Geschoss setzen nach Dalaborieren

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  • Geschoss setzen nach Dalaborieren

    Ich habe letzten einige Hülsen meiner 7,65 Arg mit dem Hammer Delaboriert und diese nun wieder verwendet.
    Dabei ist mir aufgefallen dass das setzen der neuen Geschosse etwas einfacher ging als beim ersten mal.

    Rein Optisch und vom Gefühl her würde ich sagen die sitzen ganz gut.

    Jedoch, hat jemand damit Erfahrung ob es einen Unterschied ausmacht zwischen delaborierter Hülse (die ja vor dem ersten Befüllen auf Maß gebracht wurde) und einer frisch kalibrierten Hülse?
  • Es kann vorkommen, das bereits gesetzte Geschosse durch einen stärkeren Crimp evtl. etwas ausgedünnt werden.
    Vielleicht hast Du das bemerkt.
    Einfach Patrone mit dem Geschoß mal fest auf die Ladebank drücken. Wenn es hält ok, wenn es reinrutscht.... :D
    Gruss
    CptKinx

    :la: RCBS RCII :wdl_rot MEC Super 600 :wdl_blue: Dillon 650

    Alle Angaben und/oder Ladedaten ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich
  • Dein Hülsenhals hat sich etwas geweitet.Du solltest den Hals nochmals Kalibrieren.
    Wenn du die gezogenen Geschosse in diesen unkalibrierten Hülsen wieder Verwendest,unterstützt das den Effekt. Da die Geschosse unter Umständen leicht im Durchmesser gequätscht sein können.
    Gruss Stefan
    Zuletzt noch der Spruch: jeder Wiederlader handelt für sich selbst verantwortlich, keine Gewähr für die Angaben etc. :la:
  • Es kommen zwei Faktoren zusammen!!
    - Bei weichen Geschossen, werden diese etwas gequetscht. Bei kupfergeschossen sieht man sogar Spuren.
    - Der Hülsenhals wird beim setzen etwas geweitet, innenØ Hülse passt sich an außenØ Geschoss an. Durch die Rückfederung (Streckgrenze und Zugfestigkeit von Materialien) wird der HülsenØ wieder minimal kleiner als der GeschossØ beim Delaborieren.
    Somit hast du zwar minimal festen Sitz aber nicht so wie es sein sollte und auch nicht mit den Parametern wie du mal Daten ermittelt hast!

    Ich würde neu kalibrieren!
    Mein Name ist Hase... :) deshalb keine Garantie... für nix.. ;) :ja: :la:
  • Meine Handhabung wäre, Hülse erneut kalibrieren, werf das Geschoss weg und nimm ein neues.

    - durch das gesetzte Geschoss hat sich es evtl im Durchmesser verändert, das heisst der Auszugswiderstand des Geschosses hat sich geändert ......
    - es kann auch passieren wenn die Patrone im Magazin ist und auf dem Weg Richtung Patronenlager geführt wird es sich in die Hülse reindrückt weil es irgendwo ansteht ......
    Etc.

    Gruss Markus
  • Na Ja,weg werfen würde ich das schonmal gesetzte Geschoss nicht.
    Das kannst noch dazu hernehmen ,um den Lauf auf das neue Geschoss einzuschiessen.
    Mach ich mit solchen Geschossen wenn vorhanden immer.
    Zum Tombak oder einfach Geschossabrieb in den Lauf zu bringen reichen die noch alle mal.
    Gruss Stefan
    Zuletzt noch der Spruch: jeder Wiederlader handelt für sich selbst verantwortlich, keine Gewähr für die Angaben etc. :la:
  • Gattler8.8 schrieb:

    Na Ja,weg werfen würde ich das schonmal gesetzte Geschoss nicht.
    Das kannst noch dazu hernehmen ,um den Lauf auf das neue Geschoss einzuschiessen.
    Mach ich mit solchen Geschossen wenn vorhanden immer.
    Zum Tombak oder einfach Geschossabrieb in den Lauf zu bringen reichen die noch alle mal.
    Gruss Stefan
    Geschoss würde ich auch nicht entsorgen.
    Laufender keiler geht auch immer!! :)
    Mein Name ist Hase... :) deshalb keine Garantie... für nix.. ;) :ja: :la:
  • Das ist doch bei manchen Matrizen (z.B. Hornady) ratzfatz erledigt.
    Obere Mutter lösen und Sindel nach oben ziehen-feddisch.

    Gruß Jörg
  • Ja ich denke das ist bei den RCBS auch noch einigermaßen schnell erledigt. Allerdings ist mir das ganze ja beim setzen aufgefallen.

    Dementsprechend habe ich ca. 40 fertige Patronen die ich jetzt nicht unbedingt wieder auseinander klopfen wollte.

    Die Geschosse sehen nach dem Delaborieren gut aus, also zum wegschmeißen viel zu schade.

    Ich schätze nicht das es einen Fachtest gibt wo so etwas mal probiert wurde.
  • Hallo Chris,

    habe jetzt mal einen Versuch gemacht.

    1. Drei Hülsen 7,65 Arg. vollkalibriert.
    Alle drei danach Innendurchmesser .308, Aussendia .336
    2. Eine Hülse Geschoss Sperr .311 Flachboden TM RD gesetzt
    Eine Hülse Geschoss Hornady .312 dito gesetzt.

    Ausendurchmesser nach dem Setzen .311-Geschoss Sperr = .338
    Aussendurchmesser nach dem Setzen .312-Geschoss Hornady = .339

    3. Beide Geschosse mit Cam Lock gezogen

    Hülse mit .311 Speer-Geschoss danach Innendia. = .310
    Hülse mit .312 Hornady-Geschoss danach Innendia. = .311

    Ausgangslage war Innendia. vollkalibriert mit Hornady-Matrizensatz = .308
    Das Sperr-Geschoss Dia. = .311 konnte ich in die Hülse, in der das Hornady-Geschoss saß so reindrücken.

    Die Hülsen sind einmal abgeschossene Privi-Hülsen. Du siehst also, du verlierst auf jeden Fall Haftreibung und solltest deshalb delaborierte Hülsen noch einmal kalibrieren.

    Gruß
    Jörg
  • Guten Morgen zusammen . . .

    . . . wenn auch a Bisserl spät, möcht ich auch noch was beitragen.

    Also, sofern die Geschossspitzen (TM ?) ok sind (Polster im Entladehammer!) hab ich da überhaupt
    keine Bedenken, die neu zu setzen! Wir reden hier ja schließlich von 'nem Ordonanzgewehr
    und nicht PSG ZF / Bench Rest oder so. Ich find's schon lustig, was manche dafür an Aufwand
    treiben Mein Finne taugt -so ich gut drauf bin- für 275-285 Ringe. Und das mit den achso
    miesen S&B Hülsen und Zündis Und getrickelt wird bei mir auch keine Ordonanzpatrone! Das
    Zehntel an Toleranz vom Füllgerät macht da nämlich überhaupt nix . . . . aber wem's gefällt

    Lange rede kurzer Sinn: Einzig die Hülsenhälse solltest Du nochmal überkalibrieren, da die vom
    vorherigen Setzen minimal geweitet sind .

    Grüßlä aus Franggn