Generelle Anfängerfragen .357 Magnum

  • Hallo Dirt Diver !


    Wenn deine Hülsen beim Setzvorgang stauchen, wie weit hast du dann die Setzmatritze bis zum Hülsenhalter herunter gedreht? Sie sollte soweit wie möglich herunter gedreht werden, damit die Hülse eine Führung hat.

    Ich selber nutze für .357Mag die Redding Setz- incl Factorycrimpmatritze. Wenn man die Matritze nach Anleitung bei der ersten Patrone eingestellt hat, funzt auch Setzen und Crimpen in einem Arbeitsgang.

    Und ja es gibt tatsächlich Leute, die Trimmen die .357Mag auf ein Maß von 32,60mm8o. Ich nutze S&B und Geco, wobei ich festgestellt habe, dass nach Abfeuern der Fabrikpatrone die Hülsen unterschiedlich lang und bei S&B wenige über L3max hinaus gelängt sind. Mit dem Trimmen mag Geschmacksache sein. Ich mach es wie du es auch schon beschrieben hast, um beim Crimpen ein gleichmäßiges Ergebnis zu haben.


    Gruß

    Wlinopr



    P.S. Ich nutze die LEE Matritzen bei .40S&W und funzt auch ohne Probleme

  • Ich habe alle Matrizen quasi resetet und bei null angefangen.

    Mit .38er angefangen und per Distanzring auf .357 adaptiert.

    Für mein Empfinden war das Ergebnis an den Dummypatronen echt ok.


    Als ich dann tagsdrauf 50 Patronen laden wollte, habe ich nochmals eine in .357 als Dummy durch exerziert.

    Was auch immer schief lief, diese wurde in der FC gestaucht und die OAL hat sich auch verändert.


    Da ich wohl jeden Fehler den man aus eurer Sicht machen kann, gemacht habe, werde ich bei meinen Vereinskollegen versuchen,

    einen an den Tisch zu bekommen, der sich das alles mal anschaut.

    Wenn ich hier die Schwingungen auffasse und das mit unserem Stammtisch vergleiche, mmh dann wären die wohl aus eurer Sicht alles Stümper.


    Norfok das hast bestimmt Recht. Da ich jetzt auch etwas angefressen bin, teilweise von solchen Kommentaren und auch von mir selbst, da ich wohl alles flasch gemacht habe was man falsch machen kann, weiß ich auch nicht so recht was ich da jetzt Antworten soll PUNKT


    @all Vielen Dank für eure Hilfe. Aus der aktuellen Einschätzung bin ich wohl im Verein auf so machem falschen Pferd aufgesessen und habe wohl aus unter falschen Vorstellungen mit dem Wiederladen angefangen. Somit stellt sich für mich die Frage, ob ich diese "Hobby" weiterbeteiben möchte. Die Ringe für gute Platzierungen bei den Wettkämpfen an denen ich starte erreiche ich auch mit Fabrikmunition. Ein zufriedenstellendes Schussbild, und somit noch ein paar Pünktchen mehr, werde ich damit wohl nicht erreichen. Damit werde ich dann aber auch leben können.

  • Hallo ! Du bist hier in dem Wiederladeforum ! Hier wird dir geholfen !

    Das Hobby aufzugeben kann nicht die Antwort sein. Nur weil z.B. an deinem Stammtisch "Bullshit" erzählt wird. Ich hatte anfangs auch keine Hilfe, habe Bücher gelesen, den WL-Lehrgang gemacht, angefangen Wiederzuladen, ohne erfahrenen WL an meiner Seite(unter Einhaltung der Ladedaten), bei einigen Kalibern Erfolge, bei anderen mit Misserfolgen gestartet. Hab hier im Forum nachgefragt und Hilfe erhalten. Ich habe aktuell, bei dem Kaliber .357Mag; Probleme bei "einem" Pulver mit den Zündhütchen(Magnum oder nur Small Pistol). Shit Happens ! Ich habe das Pulver und werde jetzt solange daran arbeiten, bis es passt. Natürlich kannst du zu Wettkämpfen mit Fabrikmuni "erstmal" antreten. Du hast jetzt die Ausstattung zum Wiederladen, also bleib am Ball. Wenn du mit Fabrikmuni dein Schussbild kennst und mit wiedergeladener Muni unzufrieden bist, weißt du woran du arbeiten mußt. Die Präzi bei wiedergeladener Munition muß man sich erarbeiten und ich für meinen Teil, bin mit meiner Langwaffenmunition(wiedergeladen), nach einigem Testen,jetzt sehr zufrieden. Kurzwaffe arbeite ich auch noch dran. Da ändert man das Geschoß, schon geht wieder alles von vorne los, aber das macht es aus.


    Gruß

    Wlinopr

  • Nur nicht die Flinte ins Korn werfen - ein jeder hat mal klein angefangen. Wenn ich an meine Anfänge zurück denke - Was ich da an Schxxx fabriziert habe. Heute kann ich darüber nur lächeln. Aber zurück zu dir - ein guter Schütze ist auch Wiederlader erst Recht bei Langwaffen. Es wird auf jeden Fall deine Schießleistung verbessern. Ein Tip - weil ich nicht genau weiß wo es jetzt bei Dir falsch läuft - es gibt auf YouTube oder Wiederlader TV Filmchen übers Wiederladen die einfach mal ansehen.

  • DirtDiver ich wollte dir nicht zu nahe treten. Aber bei deinen Posts von dir waren auch einige Untertöne vorhanden. seis drum. Egal. :ohh:

    Aufgeben solltest du nicht. Was hast du noch für Matratzen?

    9mm oder .45acp sind etwas verträglicher und fehlerverzeiender. Probier doch mal damit.

    Mit Sicherheit kannst du bessere und auch günstigere Ladungen selbst herstellen. Das erfordert jedoch auch ein wenig Geduld und ausprobieren.

    Ich halte mich dann mal raus, nicht das du wegen mir aufgiebst. Das wäre doch das letzte was wir wollen. :we:

    Gruß Stefan

    :schlahund:


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich! alle Landedate ohne Gewähr...

  • Übrigens das DEVA Buch 6. Auflage war meine Wiederladebibel zum Anfang. Damit meine ich meinen Anfang vor dem WL-Kurs. Darauf kann man sehr gut aufbauen.

    Und nun der letzte schlaue Spruch: "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!"

  • warum machst du das auch so kompliziert? Geh doch einfach mal den einfachen Weg: Stelle die Matrizen für .357 ein und dann jagst du erst mal nur Hülsen durch die Anlage, ohne Murmel und ohne Pulver. Das machst du mehrere Runden lang. An Station 1 werden die ja immer wieder kalibriert, also kann nix passieren. Und dann verstellst du mal einzelne Matrizen geringfügig, damit du die Unterschiede erkennst, was wann wodurch passiert.

    Wenn das alles sauber läuft, setzt du Geschoße. Auch die kannst du wieder mit dem Entladehammer rauskloppen und neu verwenden. Auch hier die (Setz) und (Crimp) Matrize mal leicht vertsellen und sehen, was passiert.

    Dann nimmst du dir alte, gebrauchte Zündis und setzt die, bis du die Schwachstellen deiner Presse erkennst. Dabei auch wieder den Setzarm verstellen, bis die Zündis sauber sitzen. Auf Station eins kannst du die ja wieder auspressen.

    Und wenn dann alles sauber und rund läuft, fängst du mit dem Pulverwerfen an.


    Es geht nicht alles von jetzt auf gleich, Rom hat auch einige Jahre gedauert.

    Viel Erfolg

    jeder muß selbst wissen, was er tut

    2 Mal editiert, zuletzt von 45ACP ()

  • Ich habe deinen Anfangspost nochmal durchgelesen, wenn ich richtig verstehe verwendest Du einen LEE .38 spl. Matrizensatz um damit 357 mag Patronen zu fabrizieren ? - ich denke darin liegt dein Fehler - beschaffe dir einen ordentlichen .357 mag Matrizensatz dann dürfte es keine Probleme geben.

  • Wenn er den Satz mit der FC Matrize hat, also das 4 teilige Set, dann hat er eine .38/.357 Matrize. Den Punkt mit dem Distanzring habe ich aber auch nicht verstanden. Ich brauche bei meinem Matrizensatz keinen und es liegt auch keiner bei. Die Matrize wird über die Höhe eingestellt.


    Was sagt denn die Anleitung von Lee dazu?

  • Mit dem Distanzring kann man zwischen .38 und .357 wechseln ohne die Matritze zu verstellen, find's aber auch überflüssig.

    Alle Ladedaten ohne Gewähr! Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich! :wdl_rot

  • Wenn er den Satz mit der FC Matrize hat, also das 4 teilige Set, dann hat er eine .38/.357 Matrize. Den Punkt mit dem Distanzring habe ich aber auch nicht verstanden. Ich brauche bei meinem Matrizensatz keinen und es liegt auch keiner bei. Die Matrize wird über die Höhe eingestellt.


    Was sagt denn die Anleitung von Lee dazu?

    Mit dem DR braucht man die Feststellmutter an der Matrize nicht verändern, sondern setzt einfach mit dem DR die Matrize höher. Die ist genau um den Differenzbetrag 38/357 hoch.

    Soweit die Theorie. Weichen die Hülsenlängen ab, gibts ein Problem...weil ist nicht auf die BENUTZTEN Hülsen eingestellt.
    Und so lernt man nix:krat:

    jeder muß selbst wissen, was er tut

  • Hallo Leute,


    ich möchte hier auch mal meinen (allgemeinen) Senf zum Thema .357 Mag wiederladen dazu geben.


    Angefangen mit wiederladen habe ich vor ca. 1 1/2 Jahren. Kaliber . 357 ausgwählt, weil einfache Handhabung beim Wiederladen.

    Also erstmal 3 teiligen Hartmetall-Matritzensatz von RCBS besorgt (Presse: Redding Big Boss II). Hülsenmaterial hatte sich vorher schon reichlich angesammelt...

    Es ging also los, erstmal sämtliches Hülsenmaterial nach Hersteller sortiert und durchkalibriert.


    Als nächstes verschiedene Geschosse (erstmal nur 100 Stück pro Sorte zum Testen) und Anzündhütchen besorgt.


    Ladedaten der verschiedenen Pulverhersteller durchgestöbert und mit den mir zur Verfügung stehenden Komponenten verglichen.


    Entschieden dann für VV N340 & N110, deckt bei mir noch weitere Kaliber ab... Auf genaue Laborierungen möchte ich hier nicht weiter eingehen.


    Weiter gings mit Hülsen aufweiten und Zündern, erstmal 50 Stück, + 3-4 ohne Zünder zu Einstellungszwecken.


    Setztiefe und Crimp einstellen war als nächstes geplant, aber da ging die Sch....e los. Mit der Kombi-Matritze bin ich leider überhaupt nicht zurecht gekommen, mal zu tief und wenig Crimp, mal zu hoch und zu viel Crimp... Na jedenfalls nach reichlichen Fehlversuchen war hier erstmal Stop.


    Paar Tage später hatte ich mich dann mal mit einem Kollegen aus dem Verein, welcher schon über 20 Jahre läd, unterhalten. Er hatt mir dann die genaue Funktion der Kombi-Matritze erläutert und ein paar hilfreiche Tip´s gegeben. Ein Tip war: setzen und crimpen seperat zu machen. Also 2 neue Matritzen besorgt, Redding Comp. Setzmatritze und Redding Comp. Profile Crimpmatritze, jeweils mit Mikrometerschraube. Leider nicht ganz billig, da man das Hobby aber noch ein paar Jahrzehnte betreiben möchte, wird nur in "Edelschrott" investiert.


    2. Ladeversuch konnte beginnen. Diesesmal hat das ermitteln der Setztiefe bzw. OAL ca. 5 Minuten gedauert...

    Crimpeinstellung: Patrone rein und langsam runtergedreht bis Hülsenmundkontakt, dann den Crimp mit der Mikrometerschraube passend eingestellt. Dummy fertig und passt.

    50 Patronen Ladeleiter geladen, und später auf dem Stand heiß delaboriert (Startrampe: Colt King Cobra 6")... Mit dem Ergebnis war sehr ich zufrieden, Löcher waren in der Scheibe, kein Geschoss gewandert und nichts um die Ohren geflogen...


    Ich möchte dazu sagen, das unsere Wiederlade-Neulinge von unseren "alten Hasen" im Verein ständig mit Tip´s und Tricks versorgt werden.

    Ohne bin ich mit Sicherheit von dem ein oder anderem Fehlkauf oder Ladefehler verschont geblieben. Danke...


    Na jedenfalls ist das ganze kein Hexenwerk, aber trotzdem ein sehr schönes, anspruchsvolles Hobby.

    Ich betreibe es übrigends nicht aus Kostengründen, sonder aus Überzeugung. Aber das ist nur meine Meinung...


    Mitlerweile lade ich noch andere Kurz- und Langwaffenkaliber, und ich muss sagen, man wächst mit seinen Aufgaben.


    Ich hoffe, ich hab Euch nicht gelangweilt, zumindest hab ich so das Wiederladen begonnen...


    Gruß Paule

  • Wollte mich kurz zurück melden. War viel unterwegs und hatte begrenzt Zeit.


    Erstmal ein dickes Dankeschön an alle, auch das ihr so viel Gedult mit mir habt.

    Ich konnte einen Schwung Patronen laden und es lief alles wie am Schnürchen. So habe ich mir das eigentlich die ganze Zeit gewünscht.


    Ich habe jetzt noch ein paar andere Geschosse besorgt um einfach mal herum spielen zu können.

    Einen alten Hasen habe ich auch noch gefunden, der will sich das die Tage mal anschauen möchte.


    Wenn da die in oder andere Schachtel befüllt ist kann man die zwecks Verträglichkeit/Präzision und MIP verballern.