Gedankengänge...

  • Es gibt keinerlei nachweisbaren Zusammenhang zwischen dem Verbot von Waffen und der Anzahl von mit Schusswaffen verübten Straftaten. Als Beispiel könnte man hier die Schweiz nennen, wo es in nahezu jedem Haushalt ein vollautomatisches Sturmgewehr gibt. Immer wird der Schwarzmarkt die Nachfrage befriedigen.


    Als Beispiel könnte man Drogen nehmen. Ausser Alkohol und Nikotin ist hier alles verboten. Trotzdem wird Gras an mindestens jeder dritten Schule gehandelt und täglich lese ich in derTagezeitung von Fahrten unter Drogeneinfluss hier im ländlichen Raum.


    Dass es in den USA so viele Unfälle mit Waffen gibt, liegt am sorglosen Umgang der Amis damit. Da liegt die geladene ungesicherte Knarre im Auto oder unterm Kopfkissen in einem Haushalt mit Kindern. Die Kids finden die Dinger und spielen dann damit - mit tödlichem Ausgang. Ich persönlich finde die aktuellen Reglementierungen beim Waffenbesitz weder richtig noch zielführend. Richtig ist nur der Schutz vor unbefugtem Zugriff und dass niemand der wegen Gewaltdelikten vorbestraft ist eine erwerben können sollte.


    Die Unterzeichner der amerikanischen Verfassung haben sich schon etwas dabei gedacht, als sie das Recht zum Besitz und Führen von Waffen für Jedermann darin verankerten. Der Gedanke war, dass sich die Bürger gegen Tyrannei und Übergriffe , vor denen sie aus Europa flohen wehren konnten.


    Früher durfte jeder zur jagd gehen. Dann beanspruchte die herrschende Klasse dieses Privileg für sich. Mit welchem Recht frage ich mich. Die Überbleibsel haben es in unser Rechtssystem heute geschafft. Wenn du einen Hasen überfährst und keine Teilkasko hast bleibst du auf dem Schaden sitzen, weil das Tier als herrenlos angesehen wird. Sobald du den Hasen zum Verzehr mitnimmst, ist es plötzlich anders, dann ist das ein Gesetzesverstoss.

  • Ich stimme 45er vollkommen zu, und wichtig ist ein sorgsamer Umgang des Einzelnen mit seinen Schusswaffen. Das bedingt dass man damit umgehen kann, sie von Ungeübten und Kindern fernhält, und eine sichere Verwahrungsmöglichkeit hat. Und seien wir ehrlich. 99% aller Schützen und Jäger handhaben dies musterhaft.


    Wir in der Schweiz haben ja was das Militär angeht, immer noch mehrheitlich eine Milizarmee. Zeitweise hatten wir 250-300' aktive Wehrmänner im Dienst, mittlerweile sind es etwas weniger. Jeder von ihnen hatte eine vollautomatische Seriefeuerwaffe und 50 Schuss versiegelte Notmunition zuhause bei sich im Schrank. Ich will nicht behaupten dass es in den letzten 30 Jahren zu keinen Vorfällen mit Armeewaffen gekommen ist, aber deren Anzahl lässt sich an einer vielleicht zwei Händen abzählen. Die meisten Gewalttaten mit Schusswaffen in der Schweiz passieren mit illegal erworbenen Schusswaffen. Bei den wenigen Vorfällen mit Armeewaffen handelt es sich meist um Suizide.



    Und genau das meinte ich in meinem Post heute morgen. Der Staat muss seinen eigenen Bürgern vertrauen, und dies wird mit Vertrauen der Bürger in den Staat belohnt.

  • Es hat mal jemand vor langer zeit gesagt, an den Waffengesetzen erkennt man den Grad der Freiheit.


    Wenn ich dann Nachrichten anschaue und dann noch über Nordstream (2), dann kommt mir der Gedanke auf das man garnicht frei sein will und sich in chronische Anhängigkeit von Anderen begeben will.

    Ich übernehme keine Haftung für von mir gepostete Ladedaten und ebensowenig für Quickload-Berechnungen.

  • für mich ist das Ganze eine Ausnutzung einer Machtposition eines einzelnen Politikers oder Referenten. Kann man solche Politiker eigentlich nicht Anzeigen wegen Machtmissbrauch?

    Es gibt weis Gott wichtigeres in Deutschland zu tun.

    Wie viel Personen sterben z. B. durch Unfälle auf der Autobahn durch LKWs?

    Warum werden da die (eingebauten Sicherheitsmodule) nicht am Abschalten gehindert? Aber nein, da kommen wir doch lieber mal wieder mit der altbewährten Thematik des Tempolimits. Ist ja einfacher, weil beim LKW würden die Spediteure (Lobby) auf die Barikade gehen.

    Oder Alkoholmissbrauch (an und durch Jugendliche) Da macht auch unsere Familienministerin nichts. Aah, die hat grad ein anderes Problem...

    Oder Krankenhauskeime in Deutschland. Die Niederlande hat das im Griff, bei uns wird es heruntergespielt.


    Das Ganze erinnert übrigens an die Debatte um Nichtraucherzonen. Da wurden dem Gaststättenverband Kompromisse abgerungen und anschliesend doch das Verbot durchgesetzt. Das stand aber von Anfang an schon fest, man wollte es nur nicht so sagen. Diese Politikerin hatte ich besonders in mein Herz geschlossen, denn gegen Alkoholmissbrauch hat sie sich einen Scheiß gekümmert.

    jeder muß selbst wissen, was er tut

    Einmal editiert, zuletzt von 45ACP ()