Hülse GP11 7,5x55 kalibrieren

  • Hallo Zusammen,


    wie Ihr sicherlich schon mitbekommen habt, bin ich ja noch recht am Anfang meiner Wiederlader-Karriere und habe mit den Kalibern 7,5x55 und .308 jetzt erst mal angefangen.


    Es ist ja so dass Hülsen länger halten wenn man nur den Hülsenhals kalibriert, jedoch hab ich festgestellt dass in meinem K31 von 1942 die einmal verschossenen GP11 Hülsen nur Schwer in das Patronenlager gehen, egal ob gereinigt oder noch schmutzig. Der Verschluss lässt sich nur mit sehr viel kraftaufwand schließen, also ca. die letzten 2 cm. Wenn ich jetzt mit der Hornady universal Halskalibriermatrize für 30er Kaliber den Hals kalibriere gehts es trotzdem nicht viel besser. Nach einer Vollkalibrierung geht es natürlich ohne Probleme.


    Habt Ihr das auch schon mal gehabt und wisst vielleicht woran es liegen könnte?


    Vielleicht hat der 31er ja auch ein unrundes Patronenlager und man kann nur vollkalibrierte Hülsen nehmen, gibts sowas? :krat:

    Ich habe gesehen dass die Hülsen, ab ca. 5 mm vom Hülsenboden gesehen, zu einer Seite mehr aufgebläht sind als zur gegenüberliegenden Seite.

  • Die verschossenen Hülsen sind aber aus dem selben Gewehr vorher verschossen worden , oder ?

    Dann ist die hülse ja schon ans Patronenlager angepasst und sollte auch klappen .

    welche Halskalibriermatrize nimmst Du denn Genau , ist die für eine 7,5x55 er Hülse ?

    Hast Du mal die Länge kontrolliert ?

    Es könnte ja sein , das die Hülse etwas zu lang ist .


    Bei mir gibt es keine Probleme damit .


    Erwin

    Alle Daten und Tipps ohne Garantie.
    Jeder Wiederlader handelt auf eigenes Risiko und Verantwortung .

  • hallo Boxer,

    ja es stimmt dass das Hülsenmaterial bei der Halskalibrierung geschont wird, das funktioniert allerdings nur wenn die Hülsen von der gleichen Waffe verschossen werden. Bei einem anderen Patronenlager, mit gleichem Kaliber, ist es wieder anders da hilft nur die Voll Kalibrierung.

    Wenn dein Patronenlager unrund ist würde ich es von einem Büma überprüfen lassen, möglicherweise ist es defekt und kann nach einer Schusszahl X auseinanderreisen, schwere Gesundheitliche und Materielle Schäden wären die Folge.

  • Die Hülsen wurden natürlich aus der selben Waffe verschossen und zu lang sind die durch einmal abfeuern auch nicht. Also zumindest müsste der Verschluss sich ohne Geschoss schließen lassen bei einer Länge von 55,66 (CIP bei ungeschossenen ist 55,40).


    Ich habe gerade nochmal paar Hülsen durchrepetiert, es ist auch nicht bei jeder Hülse, manche gehen super :krat:auch noch bei Länge 55,80 mm.


    Und ich habe mich heute Morgen vertippt, es sind nicht die letzten 2 cm, sondern der letzte Zentimeter. Manchmal geht der Verschluss auch garnicht zu.


    Ich kann nicht sehen was bei den Hülsen die gehen zu den andern anders sein soll.


    Hat es vielleicht etwas damit zu tun:

    20190416_150748.jpg

  • welche Halskalibriermatrize nimmst Du denn Genau , ist die für eine 7,5x55 er Hülse ?

    Ich nehme die Hornady Universal Halskalibriermatrize, diese ist für alle 30er Kaliber geeignet. Daran kann es aber nicht liegen, da sich der Verschluss mit den unkalibrierten Hülsen ja eigentlich immer gut schließen lassen müsste ... oder nicht?

  • Wenn dein Patronenlager unrund ist würde ich es von einem Büma überprüfen lassen, möglicherweise ist es defekt ...

    Das würde ich eigentlich ausschließen, da der 31er ursprünglich von einem Schweizer Büchsenmacher ist der einen excellenten Ruf genießt und alle Waffen vor Verkauf überprüft. Hier in DE hat der 31er in den letzten Jahren vielleicht 300-400 Schuss durchgebracht.

  • Trimme mal eine Hülse auf 54,0mm und probier nochmal.

    Bei den Hülsen, bei denen sich der Verschluss nicht schließen lässt, hat das auch keine Veränderung gebracht.

  • Erst mal danke für eure vielen Gedanken und Hinweise. Vermutlich komme ich ums vollkalibrieren nicht herum, zumindest bei diesem 31er.


    Ich habe so die Vermutung dass es wie auf dem oben eingestellten Bild zu sehen, mit der zur Mitte leicht versetzten Aufblähung der Hülse zu tun hat. Vermutlich wird es so sein dass wenn ich die Hülsen in der gleichen Position in der sie auch verschossen wurde, ins Patronenlager repetiere der Verschluss auch zu geht. Nur diese Position genau zu treffen wird wohl etwas schwierig werden.

  • ich denke Gattler8.8 hat das Problem gefunden

    für ein Kaliber gibt es je nach Durchmesser "P2" drei verschiedene Matritzen. da kommt es darauf an was hinter der Kaliberbezeichnung noch steht.


    7,5x55 GP11 = P2 11,65

    7,5x55 Suisse = P2 11,85

    7,5x55 K31 = P2 12

  • Aber es geht doch garnicht um die P2 der Kalibriermatrizen, sondern darum dass die in dem selben 31er verschossenen Hülsen nicht mehr richtig ins Patronenlager passen. Was halt sehr merkwürdig ist und daher die Frage ob das jemand schon mal hatte oder eine Idee hat.

  • Nee, war nicht hydraulisch. Es lag wohl an den GP11 Hülsen. Mit Hülsen anderer Hersteller besteht das Problem jetzt nicht mehr.

  • SAM_0692.JPGIch habe einen K31 da geht ohne vollkalibrieren garnichts. Nach längerer Recherche im Internet bin ich vor längerer Zeit mal auf ein schweizer Forum gestolpert. In dem hatte einer der User das gleiche Problem. Es wurde in dem Forum beschrieben das dieses Problem bei mehreren K31 auftauchte, der Grund waren bestimmte Hülsen und eben nur bei einigen K31. Seitdem kalibriere ich meine Hülsen, egal welche, nur noch voll und hatte seit dem nie mehr Probleme.