Zündhütchen nach Setzten überprüfen

  • Hallo,


    ich suche eine Möglichkeit, ausser auf der Couch die ZH von Hand zu setzen, zu prüfen, ob das ZH richtig gesetzt wurde,

    Habe jetzt 5000 Schuss gemacht, mit 6 defekten Zündhütchen und 3 ohne Zündhütchen. Ja, man merkt das es schwer geht, aber dann ist es auch schon zu spät, gibt es dafür ein Kontrollsystem, das mit der 650xl oder der LNL Ap zusammenarbeitet?


    Oder kommt der "Ausschuss" vor, da fehlt mir die Erfahrung :-)


    Danke

  • Bei der Dillon muß man den Hebel ganz nach vorne drücken, dann passen in der Regel die ZH, wie es bei der Hornady ist weiß ich nicht. Ich prüfe die ZH nachdem sie aus der Dillon kommen und ich sie in Patronenboxen gesteckt habe mittels Blechlineal. Du brauchst nur das Blechlineal oder einen geraden Blechstreifen über die gefertigten Patronen in der Box legen dann siehst Du ob die ZH richtig gesetzt sind, sollte eines dabei sein das übersteht fällts Dir auf.

  • Das ist klar, aber wenn man zu viel Kraft braucht, ist es schon passiert, das es zerquetscht ist, Wirkliches Problem ist ohne ZH, da hier das Pulver raus rieselt.


    Ist bei der Anzahl der geladenen Patronen zwar sehr geringt, doch wenn es eine Möglichkeit gibt, das im Vorfeld auszuschliessen, würde ich es testen.

  • Das ist klar, aber wenn man zu viel Kraft braucht, ist es schon passiert, das es zerquetscht ist, Wirkliches Problem ist ohne ZH, da hier das Pulver raus rieselt.


    Ist bei der Anzahl der geladenen Patronen zwar sehr geringt, doch wenn es eine Möglichkeit gibt, das im Vorfeld auszuschliessen, würde ich es testen.


    Ich versuch mich da reinzudenken und frage mich was Du Dir da überhaupt vorstellst....?


    Wie soll sowas gehen....?


    Wie soll man beim Setzen von ZH was im Vorfeld ausschließen können, das evtl dann passieren kann...?


    Wie soll man im Vorfeld verhindern können dass ein ZH nicht korrekt gesetzt werden kann, weil sich da evtl mal was verkantet etc...?


    Wie soll man im Vorfeld ausschließen können, dass bei 1000 Patronen mal evtl ein ZH nicht zugeführt wird ?


    Ganz im Ernst:


    Hellsehen...?

    Sowas im Vorfeld ausschließen zu können ?


    Im Nachhinein kontrollieren geht evtl irgendwie.


    Aber im Vorfeld ? Woher soll man denn wissen, das bspw. jetzt genau das eine ZH von 1000 kommt, mit dem es Probleme geben wird oder das sich verkantet...?

    Ich übernehme keine Verantwortung oder Garantie für irgendwas. Jeder handelt eigenverantwortlich mit sämtlichen Informationen.

  • Ok, anscheinend habe ich es missverständlich ausgedrückt......


    Zitat Ich: "Wirkliches Problem ist ohne ZH, da hier das Pulver raus rieselt."


    Gibt es ein Sensor (optisch oder Ähnliches) der sowas erkennt?


    ODER:


    ist es normal, das sowas alle paar X Schuss vorkommt, da mir wie oben schon erwähnt die Erfahrung fehlt.

  • Was sollte ein evtl Sensor denn erkennen ?


    Dass das ZH nicht gesetzt wurde ?


    Sowas wäre zumindest eher möglich, als es im Vorfeld auszuschließen.

    Mir ist aber nichts bekannt, was es dafür geben könnte.


    Es gibt sowas wie "Powderchecks", aber von "Primerchecks" weiss ich zumindest nichts.


    Ich verlass mich da bei der Dillon auf mein Gefühl. In fast allen Fällen merke ich, wenn es Probleme mit einem ZH gibt oder wenn gar keins gesetzt wird. Geht natürlich ein bissel auf die Geschwindigkeit, wenn man den Hebel mehr mit Gefühl nach hinten drückt und das ZH setzt, anstatt den nur stumpf hin und her zu bewegen.

    Aber auch da kann es mal vorkommen das es Problem gibt mit einem ZH dass dann beim Pulver auffällt oder bei der Abschlusskontrolle der Patrone.

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  • spawnm12

    Bei der Dillon 650 dreht das nicht verbrauchte ZH in der Scheibe weiter. Wenn die dazugehörige Hülse auf Station 4 ist, fällt es in die Rutsche.
    Zerdrückte ZH gibt es nur bei unpassender Einstellung der Anlegeklammer oder engen/gecrimpten Zündglocken.
    Bei Hornady, sowie Dillon 550/750 bleibt es im Schlitten und wird versucht erneut zu setzen.

    Gruß Hermann :)


    Keine Gewährleistung für veröffentlichte Tipps.
    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • Ok, vielen Dank


    Dann passe ich in Zukunft besser auf und schaue ab und an auf den Auffangebehäler.


    LG

  • Die einzige Möglichkeit um sowas vornherein auzuschließen ist - die Richtige Hülse + Zünder Kombination zu finden soll heißen der Zünder paßt perfekt in die Hülse in meinen Fall CCI BR 2 od. Fed. GM in lapua / Norma/ RWS Hülse es gibt auch Kombi die Vertragen sich nicht.

  • Ich habe nach zig tausend Patronen ein Gefühl, welchen Druck ich beim ZH setzen ausüben muss. Geht es zu schwer, nehme ich die leere Hülse mit dem frisch gesetzten ZH raus und überprüfe den Sitz. Wenn ok, Hülse wieder rein und weiter gehts.


    Geht das Setzen zu leicht, Hülse raus und mit dem Hülsenboden paar Mal schräg auf die Tischplatte geklopft, ob das ZH rausfällt.


    Ich sehe keine andere zuverlässige Methode, den Sitz zu überprüfen.


    Es gab mal (von Gordon?) ein Video mit einem Lichtleiter rund um die Hülsenhalteplatte. Mir erschien das zu kompliziert und zu fummelig.

    Bremsespätestens wenn du Gott siehst!:boe:

  • Ich denke, dass reload10 weiß wovon er da schreibt.


    Die einzige Möglichkeit ohne Bastelleien, die mir einfiele ist auch das gefühlvolle bewegen des Hebels, um es zu spüren ob das ZH richtig sitzt.


    Mit basteln kommt es auf die Presse an ob man von Oben oder von Unten durch die Hülse Leuchten könnte.

    Auf Wiederlader.tv gibt es so einen Mod für die Lee Loadmaster zu sehen.

  • ...

    doch wenn es eine Möglichkeit gibt, das im Vorfeld auszuschliessen, würde ich es testen.

    Die einzige Möglichkeit, die ich sehe ist alles vorher messtechnisch zu erfassen.

    Es hat ja schließlich einen Grund, warum ein ZH mal schwerer und das andere mal leichter sich setzen lässt.

    Da wird´s um Fertigungstoleranzen gehen.


    Also alles vorher ausmessen und dann die richtigen aufeinander abgestimmten Paarungen zusammenfügen.


    Ehrlich gesagt würde mir da jetzt hagrud´s Post #9 da deutlich mehr zusagen, allein schon der "Einfachheit" wegen.

  • Alle Ladeempfehlungen ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • Das ist in der Praxis durchführbar, wenn du alle Jubeljahre mal 50 Patronen lädst. Aber nicht bei 20.000/Jahr.

    Gehäuft tritt auf, dass Magtech Zündis und Geco Hülsen nicht passen - da gehen viele ZH zu leicht rein. Aber eben nicht alle und nicht immer. Ich vermute, dass auch die ZH vom gleichen Hersteller nicht alle gleich sind.

    Bremsespätestens wenn du Gott siehst!:boe:

  • Weiss nicht warum ihr alle so ratlos seid, nimmt einfach die "Murmelgold-Kristallkugel" und alle Probleme sind gelöst, die beinhalten Crimp, OAL, Messinganteil bei der Hülse, Passgenauigkeit für Patronenlager und selbstverständlich auch korrekten Zündhütchensitz im Voraus, dazwischen und danach




    :ironie:


    p.s. - Eine Endkontrolle vor dem verstauen im Munitionsdepot ist eh Pflicht, egal ob Einzel oder Mehrstation. Das Kuriosenkabinett mit gar nicht (riesel riesel....) quer / verkehrt herum und sonstwie falsch gesetzen Zündhütchen kennt jeder, mal mehr oder weniger Kraftaufwand, kommt doch immer wieder mal vor, oda?


    Die Sinnkrise deswegen finde ich verstörend, nimm's hin und basta - das bleibt ein Wiederladerleben lang.

    9mm Para, .357Mag, .44Mag, 12 GA


    Der Teufel steckt im Detail und fährt nur im toten Winkel 8)


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    Jeder Wiederlader handelt selbstverständlich immer eigenverantwortlich.

  • murmelgold

    Ok, vielen Dank


    Dann passe ich in Zukunft besser auf und schaue ab und an auf den Auffangebehäler.


    LG

    Für mich ist das Thema erledigt, daher auch der Haken neben dem Thread :ja: