde ich solange weiterfragen biss ich das Gefühl habe, dass wenn ich an meiner Presse sitze, ich GENAU weis was ich da mache. Und sollte doch noch zweifeln, werde ich immerwieder fragen, auch wenn das Einigen wenigen Menschen hier nicht so gut gefällt oder zu blöd vorkommt.
    Ich vermute dass es immer noch dem Forumsbetreiber obliegt ob meine Fragerei zumutbar ist oder nicht. ;) Man kann mich ja sperren wenn ich zuviel frage :)

    Also sorry reload10, wenn ich dich mit meiner Fragerei nerve, da musst du durch. Aber nichts für Ungut, FRIEDEN! Denn am Ende sind wir alle hier Waffenmenschen und daher im Grunde alle verbrüdert oder ?? :)

    Gruß
    Antonius
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von reloader2017 ()

  • reloader2017 schrieb:

    Ich nehme einfach mal an das die Marke der Zündhütchen egal ist, solange der Typ stimmt (Smal Pistol) ??? Richtig ??
    Grundsätzlich mit Ja zu beantworten, wenn man nicht an der absolut oberen Grenze des Gasdruck lädt.
    Hier habe ich mal ZH verschiedener Hersteller getestet.

    Unterschiedliche Geschwindigkeit bei gleicher Laborierung mit verschiedenen Zündhütchen.
    Gruß
    Karl-Heinz
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  • @reloader2017

    Also man muss ganz klar sagen:

    Das Vorgehen und die Ladedaten werden so regelmässig praktiziert.
    Unsicher ist daran meiner Meinung nach nichts.

    Es würde Dir hier sicher auch niemand etwas "unsicheres" mitteilen.



    Allerdings kann Dir auch keiner Ladedaten aus der Glaskugel lesen die es schlicht nicht gibt.
    Wenn man keine Ladedaten hat MUSS man sich (mehrfach erwähnt) an vergleichbaren Komponenten orientieren und seine eigene Ladung entwickeln.
    DAS ist Wiederladen.

    Es wird niemals für alle Kaliber, Geschosse, alle Pulver - alle Komponenten + Abmessungen (L6) - alle Wiederladedaten geben.
    Nicht heute und nicht in 100 Jahren.

    Der hier nun mehrfach beschriebene Weg ist der Weg ans Ziel. Und zwar der einzige Weg.
    Auch den kann einem niemand abnehmen.


    Wem dieser Weg aus irgendwelchen Gründen nicht liegt - der muss rein solche Komponenten kaufen wo er für genau das Geschoss + Gewicht und genau für das jeweilige Pulver Ladedaten vom Hersteller hat. Und dann eben so laden.

    Ob das dann "sicherer" ist - naja subjektive Ansicht würde ich meinen.
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  • cleaner schrieb:

    reloader2017 schrieb:

    Ich nehme einfach mal an das die Marke der Zündhütchen egal ist, solange der Typ stimmt (Smal Pistol) ??? Richtig ??
    Grundsätzlich mit Ja zu beantworten, wenn man nicht an der absolut oberen Grenze des Gasdruck lädt.Hier habe ich mal ZH verschiedener Hersteller getestet.

    Unterschiedliche Geschwindigkeit bei gleicher Laborierung mit verschiedenen Zündhütchen.

    Hallo cleaner

    OK, also solange ich "normale" Laborierungen und unter dem Max. Gasdruck arbeite kann ich im Prinzip unterschiedliche Zündhütchen nehmen

    Danke für die klare Antwort!
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  • Die Hülsen und Zündhütchen sind bei Kurzwaffen eher egal.
    Bei 9mm wohl am meisten.
    Beim pulver verwende ich 3,8 gr. Hodgon titgroup Oder 4,2 hodgon hp.
    Zur Länge kann ich nichts sagen da ich nur kegelstumpf habe. Die sind dann kürzer. Als RN.
    Bei 28,5mm Gesamtlänge machst du keines falls was verkehrt.

    Viel Spaß beim Laden und nicht zu viel Angst. Ich glaube da wird doch etwas übertrieben bei den Kursen. Aber überlaufen sind auch möglich!
    Gruß Stefan
  • Hallo ,
    danke für die vielen Tipps, Echt toll dass ihr euch die Mühe macht mich Anfänger zu unterstützen.
    Heute zum xxxMal beim O-Amt angerufen wo mein §27 schein bleibt. Nächste Woche ist das 4 Wochen her seit meinen Antrag gestellt habe. Keine Antwort, niemand geht ans Telefon und per Email keine Antwort.

    ich will endlich anfangen zu laden :(
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    bin erst seit kurzen dabei, aber trotzdem, alle Angaben ohne Gewähr, jeder handelt eigenverantwortlich!