Alternativen zur Dillonkalibriermatritze bei progressiven Pressen

  • Guten Morgen,


    Kurz und knapp: welche anderen Hersteller von Kalibriermatritzen für 9mm und .45 ACP könnt ihr empfehlen?

    Die Dillon kalibriert mir zu eng, bei Mantelgeschossen kein Problem, bei den weicheren Bleigeschossen welche ich derzeit lade, funktioniert das kacke..


    Besten Dank und einen guten Tag.


    :thumbup:Luckygunman.

  • hi,

    ich habe aus diesem Grund die RCBS auf Station 1 in meiner 650er.

    Grüße

    ---------------------------------------------------

    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich daher sind Ladedaten ohne Gewähr :wdl_blue:

  • Das Problem hatte ich bei RCBS in 9mm auch, ich weite einfach kräftiger auf!

    .45ACP mit Hornady Custom funzt einwandfrei!

    Alle Ladedaten ohne Gewähr! Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich! :wdl_rot

  • Luckygunman

    Grundsätzlich machen alle Kalibriermatrizen ihre Arbeit richtig gut. Da kenne ich keinen besseren oder schlechteren Hersteller. Einfach ausreichend Antrichtern. Dann klappt es auch mit Deinen Geschossen.

    Gruß Hermann :)


    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • Hi,

    was ist denn Kacke ?

    Flaschenhals z.B. kommt öfters vor und ist kein Problem.

    Gruß

    MP

  • Die Dillon kalibriert mir zu eng

    wovon sprichst du eigentlich?


    Da meistens das Problem VOR der Maschine sitzt, schätze ich, dass du das Aufweiten des Hülsenhalses meinst. Den Dorn hierzu kannst du hoch- und runterschrauben. Hoch=kleinerer Durchmesser, Runter=größerer Durchmesser. Das machen alle Innen-Kalibriermatrizen von allen Herstellern.


    oder meinst du das Vollkalibrieren wo auch der Dorn zum Entzündern dran ist?


    Oder das Vollkalibrieren samt Geschoss auf Station 1 ohne entzünder ?

  • @ Wusel


    Yepp das Vollkalibrieren meine ich.


    Das Aufweiten (Belling) ist mir bekannt..


    motorsägensammler


    Flaschenhals ist an sich wirklich kein Problem, habe ich auch öfters und es geht mir nicht um die Ästhetik


    Mein Problem etwas ausführlicher geschildert:


    Aber folgendes Problem habe ich derzeit:

    Ich verlade 148grs Geschosse aus Blei in der 9mm. Die Laborierung habe ich jetzt recht gut hingekriegt.

    Die ersten V0 Messversuche liegen bei 295m/s (+/- 4m/s)

    Und die Präzision ist gut. Und sie funktionniert aus all meinen gewünschten Waffen in diesem Kaliber.


    Was aber nicht befriedigend ist, ist die Schwankung in der Setztiefe. Ich habe Abweichungen von .15 mm und das ist zum Haare raufen


    Wie ihr euch vorstellen könnt, sind die 148er Geschosse recht lang, und müssen auch etwas tiefer gesetzt werden. Nachdem ich alle anderen Fehlerquellen für die Unregelmässigkeit eigentlich ausgeschlossen habe (Crimp, Belling, usw), denke ich dass das Problem am ehesten noch an der Vollkalibriermatritze liegen könnte. Diese kalibriert etwas eng und deshalb kommt es zu einer Stauchung der Geschosse. Und weil die Hülsen welche ich verwende nicht alle gleich sind führt dies zu der oben beschriebene Abweichung.


    Mit den verkupferten Geschossen von H&N oder Fiochhi habe ich dieses Problem nie. Mit diesen Bleigeschossen aber schon. Und nein, an den Geschossen liegt es auch nicht, diese haben nach dem Giessen und Beschichten Toleranzen von 0.01 mm


    Aber vielleicht hat jemand noch eine Idee woran das liegen könnte..

  • Und nein, an den Geschossen liegt es auch nicht, diese haben nach dem Giessen und Beschichten Toleranzen von 0.01 mm

    Gemessen von der Spitze bis zum Boden oder von der Ogive bis zum Boden?

    Nur so ein Gedanke.:grueb:

    Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Neue Frage -------> Neues Thema.

  • aber da Brownells heute 12% Rabatt hat, habe ich mir einen Ogivenmessschieber bestellt..

    :HÄHÄ:


    Du Wirst dich wundern.:ja:

    Gruß
    Karl-Heinz

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    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


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  • So wie sich das liest, liegt es definitiv nicht an der Kalibriermatrize. Du hast ein Problem mit der Setzmatrize oder der Ladepresse.


    Warum?


    bei 0.15mm ist Spiel ein Grund für die unregelmäßige Setztiefe. Du müsstest das Spiel jedoch lokalisieren. Anhaltspunkte wären

    - Matrize locker

    - Setzstempel locker

    - Matrizenhalteplatte locker

    - Pressenhebel (die Aufhängung) locker oder ausgeleiert


    einen hab ich noch.
    wenn du bleigeschosse nutzt, die gefettet sind, dann kann sich am Setzstempel Geschossfett sammeln, was mit kleinsten Bleiabriebresten richtig zäh und hart werden kann. Das bedeutet, die Murmeln werden - wenn auch nur marginal - immer tiefer gesetzt. Dann, löst sich das Zeugs irgendwann und wenn du inzwischen nachjustiert hast, passte wieder nicht. Normalerweise ist das kaum bekannt, weil die Schwankungen zu vernachlässigen sind. Es wäre aber eine weitere Ursache.

  • Wusel


    - Matrize locker NOPE

    - Setzstempel locker NOPE

    - Matrizenhalteplatte NOPE

    - Pressenhebel NOPE glaube ich auch nicht



    Ich werde mir mal eine LEE Vollkalibriermatritze bestellen, und dann werde ich euch mitteilen können ob das Besserung gebracht hat.


    Danke für die Inputs..

  • Der Fehler liegt aus meiner Sicht bei den ungleichen Hülsen. Gerade die 9 Para ist da sehr empfindlich. Nimm mal 100 gleiche Hülsen eines Herstellers und miss dann noch einmal. Die Wandstärken der einzelnen Hersteller unterscheiden sich nicht unerheblich. Wenn da ein langes und großdiametrisches Geschoss und eine dickwandige Hülse aufeinander treffen, muss das ganze Material irgendwo hin.

  • 45er

    Das habe ich mir jetzt auch grad überlegt, das ist ein guter Punkt.


    und weil Mischlose neben unterschiedlichen Wandstärken auch Abweichungen in der Elastizität haben dürften, tönt das recht plausibel.


    habe noch ein Los ungeschossene 9mm Hülsen und werde das mal ausprobieren..

  • Die Wandstärke sollte sich nicht nennenswert auf die OAL auswirken, eher auf den Crimp!

    Ich verwende einen kunterbunten Hülsenmix und habe Schwankungen unter 0,05mm.

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  • Die Wandstärke der Hülse in Verbindung mit dem Geschossdurchmesser und der Antrichterung wirken sich auf die notwendige Kraft beim Setzen aus. Dabei können sehrwohl auch Längenunterschiede entstehen, da der Setzstempel sicherlich nicht genau der Geschossform entspricht.

    Gruß Hermann :)


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  • Genau die Erfahrung hab ich auch gemacht!

    Deswegen trichtere ich weiter auf und setze und crimpe in zwei Arbeitsgängen, seit dem passt die OAL! ;)

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  • Bei langen Geschossen kommt es schnell zu Pressladungen. Das gestauchte Pulver schiebt z.T. die Geschosse wieder etwas raus, daher sollte der Crimp in einem Extraarbeitsschritt erfolgen.

    Nur so ne Idee.

    Bremsespätestens wenn du Gott siehst!:boe: