Geschosse für CZ 97 b Zuführung

  • zu Jayjay1 s Beitrag: Die originalen HG 68 gibt es fast nicht mehr. Der Markt ist voll mit Klonen dieses Geschosses. Unverständlicher Weise hat da nahezu jeder Nachahmer kleine Änderungen an dieser sehr gut durchdachten Geometrie vorgenommen. Diese können dann zu Zuführstörungen führen. Es kann sich also lohnen, auf einen anderen Anbieter auszuweichen, die Unterschiede sind auf den ersten Blick oft nicht erkennbar. Das beste Geschoss für 45er Zuführzicken, deren Besitzer schöne ausgestanzte Löcher haben wollen ist meines Erachtens das Wich RK Scharfrand. Der einzige mir bekannte gewerbliche Anbieter dafür ist der schraubermani bleigeschosse.com . Der hat die leichtere Variante mit Flatbase im Angebot.

    Das vierte Geschoss von links ist ein original HG 68, das unbeschichtete daneben ist die Kopie von RCBS.


  • Und das dritte von links dürfte ein Lyman 460 sein?


    Ist das einzige Geschoss welches bei mir in der Vergangenheit einen kleinen Ticken mehr Präzision gebracht hat, als das HG68.


    :kl:

  • Ja jayjay1, das ist das 460er. Meiner Meinung nach eines der präzisesten Geschosse für die .45ACP. Leider ist es relativ schwer fehlerfrei zu gießen und zum Beschichten geht das 488er auch besser. Der Mehraufwand durch das Sortieren zahlt sich für mich nicht aus. Deine Fertigen sehen sehr gut aus. Die Kanten sind alle schön scharf ausgebildet.

  • Ja, dadurch das die Kokille drei Kavernen hat, sind die nicht leicht zu gießen.

    Die Schmelze muss fließen wie Wasser, und die Kokillen dürfen nicht kalt werden zwischendurch.


    Ich halte die Kokille auch immer etwas schräg, bilde mir ein, dass so die Luft besser entweichen kann.

    Glaube versetzt ja bekanntlich Berge.

    :sm03:

  • Jayjay1 : Du meinst wahrscheinlich die drei Führungsbänder neben den Fettrillen. Als Kaverne bezeichnet man den Hohlraum in der Kokille, den du mit Blei ausgießt. Von Lyman habe ich bisher nur 1-fach, doppel- oder 4-fach Kokillen gesehen. Das schräg Gießen bringt bei manchen Kokillen in der Tat bessere Ergebnise beim Fillout. Leider geht es etwas auf Kosten des Fülldrucks, dann hast du unter dem Gussbutzen am Geschossboden manchmal kleine Hohlräume. So lang die mittig und nicht allzu groß sind, konnte ich keine Präzisionseinbußen feststellen, aber ich versuche rotzdem diesen Fehler zu vermeiden. Der Geschossboden ist meiner Meinung nach der Teil mit dem größten Einfluss auf die Präzision.

  • Jayjay1 : ...dann hast du unter dem Gussbutzen am Geschossboden manchmal kleine Hohlräume.

    die Dinger nennt man Lunker, die entstehen nicht durch fehlenden Gießdruck, sondern beim Erstarren des Metalls in der Gußform, wenn nicht genug flüssiges Metall als Reservoir vorhanden ist, um den Volumenverlust auszugleichen. Genauer gesagt: die Verbindung zum Gussobjekt erstarrt, bevor das Objekt komplett erstarrt ist. Versuche mal mehr "Metallüberschuss" auf der Sprueplate.

    Gruß,
    Metty :jawo:


    Jesse Hughes, EODM:
    "Solange irgendjemand Waffen hat, sollten alle Menschen Waffen haben."


    „Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann — tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde.“ (Margret Mead).

  • Lunker ist die richtige Bezeichnung! :thumbsu: Danke für den Tip, aber ich habe diesen Fehler äußerst selten.

  • also, wenn das da Deine Geschosse sind, kann ich Deiner Aussage jetzt nicht so ganz folgen :krat:

    Da sind bei fast Allen Lunker zu sehen :boesew:(Das sind die kleinen schwarzen Flecke! :ja:

    Wenn Du genug Reservoir erzeugst, könnte es helfen, die Plate einen Ticken später zu öffnen.

    Gruß,
    Metty :jawo:


    Jesse Hughes, EODM:
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    „Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann — tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde.“ (Margret Mead).

  • Das was du da siehst macht aus der Ransom null Komma nichts an Streukreis aus, gewichtsmässig liegen die alle im 2 Grains Toleranzbereich. Richtig ist, dass ein längeres Warten beim Aufschlagen mehr Blei aus dem Butzen nachlaufen lässt und sich die Lunker damit verringern.

  • Auweia, Leute, jetzt kommen wir aber vom Hunderstel ins Tausendstel.

    Seid Ihr bei Euch selber auch so pingelig?

    Ich finde jetzt übertreibt Ihr es so langsam, die Geschosse sehen sehr gut aus.


    Grade die 45er verzeiht bei den Geschossen gaaaaaanz viel wenn die Ladung passt.


    Wie die Dinger aussehen ist doch Banane, wie die Scheibe aussieht ist King.

    Oder macht Ihr Eure Murmeln für die Vitrine?


    Also ich knalle meine Mumpeln mit ordentlich Wumms in den Kugelfang, wo sie dann zerlegt werden.

    :happ:

  • Jayjay1 : aber ich versuche rotzdem diesen Fehler zu vermeiden. Der Geschossboden ist meiner Meinung nach der Teil mit dem größten Einfluss auf die Präzision.

    wollte nur behilflich sein...

    Gruß,
    Metty :jawo:


    Jesse Hughes, EODM:
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    „Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann — tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde.“ (Margret Mead).

  • Hatte unlängst auch lackierte Bleigeschosse für ca 70,-/100St. gekauft. Viele waren nicht sauber gegossen, hatte Verformungen oder noch kleine Hubbel dran. Egal, der 45er und der 9mm ist das egal. Die Dinger fliegen alle sehr gut.

    Bremsespätestens wenn du Gott siehst!:boe:

  • Meiner Erfahrung nach ist da die 9er etwas wählerischer, aber in die 45er kann ich fast reinstopfen was ich will, Geschosse mit Lunkern, schlecht ausgebildeten Führungsrillen, Löchern im Boden usw., die fliegen immer zusammen.


    Ich mag die gute alte 45er, gemütlich, gutmütig und präzise.

    :thumbsu: