Geschossgewicht abhängig vom Drall?

  • Hallo zusammen,

    ich habe zuletzt irgendwo gelesen (Weiß leider nicht mehr wo) dass die AR15 für den Amerikanischen Markt mit 1/8 Drall (Glaube ich) für die schwereren Geschosse gebaut wurde und für den Deutschen Markt mit 1/9 Drall.


    Ich habe mir nun die AR-15 mit 16,75" Lauf und 1/9 Drall bestellt und möchte mich natürlich gut darauf vorbereiten ;)


    Daher die Frage ob man das wirklich sagen kann ob leichtere oder schwerere Geschosse besser laufen? (Möchte natürlich keine genaue Formel)

  • Wie ich es in einem anderen von dir gestarteten Thread bereist empfohlen habe, rate ich dazu eigene(!) Erfahrungen zu sammeln. Kauf dir Geschosse mit unterschiedlichen Gewichten und los geht's!

    Außerdem ist es oft auch eine Glaubensfrage. Was ist besser? Opel oder VW? Audi oder BMW? ........ leichte oder schwere Geschosse?

    Alle Angaben und/oder Ladedaten ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

    “Ein Volk, dass seine Vergangenheit nicht ehrt, hat keine Zukunft."(Johann Wolfgang von Goethe)

  • Das mit dem 8er Drall für den amerikanischen Markt und 9er für den europäischen Markt ist Humbug.


    Generell ist es richtig, dass ein kürzerer Drall schwerere Geschosse besser stabilisiert, das sagt aber erstmal nix über die Präzision aus. Mein AR mit 8er Drall läuft z..B. top mit 50/52gr Matchgeschossen. Mein anderes AR mit 9er Drall schießt gut mit 69gr Matchgeschossen, leichte laufen aber auch gut.

    Letztenendes hilft nur ausprobieren, ist einfach so.

  • Nun ja, es gibt tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Dralllänge und Geschossgewicht.

    Bei dem Kaliber .308 kann ich das absolut bestätigen.


    Hier ist es oft so, dass Gewehre im Kaliber .308 einen 11" oder öfter einen 12" Drall haben.

    Hier wird es schwer, Geschosse über 180 Grain zu stabilisieren.

    Gewehre im Kaliber .30-06 haben meistens einen Lauf mit 10" Drall und können entsprechend schwerere Geschosse noch stabilisieren.


    Da es aber so extrem viele verschiedene Geschosse gibt und ja auch seit einiger Zeit Bleifreie Geschosse zum Einsatz kommen, kann ich Dir auch nur raten, den Rat von gunlove zu befolgen.

  • Es kommt nicht auf das Gewicht sondern die Länge des Geschosses in Relation zum Drall an.

    Dabei gilt: Bleifrei ist bei gleichem Gewicht länger, ist hier in verschiedenen Freds schon ausgiebig behandelt.

    Ich garantier für nix.

    Jeder ist sich selbst der Nächste.

  • Wie ich es in einem anderen von dir gestarteten Thread bereist empfohlen habe, rate ich dazu eigene(!) Erfahrungen zu sammeln. Kauf dir Geschosse mit unterschiedlichen Gewichten und los geht's!

    Außerdem ist es oft auch eine Glaubensfrage. Was ist besser? Opel oder VW? Audi oder BMW? ........ leichte oder schwere Geschosse?

    Deswegen hatte ich ja geschrieben dass es nicht darum geht hier eine Formel aufzustellen.

    Für die 9mm Para in der Glock 17 habe ich verschiedene Geschossformen ausprobiert, Geschossgewichte und dann das beste nochmal von verschiedenen Herstellern und bin nun meiner Meinung nach beim Optimum angekommen.


    Die Geschossgewichte bei .224 liegen zwischen 30 und 95 Grain, ist ja eine riesen Spanne, wenn man jetzt sagen "könnte" dass die leichteren wohl besser laufen sollten als die schweren würde das die Auswahl eingrenzen.


    Dass es selbst probiert werden muss ich natürlich selbstverständlich.


    Die Munition die ich für meine Glock 17 lade, funktioniert bei einem Vereinskollegen mit einer Glock 17 nicht so gut.

  • Nach der Greenhil Formel kommst Du auf

    8" max. 23,15mm

    9" max. 20,6mm

    Geschoßlänge


    Sagen wir mal so.


    Geschosse die so lang sind oder knapp drunter kriegst Du auf jeden Fall in dem jeweiligen Drall stabilisiert.

    Längere Geschosse können trotzdem fliegen, lässt sich mit Miller berechnen,

    anhängig von

    - Geschossform: kurzer Kegelstumpf oder lange Matchnase - hier geht es um die "Stabilisierung der Nase im Wind"

    - Schwerpunkt innerhalb des Geschosses, der ist beim kurzen Kegelstumpf weiter vorne als bei langnasigen Matchgeschossen.

    - Geschossgeschwindigkeit.


    Bei Geschossen die extrem leicht / kurz sind soll es theoretisch eine Überstabilisation geben, ist mir persönlich noch nicht untergekommen.

    Ich garantier für nix.

    Jeder ist sich selbst der Nächste.

  • Dazu kannst du dir hier das Geschoss deiner Wahl aussuchen:

    https://www.jbmballistics.com/…ics/lengths/lengths.shtml


    Und in diesem Rechner die Stabilität berechnen:

    https://www.jbmballistics.com/cgi-bin/jbmstab-5.1.cgi


    Vorteil ist das du mit der Geschwindigkeit spielen kannst. Ein Lauf mit 26" und 1/9 Drall kann längere Geschosse stabilisieren (Längerer Lauf heißt schnelleres Geschoss) als eine 16,75" AR15 mit 1/9 Drall.


    Was mich daran erinnert, das ich mal wieder nach einem langen Repetierer in 223 schauen wollte... :we:

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  • Was mich daran erinnert, das ich mal wieder nach einem langen Repetierer in 223 schauen wollte.

    Du kennst den Test, wo der Lauf jeweils um 1" abgesägt wurde.......und dann getestet. Wenn ich es finde stell ich den Link ein.


    Berechnung hin oder her, es ist probieren angesagt.

    Beim einen mag es passen, beim anderen eben nicht.

    Messen geht über Glauben!:zilsch:
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  • Du kennst den Test, wo der Lauf jeweils um 1" abgesägt wurde.......und dann getestet. Wenn ich es finde stell ich den Link ein.


    Berechnung hin oder her, es ist probieren angesagt.

    Beim einen mag es passen, beim anderen eben nicht.

    Ja, ich kenne sowohl diesen Test, als auch den von all4shooters mit den Lauflängen.

    Kennst du den Druckverlauf und den Abbrand der verwendeten Ladungen in Abhängigkeit der zurückgelegten Strecke im Lauf?


    Die meisten kommerziellen 223 Ladungen sind nicht für lange Läufe ausgelegt, sondern für relativ kurze AR15 Läufe. Genauso wie die meisten 357 Magnum Ladungen nicht auf einen 24" Unterhebler optimiert werden, die müssen auch halbwegs vernünftig in einem 4,5" Revolver laufen.


    Aber ich bin Wiederlader und kann mir eine passende Ladung zusammenbauen, die (sowohl theoretisch als auch praktisch) einen langen Lauf nutzen kann. ;)

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  • Du wirst die besten Ergebnisse aus einem 1/9 mit 50 bis 55 Grain Geschossen erreichen. Ob der 16" oder 24" hat wird nichts ausmachen.


    Wenns weit raus gehen soll, hast du evtl. einen Vorteil mit den schwereren Geschossen wenn du mit Wind zu kämpfen hast. Die Geschwindigkeit ist aber bei den leichteren Geschossen deutlich höher.


    Die .223 ist ein Zicken Kaliber, kann man viel versuchen, aber halt zickig.

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  • Hmmmm..... zehr intressant, aber nichts immer richtig. Ursprunglich war 5.56 x 45 enrwickelt fuers US und die basis war die bisher behrumte .222.


    Niemand har gedacht das irgendwelche wuerde eine schwerer geschoss benutzen als 53 oder 55 grains. Und damals in die 50er jahre war eine drall lange von 1 im 14 normal fuer .22 kalibriges zentralfeuer. Und so eine drall lange war normal fuer die neues entwickelte M-16 gewehr mit dem neues entwickelte kaliber dazu.


    Aber im Vietnam habe die Amis gesehen das die stabilitaet nichts so gut war, und habe wieter entwickelt aber aufs pulver und nichts drall lange. Bis im die 80er jahre war das normal, eine 1 im 14 zoll drall lange zur finden auf M-16er. Denn im die 90er wenn die geschosse bis zur 72 grains normal waer, hatte allegar gesehen das eine 1 im 10, 1 im 9, und noch extreemer war 1 im 8 besser schiesst. Heute is eine 1 im 14 selden im .223 aber normal im 22-250 und 22 savage high power.


    Ich besitze gewehr im .223 mit alle 4 drall laenge und ich lade nuer unterschiedlich fuer die 1 im 14.


    1 im 8 und 1 im 9 sind vollig ok fuers 55, 62 und bis 90 grains aber alle uber 72 grains wuerde zur lange und geht nichts im magazine. Ich kann keine unterschied merken am genauigkeit zwichen meine mit 1 im 8, und 1 im 9 drall.


    Ich habe auch fruher eine 1 im 9 lauf mit 22-250, und hat mit 55 grain USGI ball gescosse nuer die halft am scheib am 100 meter. The andere halfte hat ausanander geflogen vor die scheibe von xu viel und zu schnell drehen.


    Hoffentlich versteht jeder mein deutsch, ich bin keine ur deutsch sprecher.

  • aber alle uber 72 grains wuerde zur lange und geht nichts im magazine

    77 Grain SMKs gehen noch, mit 57,40mm (2.26") OAL, schieße ich aus meinen 18" 1-8" Drall Läufen im AR.

    (Das ist n Nachbau der US MK262 Ammo welche fürs MK12 SPR Projekt entwickelt wurden und bei mir auch aus MK12 Klonen verschossen werden)

    55er und auch 52er gehen aber auch ohne Probleme :)

  • danke, gut zu wissen. Ich nutze n-133 und bei mir passt eine 77 gr geschosse nichts tief genug drin, das der lange hulse im magazine passt. Wenn ich die 77 gr. Geschosse mit druck ims hulse passen-machen, ich kriege unregelmasse geswindigkeit. Kein problem, wen ich scchwer geschosse scheissen, ich hole die hintere pin aus, verschluss trager ausnehmen, lange geschosse ins kammer falle losen, verschluss trager zuruck schieben, gewehr sussamen legen, abfeuren, und denn wieder alles nochmal machen. Langsam aber es geht. Deswegen will ich nur 72 geschosse scheisssen, wiel es nichts so viel arbeit ist.


    Ich bin intressiert was fuer ladung es gibt das die 77 gr geschosse kurz genug wuerde dass die ims magazine passen.


    Danke.

  • Meine Ladung:


    Lapua Hülsen, vollkalibriert

    Magtech 7 1/2 Primer

    23,5 grain N140 (24,1 gehen auch noch, 23,5 sind bei mir aber präziser)

    77 grain SMK

    57,40mm OAL


    (Wie immer auf eigene Gefahr, Wiederlader handeln eigenverantwortlich)


    Passen ins Magazin, gehen aus 18" Läufen mit etwa 2650 fps raus, kein Mündungsfeuer, rappeln aber ganz schön ordentlich (dank Mündungsbremse).

  • Noch nicht, aber da QL bei meiner 24,1 Grain Ladung um nur etwa 5fps neben der gemessenen Ladung liegt, nehme ich an dass die Geschwindigkeit bei der 23,5 Grain Ladung auch etwa passt. Wird demnächst mal noch gecheckt.