Erhebliche Abweichung zwischen GRT und Quickload bei Lovex Pulver?

  • Hallo Gordon,


    bitte um Hilfe bzw. Erläuterung, wo ich meinen Fehler übersehe.


    Anbei eine Ladung .357 Mag mit Lovex D037.1 und 158gn Fiocchi Geschoß.

    Ich habe die Daten manuell aus QL übernommen (nicht das QL File importiert) mit den neuen Lovex Pulverdaten (GRT 2019-1340).

    Hierbei ergeben sich wirklich erhebliche Druckdifferenzen von 600 bar.


    Hierzu noch zwei generelle Fragen:

    - Magnum Zündhütchen - hier müsste ich doch eigentlich 230 bar Anfangsgasdruck annehmen !?!

    - die Rechnung sollte eigentlich für einen 18" UHR sein - also müsste ich eigentlich 330 bar Anfangsgasdruck annehmen !?!

    In beiden Fällen wäre ich dann aber weit über Maximumdruck von 3000bar., obwohl von Lovex so empfohlen.

    Wo habe ich meinen Denkfehler und warum sind die errechneten Drücke so erheblich different?

    Bisher hatte ich bei Nachberechnungen meiner Langwaffen QL Ladungen mit N140 vernachlässigbare Differenz(ch)en.

    Dateien

    • GRT.jpg

      (130,38 kB, 26 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • QL.jpg

      (136,18 kB, 27 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Gruß Sven


    PS: Beitrag enthält u.U. Spuren von Ironie - zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Sachbearbeiter oder die zuständige Behörde

    Einmal editiert, zuletzt von ArcticWolf ()

  • Würde mich auch interessieren. Hab die Ladung für meine 9mm Largo die ich ebenfalls mit 37.1 lade durchgerechnet und im GRT bekomme ich auch einen wesentlich höheren Druck.


    Edit: Wobei es ja immer geheißen hat das QL bei Zylindrischen Hülsen nicht so genau rechnet... Aber der Unterschied ist schon ziemlich groß.


  • Warum ist ein Messinggeschoss als Modell für Reibung ausgewählt? Das Geschoss ist meines wissens ein Teilmantelgeschoss, also "Standard" einstellen


    und nein, bei einem Teilmantelgeschoss Kurzwaffenkaliber erhöht sich der Anfangsgasdruck nicht automatisch auf 330 bar, auch nicht bei Magnumzünder.

    Der Anfangsgasdruck ist Geschossbezogen und hat mit der Lauflänge nichts zutun.

    Wenn die Geschosse ordentlich gecrimpt sind, kann das mit dem Druck dann durchaus hinkommen (abzüglich nicht angezeigter Revolver-Trommelspaltverluste).


    Was sagen denn die Ladetabellen?


    Ansonsten der Klassiker: Hülsenvolumen Geschosslänge nicht gemessen (ich sehe nur Vorgabewerte wenn ich nicht täusche).
    Siehe: Erhebliche Abweichungen zwischen Messung und Rechnung GRT

  • Hülsenvolumen etc alles gleich - deshalb auch extra die Fotos von beiden Softwares.

    Ich will nicht Äpfel mit Birnen vergleichen - daher in GRT die gleichen Daten wie in QL (ist eins meiner Rezepte und daher

    für mich wichtig).

    Messing ist def. falsch - ich wollte CU auswählen, das war mein Fehler, ändert aber nur marginal die Ergebnisse.

    Also sollte eigentlich das Gleiche bei rauskommen (von minimalen Abweichungen abgesehen, wie bei meinen anderen Rezepten mit anderen Pulvern auch).


    Frage also nicht beantwortet GordonsReloading - die Abweichungen betreffen bisher NUR das Lovex Pulver

    Gruß Sven


    PS: Beitrag enthält u.U. Spuren von Ironie - zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Sachbearbeiter oder die zuständige Behörde

  • mir ist aufgefallen, dass die spez. Pulverwerte, z. B. Ba und z1 stark abweichen.

    Also scheinen die beiden Pulverdaten nicht exakt zu stimmen


    stell mal auf Expertenmodus um, dann siehst du es

    jeder muß selbst wissen, was er tut

    Einmal editiert, zuletzt von 45ACP ()

  • Der Formalismus von QL ist nicht derselbe wie der vom GRT. GRT hat seine eigenen Pulverdaten die für das innenballistische Modell vom GRT und dessen Energiebilanz ausgelegt sind und anhand von Messdaten kontinuierlich kalibriert werden. Die Auswahl von Kupfer-Solid für ein Teilmantelgeschoss ist nicht korrekt.


    Vergleiche zwischen Software ist gänzlich sinnfrei. Maßgabe ist nunmal nicht der Vergleich zu anderen Softwareergebnissen mit dessen unbekannten Berechnungsvorgängen, Konstanten und Annahmen, zudem mit hier gänzlich anderen Pulverdaten, sondern der Realität.


    Bevor hier weiter in der Glaskugel gelesen wird empfehle ich dringend das Lesen des Kapitels "Formalismus, Quellen & Pulvermodell" in der GRT Dokumentation. :love:

  • Wenn ich mir was mit Excel oder dem Taschenrechner ausrechnen lasse, sind das auch zwei verschiedene Tools/Software. Dennoch kommt bei beiden das selbe Ergebnis raus. Und falls nicht rechnet einer davon falsch.


    Ergo.. es sollte bei den Tools das selbe rauskommen oder eines davon baut Mist. (insofern die (User beeinflussbaren) Eingangsdaten identisch sind)

  • Bevor hier weiter in der Glaskugel gelesen wird empfehle ich dringend das Lesen des Kapitels "Formalismus, Quellen & Pulvermodell" in der GRT Dokumentation. :love:

    Ich weis ja nicht, welche Daten dir oder QL vom Pulverhersteller zur Verfügung gestellt wird. Da aber in beiden Softis gleiche Faktoren und Bezeichnungen verwendet werden, gehe ich davon aus, dass die Werte gleich sein sollten (kg ist kg, Zeichen Eta (ür Wirkungsgrad) ist Eta, egal wo)

    Ich denke mal, der Abbrandkoeffizient wird vom Hersteller angegeben, somit wäre er in beiden Softs identisch. Ausser, er wird in der Soft errechnet. Auffallend ist eben dass es bei D037.1 extrem stark abweicht. Ich habe es nachvollzogen, mit einem anderen Pulver aus der Gruppe ähneln sich die Werte dann.

    Das ist dann m. E. nicht lesen in der Glaskugel, sondern eine Fragestellung mit Angaben an den Hersteller


    einfache Lösung,

    je 5 Stück nach QL und GRT drücken und zur DEVA...

    jeder muß selbst wissen, was er tut

    2 Mal editiert, zuletzt von 45ACP ()

  • Wenn ich mir was mit Excel oder dem Taschenrechner ausrechnen lasse, sind das auch zwei verschiedene Tools/Software. Dennoch kommt bei beiden das selbe Ergebnis raus. Und falls nicht rechnet einer davon falsch.


    Ergo.. es sollte bei den Tools das selbe rauskommen oder eines davon baut Mist. (insofern die (User beeinflussbaren) Eingangsdaten identisch sind)

    Das setzt voraus, dass exakt dieselben Algorithmen verwendet werden und das ist nicht der Fall. Was du offensichtlich übersiehst ist die Tatsache das verschiedene Eingangsparameter verwendet wurden (Pulvermodell). Bei ähnlichen Eingangsparametern werden ähnliche Ergebnisse herauskommen.


    Ich weis ja nicht, welche Daten dir oder QL vom Pulverhersteller zur Verfügung gestellt wird. Da aber in beiden Softis gleiche Faktoren und Bezeichnungen verwendet werden, gehe ich davon aus, dass die Werte gleich sein sollten (kg ist kg, Zeichen Eta (ür Wirkungsgrad) ist Eta, egal wo)

    ja, "ich weiß nicht" fasst es gut zusammen. Leider hast du den Artikel in der Doku offensichtlich nicht gelesen. Neben den Standardfaktoren gibt es Weitere die in QL nicht existieren und verdeutlichen, dass es sich um verschiedene Formalismen handeln muss. "eta" ist hier übrigens das Kovolumen.


    Ich denke mal, der Abbrandkoeffizient wird vom Hersteller angegeben, somit wäre er in beiden Softs identisch. Ausser, er wird in der Soft errechnet. Auffallend ist eben dass es bei D037.1 extrem stark abweicht. Ich habe es nachvollzogen, mit einem anderen Pulver aus der Gruppe ähneln sich die Werte dann.

    Das ist dann m. E. nicht lesen in der Glaskugel, sondern eine Fragestellung mit Angaben an den Hersteller

    Das Pulvermodell, also Faktoren wie "Ba" werden mathematisch bestimmt und sind nicht Teil der Messdaten und werden auch nicht vom Hersteller geliefert. Hersteller liefern zumeist Messdaten aus der Druckbombe. Wie das funktioniert steht im Artikel der Doku.


    Wenn wir neue Pulvermessdaten erhalten, wird das Modell auf Basis der Druckbombenmessung und Beschussdaten mathematisch neu erstellt. Anschließend wird das Modell kontinuierlich weiter anhand neuer Beschussdaten kalibriert. Im Fall des D037.1 legen Druckbombenmessung und die Beschussdaten das aktuelle Modell nahe. Mit weiteren Messungen kann sich das ändern.


    einfache Lösung,

    je 5 Stück nach QL und GRT drücken und zur DEVA...

    hervorragend, anschließend die Daten teilen. Hier bitte bei entsprechenden Kalibern und Geschoss auf guten Crimp achten.

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