Schalldämpfergewinde am Stutzenlauf - Erfahrung?

  • Hallo zusammen,

    Vielleicht hat jemand hier zu diesem Thema schon Erfahrung gesammelt.

    Ich suchte im Netz nach Möglichkeiten einen Schalldämpfer an einem Stutzen anzubringen.

    Konkret ist es ein Steyr-Stutzen in 7x64. E

    War schön nicht einfach für den 52 cm langen Lauf eine Laborierung zu finden, die nicht jedesmal einen Mündungsblitz einer Feldhaubitze erzeugt.

    Jetzt soll zumindest die Möglichkeit einer Schalldämpfermontage her.

    Gefunden habe ich ihn:

    https://otto-repa.de/

    Die Lösung mit der Hülse fand ich elegant. Kein wesentliches Verändern des Schafts, kein Beschuss, offene Visierung bleibt unverändert...

    Hat jemand so etwas oder Ähnliches? Vllt sogar von O. Repa?


    Besten Gruß

  • Mit dieser Methode habe ich mich auch schon einmal auseinandergesetzt.
    Insgesamt gibt es wenig Erfahrungen dazu im Netz, viele negative Meinungen, aber kaum jemand mit praktischem Bezug.


    Die Buchse ist aufgeklebt, der Büma wirbt damit dass sie rückstandsfrei entfernt werden kann.


    Da die Gewindebuchse kein relevantes Teil ist wollte ich sie mir selber drehen.
    Es ist dann, unter anderem, daran gescheitert dass mein Lauf an der Mündung minial konisch ist und ich die Buchse daher nicht genau genug selber fertigen kann.

  • Wenn das so einfach wäre,hätte diese Art der Montagemöglichkeit sich sicherlich mehr durchgesetzt.

    Die Laufseelenachse läuft meistens auch nicht 100%ig mittig zum Laufaussendurchmesser.


    Wenn sich hier die einzelnen Toleranzen des Exzentrisch seins,des Aussenkonusses des Laufes,Innenkonus der Buchse,Gewinde der Buchse und des Dämpfers negativ ergänzen fliegt im günstigsten Fall nur das Innenleben des Dämpfers davon.


    Nicht um sonst wird der Lauf vor dem andrehen eines Mündungsgewindes der Laufseele nach ausgerichtet.

    Zuletzt noch DER Spruch: Jeder Wiederlader handelt für sich selbst verantwortlich, keine Gewähr für die Angaben etc. :la:

  • Er könnte auch die Buchse aufschrumpfen/-kleben und das Gewinde dann fertig drehen. Dann wäre das wie beim herkömmlichen Gewindefräsen.

    Das ist nicht ganz so einfach. Das Aufschrumpfen oder Aufkleben ja. Aber wie Gattler 8.8 schon richtig geschrieben hat kommen die Probleme erst danach. Die Schalldämpferbohrung muß mit der Laufseelenachse fluchten. Und das funktioniert bei einem kurzen Gewinde nicht. Deshalb gehört noch ein Zentrierdurchmesser hinter das Gewinde. Mein ehemaliger Büchsenmacher hat mir das mal gut erklärt.

    Macht man das nicht so leidet die Präzision darunter.

  • Ich frag mich manchmal wo der gesunde Mittelweg bei sowas ist.

    Hier macht der ein oder andere (Büchser) eine Wissenschaft aus dem Gewindeschneiden. Oder behauptet zumindest, dass es das ist.

    Und in den USA schneiden die Leute teils zuhause in der Garage mit nem Handgewindeschneider ihre Laufgewinde. (und funktioniert dann auch)


    Erscheint mir einerseits wie ne Verkaufsmasche "ohh das is soo kompliziert, gib uns mal ordentlich Asche damit wir das machen" anderseits dann wieder sehr grobschlächtig mit so nem Hand-Ding.


    (das wir das hier in DE nicht dürfen mal außen vor. geht mir nur um die technische Umsetzung)

  • Er könnte auch die Buchse aufschrumpfen/-kleben und das Gewinde dann fertig drehen.

    und wie soll dann das Gewinde zur Seelenachse ausgerichtet werden ?

    Bei einer Bockbücheflinte könnte man eine solche Hülsen verwenden

    Der Beschuss ist ja so teuer auch nicht .


    Erwin

    Alle Daten und Tipps ohne Garantie.
    Jeder Wiederlader handelt auf eigenes Risiko und Verantwortung .

  • Versuch mal, auf einen 6mm Rundstahl ein M6 Gewinde mit dem Schneideisen zu schneiden.


    Bin gespannt, wie sauber das hinbekommst.

    (Das ist nicht böse gemeint)


    Ich kann nicht glauben, das im Amiland das immer gut geht.

    Da juckt es nur keinen,ob sich die Knarre oder der Dämpfer verabschiedet.


    Derjenige der das mal gelernt hat ,Lauf richtig spannen,ausrichten,bearbeiten (sollte beim ersten Versuch gleich Maßlich ein Volltreffer werden),muss dann noch eine Garantie darauf geben.

    Ich würde mir da schon Mühe geben,und etwas Hickhack darum machen.

    Zuletzt noch DER Spruch: Jeder Wiederlader handelt für sich selbst verantwortlich, keine Gewähr für die Angaben etc. :la:

  • Versuch mal, auf einen 6mm Rundstahl ein M6 Gewinde mit dem Schneideisen zu schneiden.

    Macht ja heute wohl kein Büchser mehr ,

    das Gewinde wird heute ( hoffendlich ) mit einem Stahl geschnitten ,

    so ist es gewährleistet das es zur Seelenachse fluchtet .


    Erwin

    Alle Daten und Tipps ohne Garantie.
    Jeder Wiederlader handelt auf eigenes Risiko und Verantwortung .

  • Macht ja heute wohl kein Büchser mehr ,

    das Gewinde wird heute ( hoffendlich ) mit einem Stahl geschnitten ,

    so ist es gewährleistet das es zur Seelenachse fluchtet .


    Erwin

    Es war von mir so gemeint, das er es mal selber versuchen soll.

    Dann würde im recht schnell klar,um welche Qualität es sich bei den Hobby Gunsmiths in den USA handelt.


    Heute wird das auf mindestens 5 Achsen CNC Fräsen gemacht.

    Oder noch old school auf der Drehbank.Geht auch.

    Zuletzt noch DER Spruch: Jeder Wiederlader handelt für sich selbst verantwortlich, keine Gewähr für die Angaben etc. :la:

  • Ich möchte ja auch gar nicht behaupten das es mit nem Gewindeeisen gut genug wird. (kann vllt, aber wohl eher Glück als Können)

    Auch auf der Drehbank gibt es Optionen von "Einspannen-Messuhr am Laufende-Schneiden" bis "Lauf vorne & hinten spannen-Seelenachse fluchten-prüfen-nachspannen-prüfen...-Scheiden"

    Und dann eben die 5-Achs CNC.


    Vermutlich ist ne "vernüftige" Lösung irgendwo in der Mitte.


    (Klar kann man immer das max. Versuchen. Man kann man auch jede Ladung auf 0.1gr Hand-tickeln. Man kanns aber auch lassen und trotzdem Spaß haben :ballern:)


    Naja BTT: diese Lösung mit der Hülse erscheint mir persönlich außreichend präzise, wenn man 1. keinen super langen und sehr "engen" Schalli drauf baut und diese Hülse sehr gut passt. Die Befestigung ist noch ein offener Punkt.


    Aber alles Glaskugel lesen, ohne Erfahrungsberichte. Evtl mal auf der Homepage anfragen nach Erfahrungen, verkauften Stückzahlen usw?

  • Ich habe da mal nicht darauf geantwortet als die Frage frisch gestellt wurde und erfreue mich der vielen Antworten.


    Meine Antwort wäre gewesen:


    Gehen tut alles - ist eine Frage des Aufwandes und Aufwand = Geld.


    Wenn es eh wie geschrieben um einen "alten Prügel" geht - keine Ahnung was eine vernünftige Büchse mit Gewinde am lauf kostet.


    Aber Büchsen haben es ja auch an sich, dass man den Lauf beim Büchser wechseln lassen kann - frage - was kostet mehr...


    Und und und... Warum einfach wenn es auch schwierig geht.


    Aber das sind nur meine Gedanken dazu - ich habe das Rad nicht erfunden und das Sachwarmwissen wird die Lösung schon bringen :schlahund:

    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.