9mm Überdruckanzeichen

  • Hi,

    Habe hier mal ein Beispiel für eine 9mm Hülse welche mit Überdruck, wegen falscher Pulvermenge abgeschossen wurde.


    Am Zündhütchen (Ginex SP) ist nichts vom Überdruck zu erkennen. Die Hülse ist insgesamt dem Patronenlager exakt angepasst, siehe Foto.

    Mit dem Fingernagel ist der Übergang der Änderung des Durchmessers deutlich zu fühlen. Ebenso ist eine Aufbauchung der Hülse zu erkennen.


    Die Waffe hat keine Auffälligkeiten. Rückstoss war für eine 9mm extrem.


    Dies als Anschauungsmaterial und mit dem Hinweis, dass sich Überdruck nicht immer am Zündhütchen äußert.



    Beste Grüße,

    Micha

  • Wenn die Hülse vorher in Ordnung war sieht das für mich auf Bild 1 schon nach Überdruck aus.

    Nicht am Zündhütchen sondern unterhalb des C vom Hersteller Merkmal.

    Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Neue Frage -------> Neues Thema.

  • Na die Hülse hat es ja mächtig aufgebläht. Darf man erfahren welches Pulver zum Einsatz kam und eventuell, sofern bekannt, die Menge bzw. welches Geschossgewicht bei welcher OAL?

    Alle Angaben und/oder Ladedaten ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

    “Ein Volk, dass seine Vergangenheit nicht ehrt, hat keine Zukunft."(Johann Wolfgang von Goethe)

  • Ja, da kommt man ans diskutieren, wegen unterschiedlicher Wahrnehmung, wobei die Aufnahme(n) ja nicht sonderlich scharf sind. Ich habe schon aufgeblähtere Hülsen gesehen, eben lagerabhängig je nach Waffe. Den Wischer am Zündhütchen hat man sehr schnell bei einer hartgeladenen (aber immer noch im zulässigen Druckbereich befindlichen) 9mm bei z.B. der SIG P210. Und die Markierung unterhalb des "C" sieht für mich eher so aus wie eine Zuführungsmarke vom Schlitten, der an der Stelle die Patrone ins Lager geschoben hat.

    Was ich sehr bedenklich finde ist die Einschnürung im Bereich der Hülse wo auch das Geschoss sitzt, die ich erschreckend deutlich ausgeprägt und für mich die Ursache des Drucks, der heftig war, wenn da was eingeklemmt wurde.


    Wüsste ich es nicht besser, sieht das so aus wie bei einer Patrone die weit im Übergangskonus gehangen hat, der das Geschoss zusätzlich erheblich festgeklemmt hat. Ich denke mir, dass das Zündhütchen sehr hart ist (kenne die Marke nicht) und deshalb als Druckindikator wenig geeignet ist. Bei mir kann ein Federal schon platt wie eine Flunder sein und ein CCI 500 ist vollkommen unauffällig. Ich mache mich jetzt mal unbeliebt und sage, für mich ist das nicht wirklich ein Anschauungmaterial für die angegebenen Parameter, zumal die, wenn ich das richtig verstehe angenommenenen Überdruck erzeugt haben.

    Aber das wird jetzt sicher jeder anders sehen. :)

    Keine Gewähr für nichts. Jeder, insbesondere der Wiederlader, handelt eigenverantwortlich. :thumbup:

  • Das deutet aber auch auf ein weites Patronenlager hin. In einem engen Lager kann die sich gar nicht so weit aufblähen.

    Hab mal gehört das MP's mit Masseverschluß besonders weite Patronlager haben müssen um sicher zuzuführen und auch wieder herauszuziehen. Wäre nachvollziehbar. Bei Pistolen ist das ja eher negativ.

    Und ich schließe mich meinem Vorredner an; ein Zündhütchen ist nicht zwangsläufig ein guter Indikator für Überdruck.

  • Wenn ich das auf dem ersten Foto richtig sehe ist das kurz vor einem Durchblässer - steht das ZH etwas über ?

  • Hi,

    ZH steht nicht über, ist aber Plan mit dem Boden, was es vorher nicht war.


    Zur Ladung: Diese war für eine OAL von 29mm und wurde nicht auf die kürzere OAL von 27,5 angepasst. Waren 4,5gr N320 mit einem 135gr Geschoss.


    Patronenlager ist das einer P30.



    Beste Grüße,

    Micha

  • Also ich kenne die Maße deiner Geschosse nicht aber wenn ich das mit Quickload überschlage waren schon die 4,5 gr N320 leicht im roten Bereich :kreis:für den Druck den mir QL bei 27,5mm da anzeigt finde ich sieht die Hülse noch ganz gut aus :D

  • Na dann mal ein bisschen im Kaffeesatz rumlesen ohne Anspruch auf vollständigkeit. Ohne zu wissen welches Geschoss es war, kann man bei dem Pulver überschlagen, dass du auch bei 29mm schon bei satten 3400bar gewesen sein müsstest. Bei 27,5mm 5300bar. Da dürfte dir dann schon der Verschluss hinten raus gekommen sein. Und bei dem Druck hat die Waffe keine Auffälligkeiten?? Da fehlen mir schlicht die Worte!

    Das Zündhütchen ist massiv. Vollkommen ungeeignet für jegliche Druckspekulationen.


    EDIT: Trabulon war schneller, kommt aber zum gleichen Ergebnis

    Keine Gewähr für nichts. Jeder, insbesondere der Wiederlader, handelt eigenverantwortlich. :thumbup:

  • Hallo -Micha- ,


    leider kommst Du mit den Daten nur nach und nach rüber.

    Zum Beispiel beim Geschoss 135 gr kein Hersteller?

    Ich habe Deine Angaben mit einen mit einen H&N 135 gr KS Geschoss im Quickload gerechnet.

    Lauflänge P30 mit 98 mm und den Rest wie von Programm vorgegeben, ergibt 3157 bar. :mauer:

    Viele davon würde ich nicht abfeuern.

    Grüße :winke:


    Knallt Fix


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    ALBERT PRECHT: "NUR WER GEGEN DEN STROM SCHWIMMT GELANGT ZUR QUELLE"


  • Waren zum Glück auch nicht meine Sachen, versuche das was der Kollege da gemacht hat nachzuvollziehen. Und wie manche im Alter sind, muss Ma fünfzig mal höflich fragen :arab:


    Ist ein selbst gegossenes Pulver beschichtetes Geschoss gewesen, hat er mir jetzt mal final gesagt. Die Kokille will er mir noch zeigen.


    Die P30 habe ich dananch auf seinen Wunsch mit Wekrsmunition von Geco 124gr FMJ geschossen. Alles normal, keine Auffälligkeiten irgend einer Art.

    Alle anderen Hülsen kamen ganz normal aus der Waffe heraus. Präzision war auch ok.


    In dem Zusammenhang wäre mal interessant, mit was für einem Druck der Beschuss einer solchen Waffe erfolgt.


    Gesamt waren es 5 von den Patronen die er abgefeuert hat. Ich hatte mich dann mal gefragt, was das für eine Ladung ist die so nen Krach macht.

    Bin ich mit meinen Schwachen 38 Special Ladungen nicht gewohnt :grueb:



    Nun denn, also war der gute Mann mal völlig über den Max Druck hinaus und kann sich freuen, dass nix passiert ist.





    Beste Grüße,

    Micha

  • In dem Zusammenhang wäre mal interessant, mit was für einem Druck der Beschuss einer solchen Waffe erfolgt.

    30 % über zulässigen Gasdruck.


    http://www.beschussamt.de/html/faq.html#druck

    Grüße :winke:


    Knallt Fix


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    ALBERT PRECHT: "NUR WER GEGEN DEN STROM SCHWIMMT GELANGT ZUR QUELLE"


  • Zur Ladung: Diese war für eine OAL von 29mm und wurde nicht auf die kürzere OAL von 27,5 angepasst. Waren 4,5gr N320 mit einem 135gr Geschoss.

    Also mMn., und die Bilder bestätigen mich, sind die 4,5gr N320 für ein 135gr Geschoss eindeutig zu viel. Viel zu viel. Egal ob für 29,0mm oder für 27,5mm!

    Siehe dazu auch die Ladevorschläge von Vithavuori: https://www.vihtavuori.com/rel…n-reloading/?cartridge=89

    4,1gr bzw. 4,2gr sind bei einem 124gr Geschoss das Maximum! Und du hattest mehr Geschossgewicht und eine höhere Menge der Treibladung!

    :krat:

    Sogar wenn du das N320 durch N340 ersetzt hättest, wäre es mMn. u. U. noch zu viel oder zumindest an der oberen Grenze gewesen.

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  • Jetzt haben wir ja nach der Rätselslösung, neben den Spezialbeschusspatronen dieses "Wiederladespezialisten" auch die Ursache für den Absatz mit Grad an der Patrone, eben den Abdruck des etwas speziellen Patronenlagers der P30. So wie -Micha- das beschreibt ist dem Schützen allerdings überhaupt nicht klar, dass seine Standnachbarn und er selber knapp irgendwelchen Splittern entgangen sind, weil die Waffe hält. Das ist für mich das eigentliche Drama.

    Keine Gewähr für nichts. Jeder, insbesondere der Wiederlader, handelt eigenverantwortlich. :thumbup:

  • Das Drama ist, dass er FÜNF davon abgefeuert hat. Das muss ja wirklich gerumst haben. Glück gehabt. :apl::ballern:


    Der Drama-Fuchs

    Es reicht nicht nur ein Fuchs zu sein, man muss sich auch im Wald auskennen.


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  • Ich GLAUBE, bin aber nicht sicher, dass die P30 am vorderen Ende des Patronenlagers einen engeren Durchmesser hat, so auf den letzten ca. 4mm.


    Die neuen Walthers haben das auch, da weiß ich es sicher, das erklärt die Einschnürung am Hülsenmund.


    Aber die Aufbauchung dahinter ist schon heftig.

  • Hallo Jayjay1 ,


    ja bei den HK´s gibt es auch welche, die eine leichte Einschnürung am Hülsenmund haben.

    Ich habe schon einige solcher Hülsen aufgesammelt die diesen Abdruck hatten.

    Hast Du ein Erklärung welchen Zweck diese Einschnürung hat?

    :winke:

    Grüße :winke:


    Knallt Fix


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  • Hallo


    die Hülse liedert in dem Bereich besser, sodass die Waffe weniger verschmutzt

    funktioniert wirklich hatte eine SFP9 da war es so

    meine Shadow 2 verschmutzt jetzt wesentlich mehr


    Grüße marco

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