auf der Suche nach der L6, oder warum ich immer wieder Abweichungen habe. Eine Fehlersuche - Teil 2

  • hier gehts weiter


    Also das Ding biegt sich, und wie! Die Kopfeinheit biegt sich je nach Belastung durch Setz- oder Crimpmatrize über 3/10mm !

    Zusätzlich biegt sich die Trägerplatte für die Hülsenhalterplatte auf dem Kolben. Nu wird guter Rat teuer. Die Dinger sind alle scheiße, einfach ausgedrückt. Eine Einstationenpresse ist da wesentlich besser als die Mehrstaionenpressen.

    Ich versuch jetzt mal, den oberen Rahmen irgend wie abzufangen.


    Soviel erst mal zum Thema "Meine L6 schwankt"

    Das Problem besteht ja nicht nur bei mir, die Pressen können nicht besser sein!


    jeder muß selbst wissen, was er tut

  • 45ACP

    Soll ich Dir mal meine Hornady LNL leihen??

    Oder gleich

    https://www.wiederladen-ruhrge…3536871/Products/78095100
    Wobei ich mit den 650ern (die nutze ich dann mit Hülsenzuführung) auch sehr zufrieden bin.

    Gruß Hermann :)


    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • Die unterschiedlichen L6 liegen wohl daran, dass nichts so spielfrei an der Presse läuft, wie z.B. die Präzipress.

    Und dann verzieht sich die ganze Hülsenhalteplatte immer etwas anders, je nachdem, ob auf der Platte in jeder Station eine Hülse drin ist, oder nur 2 oder 3.

    Wenn ich erst mit einer Hülse alle Matrizen einstelle, habe ich eine um etwa 0,25mm längere L6, als wenn ich danach 5 Hülsen auf der Presse habe.

    Das berücksichtige ich immer und nutze die ersten Patronen nur fürs Training.

    Oder ich stelle die ersten 5 Patronen zur Seite und drücke die Geschosse etwas nach.

    Bremsespätestens wenn du Gott siehst!:boe:

  • Die unterschiedlichen L6 liegen wohl daran, dass nichts so spielfrei an der Presse läuft, wie z.B. die Präzipress.

    Und dann verzieht sich die ganze Hülsenhalteplatte immer etwas anders, je nachdem, ob auf der Platte in jeder Station eine Hülse drin ist, oder nur 2 oder 3.

    Wenn ich erst mit einer Hülse alle Matrizen einstelle, habe ich eine um etwa 0,25mm längere L6, als wenn ich danach 5 Hülsen auf der Presse habe.

    Das berücksichtige ich immer und nutze die ersten Patronen nur fürs Training.

    Oder ich stelle die ersten 5 Patronen zur Seite und drücke die Geschosse etwas nach.

    Hallo Whoami, ich habe das gleiche Problem mit der XL 750. Die L6 ist länger.

    Stellst du die Matritzen mit Patronen in jeder Station ein? Also 5 Stück?

  • Komisch, bei mir ist das gerade anderster herum mit der L6.

    Meine Gesamtlänge wird ca. 0,2mm Länger wenn alle Stationen belegt sind (Dillon XL 650).


    Gruß Sven

  • Komisch, bei mir ist das gerade anderster herum mit der L6.

    Meine Gesamtlänge wird ca. 0,2mm Länger wenn alle Stationen belegt sind (Dillon XL 650).


    Gruß Sven

    Ein zur Geschossform passender Setzstempel und alle Stationen besetzt, dann läuft es mit meiner 650er tadellos. Beim Voreinstellen mit einer einzelnen Hülse auf Pos.4 ist die L6 meist 1-2 Zehntel kürzer. Wahrscheinlich wegen der einseitigen Belastung der Halteplatte und Spiel in der Kopfplatte. Da ich aber immer mit 5 Stationen arbeite, passt es.

    Grüße vom Jupp :)


    :!: Jeder Wiederlader handelt auf eigene Verantwortung. :!:

  • warum soll die Hornady besser sein? Die ist doch genauso gebaut (wenn nicht sogar abgekupfert)

    Und dann verzieht sich die ganze Hülsenhalteplatte immer etwas anders, je nachdem, ob auf der Platte in jeder Station eine Hülse drin ist, oder nur 2 oder 3.

    Wenn ich erst mit einer Hülse alle Matrizen einstelle, habe ich eine um etwa 0,25mm längere L6, als wenn ich danach 5 Hülsen auf der Presse habe.

    Das berücksichtige ich immer und nutze die ersten Patronen nur fürs Training.

    Oder ich stelle die ersten 5 Patronen zur Seite und drücke die Geschosse etwas nach.

    Das setzt aber auch voraus, dass bei allen Hülsen auf der Platte der Einpressdruck konstant ist. Schwankt der Einpressdruck, verzieht sich Presse unterschiedlich bei jedem Durchgang. Deshalb hab ich die Schwankungen.

    Bei der RCBS kann sich aber die Hülsenhalterplatte eigentlich nicht verbiegen, da die plan auf dem Tisch aufliegt. Da sind keine Leerräume wie z. B. der LEE Loadmaster.


    Beispiel:

    LOS .451, die fallen fast von alleine in die aus meinem Lager beschossenen Hülsen.

    Nehme ich .452 und kalibrierte Hülsen, benötige ich mehr Kraft.

    Und wenn die Hülsenlänge an der Stelle, wo die Crimpmatrize steht, schwankt, ändert sich auch hier der Druck/Kraft und verbiegt die Presse.

    Also müsste die Hülsenlänge einheitlich sein.

    Man muss sich auch mal vor Augen halten, welche Kraft da oben kurz vor OT am Kopf freigesetzt wird. Das sind Tonnen! Und je größer der Durchmesser, desto instabiler wird das.
    Deshalb hat Lyman und Prezipress an den Turrets ein anderes Prinzip um die Kräfte abzufangen. UND, es wird IMMER die selbe Station belastet.

    jeder muß selbst wissen, was er tut

    Einmal editiert, zuletzt von 45ACP ()

  • Hallo Whoami, ich habe das gleiche Problem mit der XL 750. Die L6 ist länger.

    Stellst du die Matritzen mit Patronen in jeder Station ein? Also 5 Stück?

    Die Kalibriermatrize ist immer gleich.

    Ich stelle immer neu ein das Aufweiten (bei neuen Geschossen) Pulverfüller wird mehrmals kontrolliert und die Setztiefe. Das mache ich immer nur mit einer einzelnen Hülse.

    Erst wenn alles passt, wird die Platte voll bestückt.

    Ich fange aber immer erst an, wenn alle Matrizen montiert sind! Auch wenn ich die Matrizen einzeln einstelle, sie sind aber alle 5 montiert.

    Bremsespätestens wenn du Gott siehst!:boe:

  • Bei der Hornady, die kalibriermatrize so weit runterdrehen, das sie in Endposition die Kopfplatte berührt, dann passt es mit der Länge ziemlich gut.

    Hatte jetzt bei der 357 er Charge "nur" 6/100 Unterschiede


    wird wahrscheinlich bei den anderen auch so gehen.

  • so, nächste Erkenntnis:

    Patronen hergestellt, L6 geht so, bis auf eine.

    SOLL: 31,3

    IST: 31,0

    ups. ok, bin ja schon so einiges gewohnt. Hammer raus und die Murmel leicht rausgeklopft und nachgedrückt

    hmm, 31,0 hää?

    Geschoß raus und anderes drauf

    31,0

    altes Geschoß auf andere Hülse

    31,3 ???


    Hülse ist auch 0,2mm zu kurz. Daran kann es aber NICHT liegen, bin ich doof?

    Hülse auf der LEE in die Hülsenhalterplatte und ups, wenn ich die richtig in den Schlitz drücke, hebt die sich an.

    Also an der Drehe den Konus unten für die Auszieherkralle nachgedreht und siehe da,

    31,3

    passt


    Tolleranz Hülse und Platte(n) wohl zu eng

    Scheiß Hülse, war Magtech

    So etwas hatte hier auch schon mal jemand, dass der Schlitz in der Platte nicht stimmte. Hier war es jetzt aber die Hülse.

    Das würde erklären, warum ich ab und an Patronen habe, die zu kurz sind.

    jeder muß selbst wissen, was er tut

  • Mal eine Frage in die Runde.

    Seid ihr alle so gute Schützen, dass ihr die L6 Abweichung von 0,3mm auf der Scheibe seht?

    ... laborierst du noch oder schiesst du schon? :peit:

  • nöö, aber laut DEVA bin ich mit 0,3 weniger im kritischen Bereich. Wer garantiert, dass es nicht auch noch weniger werden?

    Es ist ja nicht nur der ein Faktor, da kommen ja noch mehr zusammen.
    Und laut Ladeleiter bemerkt man es schon. So gut bin ich dann doch, um eine 9 von einer 10 zu unterscheiden


    Sagen wir mal so, wenn ich so viel Geld ausgebe, erwarte ich Qualität. Das hab ich so gelernt und auch so angewendet. Wenn die Maschine das nicht hergibt, ist das murks.

    jeder muß selbst wissen, was er tut

  • 45ACP

    Schraubst du die Kopfplatte von oben mit den 3 Inbusschrauben ganz fest ???


    Habe ich am Anfang so gemacht und größere Schwankungen gehabt.

    Seit dem drücke ich die Platte nach oben und drehe die Schrauben nur soweit bei, bis ich merke, daß sie anliegen.

    Ist nicht schlimm wenn die Matritzen sich ein bischen bewegen können, aber die Toleranzen sind dadurch viel kleiner geworden.

    Besser wäre es gewesen, wenn RCBS das anders gelöst hatte, bei Dillon werden einfach 2 Stifte reingesteckt.


    Da es am Anfang die Kopfplatten für die ProChucker 7 nur mit Pulverfüller und sehr teuer gab,

    habe ich auch welche aus Vollalu, die dünnwandigen Gussdinger habe ich noch nie getestet.


    Und noch mal:

    Ich lade NUR mit allen Stationen besetzt, mit gleichen Hülsen usw.

    (Da meine CBC wirklich sehr unterschiedlich und auch teilweise vorne schräg waren, habe ich die vor dem 1. Mal alle getrimmt.)

    Bei meinen letzten 357er waren alle zwischen 40,7 und 40,8, also 40,75 +/- 0,05mm - damit bin ich zufrieden.


    Gruß

    MP

  • Ich hab es so und so getestet. Kopfplatte nach oben und von unten Unterfüttert war auch bei mir das bessere Resultat. Aber die größten Abweichungen tauchen auf, wenn auf einer Station eine Hülse sitzt, welche nur sehr stramm in die Matrize (z. B. Kalibrier) geht. Dann verbiegt sich der ganze Rahmen oben. Der große Durchmesser der Kopfplatte ist natürlich auch ein große Angriffswinkel.

    jeder muß selbst wissen, was er tut