GECO Geschosse 9mm (.355) 124 gr #2318144

  • Ich habe dich so verstanden, dass Du dir den Aufwand gemacht hast um mit möglichst exakten Daten die Software zu füttern.


    Dann möchtest Du die Rechenwerte mit Ist Werten vergleichen.


    Habe ich das richtig verstanden?

    Das ist korrekt, hat mit dem Eingangsposting aber eigentlich nichts zu tun. Den ersten Beitrag gibt es nur, weil die Software einen eingegeben Wert nicht persistent speichert bzw. diesen vermutlich in eine andere Einheit umrechnet und dabei dann ein Konvertierungsfehler entsteht. Es ging eigentlich nicht einmal um das Schießen bzw. die Tauglichkeit von durch Software berechneten Ladungen.


    Aus diesem, eigentlich harmlosen Beitrag wegen eines Eingabe"problems" für einen Wert, den ich selbst als nicht so relevant beschrieben habe, wurde dann flapsig gesagt die Empfehlung für aufgesetztes Schießen mit Schüttmunition, weil ich ja eh nichts kann.^^ Das hat sich rasanter vom Thema weg entwickelt, als so manches Pulver Fahrt aufnehmen kann.


    Aber alles gut, den Hintergrund kann ich verstehen - das war nur leider hier nicht das Thema. Wir kommen da vielleicht noch hin. Egal was herauskommen wird, das wird dann hier bald stehen. Was hier wohl los ist, wenn das auch noch funktioniert...

    Entschuldige, dass da jetzt ein paar spitze Kommentare kamen.

    Gar kein Problem. Ich habe ein dickes Fell und bin keinem böse. Jeder hat seine Erfahrungen und ich mache meine. Nachvollziehen kann ich die Explosivität hier aber nicht - vielleicht fehlt mir da einfach der Kontext von vergangenen Geschichten.


    Ich zumindest habe zunächst mal großes Vertrauen in die Software, auch wenn ich das Ergebnis prüfen (lassen) werde. Das dient meiner eigenen Sicherheit und der des Schützen neben mir, sowie dann vielleicht auch der Software, wenn durch Rückmeldungen von Messdaten eventuell Erkenntnisse erlangt werden können.

  • Verlier mal nicht vor lauter Messen, Prüfen, Lehren, etc., das Wesentliche aus den Augen.

    :tanze:


    Das erinnert mich an meine Anfänge. Als ich es zum ersten Mal geschafft habe bei der DM zu starten (mit der 45er) habe ich auch einen enormem Aufwand betrieben um die Bohnen für die Meisterschaft zu laden.


    Geschosse ausgewogen und aussortiert, Geschoßdurchmesser und Länge ausgemessen und sortiert, Hülsen ausgelitert Durchmesser und Länge und sogar nach Gewicht aussortiert. Das Pulver abgewogen bis in jeder Hülse 100% exakt die Gleiche Menge war. Zündglocken und die Zündlöcher überarbeitet, beim setzen der Pillen die OAL überall aufs gleiche Maß gebracht. Jedenfalls einen gigantischen Akt betrieben. Um die Geschichte nicht zu lang zu machen: ich habe noch nie (und später nie wieder) so hundsmiserabel geschossen wie mit den Subberdubberpillen.... :fi:


    Und die Moral von der Geschicht: übertriebe den Aufwand beim Laden nicht! :boesew:


    sacre fraternitatis ballistici illuminati (Gründungsmitglied)

  • Kleine Anekdote...….weil wir alle nicht unfehlbar sind::mea:


    Gerade hat mich ein Kunde, der erstmalig von mir 9/125 RNBB gekauft hat, darauf aufmerksam gemacht, dass im Paket 2 verschiedene Geschossformen sind,

    u.a. 1x mit BB und 1x mit FB.

    Die Geschosse Unterscheiden sich in der Form des Bodens und im Verlauf der Ogive.....d.h. das eine Geschoss ist knapp einen mm länger als das andere,

    etwas spitzer, Gewicht der beiden Sorten ist das selbe.

    O.K......hab ich nicht aufgepasst, eine Kokille in der Gießmaschine war unterschiedlich zu den anderen...….bekam ich damals als kompletten Satz geliefert

    und hatte nicht kontrolliert.

    Der Clou ist aber, dass ein Großteil der Verwender das anscheinend auch nicht bemerkt hat seit Jahren, sich sehr über die Präzision der Geschosse freut und immer wieder nachbestellt.

    Neulich kam ein Kunde, dem ich die 9/125 aus "fehlerhafter" Produktion zum Testen gegeben hatte, vorbei und hielt mir seine Zielscheibe unter die Nase,

    10 Schuss, 25m Distanz, ein großes Loch in der Mitte.

    Sehr erfahrener und guter Schütze....er konnte es selbst kaum glauben.

    Ist das Ergebnis dem Umstand geschuldet, dass der Kunde nicht wusste, dass er unterschiedliche Geschosse verladen hatte oder weil diese "geringen" Unterschiede selbst bei der zickigen 9 Para im Trefferbild nichts ausmachen?


    (die unpassende Kokille habe ich vorhin aussortiert) :jawo:

    Demnächst wandern 100kg verkaufsfertiger Geschosse in den Schmelzofen. :swaf:

  • Evtl haben hier auch einfach unterschiedliche Länge und andere Form der Ogive zufällig so gut zusammengepasst, dass das Ergebnis im Druck nicht so stark abgewichen hat?

    1mm unterschiedliche Länge würde ich ehrlich gesagt sehr bedenklich finden, das sorgt schon für enorme Druckunterschiede, wenn sich das mit einem anderen Setzstempel oder nachmessenden Wiederladern womöglich direkt auf die OAL abbilden würde.

    Ich rede da jetzt nicht von Präzision, sondern von Maximaldruck.

    Hätte einer der Kunden 9mm Major geladen, hätte das ins Auge gehen können, oder nicht?


    Evtl kannst die Packungen ja auch vergünstigt für Selbstsortierer anbieten?

    Ich kenne jetzt nicht die Produktionskosten, aber schätze das laienhaft gesehen schon als erheblich ein. So kannst du vielleicht einen Teil noch ohne erneuten Arbeitsaufwand und großen Erlösverlust verkaufen?

    Wenn man es weiß, ist es ja vertretbar, und viele haben ja auch so gute Erfahrungen damit gemacht?

  • Hallo Marc,

    für Majorladungen sind meine Geschosse weniger geeignet, das wissen die Kunden auch.

    Es laufen gerade Tests mit einer harten Beschichtung für Major.

    Bei 9 Para ergibt eine Setztiefenreduzierung von 1mm ca. 2-300 bar mehr Druck maximal, also vertretbar.

    Dafür sind meine Geschosse durch die Beschichtung auch deutlich schneller als z.B. Mantelgeschosse.


    Das mit dem Verkaufen der Ware habe ich auch schon überlegt...……..muss ich mal rumfragen.

    Wurmt mich trotzdem, total betriebsblind.

  • Bei 9 Para ergibt eine Setztiefenreduzierung von 1mm ca. 2-300 bar mehr Druck maximal, also vertretbar.

    Sollten es bei einer Setztiefenreduzierung nicht 2-300 bar WENIGER Druck sein? :krat:


    P.S. ich würde die Geschosse auch gerne testen!

    Alle Ladedaten ohne Gewähr! Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich! :wdl_rot

  • Kleine Anekdote...….weil wir alle nicht unfehlbar sind: :mea:

    Das finde ich gut, wenn man auch die Fehler benennt, die gemacht werden.

    Bei 9 Para ergibt eine Setztiefenreduzierung von 1mm ca. 2-300 bar mehr Druck maximal, also vertretbar.

    Bei willkürlich gewählten Daten für 9mm Para unter Verwendung von BA9 Pulver und einer OAL von 29.4 mm ergibt sich 2170 bar Maximaldruck aus der Simulation. Bei 28.4 mm OAL sind das dann schon 2619 bar, also knapp 450 bar Unterschied. Die Variation in der Geschosslänge bei gleichbleibender OAL führt ja zu identischen Zahlen.


    Egal welcher Wert jetzt angenommen wird, wenn ich schon in Richtung Maximaldruck unterwegs war, dann wird dieser durch einen Fehler womöglich deutlich überschritten und da liegt ja das Kernproblem. Es ist also schon gut, wenn einfach alles kontrolliert wird, weil Fehler einfach passieren können.


    Falsch beschriftete Pulverdosen hat es bestimmt auch schon gegeben. Im Gegensatz dazu ist Dein Fehler ja schnell aussortiert.


    Schöne Geschosse hast Du da im Angebot:thumbsu:

  • Danke für das Kompliment.:HÄHÄ:

    Schnell aussortiert ist da leider nichts, sind um die 15.000 Stück :mauer:

    Na, ich guck mal, was ich mit den Dingern anstelle.

    Vor allem jetzt, wo Du den Druckanstieg simuliert hast und ich nicht gedacht hätte, dass es gleich um die 500 bar ausmacht pro mm.

    Das ist ne ganze Menge...……..