Suche funktionierende Ladung für 6,5x55 mit N130

  • Hallo zusammen,


    vorweg: das Pulver steht fest, weil ich nunmal dieses habe.

    Das Gewehr ist über 100 Jahre alt, also möchte/brauche ich keine Maximalladung. Mit QL hab ich schon ein paar Ladungen durchsimuliert, alle im Bereich um die 28-30 grn bei einem 140gn Geschoss, damit liege ich im absolut sicheren Bereich (2200-2400 bar) bei 100% Pulverumsetzung

    Um die Probierphase etwas zu minimieren: Hat jemand eine präzise Ladung unter diesen Rahmenbedingen herausgefunden?


    Gruß

    Tom

  • Hallo Marlinman,

    von den Versuchen VV-N130 in der 6,5x55 mit schweren Geschossen zu verschießen möchte ich Dir abraten. Dieses Pulver ist zu schnell. Selbst das für das N140 in Verbindung mit 139grain Geschossen findest Du keine Ladedaten mehr.

    Wenn Du es trotzdem versuchen möchtest, sende bitte diese Ladung zu einem Beschußamt und lass diese überprüfen. So habe ich es auch mit meiner .460 S&W Magnum gemacht!

    Viele Grüße :zilsch:


    Jeder Wiederlader handelt eingenverantwortlich ich übernehme keine Gewähr.

  • Hallo Marlinman,

    von den Versuchen VV-N130 in der 6,5x55 mit schweren Geschossen zu verschießen möchte ich Dir abraten. Dieses Pulver ist zu schnell. Selbst das für das N140 in Verbindung mit 139grain Geschossen findest Du keine Ladedaten mehr.

    Wenn Du es trotzdem versuchen möchtest, sende bitte diese Ladung zu einem Beschußamt und lass diese überprüfen. So habe ich es auch mit meiner .460 S&W Magnum gemacht!

    Hmmm,

    ich bin etwas verwirrt. Die "offiziellen" Ladungen mit Pulver wie N560 oder N160 erzeugen Drücke über 3000 bar, bei <100% Ladungsumsetzung. Bei solchen Ladungen hätte ich mehr Bammel, sie bei einem knapp 120 Jahre alten Gewehr einzusetzen als Ladungen, die "nur" 2200 bar bringen.

    Mein bisheriges Vorgehen war immer so, daß ich (von QL berechnete) Maximalladungen eingeschickt habe, und du rätst mir jetzt, es genau anders herum zu machen?

  • Das Pulver ist für eine reduzierte Ladung zu langsam und für eine normale Ladung zu schnell.


    Ich war schon bei ner Waffensprenung bei ner Meisterschaft in unmittelbarer Nähe dabei und das war kein Spaß

    Ich übernehme keine Haftung für von mir gepostete Ladedaten und ebensowenig für Quickload-Berechnungen.

  • Ich war schon bei ner Waffensprenung bei ner Meisterschaft in unmittelbarer Nähe dabei und das war kein Spaß

    Glaube ich dir, ich hab sowas auch mal mitbekommen. Aber wodurch passieren Waffensprengungen? Zuviel Druck weil zuviel Gasvolumen freigesetzt wird weil zuviel Pulver; oder Druckspitze, weil das Pulver zu schnell umsetzt. So habe ich bzw. wir alle es doch mal gelernt. Die Hauptursache sind nach wie vor Doppelladungen.


    Wenn ich Patronen zum Beschussamt schicke, bekomme ich den maximal auftretenden Druck, keinen Druckverlauf. Den bekommt man - zumindest näherungsweise - durch innenballistische Programme wie z.B. QL. Wenn ich mir die "butterweiche Scheibenladung" von Zacapa anschaue (16 grn N32c mit 139grn Geschoss), hätte ich arge Bedenken, sowas zu laden. Ein, noch unter dem Maximum, aber extrem steiler Druckanstieg, wie man es von einem Kurzwaffenpulver eben erwartet. Eine solche Ladung würde beim Beschussamt das Prädikat "entspricht den gesetzlichen Bestimmungen" bekommen, weil der Maximaldruck nicht überschritten wird.

  • Hallo Marlinman,


    ich rate Dir deshalb von dem VV-N130 ab, weil es in der Patrone 6,5x55 zu schnell den Druck aufbaut. Dieses Pulver ist einfach nicht für dieses Kaliber geeignet.

    Weiterhin ist nicht nur die Ursache für Überdruck, dass zuviel Pulver zuviel Gasmenge erzeugt. Auch ist eine Ursache, dass nicht genügend Gasmenge erzeugt wird, welche es schaft, dass Geschoß in einer passenden Zeit aus dem Lauf zu treiben (Unterladungen)!


    Die Messungen der Beschußämter erfolgen nach dem Piezo-Quarz Messverfahren und sind recht genau. (Im Gegensatz zu dem früher üblichen CUP (Kupferstauchzylinderverfahren). Die neuen Messungen zeigen auch Druckspitzen auf, welche äußerst ungesund für Waffe und Schütze sind.

    Selbstverständlich bekommst Du auch auf Wunsch die Darstellung in Druck-Zeitkurve mit einer Druckmessung mitgeliefert (Kostet bei der DEVA nur 1,50€ mehr).


    Wenn Du mit reduzierten Ladungen experimentieren möchtest, hat die DEVA in ihrer 5. Auflage eine Ladung veröffentlicht, welche ich auch schon selbst probiert habe.

    (Präzision war noch akzeptabel):

    Geschoß: Hornady SP (2610) / 100grain

    Zünder: CCI 200

    Hülse: Norma

    Ladung: VV-N110 / 24,0 grain

    Patronenlänge: 71,0 mm

    V3 : 765 m/s

    P: 3.274 bar


    Das VV-N130 brennt wesentlich langsamer ab, wie das N110. Die von Dir vermutete Ladung von 28,0grain ist nur unwesentlich stärker als die mit N110. Daher vermute ich, dass Du eine gefährliche Unterladung in Verbindung mit dem schweren Geschoß (139grain) bauen wirst.

    Wenn Du es unbedingt testen möchtest, rate ich Dir dringend, die überprüfen zu lassen.


    Ich habe meine sämtlichen Ladedaten, besonders ältere durchgeblättert und keine Ladung für 6,5x55 gesehen, welche mit VV-N130 geladen wurde !

    Viele Grüße :zilsch:


    Jeder Wiederlader handelt eingenverantwortlich ich übernehme keine Gewähr.

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  • Glaube ich dir, ich hab sowas auch mal mitbekommen. Aber wodurch passieren Waffensprengungen? Zuviel Druck weil zuviel Gasvolumen freigesetzt wird weil zuviel Pulver; oder Druckspitze, weil das Pulver zu schnell umsetzt. So habe ich bzw. wir alle es doch mal gelernt. Die Hauptursache sind nach wie vor Doppelladungen.

    Diese Sprengung war mit einem M96 Carl Gustaf Schweden. Die Ladung die ihn geknackt hatte waren 37grn N140. Allerdings kennt man die Vorgeschichte halt auch nicht. Unten an der Waffe sind zwischen Abzugsbügel und hinterer Riemenöse Schwedische Kronen ins Holz gestempelt. Die Anzahl der Kronen sagt die Anzahl der Vollabnahmen an. Also drei Kronen bedeutet das der dritte Lauf drin ist. Ein weiteres Problem, so hat es mir mal ein alter Büchsenmacher gesagt ist, dass man früher den Lauf mit Zitronensäure als Schraubensicherung ins System geschraubt hatte. Um beim Laufwechsel diesen wieder rauszubekommen, musste die Systemhülse erwärmt werden.


    Von den alten waren die Mauser Sytemhülsen besser als die Carl Gustaf und noch besser, aber auch härter sind die Husqvarna Systemhülsen.


    Mit ner Doppelladung bekommt man einen Schweden auch gemeuchelt, das ist klar aber es ist eben nicht die alleinige Möglichkeit.


    Die oben genanntnen Daten sind keine Ladeempfehlung und Jeder handelt eigenverantwortlich !

    Ich übernehme keine Haftung für von mir gepostete Ladedaten und ebensowenig für Quickload-Berechnungen.

  • wenn es günstig sein soll würde ich auch mal über Lovex S062 nachdenken, wäre eine volle Ladung mit etwa 36grn + etwas mehr ...


    Dies ist keine Ladeempfehlung nur eben ein Pulver, das in etwas ein N148 wäre ...mit dem 139/140grn Geschossen der üblichen Verdächtigen ...

    Ich übernehme keine Haftung für von mir gepostete Ladedaten und ebensowenig für Quickload-Berechnungen.

  • :grueb:^^

    Was meinst ?


    Es ist in etwa ein N148 auf Vihtakraft Skala

    Ich übernehme keine Haftung für von mir gepostete Ladedaten und ebensowenig für Quickload-Berechnungen.

  • Es ist in etwa ein N148 auf Vihtakraft Skala

    Mir schon klar.

    Ist aber für einen Anfänger nicht wirklich hilfreich.;)

    Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


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  • Einfach die Lovex Ladedaten benutzen, es ist kein Hochleistungspulver, das S062, aber es liefert gute Präzision und reicht locker für Laborierungen bis 300m

    Ich übernehme keine Haftung für von mir gepostete Ladedaten und ebensowenig für Quickload-Berechnungen.