Gibt es eine Übersicht zu den Pulverformen?

  • Pulver

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  • Gibt es eine Übersicht zu den Pulverformen?

    Auf den vier Seiten hier im Unterforum hab ich nichts gefunden, daher frage ich mal :)

    Je nach Presse bzw. Meßverfahren gibt es ja Pulver, die sich mehr oder weniger gut dosieren lassen. Für Matchmunition geht nix über händisches Wiegen jeder Charge mit dem Trickler, aber für Trainingsmunition und Masse greif ich dann doch gern auf ein schnelleres Verfahren zurück. Gerade bei progressiven Pressen scheint es ja Unterschiede zu geben, wie das Pulver volumetrisch dosiert wird, siehe Hornady vs. Dillon.

    Jetzt hab ich nun schon mal eine Dillon hier stehen, und die soll ja besonders gut mit kugelförmigem Pulver laufen, mit Stäbchen solala etc.

    Ich suche daher nach einer Übersicht, welches "Format" die einzelnen Pulver haben - bei den Herstellern findet man die Info gar nicht oder nur schwer. Hat einer von Euch einen link parat oder wollen wir hier evtl. diese Infos sammeln?

    VG,
    Oli
  • @Basti: Quickload ist noch auf der Habenwollen Liste, bisher alles nach diversen Büchern.... Habe auch den Thread mit den tausend Bildern gefunden, da kann ich zumindest bei einzelnen Pulvern nachkucken.

    @Und da war sie wieder, die Antwort aus der Praxis mit Bezug zu dem, was relevant ist :)
    Sieht so aus, als wär das mit der Pulverform dann eher akademisch. Hatte das in irgendeinem Ami Forum aufgeschnappt, und wahrscheinlich war´s wieder einer dieser Beiträge von Leuten, die das Gras wachsen hören. Danke für die Info, ich werd dann mal anfangen, mir die Teile für die Conversion Kits zusammenzusuchen. Hintergrund: Früher hab ich nur KW Mun mit der 650 gemacht, jetzt soll für Halbautomatisches auch 223 und 308 da raus kommen.
  • Trag doch mal im Link zu GunWiki ein, was du schon hast.

    Dann siehst du auch was du für Teile zum Conversion Kit für die LW noch benötigst.

    Falls du aber bisher nur Kw Conversion Kits hast, wird's eng.

    Gruß
    Natürlich:

    Keine Gewääähr für irgendwas, dumme Sprüche inklusive.
  • @SAPR-Lot
    Nur mal so ein Denkanstoß.
    Ich wähle meine Pulversorte nach Präzisions-Bedarf fürs jeweilige Kaliber aus.
    Dabei mache ich mir weniger Gedanken um die Struktur.
    Außer das Pulver läuft an allen Ecken aus dem Füller raus und versifft meine Presse.
    Aber der Dillon (und auch der Hornady) Pulverfüller schneiden notfalls ein paar Stäbchen klein. So, dass die Schüttung passt. Nur bei den LEE Füllern verschleißt dabei die Teflondichtung schneller.

    Und für Langwaffe lade ich im Regelfall mit Autocharger (Lyman Gen6) auf einer Einstationenpresse.
    Gruß Hermann :)

    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.
  • Ich bin ja grad dabei, wieder einzusteigen nach ein paar Jahren Pause, da stellt sich natürlich die Frage, welches Pulver es werden soll. Früher war´s grundsätzlich Kemira/Vihtavuory, bis ich dann irgendwo das mit dem "kugelförmig ist am besten" aufgeschnappt habe. Darauf hätte ich dann beim Kauf geachtet, aber wie die Antworten hier zeigen, ist das gar nicht so wichtig. Ich werd dann eher mal zusehen, daß ich Pulversorten finde, die mehrere Kaliber bedienen, das wird nämlich wegen der Lagermengen wohl eher ein Thema.

    Pulvermessung geht bei mir für LW noch immer sehr langsam mit Becher, Trickler und Analogwaage, seitdem meine gute alte D-Terminator den Geist aufgegeben hat. Autocharger und Co. ist eigentlich eine Überlegung wert, da muss ich mich aber erst einlesen. Schön wäre halt, wenn man die Waage auch entkoppeln könnte zum Sortieren von Hülsen und Geschossen. Aber das wird dann ein anderer Thread :)
  • @SAPR-Lot
    natürlich kannst Du auch die Waage ohne Pulver nutzen.
    Beim Lyman einfach das Tricklerrohr entfernen (wird zur gründlichen Reinigung auch gemacht), wenn es stört. Oder für deutlich mehr Euronen das RCBS Modell.
    Aber für den Preisunterschied kann man sich auch eine eigenständige Waage kaufen.
    Gruß Hermann :)

    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.
  • SAPR-Lot schrieb:

    Für Matchmunition geht nix über händisches Wiegen jeder Charge mit dem Trickler, aber für Trainingsmunition und Masse greif ich dann doch gern auf ein schnelleres Verfahren zurück.
    Du hast den Mondschein und die Jungfrauen vergessen.

    Die Kameraden die ich kenne, inkl. mir, laden generell um gute abgestimmte Munition für unsere Waffen zu haben. Wenn ich den Anspruch hätte Trainingsmunition zu verschießen würde ich nicht selber laden, dann könnte ich diese auch fertig kaufen. Kenne aus meinem Umfeld auch keinen, vor allem bei der KW-Munition, der jede Ladung einzeln abwiegt und trickelt. Der Dillon Füller ist so genau, genauer bekommst Du es auch kaum mit trickeln hin. Während Du dann noch lädst trainieren wir schon.
  • Rene,

    nicht falsch verstehen :) Ich hab da mehrere Situationen:

    - KW / LW
    - Repetierer / HA
    - Training, Wettkampf Präz, Wettkampf Fertigkeit und dann noch "mal sehen was geht" bzw. technisches Interesse.

    Daraus ergeben sich dann verschiedene Ansätze:
    - Für Training grundsätzlich preiswerte Komponenten, die eher schnell auf der Dillon runtergenudelt werden
    - Für Wettkampf ein bißchen mehr Aufwand, bessere Komponenten, je nach Präz Anspruch.
    - Die rundgelutschte, einzeln gefertigte Munition eher zum Spaß und aus Interesse, was man durch den Mehraufwand erreichen kann. Mir geht´s auch drum, da die Grenzen auszuloten: Meine eigenen beim Herstellen und Schießen, die des Materials usw.

    Klar, wenn ich Schütte 9 Para für 200 bekomme, dann werf ich dafür nicht (mehr) die 650er an, zumindest nicht aus finanziellen Aspekten.
    Beim .308 HA darf´s für Präzisionsdisziplinen schon mal etwas besseres sein, da reicht aber progressiv geladene Mun, schließlich werden die Pillen ja recht unsanft ins Patronenlager gewuchtet.
    Beim .308 Repetierer wiederum möchte ich mal sehen, was ich mit meinen Fertigkeiten noch aus dem Material rausholen kann - auch wegen Wettkampf, aber mehr noch aus technischer Neugier und Forschungsdrang :) . Und diese Erfahrung selbst zu machen ist mir den Aufwand wert, schöner Zeitvertreib an langen Winterabenden. Selbst wenn ich dann am Ende feststelle, daß Trickeln auch keine kleineren Streukreise produziert als volumetrisches Messen oder daß das Rundlauf messen aus meiner Waffe keinen Unterschied macht. Vielleicht hab ich zu viel Zeit ;)
  • @'SAPR-Lot

    Mach es so genau wie Du glaubst, dass es nötig ist. Wiege einzel ab, nimm eine Laborwaage mit einer Genauigkeit vom +/- 0,1 mg, kauf Dir Setzmatritzen mit Geschossführung, nimm als Presse die Forster CoAx und setze die Geschosse auf 0,1 mm reproduzierbar. Selektiere vorher von einem Geschoßlos diejenigen, die mit Masse und Länge innerhalb engster Grenzen liegen und vor allem, nutze Referenzwummen wie beispielsweise die Felix-Team bzw. Revolver von Freedom-Arms. Um Schützenfehler auszuschalten kommst Du an einer Ransom-Rest auf gar keinen Fall vorbei. Die Maschiene muss auf einem stahlarmierten Betonwürfel mit min. 150x100x100cm³ montiert werden. dazu unbedingt Schwerlastanker verwenden, der Beton muss rissfrei sein und mindestens der Festigkeitsklasse C80/95 entsprechen. Und nur an windstillen und regenfreien Tagen testen.

    Viel Spass dabei, mit der Zeit weist Du selbst wo Du mal 5 gerade lassen kannst und vor allem, wo nicht.

    Ich war am Anfang ähnlich penibel, bin es mit Abstrichen heute auch noch aber: ich gehe lieber üben als laden.
  • Suchender schrieb:

    nimm als Presse die Forster CoAx und setze die Geschosse auf 0,1 mm reproduzierbar. Selektiere vorher von einem Geschoßlos diejenigen, die mit Masse und Länge innerhalb engster Grenzen liegen
    Sorry,

    für Wettkämpfe höherer Ebenen (LM etc.) mache ich das immer. Der eine Ring mehr oder weniger macht da schon was.

    Ansonsten müsste ich ja vor Langeweile (fast) jeden Abend mit meiner Frau Zuhause fernsehen.

    Die würde nie eine 5 gerade sein lassen. Das hält ja keiner aus, es sei denn
    :bier:

    Gruß :D
    Natürlich:

    Keine Gewääähr für irgendwas, dumme Sprüche inklusive.
  • @SAPR-Lot
    Wenn du fürs Training "einfachere" Komponenten und weniger Aufwand beim Laden machst, bei Wettkampfmun aber ein davon abweichendes Prozedere, dann garantiere ich dir, dass auch die Trefferlage unterschiedlich sein wird.
    Wie willst du damit umgehen?
    ... laborierst du noch oder schiesst du schon? :peit:
  • @dieselfalk

    So wie ich das auch bei verschiedener Fabrikmun mache: Notieren, wie viele Klicks ich das Zf bzw das RDS umstellen muss und fertig. Aber im Training recht´s mir auch, wenn die Gruppe links tief sitzt, da wird ja nix gezählt. Beim Training geht´s eher um Handhabung, Rhythmus usw. Deswegen nehm ich da auch gern mal Schütte oder Surplus. Und wenn es Richtung Wettkampf geht, trainiere ich auch mal mit der besseren Mun, damit z.B. der HA dann nicht erst auf der Wettkampfbahn genullt werden muss.
  • @SAPR-Lot
    Na du hast dir da wenigstens schon Gedanken deswegen gemacht, wenn ich das auch für blanke Theorie halte.
    Ich jedenfalls kenne persönlich keinen, der das in der Praxis so macht.
    Denn es gibt da einige Gründe, die dagegen sprechen. ZB. das im Wettkampfeifer in die falsche Richtung gedreht wird, das das Schussverhalten bis zur Waffenstörung anders sein kann, dass man nervös ist, dass alles so klappt wie geplant, usw.
    Ich will dir das nicht ausreden, aber ich nehme an, du weist, zu "Hause" ist alles i.O., im Wettkampf geht irgendwie alles anders.... :winke:
    ... laborierst du noch oder schiesst du schon? :peit:
  • Test schrieb:

    Suchender schrieb:

    nimm als Presse die Forster CoAx und setze die Geschosse auf 0,1 mm reproduzierbar. Selektiere vorher von einem Geschoßlos diejenigen, die mit Masse und Länge innerhalb engster Grenzen liegen
    Sorry,
    für Wettkämpfe höherer Ebenen (LM etc.) mache ich das immer. Der eine Ring mehr oder weniger macht da schon was.

    Ansonsten müsste ich ja vor Langeweile (fast) jeden Abend mit meiner Frau Zuhause fernsehen.

    Die würde nie eine 5 gerade sein lassen. Das hält ja keiner aus, es sei denn
    :bier:

    Gruß :D
    Klar, ich wollte nicht prinzipiell gegen die eine oder andere Aktion, die Präzision zu steigern anreden. Ich wollte lediglich, durch massive Übertreibung, zeigen, dass die Präzision von vielen Parametern abhängt und nicht von einigen wenigen. Welche Parameter zu berücksichtigen sind, entscheidet jeder individuell. Es gibt m.E. kein zuwenig oder zuviel, das Ergebnis steht letztlich auf der Scheibe.

    Und je mehr man sich mit der Materie beschäftigt und im ungefährlichen Rahmen experimentiert, um so besser versteht man die Zusammenhänge und kann beurteilen was man tut. Wer Zeit und Interesse hat, solls machen. Und wenn ich wüßte, wo eine RR professionell montiert ist, käme ich ab und an auch ganz gerne vorbei. Erkenntnisgewinn ist ein guter Grund fürs Wiederladen, nicht nur das Herstellen präziser Munition.