Erstausrüstung Schwarzpulver

  • Hallo,


    ich habe heute meine erste Schwarzpulver Waffe bekommen, einen Ruger Old Army Perk. Revolver


    Was brauche ich da als Erstausrüstung?

    Ich denke mal:


    -kleinen Trichter für das Pulver

    -eine Box mit Glasröhrchen für das SP

    -Fett

    -?


    brauche ich so einen Zündhütchenspender, oder ist das nur Luxus?

    Füllmaterial? Als ich mit einem Schützenkollegen vor nem Jahr mal SP schießen durfte, hat der so Filzstopfen gehabt, sahen so aus wie halbierte VFG Reinigungsfilze oder bietet sich da was besseres an?


    Grüße

    Marcus

  • Servus Marcus,


    die Dämmfilze brauchst du auf jeden Fall da die das Zünden des SP in den andern Kammern verhindern, deshalb muß auch auf jedem Piston ein ZH sein.

    So wurde es uns zumindest bei unserem Wiederlader/Vorderlader Lehrgang erklärt.


    Da hab ich es einfacher bei meiner Le Page 8)

  • https://www.frankonia.de/p/tro…3%B6r&navCategoryId=62807

    und

    https://www.frankonia.de/p/pr%…3%B6r&navCategoryId=62807

    und

    https://www.frankonia.de/p/ges…3%B6r&navCategoryId=62807

    und

    kleinen Trichter zum Befüllen der Trommellader, Schwarzpulver, Grieß als Füllmaterial, Zündhütchen, Kugeln und evtl. Setzhilfe für die Zündhütchen.


    Die Artikel gibt es anderswo teils deutlich billiger als bei Frankonia. Egun, Stiftler, etc..


    Du Befüllst zuhause erst die Trommellader. Erste Stufe mit Grieß, zweite mit SP. Fertig.

    Auf dem Stand Trommel aus dem Revolver. Trommellader aufsetzen. Erste Drehung SP, zweite Drehung Grieß. Trommel in die Ladepresse. Kugel in der Dose über das Fett rollen und mit der Presse jede Kammer setzen. Trommel wieder einbauen. Zündhütchen setzen. Evtl. mit einer Setzhilfe. Fertig.

    Mehr brauche ich dafür nicht.


    Trommellader benötigst Du natürlich 4x. 3x für die 3x5 Wertungsschüsse und 1x für die ersten 5 Probeschüsse. Wenn Du doch mit Filzen anstatt Grieß arbeiten willst gibt es die Trommellader auch in einfacher Ausführung mit nur einer Stufe. Eine Packung Grieß ist aber billiger und hält ewig.

  • Dämmfilze brauchst Du nur, wenn Du mit extrem geringen Ladungen schießen willst. Ansonsten nehmen die nur Platz weg. Ausnahme: sie sind mit Fett imprägniert, dann helfen sie bei der Reinigung. Gegen die viel gefürchtete Reihenzündung von vorne helfen vor allem passende Kugeln. Beim setzen muss ein schmaler Ring aus Blei abgeschert werden.


    Fett ist wichtig, natürliche Fette sind da in Vorteil, weil sie nicht wasserfrei sind. Da gibt es aber genau so viele "beste" Rezepte wie Druiden die sie mischen.


    Für Revolver empfehle ich dringend eine externe Ladepresse. Das schont die Finger enorm.

    Du bist anderer Meinung als ich und ich werde Dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen.

    - Beatrice Hall (fälschlich Voltaire zugesprochen)

  • Statt dem gezeigten (oder einem anderen käuflich zu erwerbenden) Profifett verwende ich Nivea Bodylotion aus einer 10 ml-Spritze, die ich in meinen Koffer lege. Funktioniert ausgezeichnet.

    Bisher habe ich meine Ladungen mit nem selbstgeschnittenen Filzplättchen aus VFG- Filz verdämmt. Das mit dem Grieß werd ich wohl mal ausprobieren.

    Meine Centauren (kleine Kammern) schiesse ich mit 17 grs. Schweizer No. 1 (4FG), das reicht mir

  • Der Stabzündhütchensetzer ist Geil. Spart auf dem Schiesstand Zeit und Nerven. Im Sommer schwitzen die Hände und im Winter ist es manchmal kalt. Zumindest war das früher mal so. Fummel mit kalten Händen mal die ZH drauf. Das Befüllen des Stabes ist ein Gefummel und manche ZH müssen aufgerichtet werden, aber wenn es voll ist.....

    Ich pack das Teil in eine Zigarren- Tube aus Blech. Fertig. In den SZS gehen 20 ZH rein. Kostet keine 20 Mücken. :ballern:









    Wer im Sommer einen hebt, hat Corona überlebt! :bier:

  • moin Adam, kommt in den Warenkorb!


    noch eine Frage an alle, ich habe irgendwann mal für nen colt so ein holz set gesehen wo sich jemand mit zigaretten papier so pulver kugel "kartuschen" gebaut, hat das einer von euch schonmal gesehen?


    grüße

    marcus

  • Hallo marcusmb,- ,

    ich Glaube du meinst Papierpatronen. Das haben die im amerikanischen Bürgerkrieg benutzt. Bei Langwaffen. Der Vorteil: abgewogene Ladung und eine Kugel in der Hand. Das Ende wurde abgebissen, Ladung Pulver rein und Kugel hinterher. Stopf. Fertig.

    Nichts für Revolver. Da wäre eine Pulverflasche besser. Die sind aber wegen Sprengung verboten, Ich kenne da einen in meinem Schützenkreis. Der hat so seine rechte Hand verloren.

    Also: jede Ladung seperat im Glas oder Plastikröhrchen abfüllen und auf dem Stand Laden.

    Aber frage da mal einen Renectman oder so. Das sind historische Schwarzpulverschützen die Schlachten von Napoleon oder anderen nachstellen.



    Wer im Sommer einen hebt, hat Corona überlebt.:bier:

  • Mit dem Stabzündersetzer kam ich nie klar, habe schon einen verbogen, und trotzdem sind die Zünder abgefallen. Habe jetzt den "Polish Capper", massiv gefräst, etwas größer, aber mit echter Vereinzelung zur Unfallverhütung, und man kann damit die Zünder gleich gut aufpressen.


    Papierpatronen gab es selbstverständlich auch für Revolver. Die wurden aber nicht aufgerissen, sondern einfach komplett verladen. Heute kann man das umständlich nachbauen, oder die einzelnen Ladungen statt in Glasröhrchen in Zigarettenhülsen mit Filter laden und oben zu drehen. Das kommt dann mit Filter nach vorne in die Trommel, Geschoß hinterher, da hat man gleich noch den "Dämmfilz" dabei, auf den manche nicht verzichten wollen. Fett sollte so oder so noch vorne drauf nach dem Setzen.

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    - Beatrice Hall (fälschlich Voltaire zugesprochen)

  • Was "braucht" man schon?


    Ich mache hauptsächlich Westernschießen. An einem Wettkampftag muss man da insgesamt 12 Mal einen Revolver laden (2 Revolver für 6 Stages). Das sind 60 einzelne Ladungen. Und man soll nebenbei ja auch noch Helferdienste machen, wie die anderen auch. Da ist man schon froh wenn das Laden selbst schnell geht. Außerdem ist es authentischer.

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    - Beatrice Hall (fälschlich Voltaire zugesprochen)