Ladedaten für .38 Spec mit Vectan BA10

  • Hallo zusammen,


    lese schon länger bei Euch mit und konnte schon viel Wissen aufsammeln, hätte jetzt aber auch eine Frage, wofür ich die Antwort leider im Forum trotz Benutzung der Suchfunktion nicht gefunden habe (hoffe richtig gesucht zu haben).
    Ich lade seit einiger Zeit meine .38er mit VV N320 mit 3,50 gn und einem H&N 125 gn WC Geschoss. Fliegen wunderbar und schaffe damit echt gute Ergebnisse. Leider habe ich gelegentlich das Gefühl das ich paar leichte Schuss dabei habe (Rückstoß gelegentlich sehr schwach) und die Waffe verdreckt wie die Sau. Ich wollte fragen ob jemand von Euch Ladedaten für das Vectan BA10 für .38 für verschiedene Geschosse nennen kann (H&N 125gn WC, H&N 148 WC, H&N 158 SWC und HP für die Verkupferten Geschosse). Erhoffe mir mit dem Pulver einen besseren Abbrand und weniger Verschmutzung der Waffe. Oder haltet Ihr den Wechsel des Pulvers bei eigentlich guter Präzision für unnötig? Würde mich über eine Antwort freuen.


    Falls relevant: Waffe ist ein S&W 686 in .357 mit 6 Zoll


    Danke & Gruß

  • Never touch a running system!
    Wir nehmen sogar immer noch am liebsten gefettete WC-Bleigeschosse mit N310.
    @The-MIB
    über eine kurze Vorstellung würden sich alle freuen.

    Gruß Hermann :)


    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • Ich finde Vectan Pulver grundsätzlich sehr gut.
    Besonders auch was Leistung und Performace bei Max.Ladungen betrifft sind sie VV bisher deutlich überlegen gewesen.
    Erst jetzt kommen bei VV neue Pulver raus die in der Liga mitmischen "wollen".
    Ausserdem sind Vectan Pulver günstiger.


    Somit lohnen sich Experimente damit immer.


    Du hast ja Deine "perfekte" Ladung bereits. Die "verschwindet" ja nicht.
    Somit ist es doch okay nebenher mit einem anderen Pulver zu experimentieren.


    Mit Ladedaten zu o.a. Kombi kann ich Dir aber nicht helfen. Ich bin kein DSBler...
    Auch wird Vectan hier bei uns immer noch relativ wenig verwendet...



    Wie @treppenfahrer auch schon geschrieben hat ist es hier gerne gesehen, wenn man sich erstmal vorstellt und ein wenig beschreibt was man bisher so schon macht oder gemacht hat im Wiederladebereich.

    Ich übernehme keine Verantwortung oder Garantie für irgendwas. Jeder handelt eigenverantwortlich mit sämtlichen Informationen.

  • Hi, danke für Eure Antworten.
    Im Internet habe ich mich immer etwas bedeckt gehalten mit persönlichen Infos, aber seit NSA weiß ja eh jeder alles von jedem :lol:
    Ich komme unten aus dem Raume München und bin im BDMP Mitglied. Dort schieße ich primär in den Disziplinen PP1, NPA, SM.
    Wiederladen tue ich seit Anfang 2017 und habe mir nachdem ich ein halbes Jahr mit einer RCBS Rock Chucker Supreme geladen habe eine Hornady LNL angeschafft.
    Auf der RCBS habe ich .308, .44 Mag, .38 Spec, .357 Mag und 9mm geladen (irgendwann wurde es mir zu langsam mit der Einstationenpresse ;( ).
    Bei 9mm, .38 Spec und .357 Mag habe ich bislang nur VV verwendet. Es funktioniert und ich bin prinzipiell zufrieden mit den Ladungen, aber man möchte sich ja ständig verbessern wenn möglich :)


    Ich bin am überlegen ob ich bei meinen H&N 125gn WC Geschossen eine Ladeleiter mit BA10 von 2,8 bis 3,1gn erstelle (Steigerung je um 0,1gn), je 10 Patronen. Werde davor die Werte noch durch QL laufen lassen.


    Gruß

  • Hallo The-MIB,

    hast du mittlerweile Ergebnisse zur Verwendung von BA10 in der .38 Special vorliegen?

    Ich bin ebenfalls im BDMP und will mir jetzt auch einen Double-Action geeigneten Revolver holen und dann damit einsteigen.

    Wenn man sich ein bisschen mit dem Laden der .38 Special z.B. für PPC 1500 (gedanklich) auseinandersetzt, dann ergeben sich eigentlich mehr Fragen als Antworten.

    Hier scheinen sehr viele Dinge gegeneinander abgewogen werden zu müssen, aber am Ende scheint es immer auf 125grain Wadcutter mit recht offensivem Pulver raus zu laufen.


    Mit gegeneinander abwäägen meine ich z.B.:


    - Verwendung von WC Geschossen, obwohl abgeschrägte Geschosse leichter iund schneller nachgeladen werden können. Dafür lässt sich der Pulverraum bei WC am einfachsten minimieren


    - Verwendung von .38 Special-Hülsen auch in .357er Trommeln, obwohl man ja eigentlich den rotationslosen Weg möglichst gering halten will. Auch hier scheint der Pulverraum massgeblich zu sein. Jedoch könnte man ja auch noch kürzere Hülsen (38 S&W) nutzen und dann evtl. sogar wieder Flachkopf...
    ...


    Die Liste könnte man fast ewig so weiter führen, jedoch scheint es ja trotzdem zu funktionieren. Gäbe es hier zu viele Probleme, hätte sich wohl kaum die .38 Special etabliert, wo man ja genausogut mit Revolvern in 9 Para oder gleich in einem .32er Kaliber antreten könnte.


    Ich finde das jedenfalls recht interessant, aber letztendlich bin ich doch auch nur an PPC erprobten Laddungen mit BA10 interessiert, freue mich aber trotzdem wenn hierzu eine Diskussion entstehen würde.


    Beste Grüße

    Shortbreaker

    Wie immer gilt: jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich, keine Gewähr für die Angaben etc.

  • Hi,

    ich lade schon lange Patronen mit Vectan.

    Bin zwar hauptsächlich in den PPx und NPA Disziplinen unterwegs, habe aber auch die 1500er mitgeschossen.


    BA10 ist nicht schlecht (oder sogar sehr gut) bis 25m (Habe damit im PP1 die Highmaster Stufe erreicht.

    Bin aber mittlerweile schon länger auf BA 9 1/2.


    Für die 50m habe ich mit dem BA10 keine brauchbaren Ergebnisse hinbekommen.

    Das 9 1/2 ist etwas langsamer und funktioniert bei mir und bei meiner Frau besser.

    Vereinskollegen, die auch selber laden, haben meinen Wechsel mitgemacht.


    Eine Ladeempfehlung gebe ich hier nicht, da bei Revolvern die Toleranzen einfach zu groß sind.

    Um auf 50m die beste Präzision zu haben, musst Du das für jeden Revolver individuell konfigurieren.


    Bewährt hat sich folgendes:

    - Hülsen von einem Los eines Herstellers.

    - Zünder von Federal 100 oder die Fiocchi (sind weich genug für DA); Es gibt auch Schützen, die mit einer bestimmten Murom Sorte zurecht kommen, dazu kann ich aber nichts sagen.

    - Bei WC das Geschoss zwischen 0,5-1mm aus der Hülser herausstehen lassen und den Hülsenmund nur anlegen. (ggf. später leicht crimpen, wenn die Geschossgeschwindigkeit noch stark schwankt.


    Mit so wenig Pulver anfangen wie möglich.

    Bei schnellem Pulver und Zylinderhülsen kann es da "nur" zu Geschosssteckern im Lauf kommen (also aufpassen)

    Ich würde mit 2,5 Grain anfangen, kommt aber auf die Toleranzen in der Trommel, dem Übergangskonus in den Trommelkammern, dem Trommelspalt und dem Laufdiameter an.


    Kommt das Geschoss auf der Scheibe an, wird das Geschwindigkeitsmessgerät aufgebaut und dann musst Du eine Ladeleiter bauen.

    Immer dabei die Geschwindigkeit kontrollieren, ob auch jedes Geschoss einer Serie in etwa gleich schnell fliegt.


    Es kann z.B. sein, dass ein Übergangskonus in der Trommel enger ist als die Anderen. Da hilft nur aufreiben beim Büchsenmacher.

    Es kann auch sein, dass der Übergang generell enger ist, als der Laufdiameter, dann müssen alle Kammern aufgerieben werden.


    Also zu guter letzt: Mit einem Revolver auf 50m das X zu halten, ist weit mehr Aufwand als eine Ladung zu kopieren.

  • Vielen Dank für deine Antwort.

    Würdest du BA9 ebenfalls als geeigneter ansehen, oder nur BA9 1/2? BA 9 nutze ich nämlich sowieso für die 9 Para.

    Was häslt du von 148grain Geschossen, kommen die auf 50m deiner Erfahrung nach besser an?

    Wie immer gilt: jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich, keine Gewähr für die Angaben etc.