Büchsenpatrone mit deutlich reduzierter Ladung - was ist mit Ladeverhältnis?

  • Hallo,

    hat jemand Daten für leicht reduzierte Ladungen für eine 6,5x68 ?

    Unter leicht verstehe ich jagdlich absolut noch nutzbar!

    sowas zum Beispiel:

    pasted-from-clipboard.png

    Geschoss: Nosler BT in 120 oder 140gr


    Zur Verfügung stehende Pulver: von den offensiven Norma 200, von den progessiven VV N550 und Rottweil R905. Sonst muss ich einfach ein anderes kaufen.

    Soviel ich von reduzierten Ladungen gehört habe, sollte man offensive und keine progressiven Pulver verwenden.

    Mir gehts vor allem um die Schonung des Laufs, da mir die Büchse sehr am Herzen liegt(Erbstück).

    In wie weit gibt es wirklich Probleme, wenn das Ladeverhältnis bei progressiven Pulvern weit unter 90% liegt?(Laufsprenungung!!!)

    Interessanter Weise hat RWS Angaben für 6,5x68 mit R907 bei einer maxilmal Ladung von 55,5gr. Laut QL und GRT kommt da ein Ladeverhältnis von 81,5% heraus!

    Genau so sind die Angaben für 6,5x68 und 6,5x68R bei gleichen Geschoss, gleiche L6, gleiches Hülsenvolumen um ~ 7% höher, Jedoch es wird für R904 und R905 ausdrücklich vor einer Reduzierung der 6,5x68 gewarnt!?!?!

  • In wie weit gibt es wirklich Probleme, wenn das Ladeverhältnis bei progressiven Pulvern weit unter 90% liegt?(Laufsprenungung!!!)

    Das wird dir kaum einer beantworten können, da dieses Phänomen nicht eindeutig reproduzierbar ist. 199mal geht es gut, beim 200. Mal macht es böse bumm


    Interessanter Weise hat RWS Angaben für 6,5x68 mit R907 bei einer maxilmal Ladung von 55,5gr. Laut QL und GRT kommt da ein Ladeverhältnis von 81,5% heraus!

    Vergiss die Ladedichten, die GRT und QL rausgeben! Stimmen meistens nur annähernd, bestenfalls. Kipp die 55,5 grn in deine Hülse und schaue, wie voll sie wird

  • In die 6,5x55 Kippe ich 21gn N110.... Da bin ich bei geschätzten 35% Ladedichte... Geheuer ist mir das auch nicht, läuft aber seit Jahren gut...

    N110 ist ja auch fast schon ein KW-Pulver. Diese sind für niedrige Ladedichten gebaut. Ich habe auch eine reduzierte Ladung für meine 45-70 mit N105. Die Hülse ist nur halb voll

  • Wie weit solls denn runter gehen? Im alten Buch von Dynamit ist eine Ladung mit 10 g Geschoß und R905 min 60 gr u. max 63 angegeben. Gut das lange Geschoß sitzt sicher noch 3-4 mm tiefer aber mit der Max.-Ladung kann man sicher anfangen.

  • .... Da bin ich bei geschätzten 35% Ladedichte... Geheuer ist mir das auch nicht, läuft aber seit Jahren gut...

    warum machst du es denn dann?

    Wenn mir was nicht geheuer ist lass ich es.

    Naja ich hab's noch nie verstanden was an den LW Ladungen mit offensivem Pulver so geil ist

    Alle Ladeempfehlungen ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich
    :wdl_rot:wdl_rot

  • Hallo Springfield, ich kenne diese Daten. Eine normale Standart 6,5x68er Patrone von RWS mit 127gr KS enthält 60gr irgendwas (ich denke R904) und ist 83mm lang.

    Meine Frage bezog sich auf 120gr BT mit maximaler Länge 86,50mm.

    Mir geht's darum, eine laufschonendere und wildbretschonendere Ladung zu bekommen als die der Standart Patrone, speziell für Rehwild und Stand.

    Die Daten aus Dynamit habe ich. Was mir fehlt sind Vorschläge für schwächere Ladungen. Die angegebenen schwachen Ladungen sind für das SG.

  • Das ist meine Geschossauswahl für die 6,5x68.

    Zum Einsatz kommt R904. Eventuell kaufe ich auch noch R905, wenn die Stände wieder offen sind, zum Testen.

    Geschossen wird das Geschoss mit dem besten Streukreis.

    Groß üben ist mit der Waffe nicht. Laufschonend auch nicht. Außer du nutzt einen anderen Drall... d.h. neuer Lauf.


    Angestrebt wird ein Füllgrad von 100%.


    Darüber muss man sich im Klaren sein, bei dem Kaliber.


    Dafür ist sie gut für Feldrehe. Deswegen ist meine da. Für weite Schüsse.




    Gruß Frank

  • Deine Geschosswahl finde ich stimmig. Hast du mal das R903 probiert, soll angeblich für schwache Ladungen sehr geeignet sein. Da "soll es" mit dem Füllgrad "anscheinend" nicht sooooo heikel sein. Und wenn man die Daten vom 6g SG anschaut, scheint das ja auch zu stimmen. Da kommt laut QL und GRT ein Füllgrad von 70 bis 80% raus.

  • Meine zwei sind richtige 6,5x68. Jeder kann seine Läufe unnötig verheizen oder schauen, dass für untergeordnete Zwecke geringere Belastungen entstehen und damit die Lebensdauer erhöhen. Auf eventuelle "gut gemeinte" Ratschläge wie "Kauf dir doch was anderes, 308 zB." kann ich verzichten, ich habe mehrere Waffen in unterschiedlichen Kalibern. Mir geht's rein um die Möglichkeit von schwachen Ladungen in diesem Kaliber.

  • warum machst du es denn dann?

    Wenn mir was nicht geheuer ist lass ich es.

    Naja ich hab's noch nie verstanden was an den LW Ladungen mit offensivem Pulver so geil ist

    Weil das die Ladung ist, die bei den klassischen Wettkämpfe 20 Schuss liegend, 20 Schuss freistehend plus ggf 5 Probe dominiert. Top präzise und der Lauf wird nicht so schnell heiß, damit man wie gesagt, auch die 40 Schuss ohne zu grosses Hitzeflimmern bewältigen kann. Nahezu alle Schützen Schiessen die bei den Ordonnanzwettkämpfen. Safe wird sie wohl sein, geheuer ist es mit trotzdem nicht...

  • Irgendwas im Bereich 700-800 m/s wäre ja laufschonend. Das ist dann bei dem Volumen eher mit N110 zu erreichen. Schätze mal irgendwo Richtung 30 gr oder mehr. Da besteht halt wieder Gefahr doppelter Ladung. Ich würde Testpatronen laden u. der DEVA zum Testen schicken. Dann bist auf der sicheren Seite. Angaben ohne Gewähr!

  • Danke, habe schon mehrmals von N110 als Pulver für Reduzierung gelesen, aber vor allem in Kombination mit Bleigeschossen von H&N. Die 30gr - 35gr könnten hinkommen.

    Das R903 soll angeblich auch für Reduzierungen gut gehen, habe weder noch Erfahrung.


    Ich frag mal bei DEVA nach, vielleicht können die mir was sagen.

    Danke nochmal

  • Die Ladung ist 1000 Fach bewährt und X Mal (nicht von mir) getestet worden. Steht auch in div Büchern und Artikeln drin. Es geht ja darum, dass reduzierte Ladungen u.u. unberechenbares Verhalten an den Tag legen können, was nicht ohne weiteres Nachvollziehbar ist. Vor Jahren las ich Mal einen Artikel zur Untersuchung von schwachen .38er Ladungen. Dabei wurde benannt, dass es einen Unterschied (machen kann) wenn man den Revolver auf den Boden richtet und dann langsam zur Scheibe anhebt (Pulver liegt in dem Fall vorne am Geschossboden) oder wenn man die Waffe höher hebt um von oben in die Scheibe reinzugehen (Pulver liegt am Hülsenboden) vs weder noch, Pulver liegt gleichmäßig längs in der waagerechten auf der Länge der Hülse verteilt. Es ging um den nicht berechenbaren Effekt, wie sich das Pulver verhält, wenn es dann durch das ZF ggf bei der Zündung verwirbelt wird und an den Geschossboden geschleudert wird um da evt in kleiner Teilchen zu zerbrechen.... Waren alles nur theoretische Erklärungsversuche um einen mögliche Begründung für Unfälle mit "eigentlich" sicheren Ladungen zu geben.

  • Danke, habe schon mehrmals von N110 als Pulver für Reduzierung gelesen, aber vor allem in Kombination mit Bleigeschossen von H&N. Die 30gr - 35gr könnten hinkommen.

    Das R903 soll angeblich auch für Reduzierungen gut gehen, habe weder noch Erfahrung.


    Ich frag mal bei DEVA nach, vielleicht können die mir was sagen.

    Danke nochmal

    R903 liegt zwischen N133 u. N140. Das würde ich nicht für reduzierte Ladungen nehmen. Wie gesagt, dann eher was schnelles wie N110 oder vergleichbar.