Hülse kommt in zwei Teilen aus dem Patronenlager

  • Die Hülsen habe ich trocken im Tumbler gereinigt. Getrimmt auf 54,7mm und mit 37 grain N150 und
    Einem PPU Geschoss 140 grain geladen. Bei anderen Hülsen aus diesem Los, zeigen sich, wie hier schon gesagt
    wurde, an der gleichen Stelle "Ringe". Mit anderen Hülsen Fabrikaten habe ich dieses Problem nicht.
    Da aber durchweg alle Hülsen lidern und im Patronenlager abdichten, (kein Schmauch an den Hülsen),
    glaube ich nicht, das der Verschlussabstand zu gross ist. Werde aber den Verschlussabstand über prüfen lassen.
    Ich dachte beim ersten Blick auch an eine Sollbruchstelle, was ich mir aber nicht vorstellen kann.
    Gruß
    Bernhard

  • Wobei ein Munitionshersteller sicherlich keine Gedanken an die Wiederladbarkeit seiner verwendeten Hülsen verschwendet. Die sollten nur mindestens einmal halten. An sonsten verkauft sich günstige Munition mit Boxerhülsen besser an Wiederlader, als welche mit Aluhülsen. :D

    Gruß Hermann :)


    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • Da gebe ich Dir Recht Hermann.
    Mittlerweile sehe ich die Hülse als qualitativ schlecht an.
    Die Bruchstelle ist an beiden Teilen konisch und m.E. auf
    Fehler in der Herstellung zurück zu führen.
    Gruß
    Bernhard

  • Ich hatte auch schon Hülsenrisse bei meinem Schweden, Hülsen waren auch von S&B.


    Es kann immer mal wider vorkommen, allerdings seit dem ich nur noch Halskalibriere wo die Hülse nur noch mitnimal zurückgeformt wird hat es sich schlagartig gebessert.


    So liegt die Hülsen halt schon in ganzer Länge an und muss nicht erst noch auf die Länge unter Gasdruck wachsen.


    In nem anderen Forum hab ich mal gelesen das man mit einem Draht die Hülsen innen fühlen kann ob sie schon Unregelmäßigkeiten aufweißt. Gemacht hab ich das nie, denn wenn , dann hab ich sie beim Tumblen bzw danach ausgesondert.


    Mittlerweile nehme ich Norma Hülsen und für den anderen Schweden Prvi, da kam das auch noch nie vor.

    Ich übernehme keine Haftung für von mir gepostete Ladedaten und ebensowenig für Quickload-Berechnungen.

  • In nem anderen Forum hab ich mal gelesen das man mit einem Draht die Hülsen innen fühlen kann ob sie schon Unregelmäßigkeiten aufweißt. Gemacht hab ich das nie, denn wenn , dann hab ich sie beim Tumblen bzw danach ausgesondert.

    Ich meine das es exakt hierzu auch einen Bericht in der Caliber gab..

    Zuletzt noch der Spruch: jeder Wiederlader handelt für sich selbst verantwortlich, keine Gewähr für die Angaben etc. :la:

  • Keine Ahnung , ich lese das Caliber nicht.

    Ich übernehme keine Haftung für von mir gepostete Ladedaten und ebensowenig für Quickload-Berechnungen.

  • Mit der Hülsenqualität hat dieses Phänomen nur ganz am Rande zu tun. Zu diesen Abreißern kommt es wenn einige Faktoren zusammenspielen.
    1. Eine Waffe hat zu viel "Headspace"
    2. Dadurch fließt zu viel Hülsen-Material beim Schuß vom Head zur Schulter, die Hülse längt sich.
    3. Die Hülse wird am Hals auf das richtige Maß getrimmt, die Späne die anfallen ist das was dann am Hülsenboden fehlt.
    4. Dort dünnt das Material ringförmig über dem Hülsenboden aus und irgendwann ist dann Schluß, der Boden reißt ab


    Früher oder später kann das bei häufigem Wiederladen mit den besten Hülsen passieren, bei zu viel "Headspace" passiert es aber sehr viel früher.
    Deshalb bei alten Knarren besser mal mit einer GO-Gauge, einer NOGO-Gauge und einer FIELD-Gauge den Headspace prüfen und eventuell beistellen.


    Nachtrag:
    Hier noch eine Abhandlung über dieses Thema auf der Seite von Larry Willis, mit Schnitt des Hülsenbodens und der Ausdünnung!
    http://www.larrywillis.com/headspace.html

    Angegebene Ladedaten sind immer ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

    Einmal editiert, zuletzt von lukas-h () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Die Anwendung einer Go und NoGo Lehre erfolgt ja nicht mal beim Büchsenmacher oder Händler der sie verkauft.
    Und dann wenn du Erkenntnis hast bzw hättest dann könntest deinen Schweden in die Tonne kloppen-, denn:
    -Lauf raus, dazu Systemhülse erwärmen,
    -Lauf nachsetzen,
    -Visierung neu Ausrichten lohnt leider nicht
    -dazu käme dann noch der fällige Neubeschuss.


    Alles in allem wenn es gut gehen würde wäre man bei 500-700 € vermutlich

    Ich übernehme keine Haftung für von mir gepostete Ladedaten und ebensowenig für Quickload-Berechnungen.

    Einmal editiert, zuletzt von Fritzchen ()

  • Alles sehr interessant.
    Ich werde meinen Büchsenmacher beim nächsten Besuch einfach mal fragen, ob er das ausmessen kann.


    Gruß
    Bernhard

  • Ich hatte solche Rissbildungen auch bei Norma Hülsen in 7x64 die zum 2. Mal Wiedergeladen waren.

    Beim schießen einer Ladeleiter waren mehrere Phänomene zu beobachten:


    1. Ich hatte mit dieser selbstgeladenen Munition fehlzündungen

    2. Teilweise sind die Zündhütchen ca. 0,4mm - hinten herausgeruscht beim Schuss

    3. Drei solcher Hülsenbodenabreisser ohne sonstige Überduckzeichen


    Habe den Verschlussabstand mit entsprechenden Lehren überprüft - war o.k.

    Am Ende habe ich dann mit Hilfe von Klebestreifen geschaut ob die von mir vollkalibrierten Hülsen noch Spiel zum Verschluss haben... und siehe da mit zwei Schichten Gewebeband a 0,28mm auf dem Hülsenboden ließ sich der Verschluss noch rel. leicht schließen. Also war da ein guter halber Millimeter Luft. Bei der RWS Fabrikmunition die immer funktioniert hatte hat gerade mal ein Klebestreifen auf dem Hülsenboden dazu geführt, daß der Verschluss mit Gewalt zugegangen währe.


    --> Fazit: die von mir voll kalibrierten Hülsen sind zu kurz, was dann zu den gleichen Resultaten führt, wie ein zu großer Verschlussabstand, so meine Theorie


    Habe jetzt die Vollkalibriermatritze (Forster) so eingestellt, dass sich der Verschluss gerade noch gut schließen lässt wenn die Hülse im Patronenlager ist und kein Klebestreifen mehr dazwischen passt. Mal schauen wie es dann funktioniert, der Schießstand hat bis 10.1. zu...

  • Bei meinem Enfield (MKII No4) kann man nach einmaligem verschießen von S&B Fabrikmunition an dieser Stelle die Aufbauchung sogar spüren, bei den PPU´s ist das nicht der Fall weshalb ich zum wiederladen der .303 brit nur PPU Hülsen verwende.

  • Soo, gestern habe ich endlich meine 7x64 Patronen die nun, nach dem kalibrieren, "saugend" ins Patronenlager passen ausprobiert.


    Siehe da das Problem der Risse kurz vor dem Patronenboden ist gelöst :thumbsup: