Ermittlung der OAL für KW

  • Hallo,


    gäbs da ev. eine Doku für KW ?


    Meine Methode ist 2 fach einschneiden mit Dremel und polieren, Bullet so weit abschleifen bis die Hülse einer echt produzierten entspricht.
    Rein in den Lauf, raus, messen, mehrfach, dann ca.0,2 wenig für die 1. Testmuni.


    :la:

  • Das wird, denke ich, nicht den erhofften Erfolg bringen. Ist halt keine LW Patrone.
    Aber als Startlaborierung ein Anfang.
    Ob da nun 0,2mm rotationsloser Flug besser als 0,6mm ist kommt auf die Waffe an.
    In meiner 9mm PS habe ich 0,8mm und das passt am besten.

    Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Neue Frage -------> Neues Thema.

  • @DesertEagleCal50,
    das mit dem Geschoss abschleifen habe ich nicht verstanden.
    Bei Pistolenmunition:
    Einfach Patrone ohne ZH und ohne Pulver bauen, Hülsenmund anlegen.
    Dann ins Patronenlager reinfallen lassen und gegebenenfalls das Geschoss in kleinen Schritten tiefer setzen, bis die Patrone sauber ins Lager bis zum Hülsenmundanschlag reinfällt, und nach leichtem Druck auf dem Hülsenboden auch wieder alleine rausfällt.
    Das ich dann die max. OAL für dieses Geschoss in dieser Waffe.
    Sinnvoll ist allerdings noch ein Hauch kürzer bzw. entscheidet da auch wieder das Präzisionsergebnis.


    Beim Revolver ist die Trommellänge entscheident.

    Gruß Hermann :)


    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
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  • Bsp.: neue TSO 9mm, 145gr LOS HP


    Die OAL gemessen mittels in der Presse gemachte Testpatronen.


    Hülsenmund >9,7mm(nur angelegt) dann ist die OAL max.27,25mm
    Hülsenmund <9,7(deutliche Crimprille im Bullet sichtbar) dann ist die OAL max. 27,9mm


    Wo ist hier der Zusammenhang?


    :krat:


  • Hülsenmund >9,7mm(nur angelegt) dann ist die OAL max.27,25mm
    Hülsenmund <9,7(deutliche Crimprille im Bullet sichtbar) dann ist die OAL max. 27,9mm


    Wo ist hier der Zusammenhang?


    :krat:

    Kann sein, dass Du mit einem sehr starken Crimp das Geschoss mittig einschnürst, so dass es einfach länger wird.

  • Das Geschoss wird durch den Crimp tatsächlich länger, bis zu 0,1mm.
    Kann aber (0,7mm) dann nicht die Ursache sein?

    Einmal editiert, zuletzt von DesertEagleCal50 ()

  • Ja, mehr als 0,1-0,2 mm habe ich auch noch nie gemessen, da war der Crimp aber schon reichlich gewürgt. Ich denke aber schon, dass das die Ursache sein könnte. Vielleicht nicht direkt, möglicherweise indirekt indem das Geschoss noch einen guten halben Millimeter ausgezogen wird. Offensichtlich passiert es Dir in der Crimpmatritze. Mit welcher Art von Crimpmatritze würgst Du die Rille ins Geschoss? :8:

  • Mit der Hornady war ich nicht so zufrieden, hat mir jedes mal fast die Presse zerlegt beim rausdrücken.
    auch nach dem ein Kollege sie noch mal anders eingestellt hatte. Habe eine von LEE mir zugelegt, geht viel geschmeidiger.

    Far is not Far Enough

    Zitat eines alten Wiederladerkautzes:

    Mittels Brömel lassen sich Trainingseinheiten nicht ersetzen.

    Alle Ladeempfehlungen ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich

  • Die Hornady bietet mir durch das führen des Bullets eine bessere Betriebssicherteit der Maschine.
    Grundsätzlich soll sie ein Seat Die sein, Crimp nur anliegend. Sobald Taber beschädigt sie relativ schnell die Hülse.
    Ich bin damit zufrieden, sehe auch kein Problem. Durch die 5 Stationen auch keine frei getrennt zu setzen und u crimpen.
    Der Einfluss auf die OAL kann meiner Meinung nur sehr gering sein, kann mich auch täuschen.


    Hier geht's ga darum die max. OAL zu bestimmen.

  • Du setzt und crimpst gleichzeitig?

    Das macht die Hornady, ja. Meine Tests gerade mit getrenntem setzen und crimpen (Dillon) ergeben keinen Unterschied im Resultat. Die Hornady ist nicht schlecht, sie wird unterschätzt meine ich, wenn es nicht um das letzte an Genauigkeit geht.
    Wenn man auf der 5-Stationen-Presse getrennt setzt und crimpt ist kein Platz für den Powder Cop, d.h. die Maschine fliegt ohne Kontrolle....

  • Tja, der eine Wiederlader wird dir sagen das ist nicht das Gelbe vom Ei, der andre Wiederlader sagt genau das Gegenteil.
    Wer halt so eine Vollernter Presse sein Eigen nennt ist nicht so flexiebel.
    Ich habe auch eine 5er, aber ich setze und crimpe getrennt, meine 45er und 9er Hornadys liegen im Schrank und wurden von den LEE ersetzt, obwohl ich kein Freund von LEE Zeugs bin.

    Far is not Far Enough

    Zitat eines alten Wiederladerkautzes:

    Mittels Brömel lassen sich Trainingseinheiten nicht ersetzen.

    Alle Ladeempfehlungen ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich

  • Natürlich und das ist auch ein Problem, jeder Wiederlader hat seine eigene Wahrheit.


    Ich suche die Theorie, wie macht mans richtig.


    Habs im anderen Thread auch beschrieben, ich teste es gerade mit try and error. Also in der Presse gemachte Test-Patronen.
    OAL so lange rein bis nichts mehr ansteht. Das wäre ja einfach, wenn nicht auch der Crimp eine Rolle spielt.
    Bei der TSO ist der Knackpunkt der Crimp, der Hülsenmund muss <9,7mm sein, sonst kann man probieren was man will, irgendwo stehts immer an. Dann erst die OAL so weit runter bis sie frei ist. Bei 9/10 ist sie bei 27,2 frei. Dzt. versuche ich eine Labo mit 27,0 und VV, zum Verzweifeln....

  • Das macht die Hornady, ja. Meine Tests gerade mit getrenntem setzen und crimpen (Dillon) ergeben keinen Unterschied im Resultat. Die Hornady ist nicht schlecht, sie wird unterschätzt meine ich, wenn es nicht um das letzte an Genauigkeit geht.Wenn man auf der 5-Stationen-Presse getrennt setzt und crimpt ist kein Platz für den Powder Cop, d.h. die Maschine fliegt ohne Kontrolle....

    Es geht auch getrennt Crimpen.
    Dann musst Du mit dem PTX im Pulverfüller gleichzeitig aufweiten.
    Und besser als der Powder Cop ist eine RCBS Lock-Out-Die https://www.grauwolf.net/rcbs-lock-out-matrize.html
    oder die Hornady Saveguard Die https://www.amazon.com/Hornady…anel-Powder/dp/B00GVFFLFC beide sperren die Presse mechanisch.

    Gruß Hermann :)


    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • Es geht auch getrennt Crimpen.Dann musst Du mit dem PTX im Pulverfüller gleichzeitig aufweiten.

    Nur "ohne" Powder Cop.
    1. Station: Entzündern & Kalibrieren oder nix
    2. Station: Dillon Powder Drop inkl. Hülsenaufweiter
    3. Station: Powder Cop (schaltet mir die Maschine ab) -> ohne rückt Station 4 auf 3, 4 Setzen, 5 Crimp
    4. Station: Bullet Die
    5. Station: Setz&Crimp

  • Ich verfahre seit Jahren nach folgenden Chemas:


    Bei 3-Stationen-Pressen, wie z.B. der "Lee 1000 Progressive", sollte das Setzen und Crimpen nur in einem Arbeitsgang geschehen, wenn ein Friction Crimp verwendet wird. Bei Taper- oder Rollcrimp sollte der Crimp in einem separaten Arbeitsgang angebracht werden, da der Hülsenmund schon in das Geschoss gedrückt wird, bevor das Geschoss die endgültige Position in der Hülse erreicht hat und somit beschädigt wird. Verminderte Präzision und Patronen, die durch abgeschabte Bleisplitter nicht mehr in das Patronenlager passen, sind die Folge.
    Übrigens verlieren Hülsen natürlich über die Zeit an Federkraft und Elastizität - sollten also die Geschosse auch nach dem Vollkalibrieren nicht mehr fest in der Hülse sitzen, ist es unter Umständen besser, sich von denselben zu trennen. Ansonsten gilt auch bei dem Thema von Geschoss- und Laufdurchmessern: Messen geht über Glauben!



    Geschoss setzen
    Hier ist es wichtig, dass der Setzstempel in der Matrize zu dem verwendeten Geschoss passt. Nach dem Setzen dürfen keine Abdrücke oder Markierungen durch den Setzstempel auf dem Geschoss sichtbar sein. Ebenso ist die Einhaltung der Setztiefe während des Ladevorganges immer wieder zu kontrollieren. Reste vom Geschossfett etc. können dort Ablagerungen bilden.
    Crimpen
    Crimpen bedeutet ein Einkneifen des Hülsenmaterials im Bereich des Hülsenmundes bzw. -halses. In der Regel weisen dafür vorgesehene Geschoßarten eine so genannte Crimprille auf. Damit ist auch die Setztiefe dieses Geschosses bereits vorgegeben. Je nach Stärke und Art des Crimpes (Kneifung des Hülsenmundes) wird dem Geschoss ein entsprechend fester Halt in der Hülse gegeben, aber auch der Ausziehwiderstand des Geschosses entsprechend erhöht. Letzteres bedeutet, dass eine Erhöhung des Ausziehwiderstandes durch einen Crimp den Gasdruck einer Patrone erhöht. Der Crimp ist nicht der wichtigste Faktor für den korrekten Sitz des Geschosses in der Hülse. Für den festen Sitz und den damit verbundenen Gasdruckaufbau sind genauso die vorher genannten Faktoren wie Kalibrieren und Aufweiten von Bedeutung.
    Beim Crimpen wird unterschieden zwischen dem Friction Crimp, dem Taper Crimp und dem Roll Crimp.


    Friction Crimp

    • Auch wenn der Ausdruck nicht sehr häufig verwendet wird, der Friction Crimp ist der weitesten verbreitete und in den meisten Fällen auch der sinnvollste. Bei dieser Art zu Crimpen wird in dem letzten Bearbeitungsgang (also nach dem Geschoss-Setzen) der ausgeweitete Hülsenmund nur an das Geschoss "gelegt", so dass die gesamte Führungsfläche des Geschosses Kontakt/Reibung (in englisch = Friction) mit der Hülse hat. Auf diese Weise werden ca. 95% aller Fabrikpatronen gecrimpt. Die meisten Wiederlader machen das zwar genauso, doch bezeichnen es dann fälschlicherweise als Taper Crimp. Wichtigster Einsatzbereich des Friction Crimp sind alle Pistolenpatronen, die den Verschlussabstand auf dem Hülsenmund bilden. Crimpt man hier zu stark, führt das im schlimmsten Fall dazu, dass die Patrone zu weit in das Patronenlager rutscht und sich der Zündung entzieht. Einen Friction-Crimp kann man als separaten Arbeitsschritt gut mit einer sorgsam eingestellten Taper Crimp-Matrize oder auf eine sehr komfortable Weise mit einer Lee-Factory-Matrize erreichen. Doch Vorsicht: Der Kalibrier-Ring der Lee-Factory-Crimp-Matrize kann übermassige Bleigeschosse auch nachträglich in der Hülse auf Untermaß kalibrieren. Hier sollte ein Geschoss nach dem Crimpen delaboriert und vermessen werden.

    Taper Crimp

    • Bei diesem Crimp wird der ausgeweitete Hülsenmund nach dem Geschosssetzen auf einer bestimmten Fläche vom Hülsenmund abwärts in das Geschoss hineingedrückt. Das natürlich nur in einem sehr geringen Maß. Wenn man sich diesen Arbeitsschritt dann einmal vor Augen hält, müsste eigentlich klar sein, dass dieser Crimp für empfindliche Mantel- und Vollverkupferte Geschosse nicht der Ideale sein kann - es sei denn, sie haben eine Crimprille. Denn bei diesem Crimp "verbiegt" die Hülse die Führungsfläche des Geschosses. Das Hauptanwendungsgebiet sind, neben allen Geschossen mit Crimprille, vor allem die wesentlich unempfindlicheren,gegossenen oder gepressten Bleigeschosse. Eben da, wo ein leichtes Eindrücken des Geschosses die Präzision nicht beeinflusst.

    Roll Crimp

    • Bei dem Rollcrimp wird, wie der Name schon verrät, die Hülse in eine am Geschoss vorgesehene Rille "gerollt". Von vielen wird dieser Crimp als "Hülsen Killer" verteufelt - doch richtig dosiert ist er absolut unentbehrlich für alle Magnum-Revolverpatronen. Vernünftig eingestellt sichert und fördert er bei den langsamen Magnumpulvern den für den gleichmäßigen Abbrand nötigen Gasdruckaufbau und die damit verbundenen Präzision. Gerade bei schweren Geschossen in Kalibern ab .357 Magnum aufwärts, verhindert er darüber hinaus die "Selbst-Delaborierung" der Patronen beim Schuss. Doch auch in den "normalen" Kalibern kann der Rollcrimp sinnvoll eingesetzt werden, wenn es darum geht, bei manchen Gebrauchsladungen mit mittelschnellen Pulvern den Gasdruckaufbau und somit auch die Präzision zu stabilisieren. Mit Matrizen wie dem Lee-Factory-Crimp lässt sich der Rollcrimp so genau einstellen, dass er die Lebensdauer der Hülsen nicht negativ beeinflusst.

    Gruß :winke:
    erndi

  • Hallo Erndi


    Bei der Dillon 650 mit dem Mark7, wo der Powder Dropper auf Station 2 stehen muss, ist man mit den Möglichkeiten eingeschränkt.
    Die Alternative um getrennt zu stetzen und crimpen zu können, wäre den Powder Cop weg zu lassen.
    Der ist aber aber meine Sicherheit wenn die Murmeln runterpurzeln, dass keine Füllung daneben ist (leer oder doppelt).
    Das möchte ich natürlich nicht, auch wenn ich der Maschine vertraue, eine Kontrolle gibt mir ein Gefühlt der Sicherheit.


    Ich bin der selben Meinung, getrennt ist besser.


    Eine gute Alternative (Redding?) für Setz u Crimp in einer Matritze gibt es nicht soweit ich weiß.
    Bei der Hornady mit der ineinander rutschenden Matritze meine ich, dass doch zuerst der Bullet gesetzt wird und im letzten Moment der Crimp gemacht wird, außer ich irre mich.