Gemeinsame Aufbewahrung in häuslicher Gemeinschaft

  • Meine Sachbearbeiterin hat mir erzählt das die WBK meiner Frau als Leihschein gewertet wird. Warum sollte ich an dieser Aussage zweifeln. Das Wort Sachbearbeiterin impliziert ja Sachverstand. Und deswegen habe ich extra nachgefragt. So habe ich auch drei Waffen meiner Frau eintragen lassen. Auch das lief ohne Probleme ab.

    Sachbearbeiter bedeutet nicht Sachverstand.

    Erzählen ist egal. Nicht einmal ein Bescheid würde dir da helfen. Entscheidend ist, wie die Staatsanwaltschaft die Sache sieht, die ins Spiel kommt, wenn zB die Rennleitung dich kontrolliert. Woher soll der Mützenträger denn wissen, dass ihr gemeinsame Aufbewahrung habt? Das steht nicht einmal im NWR.


    Allein, dass du die WBK eines anderen mitführst.... Die Sorgfaltspflicht erstreckt sich auch auf die Urkunden (WBK/Jagdschein/Ersatzbescheinigung/MES).

    Mehr kannst du im Gade nachlesen.


    Oder du probierst es einfach aus.

    Ladedaten ohne jegliche Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!


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  • Meine Sachbearbeiterin hat mir erzählt das die WBK meiner Frau als Leihschein gewertet wird. Warum sollte ich an dieser Aussage zweifeln. Das Wort Sachbearbeiterin impliziert ja Sachverstand. Und deswegen habe ich extra nachgefragt. So habe ich auch drei Waffen meiner Frau eintragen lassen. Auch das lief ohne Probleme ab.

    Wenn Du die Waffen Deiner Frau auf Deiner WBK eingetragen bekommen hast, dann ist doch alles gut. Das ist ja der Nachweis, dass Du genau diese Waffen besitzen darfst. Ich halte den Vorgang allerdings für falsch. Du hättest u.U. Waffen eingetragen, für die Du selbst gar kein Bedürfnis hast. Der Verband würde Dir für Waffen jenseits des Grundkontingents ohne Wettbewerbsnachweise kein Bedürfnis ausstellen, warum sollte der SB also Einträge machen dürfen?


    Wenn Du eine Waffe dabei hast, für die Du keinen Eintrag in der WBK hast und keinen Leihschein, musst Du Dir auch nicht mehr lange Sorgen um die anderen Waffen machen. Das nimmt Dir dann jemand ab. Und wetten, Deine Sachbearbeiterin kann sich nicht daran erinnern, diesen Fehler gemach zu haben?


    Eine WBK ist kein Leihschein. Wenn das stimmen würde, könntest Du ja mit einer WBK für eine bedürfnisfreie 4mm M20 alle anderen Waffen besitzen. Die Aussage der Sachbearbeiterin ist schlicht falsch. Sachbearbeiter/-in und Sachverstand sind nicht zwingend aneinander gekoppelt.

  • Meine Sachbearbeiterin hat mir erzählt das die WBK meiner Frau als Leihschein gewertet wird. Warum sollte ich an dieser Aussage zweifeln. Das Wort Sachbearbeiterin impliziert ja Sachverstand. Und deswegen habe ich extra nachgefragt. So habe ich auch drei Waffen meiner Frau eintragen lassen. Auch das lief ohne Probleme ab.

    Die Aussage der Sachbearbeiterin ist schlicht Quark (was meine Vorschreiber hinreichend an Hand von Gesetzen bewiesen haben) und das verwundert auch nicht, da Sachbearbeiterin von Bearbeiten kommt, NICHT von Sachkenntnis!


    Wenn Sachkenntnis bei Sachbearbeitern so verbreitet wäre, warum legt dann jedes Amt viele Streitpunkte anders aus? Warum bekommst du dann beim BDS eine Rechtsschutz Versicherung für Waffen und Sprengstoff Recht oben drauf? Warum wird die so oft genutzt? Weil die Sachbearbeiter so viel Sachkenntnis haben? In der Regel interessieren sich die Sachbearbeiter nicht für den Schießsport und wechseln oft alle paar Jahre, heute Waffenbehörde, gestern Einwohnermeldeamt, morgen Abteilung Verkehr. Deshalb sind sie auch in der Regel schlecht geschult. Mein Sachbearbeiter hat auch erst nach einem halben Jahr gelernt, das man Wechselläufe und Systeme ohne Voreintrag kaufen kann.


    Wenn du die WBK einer anderen Person mit nimmst ist das KEIN Leihschein (Ausnahme du bist explizit als Mitinhaber eingetragen) und begehst damit mindestens eine Ordnungswidrigkeit, eher noch eine Straftat. Zuverlässigkeit weg, WBK und $27 futsch.


    Und das alles weil man sich keine Leihscheine vorbereiten will?

    Alle Ladeempfehlungen ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • Alles wichtige ist schon gesagt. Hinzufügen will ich aber noch, dass, egal ob es Quark ist was die Sachbearbeiterin sagt, es gilt ein gewisser Vertrauensschutz.

    Dem Bearbeiter einer Sache kann man schon einen gewissen Sachverstand zumuten und abfordern, ohne das der Antragsteller dadurch spätere Nachteile hat, nur weil eine Aussage falsch ist. Das würde nämlich bedeuten, dass jeder der einen Antrag stellt auch vollumfänglich rechtskundig sein muss. Wer will mir das denn zumuten? Wenn ich Bescheid weiß, ist das gut, wenn nicht, darf das aber auch kein Nachteil sein. Ich sehe das auch nicht so absolut mit der Nummer "Zuverlässigkeit weg". Wird zwar immer öfter und gerne genommen, aber irgendwo gibt es auch noch eine Verhältnismäßigkeit die dem Grenzen setzt, auch wenn Behörden am liebsten darauf zurückgreifen, weil es so schön einfach ist. Da gibt es auch inzwischen jede Menge Wildwuchs, was die Begründung der verlorenen Zuverlässigkeit rechtfertigen soll.
    Viel Müll wird auch dadurch produziert, weil sich Leute einfach nicht wehren. Offene Türen für Behörden.


    Im aktuellen Fall Leihscheine, der geringste Aufwand, oder eben was schriftliches von der Sachbearbeiterin.

    Darüber hinaus kann ich nur jedem empfehlen eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Am einfachsten (und wohl am preiswertesten) geht das über eine Mitgliedschaft im VdW Düsseldorf, für Mitglieder ist die mit dem Beitrag bezahlt. Einen versierten Fachanwalt für Waffen/-Verwaltungsrecht inclusive, der Vorsitzende ist einer und zwar kein unbekannter.

    Ach was Probleme: das sind lediglich Stationen auf dem Weg zur vollkommenen Weisheit! :thumbup:

  • Alles wichtige ist schon gesagt. Hinzufügen will ich aber noch, dass, egal ob es Quark ist was die Sachbearbeiterin sagt, es gilt ein gewisser Vertrauensschutz.

    Wenn die Staatsanwaltschaft gegen Dich wegen einer Ordnungswidrigkeit oder einer Straftat ermittelt, geht es weniger um "Vertrauensschutz", sondern mehr um die Frage, ob Du Dich in einem "unvermeidbaren Verbotsirrtum" befunden hast. Und nach dem, was Du hier in diesem Forum erfahren hast, kannst Du Dich nicht mehr auf einen "unvermeidbaren Verbotsirrtum" berufen. Selbst eine schriftliche Stellungnahme der Behörde hätte nur eine Art "Alibifunktion" für Dich und hätte nicht die Folge, dass ein Verbotsirrtum unvermeidbar wäre.

  • Juergen


    Da bin ich dann wohl nicht auf dem neuesten Stand offensichtlich. Die Frage wäre dann allerdings, warum kann ich mich nicht mehr darauf berufen (geht in die Richtung "Entrechtung" des Antragsstellers) und ist das dann noch rechtlich zulässig. BTW In der aktuellen Situation würde ich unklare Dinge nur noch mit anwaltlicher Unterstützung klären und mich sonst auf nichts anderes mehr verlassen. Sportschützen sind aktuelles Zielgebiet der Innenminister und Behörden dürfen alles, so ist mein Eindruck.


    Was dabei vollkommen vergessen wird, inwieweit das alles noch mit dem Gesetz vereinbar ist. Offensichtlich gibt es da beliebige Interpretationsmöglichkeiten der Behörden zu Lasten der Antragsteller. Und wie schon mal gesagt, zweifel ich an der Verhältnismäßigkeit einiger Verhaltensmuster die sich inzwischen so ergeben haben.

    Ach was Probleme: das sind lediglich Stationen auf dem Weg zur vollkommenen Weisheit! :thumbup:

  • Legt euch doch einen Stapel mit 20 ausgefüllten und unterschriebenen Leihscheinen irgendwo hin. Nimmt einer mal die Waffe des anderen mit einfach das Modell, Seriennummer und Datum eingetragen und fertig.

    Die Vordrucke können sogar in jedem der Tresore liegen, dann vergisst man es nicht.


    Leichter geht es doch gar nicht, wenn man zusammen lebt. Da ist es egal ob zusammen ein Tresor genutzt wird oder jeder seinen eigenen.

    Da beide berechtigt sind, duerfen auch beide Zugang zu allen Tresoren haben. Das WaffG spricht nur von berechtigten Personen, nicht von Personen dessen auf der WBK eingetragenen Waffen dort drin liegen.


    Wenn ihr noch zweifel habt, legt jeder eine seiner Waffen in den Tresor des anderen was zur gemeinsamen Lagerung führt und somit der Zugang nochmals bekräftigt wird.

  • Rechtschutz extra? Wozu? Übrr die Vereinsmitgliedschaft ist man doch schon rechtschutzversichert!

    Wozu? Kommt doch auf den Umfang der Versicherung an. Ich hab da gerne klare Angaben bis wohin es geht und was geht (abgedeckt ist). Über den Verein ist mir das zu unbestimmt. Aber du hast mit deiner Aussage schon recht.

    Ach was Probleme: das sind lediglich Stationen auf dem Weg zur vollkommenen Weisheit! :thumbup:

  • Dem Bearbeiter einer Sache kann man schon einen gewissen Sachverstand zumuten und abfordern, ohne das der Antragsteller dadurch spätere Nachteile hat, nur weil eine Aussage falsch ist. Das würde nämlich bedeuten, dass jeder der einen Antrag stellt auch vollumfänglich rechtskundig sein muss.

    Das könnte man durch die erlangte Sachkunde oder Fachkunde schlicht unterstellen und genau genommen müsste man das auch. Für mich ist der Sachbearbeiter niemand, den ich um rechtlichen Rat frage, weil ich da mit meinem Anliegen schon sachkundig auflaufe und den/die Sachbearbeiter/-in nur noch die verlangte Arbeit machen lassen möchte, ohne, dass der großartig darüber nachdenken muss.


    Ansonsten gilt: wer schreibt, der bleibt. Im Zweifel einfach die schriftliche Bestätigung verlangen. Wenn man die bekommt, könnte es auch vor Gericht klappen, wenn das ein Staatsanwalt dann anders sieht. Der Vorgang, eine Waffe ohne Genehmigung zu besitzen, wäre eine Straftat, also kein Kleinkram.

  • Joe Dalton


    Also....bevor es jetzt ganz OT wird. Rechtskundig ist nur ein Anwalt, weshalb nur der eine Rechtsberatung geben kann. Als Antragsteller hat du zwar eine Sachkunde, aber wie man weiß, kann die mehr oder weniger gut sein. Siehe die Sachkunde für Wiederlader, die teils unterdisch ist und da kann man problemlos durch Nichtwissen Waffen sprengen und Leute gefährden....


    Wenn du zum Finanzamt gehst, hast du da die Steuergesetze vorher studiert? Ich nehme mal an nicht.

    Selbst mit einer guten Sachkunde wirst du, unterstellt, niemals ausreichend gebrieft sein, was der Behörde so an Sichtweisen einfallen kann. Zudem: wie wir gesehen haben, jede Behörde zu ein und demselben Ding SEHR unterschiedliche Sichtweisen haben kann.

    Hier im Thread haben sich nun mehrere Leute zu dem Thema geäußert und wie man sieht, kommen bei sachkundigen Leuten teils deutlich unterschiedliche Ansichten/Handlungsempfehlungen zum Vorschein. Also ist der Sachverhalt alles andere als klar.


    Geht das Ding zum Staatsanwalt, was meinst du würde passieren? Straftat, Waffeneinzug, wieder einer weniger, weil Waffen gefährlich sind und das Gericht, die Schöffen das ziemlich sicher ebenso sehen, wenn nicht ein Anwalt Argumente bringt, die deutlich machen, dass das so einfach eben schon lange nicht mehr ist. Eben wegen der sehr unterschiedlichen Auslegungen/Handlungsweisen. Besonders dann wenn die maßgeblichen Leute nichts mit Waffen am Hut haben.

    Ich behaupte mal, geht es ans Eingemachte, kann man so viele Sachkunden haben wie man will, selbst damit kannst du die heutigen zahlreichen Fallstricke im Bereich Waffen nicht mehr alle im Blick haben und gehst ein gewisses Risiko ein, wenn es sich nicht um glasklare Dinge handelt.

    Ach was Probleme: das sind lediglich Stationen auf dem Weg zur vollkommenen Weisheit! :thumbup:

  • Bei halbautomatischen Kurz oder Langwaffen Muss ich bei dem Antrag auf Erteilung einer waffenrechtlichen Erlaubnis Angaben machen, wo die Waffe später aufbewahrt wird.


    Hier hat man bei uns mehrere Möglichkeiten zum ankreuzen und ich nehme nachfolgende Variante:

    ( X ) wie folgt (bitte beschreiben Sie Ihr Aufbewahrungsbehältnis):

    Gemeinsame Waffenaufbewahrung mit Frau xxxxx xxxxxx, in einem Behältnis DIN/EN 1143-1 Widerstandsgrad 0. Unterlagen zum Waffenschrank liegen der Kreisverwaltung vor.


    Somit hat meine zuständige Behörde davon Kenntnis, dass meine Frau und ich die Waffen in einem gemeinsamen Behältnis aufbewahren.

    Wenn es für die Behörde nicht in Ordnung wäre, würde es auch keinen Eintrag für eine Waffe geben.

    Rechtschreibfehler in den Texten sind keine Faulheit oder Ignoranz. :winke:

    Ich habe eine Rechtschreibschwäche.:mauer: Durch die Rechtschreibprüfung versuche ich die Fehler einigermaßen im Zaum zu halten.

    Einmal editiert, zuletzt von maritim68 ()

  • Also....bevor es jetzt ganz OT wird. Rechtskundig ist nur ein Anwalt, weshalb nur der eine Rechtsberatung geben kann. Als Antragsteller hat du zwar eine Sachkunde, aber wie man weiß, kann die mehr oder weniger gut sein. Siehe die Sachkunde für Wiederlader, die teils unterdisch ist und da kann man problemlos durch Nichtwissen Waffen sprengen und Leute gefährden....

    "Rechtskunde" habe ich nicht erwähnt, jedoch würde ich das auch nicht auf einen Berufsstand begrenzen. Man kann durchaus rechtskundig sein, wenn auch nur auf ein Thema bezogen. Als Waffenbesitzer ist man sicher gut beraten, wenn man die Spielregeln kennt.


    Ich teile Deine Meinung, was beim Staatsanwalt passieren würde bzw. was der Richter dann machen würde. Gerade da wird Dir dann aber die Sachkunde vorgehalten, die Du vorgegeben hast zu besitzen -> Erstbeantragung WBK. Das wäre aber nur ein Nebenkriegsschauplatz, weil der Richter das nach der Gesetzeslage einordnen muss.


    Der Umgang mit Waffen ist wegen des Erlaubnisvorbehaltes grundsätzlich verboten, bis er erlaubt wird. Das ist ein ganz einfacher Grundsatz. Ohne Erlaubnis für eine Waffe in meinem Besitz, welche ich bei einer Kontrolle vorlegen kann, ist es immer illegaler Waffenbesitz, wenn ich nicht einfach nur die Papiere vergessen habe (was ja auch schon ein Problem ist).


    Letztendlich muss er ja selbst wissen, welchen Weg er gehen möchte.

  • Das mit dem Verwahrungsschein, Leihschein oder wie auch immer das bei den unterschiedlichen Behörden genannt wird ist völlig egal!


    Der SA hat dem Sportschützen seine Sichtweite mitgeteilt und wenn´s schief geht, die Herren in "Schwarz" fragen Warum? Wieso?

    1. Genau dann wird die Zuverlässigkeit in Frage gestellt...!

    2. Die Waffen sind weg...!


    Entweder ist die gemeinsame Nutzung auf der WBK eingetragen oder ein Schein ausgestellt oder der bzw. die Waffen transportierte Person verstößt gegen das Gesetz.

    Gruß Bernd :winke:


    Glauben ist nicht wissen!


    Jeder Wiederlader handelt Eigenverantwortlich, keine Gewähr für die Angaben etc. :wdl_blue: