Erfahrung 6,5x55 Barnes TTSX aus alten Schwedenmauser Systemen (Rehwild, kleines-mittleres SW)

  • Hallo zusammen,


    Hat von euch wer Erfahrungen mit Vollkupfer aus alten Systemen. Hab einen in die Jahre gekommene Husqvarna Jagdumbau (Allerdings in einem neuwertigen Zustand) erstanden.


    Bleigeschosse zierten auf der Schiessbahn die „Zehn“ auf 50 m annähernd Loch an Loch....soweit, so gut.

    Laufprofil ist, soweit ich das mit blossem Auge gegen das Licht beurteilen kann, in sehr gutem Zustand. Klares Zug-Feld-Profil, weder matt noch rau.

    Komplette Laufreinigung und „Entbleiuung“ zum Geschosswechsel folgt, sollte dem nichts im Wege stehen.


    Spricht bei den alten Systemen etwas gegen den Einsatz von Vollkupferlingen ?

    Mir schwebt das Barnes 120 grain TTSX vor (Alternativ evtl. das TSX ???) . Mit N550 sollte V0 um 850 m/s gut und einfach realisierbar sein und ausreichend Vz in maximal 80 m haben, um mit einem sauber angetragenen Blattschuss weiter Fluchtstrecken zu verhindern.

    So zumindest meine theoretischen Überlegungen....:krat:


    Wenn also jemand Erfahrung in dem Kaliber (heute mal nur aus jagdlicher Sicht) hat, bitte hier mitteilen. Würde mich sehr freuen.


    Drall muss ich noch ausmessen...


    Vielen Dank schonmal vorab

    Gruss
    CptKinx


    :la: RCBS RCII :wdl_rot MEC Super 600 :wdl_blue: Dillon 650


    Alle Angaben und/oder Ladedaten ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich

  • cptkinx

    Hat den Titel des Themas von „Erfahrung 6,5x55 Barnes TTSX aus alten Schwedenmauser Systemen (Rehwild)“ zu „Erfahrung 6,5x55 Barnes TTSX aus alten Schwedenmauser Systemen (Rehwild, kleines-mittleres SW)“ geändert.
  • Moin,

    meinen alten Schweden (1927) hab ich noch nicht auf bleifrei umgeschossen. (Zwangsweise) schieße ich Barnes Geschosse aus meiner 7x57 (AI) in nem Steyer 98er von 1912, die 7,65x53 aus nem DWM 1909er und meine 8x57IS aus nem alten Jugo-Karabiner.


    Putzen (so mit Ammoniak) musste ich vorher auch schon, da die Läufe auch mit Tombakmantel-Geschossen zum Ansetzen neigen. Mit den Kupferlingen putze ich (bei geringer Schußzahl!) höchstens einmal im Jahr - oder nach der Runde auf den laufenden Keiler / im Schießkino.


    Schußleistung aus diesen alten Waffen ist nicht Matchqualität, aber mit meinen erreichten Streukreisen von um 35mm und darunter kann ich jagdlich leben. Die "Tötungswirkung" war mit den bleihaltigen Geschossen etwas besser, ich bin jedoch mit meinen Versuchen noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. Tot waren irgendwann alle beschossenen Stücke und lange Nachsuchen hatte ich auch noch nicht - aber es macht keinen Spaß, einem Bock mit Kammerschuß, der noch eine Minute stocksteif dasteht beim Sterben zuzugucken. Daher bleifrei immer leichte und schnelle Geschosse.


    Deine 120grs wären auch für mich in der 6,5 die erste Wahl als Kompromiss zwischen Masse und Geschwindigkeit. Wenn Du die anvisierten 850m/s schaffst, sollte auch Wild damit umfallen - allerdings würd ich nicht als erstes versuchen, damit einen Dicken Hirsch oder Keiler umzulegen. Gehen wirds sicherlich, aber dafür ist mir persönlich die alte Schwedin zu schlapp auf der Brust. Wenn in deren Heimatland die Elche damit umfallen, dann liegt das oft an den mehrfach angebrachten Treffern...


    Die Wahl oder TSX oder TTSX kann Dir keiner abnehmen... Ich habe beide und erlebe mit beiden manchmal unterschiedliche Dinge.


    Christof

  • Danke christof für eine erste Rückmeldung.

    Es spricht also erstmal nichts gegen bleifrei aus alten Sytemen/Läufen.


    Bejagung vornehmlich Rehwild und maximal mittleres SW „aus der Mitte der Rotte“ und kleiner.


    850 m/s sind eher V0 statt Vz, sollte aber zum Ansprechen noch immer gut ausreichen.


    VG

    Gruss
    CptKinx


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