45er Geschosse kalibrieren- aus der MP Mould in .453 runter auf XXX ?

  • Guten Abend,


    Weiss nicht ob das ein eigenes Thema wert ist aber ich frag jetzt mal trotzdem:


    Hab mir kürzlich eine MP Kokille (MP 452-200 HP 4 cav. ) gekauft. Laut Hersteller giesst die in .453


    Jetzt geht es darum mir noch den passenden Sizer/Kalibrierer zu kaufen.


    Worauf soll ich gehen? Auf 452 oder doch besser grad auf 451


    Die Geschosse werden vorgängig pulverbeschichtet und ein wenig gewachst. Härte ist bei etwa 15 BNH


    Meine Waffen sind eine PPQ45 und eine Remington 1911


    Freundlich

  • Lee Kalibierset 452 für die normale Ladepresse. 15 BNH sind suboptimal für der 45 ACP, versuche auf 8-9 zu kommen, z.B. Mit Lupi-Blei.

  • Weiss nicht ob das ein eigenes Thema wert ist aber ich frag jetzt mal trotzdem:

    Jede neue Frage ist ein neues Thema wert.

    Da bleibt das ganze übersichtlicher.:thumbup:

    Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Neue Frage -------> Neues Thema.

  • Der Verstorbene Murmelgiesser hat zu diesem Thema umfangreiche Ransomtests durchgeführt, welche zu diesem Ergebnis geführt haben. Ich habe diese Information genutzt und festgestellt, dass die .45 ACP mit weicheren Geschossen besser schießt. Härte ist so ein spezielles Thema. Manchmal habe ich das Gefühl, einer schreibt vom Anderen ab und packt als Sicherheit noch ein paar Brinellhärten drauf. Beim 44 er Keith ließ die Trefferleistung über 15 BNH nach, weil es nicht mehr richtig gestaucht wurde. Wenn ich kein Lupiblei zum weicher legieren habe, verwende ich auch normales Kugelfangblei mit BNH 12 für die 45er. Aber anstreben tue ich diese Härte nicht.

  • Interessante Fragestellung. Ich mach sie mal noch etwas komplizierter:

    Gilt das Gesagte für alle Laufarten (insb. bei .45 ACP) oder ist zu differenzieren zwischen Zug/Feld-, Polygon und Semi-Polygon-Profil?

    Weil ich mich erinnern kann, dass Murmel für .45er-Polygon-Läufe die Losung ausgegeben hat: "Mach so hart wie möglich".


    So, what now?! :krat:

    Nur ein Narr macht keine Experimente.
    (Charles Darwin)

  • Polygonlauf habe ich keinen, kann hierzu also keine Praxiserfahrung wiedergeben. Ich glaube aber auch, dass der Alfred das mal geschrieben hat. Man muss Murmels Postings aber auf unbeschichtete Geschosse beziehen. Im Einzelfall kommt es auf den Versuch mit beschichteten Geschossen an.

  • Ich mach ja die gleichen Geschosse.Hab gute erfahrungen mit ca 12 Brinell gemacht.Denke Du willst die eh noch beschichten.Ich Kalibriere die Geschosse auf ner Lee Kalibriermatritze im diameter .452 vorher werden sie Pulverbeschichtet. Im gegensatz zu verkupferten oder vollmantel konnte ich jedoch mit der Ladung etwas nach unten gehen , da die Geschosse etwas fester sitzen.

    :ironie:Wer Rechtschreibfehler findet, der soll sie behalten:arab::wdl_rot:ironie:

  • Interessante Fragestellung. Ich mach sie mal noch etwas komplizierter:

    Gilt das Gesagte für alle Laufarten (insb. bei .45 ACP) oder ist zu differenzieren zwischen Zug/Feld-, Polygon und Semi-Polygon-Profil?

    Weil ich mich erinnern kann, dass Murmel für .45er-Polygon-Läufe die Losung ausgegeben hat: "Mach so hart wie möglich".


    So, what now?! :krat:

    Bleigeschosse eignen sich eigentlich nicht für echte Polygonläufe. Blei benötigt die Führung der Züge und Felder. Bei der Glock mag das noch funktionieren, weil diese ein recht eigenwilliges, meiner Meinung nach eher eher "abgerundetes Feld-Zug Profil" hat. Nicht mehr funktioniert das z.B. (eigene Efahrung) bei einer HK P7.
    Deshalb wohl auch die Aussage "Mach so hart wie möglich". Bei der langsamen .45 ACP könnte das noch hinhauen. Bei der 9mm x 19 wird sich aber wohl der Giesskanneneffekt auf der Zielscheibe einstellen.

  • 45er Also ich habe jahrelang Geschosse aus Auswuchtblei (ohne was beizulegieren) in der .45 Auto verschossen, völlig problemlos. Seit die Quellen versiegt sind, nehme ich Kugelfangmix, ebenfalls ohne was beizumengen. Präzi war immer i.O., sowohl aus Glock 21 (Polygon) und Colt 1911 (Feld/Zug). Ich würde da nicht so eine Wissenschaft draus machen.

  • 45er Also ich habe jahrelang Geschosse aus Auswuchtblei (ohne was beizulegieren) in der .45 Auto verschossen, völlig problemlos. Seit die Quellen versiegt sind, nehme ich Kugelfangmix, ebenfalls ohne was beizumengen. Präzi war immer i.O., sowohl aus Glock 21 (Polygon) und Colt 1911 (Feld/Zug). Ich würde da nicht so eine Wissenschaft draus machen.

    Das Laufprofil der Glock ähnelt nur einem Polygon, ist aber eigentlich ein Feld - Zug Lauf mit abgerundeten Kanten. Dabei kann das durchaus bei der langsamen .45 ACP noch funktionieren, so hatte ich das ja auch geschrieben. Ob Wissenschaft, oder nicht, Wenn man höchstmögliche Präzision erreichen möchte, wäre die Kombo Polygon und Blei ein NoGo für mich.
    Ich selber habe keine solche Präzisionsansprüche, da ich dynamisch schieße. Ich habe bisher aber auch kein großes Aufsehen um die Legierung gemacht. Die Geschosse werden nach dem Gießen, Beschichten und Kalibrieren zur Kontrolle gewogen und dementsprechend die Laborierung etwas angepaßt, wenn nötig. So wiegen z.B. meine 158er SWC für die .38 Spezial aus Dachdeckerblei fix und fertig 167 grains. Bin mal gespannt wie das mit dem Letternblei und Gas-Checks aus Alu ausschaut. Wobei das Gascheck eigentlich nicht notwendig wäre. Das Geschoss ist aber so konstruiert.

  • @schelmschelm: Keine Sorge, das ist falsch rübergekommen. Es ist nicht so, dass härtere Legierungen in der 45er nicht funzen. Nach meiner Ansicht gehen aber weichere Legierungen einen Tick besser in konventionellen Läufen. Der Kern der Botschaft war, dass man für die .45 ACP nicht so hart legieren muss, und man sich das teure Zinn sparen kann für Kaliber wo es gebraucht wird. Wenn ich Lupiblei habe, gebe ich es gerne bei der ACP zu, wenn nicht bekomme ich deswegen auch kein graues Haar. Härter zulegieren tu ich nur bei der .44 Mag für die Desert Eagle. Bei der 9mm Para nehme ich seit ich beschichte auch nur mehr Kugelfangblei.

  • @schelmschelm: Keine Sorge, das ist falsch rübergekommen. Es ist nicht so, dass härtere Legierungen in der 45er nicht funzen. Nach meiner Ansicht gehen aber weichere Legierungen einen Tick besser in konventionellen Läufen. Der Kern der Botschaft war, dass man für die .45 ACP nicht so hart legieren muss, und man sich das teure Zinn sparen kann für Kaliber wo es gebraucht wird. Wenn ich Lupiblei habe, gebe ich es gerne bei der ACP zu, wenn nicht bekomme ich deswegen auch kein graues Haar. Härter zulegieren tu ich nur bei der .44 Mag für die Desert Eagle. Bei der 9mm Para nehme ich seit ich beschichte auch nur mehr Kugelfangblei.

    Verstehe. Ich habe auch eine Zeit lang für die .44 Magnum für einen 629 Classic gegossen. Ist aber schon reichlich lange her, als es noch Auswuchtblei gab. Damit hatte ich nie Probleme, obwohl ich recht harte Laborierungen gebraut habe. Eine Kollegin hat auch die Desert Eagle in .44 geschossen. Ihr habe ich die Munition nie zum Ausprobieren angeboten, weil die Waffe ja ein Gasdrucklader ist und ich Angst hatte das Bleiabrieb das Gasdrucksystem verdrecken könnte.

  • Unbeschichtetes Blei würde ich für die DE auch nicht laden. MCC ist sehr widerstandsfähig, das probiere ich auf jeden Fall.

  • ich nutze die gleiche Kokille aber ohne die Hp Pins.

    Blei nutze ich vom Geschossfang mit BHN 8

    Beschichtung ist Pulver und auch Epoxy.

    Kalibrieren tue ich für meine 1911 auf .451


    Meine Pistole hält damit die 10. Auf 25m

    Ich selber bin nicht ganz so gut aber immerhin vize Landesmeister beim Bds in Präzision.


    Grüße

    Theo

    "Ein guter Schuss zur rechten Zeit
    schafft Ordnung und Zufriedenheit!"

  • Danke für eure Tipps.. @alle


    Hab mir jetzt mal zwei Sizer in 452 und 451 gekauft. Bei LEE kostet das ja nicht die Welt.


    Zudem eine einfache C-Frame Einstationenpresse welche ich dann für den Oben- nach Untenbetrieb zum Kalibrieren umbauen werde.