Formulare Pulver verbringung für Kollegen

  • 4.) Tragbare Beleuchtungsgeräte – 8.3.4 ADR:

    Das Betreten eines Fahrzeugs mit Beleuchtungsgeräten mit offener Flamme ist untersagt. Falls sich Beleuchtungs-

    geräte im Fahrzeug befinden, dürfen diese keine Oberfläche aus Metall haben, durch die Funken erzeugt werden

    könnten.

    5.) Fehlende oder mangelnde Ladungssicherung ist seit 1.4.2004 eine Ordnungswidrigkeit nach StVO:

    Bei Nichtbeachtung sind ein Bußgeld von mindestens 50,-- € und bis zu 3 Punkte in Flensburg fällig! Da sowohl

    der Verlader als auch der Fahrzeugführer für eine ordnungsgemäße Ladungssicherung bei Gefahrgut verantwort-

    lich sind, ist im gemeinsamen Interesse unbedingt darauf zu achten.

    Nachdem diese Vorschrift nun auch in der StVO verankert ist, sind auch Privatpersonen (auch Ladungssicherung

    im Pkw-Bereich) davon betroffen. Dies gilt auch für Nicht-Gefahrgut, z. B. „harmlose“ Gegenstände, Packstücke,

    etc. Hier ist allerdings der Verlader nicht in der Pflicht.

    6.) Vorschriften für die Beförderung, die Be- und Entladung und die Handhabung – Kapitel 7.5:

    Zusammenladeverbote beachten, Ladungssicherung, Rauchverbot, Verbot von Feuer und offenem Licht beachten.

    7.) Dokumentation / Begleitpapiere und ggf. Texte von Sondervereinbarungen – Kapitel 5.4:

    Dazu gehört u. a. ein vollständiges Beförderungspapier nach 5.4.1 ADR, das bestimmte Angaben enthalten muß. Ein

    Muster eines Beförderungspapieres nach 1.1.3.6 ADR (für begrenzte Mengen an Privatpersonen: mehr als 3 kg bis

    20 kg netto) haben wir diesem Merkblatt beigefügt.

    - Treibladungspulver (NC-Pulver) mehr als 3 kg bis 20 kg Nettoexplosivstoffmasse

    UN0161 Treibladungspulver, 1.3 C, ADR.

    oder: - Schwarzpulver mehr als 3 kg bis 20 kg Nettoexplosivstoffmasse

    UN0027 Schwarzpulver, 1.1 D, ADR.

    oder: - Pyrodex/TripleSeven (=Schwarzpulver-Ersatz) mehr als 3 kg bis 20 kg Nettoexplosivstoffmasse

    UN0499 Treibstoff, fest, 1.3 C, ADR. (UN0499 ist in separatem Karton zu verpacken).

    Bei Mischsendungen darf die Gesamtmenge der oben genannten Stoffe (UN0161+UN0027+UN0499)

    20 kg Nettoexplosivstoffmasse nicht überschreiten.

    8.) Aktuell: Gesonderte Transportklassifizierung für Pyrodex und TripleSeven (= Schwarzpulver-Ersatz):

    Pyrodex und TripleSeven (= Schwarzpulver-Ersatz) wurde von der BAM unter einer gesonderten UN-Nummer

    klassifiziert: UN0499 Treibstoff, fest, 1.3 C, ADR. Für Pyrodex bzw. TripleSeven ist ein separater Karton zu

    verwenden! Dieser Karton ist von außen entsprechend zu kennzeichnen und diese UN-Nummer muß auch im

    Beförderungspapier berücksichtigt werden. Das Zusammenpacken ist nicht erlaubt, wobei das Zusammenladen im

    Fahrzeug mit NC- und Schwarzpulver erlaubt ist. Bitte beachten Sie unser beiliegendes Muster eines Beförderungs-

    papieres, dass Sie auch gerne für Ihre eigenen Zwecke verwenden können.

    9.) Sprengstoffrechtliche Bestimmungen sind zu beachten, u. a. :

    Für Inhaber oder Privatpersonen: Erlaubnis nach § 7 (gewerblich) bzw. § 27 Sprengstoffgesetz (privat) mitführen.

    Für Mitarbeiter: Befähigungsschein nach § 20 SprengG mitführen (nur gültig in Verbindung mit einer Erlaubnis

    nach § 7 Sprengstoffgesetz)

    10.) Bei Überschreitung der Mengen nach 1.1.3.6.3 ADR (mehr als 20 kg Pulver netto):

    Es sind dann spezielle Beförderungseinheiten EX/II bzw. EX/III erforderlich. Diese Fahrzeuge sind

    kennzeichnungspflichtig mit Gefahrzetteln und Warntafeln nach ADR und es sind weitere, zusätzliche Vorschriften

    nach ADR zu beachten.

    11.) Bei grenzüberschreitender Beförderung gelten keine Ausnahmen oder Freistellungen.

    Schon beim Verbringen kleinster Mengen Treibladungspulver oder Schwarzpulver gelten alle ADR-Vorschriften.

    12.) Folgende Änderungen haben sich im Sprengstoffrecht ergeben:

    - Wegfall der Erlaubnis- und Befähigungsscheinpflicht für Anzündmittel nach dem Sprengstoffgesetz:

    Anzündmittel (Satzauslöser, Feuerwerks-Zündschnüre, Anzündlitzen) sind mit Wirkung vom 06.09.2002 nicht mehr

    erlaubnispflichtig nach dem Sprengstoffgesetz. Die Abgabe an Personen unter 18 Jahren ist verboten! Ausgenommen

    davon sind Schwarzpulver-Zündschnüre, die weiterhin erlaubnispflichtig nach dem Sprengstoffgesetz sind.

    Durch die Ergänzung der Anzündmittel in § 4 Abs. 2 der 1. SprengV ist für die Verwendung, Aufbewahrung, das

    Vernichten, den Erwerb und Vertrieb von Anzündmitteln ab sofort kein Befähigungsschein nach § 20 bzw. Erlaubnis

    nach § 7 und § 27 SprengG mehr erforderlich. Das bedeutet, dass u. a. die Satzauslöser/Zündpillen zur elektrischen

    Zündung von Modellkanonen, Vorderladerkanonen und Böller frei ab 18 Jahren erworben werden können

  • Ist das was 45acp als PDF geschrieben hat, da steht meiner Meinung nach alles wichtige zum Transport drin. Hat das Amt wie oben schon erwähnt wurde, das so beschrieben, wohl ok.


    Die PDF von 45acp hab ich eben erst gesehen, aber schadet hier als Text vielleicht nicht, so taucht es auch in der Forensuche auf.


    Lusches hast du zufällig gefragt, ob es einen Unterschied macht, ob du 2 oder 5 kg für andere mitbringst? Also du unter oder über 3 kg bleibst, sofern es in deinem Schein steht? Würde mich nur Mal interessieren, was das Amt dazu sagt. Theoretisch sollten die 3kg Begrenzung für den Transport im Schein ja eigentlich eh nicht stehen.

  • So hier für uns Sportschützen und Jäger auch wichtig (1000 Punkte Regel nach ADR). Hast du also noch Munition (nur 1.4c) gekauft musst du auf die Freimenge achten. Ich denke dann sind wir komplett :)


    Flyer Sprengstoff ADR: Flyer-Sprengstof_23052012(3).pdf


    ■ Freistellung im Zusammenhang mit Mengen, die

    je Beförderungseinheit befördert werden nach

    Abschnitt 1.1.3.6 ADR

    Sollen größere Mengen befördert werden, als die vor-

    her angegebenen, kann ein vereinfachter Gefahrgut-

    transport nach Abschnitt 1.1.3.6 ADR erfolgen. Hierbei

    entfallen die meisten Beförderungsvorschriften. Einzu-

    halten sind aber

    • die Verpackungsvorschriften

    • die Zusammenpackvorschriften

    • die Kennzeichnung der Versandstücke

    • die Zusammenladevorschriften

    • das Verbot von Feuer und offenem Licht

    • die Überwachung des Fahrzeugs (bei mehr als

    50 kg NEM)

    • das Mitführen eines mindestens 2 kg Feuerlö-

    schers (ABC)

    • das Mitführen eines Beförderungspapiers, wenn

    die Güter an Dritte übergeben werden (bei

    Eigenbedarf kann innerhalb Deutschlands nach

    Ausnahme 18 (S) der Gefahrgutausnahmeverord-

    nung (GGAV) auf das Beförderungspapier verzich-

    tet werden).

  • Seh ich anders, ist sogar sehr genau geregelt, siehe oben :) Wie so ziemlich alles in Deutschland.


    Und das die Erlaubnis allein eben nicht reicht, steht da auch :)


    Das Wesentliche hat Taxol zusammengefasst, der Rest betrifft wohl sehr selten jemand.

  • BrainBug


    Es geht hier doch nicht um Transportmengen, klar gibt es auch dafür Vorschriften.


    Vielmehr geht es doch ob man auf den

    Wiederladeschein eines Kollegen einfach Pulver kaufen kann !!
    Die Menge sei mal dahin gestellt.

    Waidwerkzeug :)
    Blaser R93 - 30.06
    Blaser R93 - 9,3x62
    Blaser BB97 - 9,3x74R
    Blaser BS95 - .308/9,3.74R
    Blaser BS95 - .30R - 5,6x52R
    Mauser M03 - 8x68S
    Sauer 303 - 8x57IS

    Oberlandarms OA10 Bull - .308
    Oberlandarms OA15 Bull - .223

  • Auch da reicht der Schein nicht, du brauchst die Vollmacht. Hast du die Vollmacht aber keinen Schein für den Transport ist das auch strafbar, das eine geht ohne das andere nicht.


    Das ist die Gesetzeslage, wenn man es wissen will. Ob man sich daran hält oder ob's einen Interessiert muss jeder selber entscheiden.


    Aber das weiß halt die Gegenseite halt auch nicht, wenn das Amt fälschlicherweise in deinen Schein reinschreibt, du darfst nur 3 kg Transportieren, was zählt dann, das im Schein oder die ADR. Ich würde sagen ADR, aber das Amt mag das anders sehen. Von daher will ich auch nur sagen, wenn man sowas weiß, kann man auch ganz anders Auftreten und argumentieren vor dem Amt. Deswegen macht man sich auch nicht irre. Entweder man interessiert sich dafür oder nicht. Was dann in der Kontrolle passiert ist dann ein eigenes Problem. Aber wie wahrscheinlich ist es, dass man genau dann auch angetroffen wird.


    Ich denke nur, wenn man Auskunft gibt, dann richtig und durch das Forum treffen ja Erfahrung und Quellen zusammen, dass ein vollständiges Bild entsteht. Keiner von uns weiß das alles, Grade wenn es selten vorkommt.


    Das sich einige strafbar machen, ob bewusst oder unbewusst kommt glaube ich gerade bei sowas oft genug vor, nur bemerkt es keiner. Es ist auch keine Panikmache. Ich find die Frage berechtigt und sie wurde durch Taxol ausreichend zusammengefasst.

  • Nun ich konnte es gestern nach all dem Geschreibsel hier nicht lassen den bei

    meinem Landratsamt zuständigen Sachbearbeiter für die Ausstellung der

    Wiederladeberechtigung nach §27 anzurufen und ihn entsprechend zum Sachverhalt zu befragen.



    Rechtlich gibt es keinerlei Einwände wenn ich jemand beauftrage mir Pulver
    auf meinen Schein mitzubringen sofern er über eine Berechtigung verfügt,

    sprich auch Wiederlader nach §27 ist und sich an die entsprechenden Transportvorschriften hält

    Anders sieht es beim Händler aus, er kann dies tun muss es
    aber nicht,
    auch nicht mit einer Vollmacht oder sonstigen Formularen!!

    Händler sind angewiesen nur durch persönliche Anwesenheit ihr Pulver herauszugeben,

    tut er es dennoch läuft er Gefahr seine Berechtigung zu verlieren,

    da er nicht sicherstellen kann das die Ware auch beim richtigen ankommt.



    Letzt endlich hat dann der Händler den schwarzen Peter,

    darf man denen auch nichtverübeln wenn sie es nicht tun.




    Wer nicht liebt Wein, Gesang und fremde Weiber, wird nie ein Jäger, bleibt für immer Treiber !!

    Einmal editiert, zuletzt von Keilersau ()

  • Und das ist das schwammige, weswegen ich empfehle sowas von Amt schriftlich bestätigen zu lassen und die 3kg hier für den Transport (hier für andere) außer Kraft setzen zu lassen, wenn es im Schein steht.


    Dann einfach auf seinen Schein die 10 kg kaufen und dann Ordnungsgemäß selbst Umtragen auf die anderen Scheine, dann hat man weder gegen Transport oder Lagern verstoßen und der Händler hat alles an eine Person ausgegeben, alle sind fein raus. Man haftet halt wenn der es nicht kriegen dürfte, aber das ist ja auch ok.

  • Dann einfach auf seinen Schein die 10 kg kaufen und dann Ordnungsgemäß selbst Umtragen auf die anderen Scheine, dann hat man weder gegen Transport oder Lagern verstoßen und der Händler hat alles an eine Person ausgegeben, alle sind fein raus. Man haftet halt wenn der es nicht kriegen dürfte, aber das ist ja auch ok.

    Jetzt wird´s aber kompliziert...

    Gruß Bernd :winke:


    Glauben ist nicht wissen!


    Jeder Wiederlader handelt Eigenverantwortlich, keine Gewähr für die Angaben etc. :wdl_blue:

  • Naja sparst dir dafür die Vollmacht :)

    Wenn du es richtig machst beim Beantragen oder Verlängern, lässt du dir mit der Begründung auch gleich die 3kg Transport ganz aus dem Schein entfernen :)

  • Das Thema mit dem Umtragen hatten wir hier auch schon

    Das darf man nicht mehr so einfach wie früher.

    Gruß Stefan

    :schlahund:


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich! alle Landedate ohne Gewähr...

  • Kannst du dich dran erinnern wo das stand?


    Laut SprengVwV:

    Der Erlaubnisinhaber nach § 27 SprengG darf explosionsgefährliche Stoffe ebenfalls nur Personen
    überlassen, die zum Umgang, zum Erwerb oder zur Beförderung berechtigt sind (§ 22 Abs. 1 Satz 2
    SprengG). Auf Nummer 22.3 wird verwiesen.


  • Naja sparst dir dafür die Vollmacht :)

    Wenn du es richtig machst beim Beantragen oder Verlängern, lässt du dir mit der Begründung auch gleich die 3kg Transport ganz aus dem Schein entfernen :)

    kann das sein, dass das in meinem Büchlein gar nicht drin steht???
    Ich darf ja auch Fremd Mun zerlegen:ohh:

    jeder muß selbst wissen, was er tut