Bleigewinnung

  • Der schaut auch gut aus, aber ich habe derzeit keinen Bedarf. Wenn ich jetzt einen neuen Ofen kaufen müsste, käme deiner in die engere Auswahl. Wahrscheinlich würde ich aber wieder einen Lee 4-20 nehmen. An dessen Eigenheiten habe ich mich ganz gut gewöhnt, wenn man mal ein Ersatzteil braucht geht es schnell und günstig. Kurz gesagt das Preis/Leistungsverhältnis ist m.E. exzellent.

  • Klein ist relativ. Ich arbeite immer mit zwei Öfen gleichzeitig. Somit stehen mir immer 20 kg Blei zur Verfügung. Wenn in einem Ofen die Temperatur beim Nachlegen mal zu weit abgesunken ist, arbeite ich einfach ein paar Minuten nur mit dem anderen Ofen weiter, bis das Thermometer die gewünchte Gießtemperatur von 430 Grad wieder erreicht hat. Der Ausstoss mit zwei 4-fach Kokillen liegt bei mir etwa 500 Geschosse die Stunde und das schaffen die Ofen ganz locker.

  • Das hängt von der Kokille ab. Die MP sind aus Messing und ich habe keine Erfahrung damit. Aber ich würde heisser drehen für einen besseren Fillout. Den Abühlvorgang mit deinem kleinen Ventlator unterstützen.

  • Hallo

    Wenn deine Schneidkanten am Geschoss scharfkantig sind ist die Temp. in Ordnung. Werden sie rund und nicht richtig ausgegossen ist die Schmelze oder/und die Kokille zu kalt. Werden die Geschosse schuppig ( der Ami sagt "shrinkled" dazu) ist die Schmelze und/oder die Kokille zu heiss.

  • Der erndi gießt RN HP so weit wie ich das weiß. Bei den Rundnasen sticht der mangelnde Fillout nicht so schnell ins Auge wie z.B. Bei einem 460er. Hollowpoints mögen es gerne etwas heißer und einen leicht erhöhten Zinnanteil, wenn sie denn perfekt sein sollen. Zudem deuten die Gewichtsdifferenzen von 6 grains darauf hin, dass noch Optimierungspotential vorhanden ist. Die Eisblumenmuster auf zu heiß gegossenen Geschossen deuten auf zu hohe Temperaturen hin, haben aber keinerlei Einfluss auf die Präzision. Allerdings kommt es bei zu hohen Temperaturen zur Bildung von Zinnoxid, was man nach Möglichkeit vermeiden sollte.

  • Meine MP-Kokillen benutze ich auch mit Gießtemperaturen von 360-370 Grad C und das geht einwandfrei. Wichtig ist, die Kokillen auf einer Kochplatte gut vorzuwärmen. Der Rest geht dann wie von selbst.

    Ich nutze auch den Lee Pro 4-20. Günstig und gut, kann mich da nicht beschweren.

  • Kann ich nicht genau sagen, Stufe 7 oder 8. Jedenfalls hab ich mal gelesen, dass 370-390 Grad C die optimale Gießtemperatur sein soll. Bei meinen Tests hat sich um die 370 als optimal rausgestellt, sowohl für Solids als auch für HP‘s mit meinen MP Kokillen.

  • Ihr solltet aber auch bedenken, das der Thermostat vom Lee im Gehäuse neben dem Schmelztopf sitzt.


    Ähnlich effektiv, wie wenn man den Raumtemperaturregler für's Wohnzimmer beim Nachbarn gegenüber in den Carport hängt...


    Schlussendlich hilft da nur ein Digitalregler, der seinen Sensor IN der Bleischmelze hat. Gibt aber vernünftige Lösungen weit unter 100€.

  • Ich habe ein günstiges Thermometer direkt in die Schmelze gestellt.


    Eine Regeleinrichtung von Conrad hab ich auch da, allerdings noch nicht in Betrieb genommen, weil ich noch keinen Bedarf gesehen habe (Geschosse lassen sich prima gießen, wenig Ausschuss, und fliegen tun sie auch noch :thumbsu:).

  • Wichtig ist, die Kokillen auf einer Kochplatte gut vorzuwärmen.

    Ich wärme die Kokille ca. 20min. bei mittlerer Temperatur (Schalterstellung 3 von 5 am E-Herd) vor!

    Trotzdem passiert es immer wieder mal dass ein Geschoss keinen sauber HP Rand hat, oder das Geschoss wie in Schichten gegossen aussieht.


    Ich werde das nächste mal die Blei Ausflußmenge am Ofen erhöhen, vielleicht hilft ja das!:nw:

  • Die Kokillen lege ich zum Aufwärmen auf den Gießofen, gleich wenn ich den einschalte. Ein Thermometer ist bei den Lee Öfen am Anfang Pflicht, kostet aber nicht die Welt. Mittlerweile checke ich die Temperatur nur noch vor dem ersten Guss. Dann sagt mir das Geschoss, ob die Temperatur passt.