Sehen eure Hülsen nach dem Kalibireren auch so aus?

  • Hi,


    ich habe bei Egun 300 WINMAG Hülsen (S&B, 1x geschossen) ersteigert.

    Heute wollte ich diese das erste Mal komplett kalibrieren.

    Setup: Forster CoAx, Lee Matritze, eingeschraubt bis zum Kontakt mit dem Hülsenhalter.

    Fett: Sprühfett nach dem Rezept von Wiederlader TV


    IMG_7944.jpg


    von oben nach unten seht ihr nun Beispiele, wie die Hülsen kalibriert werden, das sieht so aus als ob die Matritze richtiggehend Material abschabt.


    da bleibt so ein richtiger Rand über dem Gürtel unten.


    IMG_7945.jpg

  • Lee Matritzen für Gürtelhülsen sind manchmal nicht so Optimal. Da ist der Absatz für den Gürtel öfters sehr scharfkantig und schabt Material ab. Bin zwar ein Lee Fan aber dafür würde ich dann doch Redding nehmen.

    "Stehle einem Mann die Brieftasche und er ist eine Woche lang Arm, lehre ihn das Wiederladen und er wird sein ganzes Leben lang Arm sein."

    Konfuzius

  • Hatte so was ähnliches mit neuerem MaSa von RCBS auch. Kann auch sein, daß der Vorbesitzer ein "ausgelatschtes" Patronenlager hatte und die Hülse stark gedehnt wurde.

    Davon ab ist S&B nicht das optimale Hülsenmaterial. Dann schon lieber Lapua oder Norma, ohne Reklame machen zu wollen... :/

    Alle Ladedaten ohne Gewähr! Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • Hawkeye2

    Du könntest aber auch mal jemandem der auch .300WM lädt,Hülsen zum vergleichskalibrieren geben.

    Bevor du gleich ne neue Matrize kaufst.


    Ich lade mit einer RCBS,hatte das Problem noch nicht.



    Die von dir bereits kalibrierten Hülsen,bei denen es etwas abgeschabt hat würde ich in die Tonne werfen.

    Zuletzt noch der Spruch: jeder Wiederlader handelt für sich selbst verantwortlich, keine Gewähr für die Angaben etc. :la:

  • Klingt nach nem Angebot?


    Aber sowas von:thumbsu::peit:

    Was wieder einmal zeigt, wie nützlich Karteneinträge sein können. Man muss ja nicht direkt Strasse und Hausnummer preisgeben, aber so als groben Anhaltspunkt mal ne grosse Stadt oder Region anzugeben, ist sicher sehr hilfreich.

    Gruss
    CptKinx


    :la: RCBS RCII :wdl_rot MEC Super 600 :wdl_blue: Dillon 650


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  • Lee Matrizen sind nicht das Gelbe vom Ei.

    Ich hatte in meiner Anfangszeit als WL auch fast nur Lee, jetzt habe ich fast nur noch RCBS und Hornady. Die paar Euronen mehr machen mich bei einer einmaligen Anschaffung nicht arm, und dafür habe dann Ruhe

  • Marlinman so pauschal kannst du das nicht sagen. Ich benutze auch nur Lee und das beschriebene Problem kenne ich gar nicht.

    Es wird wahrscheinlich die Kombination aus folgenden Kriterien sein, die zu den Ergebnis fuehren.

    - nicht wirklich gutes Huelsenmaterial

    - abgefeuert in fremder Waffe

    - wahrscheinlich sehr weites Patronenlager


    Die Huelsen werden sehr weit aufgerblaeht sein. Die Matritze ist fest und die Huelse wird mit Kraft in einer Aufwartsbewegung hineingepresst. Ist ein Teil der Huelse weit ueber Spezifikation und der Widerstand des Materials ist geringer als die benoetigte Kraft, die es bedarf um das Material in eine andere Form zu druecken, dann wird es abgetragen. Der einzige Weg, dass sich das Material verformen kann ist nach oben. Gegen die Schwerkraft und die Reibungs ueber die ganze Laenge der Huelse. Da passiert es schnell, dass diese Gegenkraft groesser ist als die benoetigte Kraft um Material abzukratzen.


    Das hat aber relativ wenig mit dem Hersteller der Matritze zu tun.


    Meine Frage an Hawkeye2 waere wie viel Fett genommen wurde. Sind die Huelsen schoen glitschig und flutschig? Genug Flutschimittel auf der Huelse hilft die Reibung zu verringern und der Huelse zu erlauben sich mit dem Druck durch die Matritze zu laengen. Auch solltest du zum Testen den Hebel an der Presse nicht zu schnell bewegen. Das verschafft der Huelse Zeit sich laengen zu koennen.

  • so pauschal kannst du das nicht sagen

    Nein, wahrscheinlich nicht, aber bei den Lee Matrizen wackeln die Stellschrauben für die Setzstempel und die Stellringe haben nur Gummiringe zur Arretierung. Klar geht es irgendwie, aber Lee ist für mich passé

  • Ich lade ja die .375H&H, den Urvater der .300winmag.

    Als Matrizen nutze ich Forster Benchrest und RCBS (für Bleigeschosse), solche Materialabschabungen habe ich noch nie gesehen.

    Je nachdem wie die Hülsen geladen waren ist ein Belted Magnum Collet Resizing Die zu empfehlen, die presst die Hülse auch im unteren Bereich über dem Gürtel wieder in Form.

    Angegebene Ladedaten sind immer ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • [

    Meine Frage an Hawkeye2 waere wie viel Fett genommen wurde. Sind die Huelsen schoen glitschig und flutschig? Genug Flutschimittel auf der Huelse hilft die Reibung zu verringern und der Huelse zu erlauben sich mit dem Druck durch die Matritze zu laengen. Auch solltest du zum Testen den Hebel an der Presse nicht zu schnell bewegen. Das verschafft der Huelse Zeit sich laengen zu koennen.

    Da habe ich - als ich das Problem gemerkt habe - die Fettmengenvariiert. Die Hülsen gingen schon leicht durch - Abschabungen waren halt vorhanden.


    Auch die Geschwindigkeit des Vorgangs selbst habe ich entsprechend variiert.


    Ich nehme das Angebot von Gattler an, die Hülsen mal zu prüfen.


    Wenn die Hülsen bei ihm passen, dann ist die Matritze schlecht, wenn nein, dann ist das Hülsenmaterial schlecht. Ich tippe aber am ehesten auf die Hülsen.


    Die P1 ist unkalibriert bei 13.00 (CIP: 13,03)

  • Nee, meine sehen nach jahrelangen Gebrauch so aus (ich habe die auch schon vollkalibriert):


    300WinMag Kopie.jpg

    Gruß

    Michel


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  • Das ist normal bei zugekauften Hülen. Hatte ich bei meinen Schweizer auch.

    In deiner Waffe abfeuern, ab in den Tumbler und nur noch Halscalibrieren. Dann geht das weg.

    Zitat

    Wer im Sommer einen hebt, hat Corona überlebt. :bier:

  • Hatte so was ähnliches mit neuerem MaSa von RCBS auch. Kann auch sein, daß der Vorbesitzer ein "ausgelatschtes" Patronenlager hatte und die Hülse stark gedehnt wurde.

    Davon ab ist S&B nicht das optimale Hülsenmaterial. Dann schon lieber Lapua oder Norma, ohne Reklame machen zu wollen... :/

    Sooo schlecht sind S&B Hülsen ja auch nicht.

    Wenn man die Zündglocken einmal bearbeitet hat, sind die eigentlich ganz ok.

    Beste Grüße aus good, old, dirty Duisburg


    MasterSpecialAgent


    Peace means having a bigger stick than the other guy.


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  • Hawkeye2


    Ich würde mit der Lee-Matrize noch einen Versuch machen. Die sind nicht schlecht.

    Nur, die brauchen, wenn sie neu sind, einen extra Sprühstoß Hülsenfett in die Kalibriermatrize. Dann geht das.


    Mir hat es am Anfang auch mehrere 222 Rem. zerkrümpfelt, bis ich mir einen Zettel in die Matrize gelegt habe: Sprühstoß in Kalibriermatrize. Seitdem funzt das.

    Lieber mal 2-3 Hülsen gut fetten.


    Die geht. Glaub mir:thumbsu:


    Ansonsten nehme ich die gerne für meine Sammlung, wer weiß, was noch kommt...


    Gruß

    Frank

  • Sooo schlecht sind S&B Hülsen ja auch nicht.

    Wenn man die Zündglocken einmal bearbeitet hat, sind die eigentlich ganz ok.

    Der Preisunterschied zwischen S&B und Norma / Lapua ist nicht, weil S&B genau so gutes Hülsenmaterial hat!

    Fakt ist, daß der Kupferanteil bei S&B (und etlichen anderen Hülsenherstellern) eben ziemlich gering ist, was bedeutet, daß das Hülsenmaterial spöder ist und daher nicht so gut zu bearbeiten ist und eher zum reißen neigt.

    Alle Ladedaten ohne Gewähr! Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • Zitat

    Der Preisunterschied zwischen S&B und Norma / Lapua ist nicht, weil S&B genau so gutes Hülsenmaterial hat!

    Fakt ist, daß der Kupferanteil bei S&B (und etlichen anderen Hülsenherstellern) eben ziemlich gering ist, was bedeutet, daß das Hülsenmaterial spöder ist und daher nicht so gut zu bearbeiten ist und eher zum reißen neigt.

    Brauchst nur mal ne Norma Hülse neben eine z.B. Hornady stellen, dass siehst du schon ander Farbe das in den Norma mehr Kupfer ist.

    Zumindest ist das bei Hülsen 300WSM so, da ist mir das sehr aufgefallen.

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