Welches Pulver für 38 Spezial?

  • Es ist einfach unnatürlich, so kurze Hülsen aus einem Lager zu verfeuern, das dafür nicht gemacht ist.

    Ich habe zwei bekannte Büma diesbezüglich gefragt und folgende Antworten erhalten.


    Die kürzeren .38er Patr. aus der .357er Trommel verfeuert bewirkt, dass der Übergangskonus mit der Zeit

    regelrecht ausbrennt/rissig wird und es Ablagerungen im Übergangskonus gibt!

    Bei häufiger Nutzung von .38er Patronen aus dem .357 Mag Revolver, kann es zu Beschädigungen führen!


    Ich verstehe das auch nicht, denn für was gibt es Revolver im Kaliber .38 Spezial?

    Wo .357 Mag drauf steht, soll auch .357 Mag drinnen sein!:ja:

    Gruß:winke:

    erndi

  • Und Du glaubst ernsthaft, daß der Stahl weiß ob er Patronenlager oder Lauf ist?


    Quatsch... es kann zu Ablagerungen kommen, das ist richtig. Die lassen sich aber entfernen. Danach ist nichts mehr zu sehen. Wie gesagt, ich habe aus zwei Revolvern jeweils mindestens 5000 Schuß .38 verschossen. Keine rissigen Patronenlager oder Löcher im Stahl. Gelegentlich leichte Ablagerungen, die sich mit einem Trommelreiniger und etwas Öl gut entfernen lassen.

    Du bist anderer Meinung als ich und ich werde Dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen.

    - Beatrice Hall (fälschlich Voltaire zugesprochen)

  • Mit Hinblick auf das waffenrechtliche Bedürfnis sehe ich das Ganze etwas anders, Ernst. Als BDS Mitglied habe ich zwei M14 Masterpiece und bin von der Problematik nicht persönlich betroffen. Aber nicht alle Schützen sind beim BDS. Wenn ich wählen müsste, würde ich auch einen 357er Revolver wählen. Wenn laut Sportordnung nur 38er Hülsen erlaubt sind, würde ich auf den Meisterschaften auch ohne Bedenken damit schießen. Zum Training würde ich mir mit 357er Hülsen entsprechend niedrig geladene Patronen anfertigen. Die Auswahl an reinrassigen 38ern zum Scheibenschießen ist ziemlich überschaubar.

  • Quatsch...

    Ok, ich bin kein Büma. aber ICH würde mir auch nicht anmaßen, die Aussage von Fachleuten als Quatsch zu bezeichnen!

    Wenn mir das der Büma mit dem Endoskope zeigt, wie der Übergangskonus eines Revolver .357 Mag aussieht der mit .38 Spez Patr. beschickt wurde, glaube ich das.


    Verstehst Du. ICH glaube das, was Du glaubst ist ja eh Dein Ding!:kl:

  • Ich muss Fyodor recht geben. Ich sehe keinen technischen Grund warum der Übergangskonus eines .357 leiden soll wenn 38er verschossen werden. Wegen der 2 mm längerem Freiflug? Noch dazu wenn meistens leichte .38 Scheibenpatronen (Blei) verschossen werden.

    Alle Ladeempfehlungen ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich

  • Ich vermute er meint nicht den Übergangskonus (der ist im Lauf, und dem ist es egal ob .38spl oder .357mag verschossen wurden, der Verschleiß dürfte aber bei letzterer bedingt durch höheren Gasdruck stärker sein), sondern den Teil des Patronenlagers meint, das bei .357mag von der Hülse abgedeckt, bei .38spl aber freiliegend ist. Der Teil ist in der Trommel, und auch ohne Endoskop gut einsehbar.

    Du bist anderer Meinung als ich und ich werde Dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen.

    - Beatrice Hall (fälschlich Voltaire zugesprochen)

  • Also ich würde die Aussage des Büma auch ins Reich der Fabeln einsortieren.

    Die Waffen bei uns im Verein, die schon sehr, sehr viel Geschossen wurden, zeigen trotz wechselnder Mun (.357mag und .38 Sp) keine Erosion im Konus der Trommeln. Das macht auch Sinn, denn dort faucht die Gassäule praktisch parallel zur Bohrung.

    Der Übergangskonus am Laufeingang wird durch den weitaus niedrigeren Gasdruck und Geschossgeschwindigkeiten der .38Sp deutlich weniger belastet, als bei Magnum.

    Einzig ein Wechsel auf .357mag, nach längerem Schiessen von .38Sp, ist nicht ohne Zwischenputzen ratsam. Ansonsten liedern die längeren Magnum Patronen auf dem verschmauchten Bereich und können schlecht ausgestossen werden.

    ... laborierst du noch oder schiesst du schon? :peit:

  • Mal wieder was zum eigentlichen Thema: 6,6 grn N340 mit einem Speer #4015 geht ganz hervorragend.

    Mit einem S&W 586

  • Fyodor   erndi


    Kollege hat ne 357er gekauft aus der nur 38er geschossen wurden.


    Da er sie als 357er verwenden wollte, hatte er das Problem, dass die von ihm verschossenen Fabrik Muni Hülsen nicht ohne Gewalt aus der Trommel gegangen sind.


    Durch die Verwendung der 38er wurde Material in der Trommel "ausgebrannt" und die 357er Hülsen in die entstandene "Kuhle" gedrückt.


    Mit ner weichen, selbstgebauten Ladung geht es besser - nur ist er kein WL also ist auf Fabrik Muni angewiesen.


    Das ist die Erfahrung, von der ich berichten kann - also vor Kauf einer gebrauchten 357er erst mal harte Fabrik Muni verschießen und schauen, ob die Hülsen aus der Trommel flutschen.


    Ich würde aus meiner Club 30 Waffe oder einem sonstigen, hochwertigen 357er keine .38er Patronen verschießen.


    Wenn ich mir soetwas leisten kann, werd ich auch noch das Geld für nen 38er zusammen bekommen oder ich lass es einfach sein (so mein Gedanke). :winke:

    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • Zacapa : Das ist natürlich sehr unschön. Meine persönliche Erfahrung mit meinen eigenen Waffen jedoch zeigt mir, daß das Problem eher auf harte Schmauchreste zurückzuführen ist, als auf ausgebrannte Patronenlager. Für unmöglich halte ich es nicht. Habe es nur noch nie gesehen.

    Du bist anderer Meinung als ich und ich werde Dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen.

    - Beatrice Hall (fälschlich Voltaire zugesprochen)

  • Ich hab aus meiner jetzt ca. 3000 Schuss .38er verschossen! Am WE baue ich paar .357er und dann sehen wir mal! 8)

    Alle Ladedaten ohne Gewähr! Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich! :wdl_rot

  • Wenn ich mir soetwas leisten kann, werd ich auch noch das Geld für nen 38er zusammen bekommen oder ich lass es einfach sein (so mein Gedanke). :winke:

    Das ist auch mein Gedanke, der sich durch die von mir angesprochenen Fachleute bestätigt finden!:jawo:


    Es ist nur MEINE Meinung, es kann eh jeder mit seiner Kanone machen was er will, nur glaube ich halt einem Büchsenmacher Meister eher, wie einem Schützen, der nur seine Waffe bewerten kann und logischer Weise nicht über die Fülle der Waffen, die einem Büma durch die Hand gehen, werten kann!

    Gruß:winke:

    erndi

  • Meine persönliche Erfahrung mit meinen eigenen Waffen jedoch zeigt mir, daß das Problem eher auf harte Schmauchreste zurückzuführen ist, als auf ausgebrannte Patronenlager.

    Genau so ist es. Das ist auch meine Erfahrung, wenn mal was klemmt bei der Konstellation 38er in 357er. Ich hatte mal N105 in 38er verladen. Die flogen ganz gut, haben aber den Lauf und die Trommel ziemlich eingesaut, und die Trommel mußte ich tatsächlich mit der Bronzebürste bearbeiten, da die 357er Patronen nicht mehr reingingen ;(

    Überlegen wir mal: der Hülsenmund bei einer 357er befindet sich genauso innerhalb der Trommel wie eine 38er Patrone, nur eben 3mm näher am Ausgang. Die Flammfront startet in jeden Fall innerhalb der Trommel. Demnach müßte eine 357er Trommel bei einer 357er Patrone genauso ausbrennen, nur halt an anderer Position.

    Tut sie aber aber nicht....:grueb:

  • Das Problem ist, dass man nicht in jedem Verband ein Bedürfnis für 38er UND 357er bekommt.

    Beim DSB nach Sportordnung 2.45 bis Kaliber. 38, kein Magnum Pistole oder Revolver.

    Kein Problem, muss nur ein Bedürfnis vom Verband beantragt werden.

    Gruß Stefan

    :schlahund:


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich! alle Landedate ohne Gewähr...

  • Herrderringe


    Dann bitte ne stramme Magnum Ladung und nicht ne Paff Ladung wo die Hülse nicht lidert :wdl_blue:

    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • 8gn N340 sind geplant, vielleicht mache ich eine Leiter nach oben...

    Alle Ladedaten ohne Gewähr! Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich! :wdl_rot