Pulverbeschichtung von Bleigeschossen

  • Da drängt sich mir jetzt eine Frage auf:


    Macht das bei den beschichteten Geschossen einen eklatanten Unterschied?

    Nicht jeder Weg führt zum Ziel...

  • Nein. Zumindest keinen festgestellt.

    Bleibt auch zu testen ob diese Aussagen überhaupt der Realität entsprechen.

    Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Egal was ich tue, für irgendjemand auf diesem Planeten ist es das Falsche.


    Neue Frage -------> Neues Thema.

  • Zumindest kann man Bleilegierungen, die Antimon enthalten, mit erhitzen und abschrecken härten.


    :nw:

    Nicht jeder Weg führt zum Ziel...

  • Ich habe in einem US Forum gelesen das Geschosse durch das Pulverbeschichten bzw. dem anschliessenden "Backen" im Ofen mit ca. 200°Grad , weicher werden.

    Vor dem Beschichten 14-15 BHN danach nur noch 10-11BHN.


    Ein weiteres Beispiel wurde noch genannt.
    Vorher 22 BHN, nach dem Pulverbeschichten nur noch 11 BHN.


    Manche Ammis werfen die Dinger nach dem Backen direkt in kaltes Wasser um mehr Härte zu bekommen.


    Mir is das Wurst für meine Slugs und Buckshots. Die "gehen" auch so wie sie ausm Ofen kommen.


    Habe sie aber auch schon abgeschreckt und hatte den Eindruck sie wären etwas härter.

    Irgendwie fühlt man das... Auch wenn sie gegeneinander fallen.

    Ich bin der Meinung nach dem abschrecken direkt ausm Ofen sind sie härter als ohne Abschrecken.


    Habe aber keine Messmittel um das rauszufinden und konkrete Aussagen zu machen.


    Unstrittig ist aber, dass der Pulverlack wohl eh schon härter ist als blankes Blei. Auch wenn der nur an der Oberfläche ist.

    Ich übernehme keine Verantwortung oder Garantie für irgendwas. Jeder handelt eigenverantwortlich mit sämtlichen Informationen.

  • Da drängt sich mir jetzt eine Frage auf:


    Macht das bei den beschichteten Geschossen einen eklatanten Unterschied?

    Was hat eine Beschichtung mit der Bleihärte zu tun?


    Nein. Zumindest keinen festgestellt.


    Ihr macht euch also vor dem Geschossgießen Gedanken darüber, wie hart das Blei sein sollte, legiert nach um die gewünschte BHN zu erreichen und dann ist es euch nach dem Beschichten egal. :clap:

    Schade das "Murmelgießer" darauf keine Antwort mehr geben kann, wirklich Jammerschade...

    "Everything else is just what you shoot before you shoot your first revolver from Freedom Arms!"

    "You can't have enough guns!"

  • Ihr macht euch also vor dem Geschossgießen Gedanken darüber, wie hart das Blei sein sollte,

    Wenn ich gieße ist mein Blei bereits legiert.:ja:

    Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Egal was ich tue, für irgendjemand auf diesem Planeten ist es das Falsche.


    Neue Frage -------> Neues Thema.

  • Was hat eine Beschichtung mit der Bleihärte zu tun?



    Ihr macht euch also vor dem Geschossgießen Gedanken darüber, wie hart das Blei sein sollte, legiert nach um die gewünschte BHN zu erreichen und dann ist es euch nach dem Beschichten egal. :clap:

    Schade das "Murmelgießer" darauf keine Antwort mehr geben kann, wirklich Jammerschade...

    Bleigeschossen wird nachgesagt, dass sie bei falscher Härte den Lauf verbleien können.

    Meines Erachtens sollte das bei einer Beschichtung nicht der Fall sein.


    Daher bin ich der Meinung, dass in dem Fall die BHN des Bleis keine Rolle spielt.

    Nicht jeder Weg führt zum Ziel...

  • Bleigeschossen wird nachgesagt, dass sie bei falscher Härte den Lauf verbleien können.

    Stimmt.

    Meines Erachtens sollte das bei einer Beschichtung nicht der Fall sein.

    Stimmt auch.

    Daher bin ich der Meinung, dass in dem Fall die BHN des Bleis keine Rolle spielt.

    Bei der Präzision spielt es schon eine Rolle.

    Zu weiches Blei "rutscht " über die Züge.

    Auch mit Beschichtung.

    Gruß
    Karl-Heinz

    Ich tue Recht und scheue keinen Feind.


    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwotlich, alle Ladedaten ohne Gewähr


    Am Crimp hat es nicht gelegen....war keiner drauf.


    Egal was ich tue, für irgendjemand auf diesem Planeten ist es das Falsche.


    Neue Frage -------> Neues Thema.

  • Bleigeschossen wird nachgesagt, dass sie bei falscher Härte den Lauf verbleien können.

    Meines Erachtens sollte das bei einer Beschichtung nicht der Fall sein.


    Daher bin ich der Meinung, dass in dem Fall die BHN des Bleis keine Rolle spielt.


    Wenn ein zu weiches Geschoss mit ziemlich viel Power in einen Übergangskonus eines Revolvers hineinschmettert, kann sich sodurch das Geschoss stauchen und den Übergangskonus sprengen!
    Das ist sogar schon bei einem Freedom Arms Revolver in 454C passiert, das Geschoss war ein Sierra Teilmantel (dünner Mantel + weiches Blei).

    Wie "reload10" bereits anmerkte, wäre es sinnvoll die Pulverbeschichteten Pillen, sofort nach dem Backofen ins kalte Wasser fallen zu lassen, andernfalls wäre der ganze Antimon Zinober für den Hasen.

    "Everything else is just what you shoot before you shoot your first revolver from Freedom Arms!"

    "You can't have enough guns!"

  • Generell soll jeder das machen, was er für seine Waffen, für seinen Bedarf für richtig findet.:thumbsu:


    Mit einem überzeugten Blei Batzen Schützen darüber zu diskutieren, warum man Geschosse beschichtet, erübrigt sich...! :nw:


    ICH(!) beschichte die Geschosse, weil ich möglichst wenig Kontakt mit Blei haben möchte und mir das elendige Lauf putzen, auf den Zeiger geht. :boesew:

    Die beschichteten Geschosse sind auch nachweislich schneller als die gefetteten Blei Batzen und genau so Präzise, wie gefettete Blei Batzen!

    Es macht mir auch Spaß, schöne Geschosse herzustellen und zu verladen. :happ:


    Ich habe eine 20kg Blei Ofen und bevor ich anfange zu gießen, teste ich die Blei härte.

    Angelehnt an H&N, ARES, habe ich von denen mit einem Messgerät die Blei härte bei vergleichbaren Geschossen getestet und stelle die Blei Schmelze darauf in etwa zusammen.


    Ich kann dann für 20kg die Geschosse gießen und weiß, dass die Geschosse konstant gleiche Härte haben. :thumbsu:


    Bislang hatte ich noch NIE, bei keinem Kaliber, einen verbleiten Lauf und es macht beim Wiederladen Spaß, ohne Blei an den Pfoten arbeiten zu können! :happ:

    Grüße:winke:

    erndi

  • Es lag mir fern eine Grundsatzdiskussion loszutreten, weshalb und wie toll das Beschichten ist.

    Es war lediglich ein Hinweis, das die BHN Härte des Blei nach dem Backen "angeblich" niedriger wird, ob das jetzt wirklich so ist kann ich nicht überprüfen da ich nicht Pulverbeschichte.
    Daher dachte ich das könnte vielleicht die Neugierde des Pulverbeschichters erwecken und zum überprüfen anregen.


    Mich hätte das jetzt einfach interessiert ob dem wirklich so ist, vielleicht auch untermauert mit ein paar Zahlen, aber wenn es euch völlig egal zu sein scheint, was mache ich mir dann überhaupt einen Kopf darüber.

    "Everything else is just what you shoot before you shoot your first revolver from Freedom Arms!"

    "You can't have enough guns!"

  • Ich sehe das im wesentlichen wie Erndi. Überwiegend mit Polygonprofil schießend habe ich bisher nach der Formel 90/5/5 legiert, danach beschichtet, NICHT abgeschreckt, einwandfreie Ergebnisse.

    In Ermangelung eine Härtetesters kann ich nicht mal sagen, ob die Murmeln weicher werden oder nicht, es reicht aber immer an Härte, dass das Überspringen der Felder im Normalprofil auch bei harten Ladungen sicher verhindert wird.

    Vielleicht können die Beschichter, die im Besitz eines Testers sind, sich mal dazu äußern, ob sie den Härteverlust bestätigen können. Ich stelle jedenfalls durch das Backen keine nachteiligen Veränderungen fest, sonst hätte ich mir zur Sicherheit schon einen Tester besorgt. In einem anderen Faden hat sich Special Master Agent auch mal zur Beschichtung in harten Kalibern geäussert, ohne eine mangelhafte

    Härte der Legierung bestätigen zu können. Offensichtlich ist das kein wirkliches Thema ein vermuteter Härteverlust. Hätte wahrscheinlich schon mal einer entsprechend hier beschrieben, wenn es ein Thema wäre.

    Ach was Probleme: das sind lediglich Stationen auf dem Weg zur vollkommenen Weisheit! :thumbup:

  • Beschichtetes Geschoß (2x beschichtet) ca 14 BHN)

    Gemessen mit der Bleistiftmethode weil einfach, genau genug und schnell.

    Dazu hätte ich zwei Fragen:

    - warum 2x beschichtet? HiTek ?

    - wie machst Du das, dass Du mit der Bleistiftmethode auf 2 BHN genau messen kannst? :nw:

    Ernst gemeint, wäre interessant!

  • zweimal Beschichtet weil ich das Farbpulver mal mit der Hitek Methode beschichtet habe.

    Zwei Brinell weil das beschichtete Geschoss (Farbschicht natürlich entfernt) mit dem HB Bleistift geritzt werden kann und das unbeschichtete mit dem F.


    Geschosse sehen so aus (vlnr beschichtet für die 9mm Luger, gefettet für den 38er, roh)


    "Stehle einem Mann die Brieftasche und er ist eine Woche lang Arm, lehre ihn das Wiederladen und er wird sein ganzes Leben lang Arm sein."

    Konfuzius

  • Das mit dem Bleistift finde ich hochinteressant.


    Gibt es dazu eine Anleitung, so wie auf dem Bild?

    Nicht jeder Weg führt zum Ziel...

  • Das mit dem Bleistift finde ich hochinteressant.


    Gibt es dazu eine Anleitung, so wie auf dem Bild?

    Neidrucka - und schauen ob das Blei oder der Stift nachgeben...


    Bei youtube gibts dazu auch Videos.



    Für mich ist das weniger messen, die Bleistifte sind eher "Schätzeisen".

    Aber funktionieren tuts...

    Man hat immerhin mal einen Anhaltspunkt - wenn man den braucht.

    Ich übernehme keine Verantwortung oder Garantie für irgendwas. Jeder handelt eigenverantwortlich mit sämtlichen Informationen.

  • Ein Schätzeisen ist der LEE Tester auch..


    Wenn ich das gleiche Ergebnis mit weniger Aufwand bekomme bin ich doch auch zufrieden.

    Daher hätte mich die Liste interessiert. Zur Beschaffung der benötigten Schreibutensilien.

    Nicht jeder Weg führt zum Ziel...