NC Pulver lagern in fensterlosem Bad?

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Wie es hinterher aussieht kann man sich auf www.gromm.net schon mal ansehen.

  • NC Pulver lagern in fensterlosem Bad?

    Servus zusammen,

    ich möchte demnächst mit dem Wiederladen starten. Meinen 27er hab ich noch nicht, auch der Lehrgang steht erst in 2 Wochen an.
    Jetzt habe ich mir schon ein wenig zu den Lager vorgaben durchgelesen und bin mir bei meiner Situation nicht ganz sicher.

    Ich wohne in einer kleinen Wohnung, bei der nur das Bad als ungenutzter Raum möglich ist. Das ist laut diversen Merkblättern ja möglich. Allerdings steht dort immer wieder "mit Fenster".
    In weiteren Abschnitten steht dann, dass wenn keine Druckentlastungsfläche vorhanden ist, sich die lagerbare Pulvermenge halbiert. Gilt das auch für's Bad, oder braucht es speziel dort zwingend ein Fenster?

    Ich hoffe es gilt auch fürs Bad, dann kann ich wenigstens 1.5kg NC pulver lagern. Ansonsten siehts schwarz aus...

    grüße
  • Da gab es schon einen Thread zu.
    Hier nochmal die PDF dazu: enkreis.de/fileadmin/user_uplo…/MerkblattSprengstoff.pdf


    "Geeignete Aufbewahrungsmöglichkeiten
    Geeignete Räume sind z.B. Gerätekammern, Keller- und ausgebaute Dachräume, in der Wohnung ausnahmsweise auch Bad und Toilette, wenn in diesen Räumen eine Druckentlastungsfläche (z.B. Fenster) und eine Elektroinstallation in Feuchtraumausführung (geschlossene Leuchten) vorhanden sind".
    Im Zweifelsfall im Amt Nachfragen. Da es hier explizit als Ausnahme mit Fenster genannt ist, würde ich eher zu nein tendieren.
  • In dem PDF steht der übliche Satz:

    [...] "in der Wohnung ausnahms-weise auch Bad und Toilette, wenn in diesen Räumen eine Druckentlastungsfläche (z.B. Fenster) und eine Elek- troinstallation in Feuchtraumausführung (geschlossene Leuchten) vorhanden sind." [..]


    Mein Bad hat aber kein Fenster.

    //da war deine Edit Erklärung schneller :P
    Das wäre doof...
  • gaa.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/16497/5_410.pdf (hier BW). Da ab Punkt 5 in Verbindung mit
    gesetze-im-internet.de/sprengv_2/anlage_7_zum_anhang.html


    Ich denk dass muss dein Amt dir sagen, ob die Klausel halbe Menge auch in einem Bad gilt, wenn es hier explizit genannt ist.
    Richtlinien dürfen ja auch anders entschieden werden, wenn begründet. Das sagt dir dein SB dann.
  • In 2 Wochen mal den fragen, der viel Geld für den Lehrgang bekommt und das bitte hier reinstellen. Man darf auf die Antwort gespannt sein 8o

    Auch was dir sonst noch so an Fragen einfällt aufschreiben und dort fragen, ggf. in den Pausen...

    Dem Dozenten kannst Du ja ggf. mal ein paar Bilder deiner Räumlichkeiten zeigen und fragen, wie Du das am besten bez. Aufbewhrung gestaltest. So aus der Fremde ohne räumliche Kenntnisse ist das eher schwer zu beurteilen. Aber wenn Du so einen immensen Muni Bedarf hast - wo lagerst Du die Muni - ok - kann ein bewohnter Raum sein... aber wie gesagt - wenn wir alle beginnen zu raten ist dir nicht wirklich geholfen und darum geht es doch schlussendlich :winke:
    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.
  • Meine Erfahrung dazu: du brauchst ein bisschen Glück, um einen Trainer zu haben, der dir das beantworten kann. Bei meinem Lehrgang wurden Antworten gegeben, die sich nach weiteren Einlesen als falsch herausgestellt haben. Ich würde wirklich einfach mal dein Amt anrufen und fragen, wenn die es dir genehmigen - wenn vll auch mit weiteren Einschränkungen- hast du Klarheit.

    Auch wenn es das Hinweisblatt nicht im Bad ohne Fenster zulässt, kann dein SB vielleicht die Begrenzung auf 1kg festlegen und dann doch genehmigen. Das kann von SB zu SB und Bundesland anders ausgehen. Fragen kostet aber nix. Wenn du dann natürlich so eine Antwort wie ich bekomme: das müssen Sie Wissen, sie hatten den Wiederladelehrgang, dann hilft das allerdings auch nicht. Aber dann stelle eine schriftliche Anfrage an den Bereich Waffenrecht und Ordnung, dann wird dass in der Regel auch geprüft und beantwortet.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BrainBug ()

  • Icerise schrieb:

    In dem PDF steht der übliche Satz:

    [...] "in der Wohnung ausnahms-weise auch Bad und Toilette, wenn in diesen Räumen eine Druckentlastungsfläche (z.B. Fenster) und eine Elek- troinstallation in Feuchtraumausführung (geschlossene Leuchten) vorhanden sind." [..]


    Mein Bad hat aber kein Fenster.

    //da war deine Edit Erklärung schneller :P
    Das wäre doof...
    Dein Bad hat in dem Fall doch bestimmt eine Entlüftungsöffnung mit Verbindung nach draussen
    Gruß,
    Metty :jawo:

    Jesse Hughes, EODM:
    "Solange irgendjemand Waffen hat, sollten alle Menschen Waffen haben."
  • (5) Die Räume müssen geeignete Rauchabzugsöffnungen, z.B. Fenster oder ins Freie führende Türen, die auch eine Druckentlastung bewirken, besitzen.


    Im Klartext: nicht festgelegt. Hängt aber von Raumgröße und Lagermenge ab. Auch hier wieder Fragen, was dir genehmigt wird :)
  • heizer schrieb:

    doch, ganz und gar
    Könnte jetzt über Druckentlastung ein Referat halten, habe damit auch beruflich zu tun :D
    Genrell kann man aber hier zwischen druckfest und nicht druckfest unterscheiden, bei zweitem benötigt man eine Druckentlastung um den Druck möglichst schnell abzubauen. Ein Reifen ist druckfest und durch ein kleines Loch entweicht nur wenig Luft somit wird der Druck im Reifen nur langsam abgebaut, anders ist das wenn er ein großes Loch hat dann entweicht die Luft sehr schnell und auch der Druck wird schnell abgebaut. Bei einer Explosion im Haus will man mit Sicherheit den Druck sehr schnell abbauen da sonst das Mauerwerk nachlässt da dieses garantiert nicht druckfest ist. Es geht darum die Druckspitze so weit wie möglich abzuflachen. (Druck = Kraft x Fläche)

    Mich wundert es dass es keine Angaben über die nötige Druckentlastungsfläche gibt, weil dieser ist abhängig von der Raumgröße und Druckentlastungsfläche.

    EDIT: Um noch was zum Thema beizutragen, würde wenn möglich den Sachbearbeiter so wenig wie möglich mit einbeziehen weil wenn man fragt kommen oft auch Gegenfragen, die man eventuell dann nicht beantworten kann. Wenn sich allerding wirklich kein geeigneter Platz findet würde ich evtl. doch mal mit dem SB Rücksprache halten und das am besten schriftlich, z.B. in deinem Fall mit der Entlüftung.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von -BenZi- ()

  • :weinen: :weinen: :weinen:

    Mal wieder ein Aaaaaalso von mir :weinen:

    Es gibt Themen und Theeemen

    Das ist aus meiner Sicht gerade ein Theeeeema.

    Daher eiere ich jetzt auch etwas herum.

    Als ich den WL Schein beantragt hatte, musste ich eine Erklärung abgeben, in welchen Räumlichkeiten und Behältnissen ich das Pulver aufbewahre (auch beim Antrag für ein Außenlager).

    Nun haben wir hier im Forum gelernt - jedes Amt kostet mehr oder weniger, möchte mehr oder weniger wissen... Ihr versteht auf was ich hinaus möchte.

    Letztlich wurde ich nach meinen Umzügen wie auch bei der Verlängerung des Scheines, zu dem Thema nie wieder befragt. Das ist letztlich meine verantwortung - ok.

    Und überprüft wird auch nur die Aufbewahrung der Waffen, nicht der Pülferchen - wie soll das auch geschehen ohne Hausdurchsuchung...

    Solange kein Unfall passiert, Pulver "abhanden kommt"... gilt der Satz "wo kein Kläger da kein Richter".

    Und selbst wenn man glaubt alles richtig gemacht zu haben - im Ernstfall entscheidet ein Richter und wie wir wissen "auf hoher See und vor Gericht..."

    Daher wird womöglich ein Dozent sich bei der Frage herauswinden. Im Ernstfall kommt dann die Aussage "das wurde mir so im Lehrgang beigebracht".

    Das ist auch mit ein Grund warum im Seminar für Ausbilder für die Sachkunde (WBK) den Dozenten mit auf den Weg gegeben wird, das Thema "Notwehr" ohne Diskussion vorzutragen.

    Soweit mein Vortrag.

    Wenn die Räumlichkeiten sind wie sie sind und man darüber im Rahmen des Erstantrages Auskunft geben muss, kann man mit den Sachbearbeitern sprechen... "oder auch nicht"... :jawo:
    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.
  • Den persönlichen Kontakt zu den SBs zu suchen halte ich nie für verkehrt, grad weil man am Anfang öfter mit ihm zu tun hat, und man weiß woran man ist. Gegenfragen hab ich eigentlich nie bekommen. Viele SBs sind auch dahingehend gar nicht ausgebildet und halten sich einfach nur an das "bisherige".

    Aber das ist jetzt abhängig von der eigenen Einstellung. Wenn man sagt, man will keine schlafenden Hunde wecken und weiß darum, dass das Pulverlager nicht kontrolliert wird, weil es die Kontrolleure mangels Ausbildung auch gar nicht dürfen (Inhalt überprüfen), kann man das so machen. Wenn dann aber mal was passiert kann man nicht nur Privatinsolvenz anmelden, sondern sich auch gedanklich mit dem möglichen (fahrlässigen) Totschlag/schwere Körperverletzung an anderen Personen auseinandersetzen (die Polizei wird es tun; Mehrfamilienhäuser ). Die Grundregeln sind nicht geschaffen um sie still und heimlich zu umgehen. Dass gibt der Gefahrenstoff an sich schon nicht her, und ich stelle immer wieder fest, wie leichtsinnig mit einem Stoff umgegangen wird, der ein 20x faches seines Gewichtes auf mehrere hundert m/s beschleunigt. Wie sich 2kg in einem geschlossenen Stahlbehälter verhalten können, sollte sich mal Handgranaten anschauen, auch wenn NC Pulver kein Spengstoff ist, dürfte die Wirkung bei der Menge nicht gering sein. Wenige grain zu viel haben genügend massive Waffenläufe geaprengt, wenn der Druck sonst nirgends hinkann. Lagern dann auch noch 3000 Schuss Munition in der Nähe oder im gleichen Schrank geht der Spass erst los.

    Letztlich trägt man selbst anhand der Ausbildung und dem Antrag die Verantwortung. Nicht umsonst ist der Schütze verpflichtet sich auch über laufende Gesetzesänderungen zu informieren.

    Aber ich hab da vielleicht ne andere Auffassung zu Recht und Ordnung. Was das angeht tue ich mich auch schwer, wenn einen anstehenden Wiederlader in einem Forum Tipps gegeben wird, wie man sich nicht richtig verhält, um doch an mehr Pulver zu kommen (nichts sagen, fragen oder stillschweigen, weil helfen wird es im Ernstfall nicht). *Moralapostel aus* :)

    Jetzt bitte nicht wieder so ne "Tresorklassen" Grundsatzdiskussion anfangen :)
    Einmal im Monat reicht :saint:

    Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von BrainBug ()

  • Oh Gott, bin ich froh in Österreich zu leben. Ich könnte hier im Klo, aufn Balkon, in der Einfahrt laden, solange sich das alles auf meinem Grundstück befindet, und es würde keinen interessieren ...

    Zum TE. Ich kann mir vorstellen das im Bad, vor allem wenn kein Fenster vorhanden ist, die erhöhte Luftfeuchtigkeit zum Problem werden kann.

    Lg
  • Wenn er im Bad dann lädt vermutlich :) Luftdicht verschlossen sollte das Pulver ja aber ohnehin sein.

    Aber den Gedanken hat ich auch kurzzeitig. Dann hättest das Problem auch auf dem Balkon/Außenlager, grad wenn es regnet. Dies ist eigentlich kein Problem für das Pulver.