Lee Breech Lock Reloader Press

  • Hallo,


    ich bin Neuling bzgl. Wiederladen und im Moment erst mal dabei das Equipment zusammenzustellen und vorzubereiten. Die Hülsenreinigung möchte ich mit einem Ultraschallreiniger machen. Daher sehe ich es als sinnvoll an, die Hülsen vorher zu entzündern. Dies möchte ich nicht mit der großen (schweren) Presse machen und habe mich dazu mal umgesehen, was so an günstigen Pressen angeboten wird. Dabei bin ich auf die "Lee Breech Lock Reloder Press" gestoßen und habe zugeschlagen. Das Teil ist heute gekommen und ich wollte es beim Paketboten fast reklamieren, weil das Paket so klein und leicht war.

    Aber alles i.O. - die Presse und das mitbestellte Lee-Decapping-Die sind im Paket.


    Die Zündhütchen fallen normalerweise in einen Hohlraum im (unten offenen) Pressengehäuse, was bei einer Festmontage auf eine ebene Platte von Zeit zu Zeit eine Demontage der Presse erforderlich machen würde, um den Hohlraum zu leeren. Im Beileger von Lee ist ein Vorschlag, die Presse vo/hi auf Holzleisten zu montieren, und li/re ein Blech einzustellen, damit die ZH in dem "Speicher" gesammelt werden.

    Das sehe ich nicht als sinnvoll an, da man mit der Zeit den Dreck (gerade von den Pulverresten) zumindest in dem Bereich auf der Werkbank hat .

    Als Lösung habe ich folgendes gemacht: im Keller hatte ich noch einen Rest 16er-PVC-Rohr, von der Elektroinstallation rumliegen. Dieses Rohr lässt sich mit etwas Spannung (hält somit selbst die Position) in die Presse einlegen. Der auf dem Bild noch ersichtliche Spalt oben am "Einlass" stört in der Praxis nicht, da das Zündhütchen größer ist.



    Um das Ganze weiter zu fixieren, habe ich zusätzlich Heißkleber genommen und das Rohr mit der Presse verklebt. Damit konnte auch der Spalt am "Einlass" verschossen werden. Das ist also auch an der Stelle jetzt 100% "dicht"


    Ich will das Ganze dann später mit dem Lee Bench Plate Kit auf die Ladebank montieren und habe mir dazu eine entsprechende Multiplexplatte vorbereitet. Befestigung der Presse mit drei RAMPA-Muffen (M6) auf der Platte und zusätzlich kleiner Ausschnitt für das PVC-Rohr geschnitten.



    Provisorisch habe ich das PVC-Rohr im Moment noch verlängert und unten erst einmal eine Schale auf den Boden gestellt, wo die verbrauchten Zünder und Pulverreste aufgefangen werden. Mal schauen, wie ich das ggf. abändere, wenn alles an seinem "richtigen Platz" sein wird.


    Hier nochmal ein Bild mit Hülse .357 Magnum als Größenvergleich:



    mein aktuelles Fazit: Für den angedachten Zweck (Zündhütchen entfernen) und später Hülsenfetten mit "Lube Die" eine leichte (Gehäuse und Hebel Alu- und/oder Zinkdruck-guss, der Rest: Stahl) und kostengünstige Presse. Die Zündhütchen und ein Großteil der Pulverreste fallen sauber in den Gehäuseschlitz und dann durch das Rohr in die (aktuell) darunter stehende Schale. Die Presse ist leichtgängig und wird sich, bei ab und zu einem Tropfen Öl an den richtigen Stellen, sicher auch auf Dauer bewähren.

    Durch den vorn offenen C-Rahmen gute Erreichbarkeit des Stempel.

    Für Kalibrierarbeiten (gerade für Langwaffenminition) aber wahrscheinlich zu schwach "auf der Brust". Für den Zweck verwende ich dann meine RockChucker - die bis dahin "sauber" bleibt.


    Gruß aus Hessen

  • Schaut nicht schlecht aus! :clap:

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    “Ein Volk, dass seine Vergangenheit nicht ehrt, hat keine Zukunft."(Johann Wolfgang von Goethe)

  • Ich hab die lEE Challenger. Schätze, die ist nicht viel teurer, hat aber zwei Vorteile:

    1. sie hat eine Zündhütchenauffangvorrichtung

    2. sie hat einen hohen O-rahmen, mit dem man prima auch lange Hülsen laden kann

  • Ja, basteln kann man viel.

    Und dann komme ich mit 400 leeren Hülsen vom :ballern: zurück, und soll an einer Einstationen Presse :wdl_rot entzündern....:boe:

    Nee, die laufen über die MS Presse.

    Bei 20 Hülsen lasse ich mir das ja noch gefallen.

    Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten.

    Mitglied im 1000m Club in ....

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  • Im Zusammenhang mit der Lee Breech Lock Reloader Presse habe ich gerade im Netz etwas entdeckt und das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten bzw. euch auf dieses kleine, mMn. sehr nützliche Helferlein hinweisen!





    Das Teil kostet knapp 15€ und ist bei https://www.geschosse.at/ erhältlich. Und bevor jemand auf blöde Gedanken kommt, ich verdiene nix an dem Hinweis. Es soll lediglich gleichgesinnten Menschen das Hobby ein klein wenig erleichtern.

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  • Und bevor jemand auf blöde Gedanken kommt, ich verdiene nix an dem Hinweis.

    Wie kommst du darauf?:grueb:

    Nicht immer so negativ denken.:kl:

    Ist doch ein guter Tip.:thumbup:

    Gruß
    Karl-Heinz

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  • cleaner

    Hat das Label LEE hinzugefügt
  • Das ist in meinen Augen eine gute Lösung wenn man was "Fertiges" kaufen will - sieht "dicht" aus - somit kein Dreck auf der Werkbank und der Preis ist auch i.O.

  • Mit diesem Teil habe ich angefangen. Ich habe die Öffnung mit Klebeband abgeklebt und beim entzündern einen Eimer darunter gestellt. Die ZH fallen dann seitlich herunter. ( Einfachste Lösung)

    Ich habe damit 9 mm, .38 und .357 mag. geladen und lade jetzt noch die .50 AE damit.

    Einfachste Presse, aber funktioniert.:wdl_rot

    Viel Spaß damit.


    Gruß Andreas

  • Ich suche eine Einstationenpresse für meine 6,5CM. Da ich mit meiner Lee Presse (Classic Turret) zufrieden bin, habe ich mal geschaut was die so im Sortimen haben. Preis und Grösse sind interessant. Hat von Euch jemand positive Erfahrungen mit diesem oder ähnlichem Kaliber, oder würdet ihr eher abraten?

  • Und warum nicht auf der Classic Turret?

    Gruß Hermann :)


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  • Aktuell bin ich mit dem Set Up für die 6,5er nicht so zufrieden. Habe den Forster Ultra Micrometer Die und einen Hülsenhalskalibrierer in der Turret, aber irgendwie stimmt die Wiederholgenauigkeit nicht. Ich bekomme unterschiedliche OALs, auch wenn ich nichts an der Einstellung ändere. Es kann natürlich auch an den Geschossen (Hornady HPBT 140grs, die spitzen sind nicht immer plan) oder an der Tatsache liegen, dass ich nicht mit dem Adapter an der Ogive gemessen habe, sondern nur mit dem Messschieber (Spitze bis Boden).


    War trotzdem etwas verunsichert, weil ich solche Effekte mit der .223 Laborierung nicht hatte. Gut, da nutze ich ausschließlich Nosler CC (aber einen hundsgewöhnlichen Lee Die).


    Die Geschosse habe ich jetzt schon ausgetauscht (habe Nosler und Lapua bestellt), aber ein Bekannter meinte auch, dass es auch an dem Spiel der Turrets liegen könnte...


    Von allem was ich so gelesen und gehört habe, hab ich den Eindruck, eine Einstationenpresse ist am genausten.


    Netter Nebeneffekt wäre auch, dass ich das Setup einfach fürs setzen der Geschosse so belassen kann, ohne Umbau...

  • oder an der Tatsache liegen, dass ich nicht mit dem Adapter an der Ogive gemessen habe

    Solltest Du machen.:thumbup:

    Gruß
    Karl-Heinz

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  • Solltest Du machen.:thumbup:

    Glaub ich auch. Aber ich habe in der letzten Zeit gut Geld für den Wiederladen und Knarrenkrqm ausgegeben....Kann froh sein, dass mein Bett nicht schon in der Garage steht 😂😬


    Aber wie bereits erwähnt, solche Effekte mit unterschiedlicher OAL hatte ich bei den Nosler geschossen und einer viel unpräzieseren Matrize nicht...da kommt man schon ins grübeln...

  • Wenn du das "Grundgerät" hast, ist der Adapter für 6,5 ja nicht wirklich teuer.

    Sollten halt noch ein Paar Schuhe für die bessere Hälfte mit drin sein.:thumbsup:

    Gruß
    Karl-Heinz

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  • Stör Dich nicht gleich an den Bemerkungen der Kollegen. Schau auf die Scheibe.

    Gruß Hermann :)


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  • Hermann, da hast Du nicht ganz unrecht ;-)


    Karl-Heinz, Ich hab mir in jedem Fall jetzt mal den Adapter von Hornady für das Messen an der Ogive bestellt - der war doch nicht so teuer wie gedacht.


    Am Ende des Tages bleibt bei mir dennoch die Frage offen, warum ich bei der Forster Matrize und den Hornady HPBT .264 Abweichungen bei der OAL von 1-2mm hatte, und bei der Lee Setzmatrize und den Noslern .224 absolut keine. Gemessen hab ich bei beiden Verfahren mit dem gleichen Messschieber, und auf die gleiche Weise. Ich hab gestern ein Video zu dem Thema aus USA gesehen, der hatte auch bei Lapua und Sierra Geschossen unterschiedliche Längen - also kein Hornady oder Billg/Günstighersteller Thema.


    Oder setzt die Lee Matrize über die Spitze, und nicht über die Ogive?


    Wie gesgat ich check nicht, dass ich dem einen Fall den Effekt habe, im anderen nicht....

  • Oder setzt die Lee Matrize über die Spitze, und nicht über die Ogive?

    Setzstempel ausbauen und am Geschoss testen.:peit:

    Gruß
    Karl-Heinz

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