Hülsen .30-06 passen voll kalibriert nicht in Steel Action aber in Browning Bar MK III

  • das Problem kann eine nicht weit genug zurückgesetzte Schulter sein. M.E. ist aber wahrscheinlicher, dass die Hülse im P1-Bereich zu dick geworden ist und nicht genug kalibriert wird. Das kann man ziemlich einfach messen. Wenn man dann das P1-Maß einer Fabrikpatrone oder fabrikfrischen Hülse damit vergleicht, wird man meist feststellen, dass die fabrikfrischen Teile innerhalb CIP liegen und die Hülse, die sich nicht laden lässt, außerhalb.


    Abhilfe: Small Base Die oder, wenn man Glück hat, tuts auch eine RCBS Trim-Matrize. Die sind nach meiner Erfahrung sehr eng gerieben.


    sonst bleibt nur das Abschleifen des HH


    Dass nicht auf die Bushings verzichtet werden kann, wäre für mich ein KO-Kriterium beim Pressenkauf.

  • ich hatte mit meiner Steel Action (frühe Fertigung, noch mit 17mm Laufdurchmesser) in 30-06 ebenfalls das Problem, dass ich weder mit Forster/Bonanza FL und NK Matrizen noch mit Redding oder RCBS FL/NK im P1 Bereich weit genug herunterkalibrieren konnte. Aus jux hab ich einfach mal meine RCBS Trim-Matrize zweckentfremdet und siehe da, das Ding kalibriert sau-eng! Sonst hätte ich mir eine Small-Base-Die besorgen müssen - nicht für die in der SA verschossenen Hülsen, aber zB für die aus meiner Win70.


    Ich hab mir dann bei Baumann eine Hornady Hülsenlehre besorgt (damals 23 €), die SAAMI Maße aufweist. Das ist nah genug an CIP - praktisch identisch. Was in dieser Hülsenlehre passt, passt mit Sicherheit auch in die Steel Action oder HA.


    Jetzt verfahre ich mit Hülsen, die ich nicht aus der SA verschossen habe, so:


    ZH mit Lee AusstosserMatrize entfernen

    Hülsen in der Rotationstrommel mit Stahlstiften reinigen

    Hülsen fetten

    Hülsen in der Trim-Matrize kalibrieren, notfalls ablängen

    Hülsen in der Neckmatrize oder mit K&S Aufweiter aufweiten

    und dann wie üblich den Rest.

  • checkinthedark :

    P1 ist bei den Hülsen und den Patronen (beides S & B) völlig gleich: 11,85mm, also noch unter CIP-Maß (11,96mm)!!!

    Ich habe dann mal zwei Hülsen mit Edding schwarz gemacht. Die erste komplett, da war logischerweise im Bereich P1 und darüber gar nichts zu sehen und an der Schulter ein paar wenige Pünktchen. Dann habe ich noch eine im Schulterbereich schwarz gemacht, das Ergebnis sieht man hier:


    Da sind so gut wie keine Spuren zu erkennen - und ich habe den Bereich fotografiert, der die meisten Spuren aufwies. Die Hülsenlänge ist übrigens 63,10mm, also deutlich unter CIP-Maß, da ich den Hülsenmund mit einem RCBC-Trimmer bearbeitet/abgelängt habe.


    dkwknarf

    Stefan 2389

    -Micha-

    heal2000

  • Hast du mal nachgemessen wie weit die Schulter zurrück gesetzt wird?

    Wie soll ich denn das machen? Da findet man bei den extrem geringen Toleranzen doch gar keinen Ansatz für eine genaue Messung...

    Das einzige, was ich bei Hülsen verlässlich mit der Schieblehre messen kann, sind die L3 und die verschiedenen Durchmesser.

  • Ich habe mal ein Foto Hülsen-Patronen gemacht. Vielleicht hilft das bei der Beurteilung weiter...


  • ich fürchte, da wirst du ohne Hülsenlehre nicht weiterkommen, wenn du der Sache wirklich auf den Grund gehen willst. Die Investition lohnt sich aber.


    Bei P1=11,86 führt voraussichtlich auch eine Small Base Die nicht weiter.


    Die Schulter weist eine ringförmige schwache Spur in Höhe der datumline auf. Das könnte darauf hindeuten, dass sie nicht weit genug zurückgesetzt ist. Das würdest du mit einer Hülsenlehre sehen (die zeigt übrigens auch, ob ein ZH auf der richtigen Tiefe sitzt - nur mal so nebenbei).


    Quick&Dirty: Hülsenhalter 1/10mm abschleifen und dann erneut versuchen!

  • moin,

    Wie leicht lassen sich denn die abgeschossenen Hülsen entfernen?

    Wie weit fallen diese Hülsen ohne Druck ins Lager?

    Wie sieht es bei diesen Hülsen nach einer FL-Matritze aus?


    Mache bitte mal eine Hülse komplett schwarz mit Edding. Alles, wirklich alles - außer innen.

    Diese dann ab ins Lager der Waffe und ggf. Mittlerem Druck und mehrfachem drehen der Hülse diese ins Lager drücken. Dann sollten irgendwo Spuren auftauchen.


    Wir bekommen da eine solide Lösung :thumbsu:

  • Okay... Aber genau dort ist ja bei den geschwärzten Hülsen nix zu sehen?!

    Bei der Hülsenlehre bin ich mir noch unschlüssig. Sie zeigt mir ggf. den Fehler an - und dann? Ich habe meine Matrize ja jetzt schon auf strammen Sitz zum Hülsenhalter eingestellt - strammer geht eigentlich nicht. Mit dieser Einstellung sind auch die fotografierten Hülsen kalibriert worden. Das dürfte so ungefähr die 1/8 Umdrehung sein, die man (bei RCBS) nachdrehen sollte (siehe #9 + #10). Mehr Spielraum habe ich mit dieser Presse und dieser Matrize nicht. Die Hülsenlehre macht in meinen Augen dann auch nur Sinn, wenn ich eine komplett andere Presse für eine (ggf. andere) einschraubbare Matrize (ohne Schnellwechsler) nehme; der Fehler also abstellbar ist.

    Mit der jetzigen Ausrüstung (so sieht es zumindest momentan für mich aus) wäre er ganz offensichtlich nicht abstellbar...

  • Für meine Antworten bitte oben im Zitat auf "Alles anzeigen" gehen.

  • Nun , wenn Du weiterhin ein Problem mit den Hülsen hast ,

    sollte man auch man das versuchen , was man Dir empfohlen

    hat . Sonst kann man Dir ja nicht weiterhelfen .

    Male mal ein Hülse komplett schwarz mit dem Edding an

    und dann ins Patronenlager , dann kann man auch helfen ;)


    Erwin

    Alle Daten und Tipps ohne Garantie.
    Jeder Wiederlader handelt auf eigenes Risiko und Verantwortung .

  • Moin erwin,

    -Micha- hatte mir per Telefon noch ein paar Tipps gegeben. Ich werde das erstmal probieren. Melde mich dann wieder.

  • Kurzes Update und Dank an -Micha- :

    Ich habe mal verschiedene Hülsen unterschiedlicher Hersteller mit derselben Einstellung kalibriert und danach getestet, ob sie in das Patronenlager passen. Sämtliche dieser Hülsen wurden nicht mit der Steel Action verschossen. Die Ergebnisse:

    Cineshot: Verschluss geht nicht zu

    Barnes: Verschluss geht leicht zu (so wie er soll)

    RWS: Verschluss geht leicht zu (so wie er soll)

    Lapua: teils geht der Verschluss leicht zu, teils mit leichten Schwierigkeiten


    Dann habe ich zwei fabrikgeladene S&B-Patronen mit der Steel Action verschossen. Anschließend habe ich die Hülsen wieder in das Patronenlager der erkalteten Waffe geladen. Beide gingen danach mit Leichtigkeit ins Patronenlager und auch wieder raus. Danach habe ich eine Hülse kalibriert und die wieder in das Patronenlager geladen. ohne Probleme, genauso wie mit der Fabrikmunition von S&B.


    Vorläufiges Fazit:

    Ich brauche keine Matrize für enge Patronenlager.

    Ich muss weder Hülsenhalter noch Matrize um 1-2 Zehntel abschleifen.


    Vermutung:

    Hülsen lidern sich beim Schuss an das jeweilige Patronenlager an und springen aber auch wieder ein Stück zurück. Es gibt Hülsen aus zähem Material und aus weicherem Material. Evtl. passiert das Zurückspringen in sehr geringem Umfang (1-2/100 ggf. auch weniger) auch nach dem Kalibrieren, vorzugsweise bei Hülsen aus zähem Material und insbesondere bei Hülsen, die nicht in dieser Waffe verschossen wurden?

    Eine andere Erklärung fällt mir momentan nicht ein.

  • hallo leute

    habe ma ne frage an die spezialisten hier. habe ne 30/06 mit hmk geschoss. huelse ist wiedergeladen. 82.00 oal. auf dem bild koennt ihr sehen was fuer ein problem es gibt ( schulter anschauen )

    vielleicht weiss jeman rat.

    "Wenn dich Diana küsst, greif dem Luder gleich untern Rock!"

  • hallo gattler

    weiss ich erst ab 16:00 uhr. werde da meine mitnehmen. der bekannte weiss nicht was geladen ist. er bekommt dann von mir meine muni ( gepruefte ) dann wissen wir mehr. wenn dann das noch immer ist..... na ja

    melde mich dann bei dir

    danke erstmal

    "Wenn dich Diana küsst, greif dem Luder gleich untern Rock!"