Kanzelbau an der Reviergrenze

  • Natürlich wurde der "Herr Doktor" genommen. Es ist zum Kot....

    Doktor Titel sind entweder teuer bezahlt worden oder wurden mühevoll eigenständig erarbeitet. Also verständlich, dass viele bei der Anrede auf den Doktortitel Wert legen.


    Dann gibt es noch den Ehrendoktor, den kein Mensch braucht, aber die Träger möchten gerne mit Doktor angeredet werden.


    Am sympathischen sind die, die mehrere Doktortitel haben und niemanden ihren Doktortitel unter die Nase reiben müssen.


    Die Zeiten ändern sich…….. Früher war die Gattin eines Doktorentitelträgers auch gleichzeitig die Frau Doktor usw.

    Ist alles noch aus einer Zeit, wo man die Menschen durch Uniform und Titel beeindrucken konnte. Heutzutage zieht man mit einem Doktortitel keinen Hund mehr hinter dem Ofen vor.

    Gruß

    Peter


    Rechtschreibfehler in den Texten sind keine Faulheit oder Ignoranz. :winke:

    Ich habe eine Rechtschreibschwäche.:mauer: Durch die Rechtschreibprüfung versuche ich die Fehler einigermaßen im Zaum zu halten.

  • wurden mühevoll eigenständig erarbeitet. Also verständlich, dass viele bei der Anrede auf den Doktortitel Wert legen.

    Die einzigen, die Wert auf die Nennung legen, sind einige Mediziner (in der Regel mit Schmalspur-Promotion) und ein paar schräge Typen. Beruflich und privat sind etwa die Hälfte meiner Kontakte in den Naturwissenschaften promoviert. In Summe komme ich sicher über 100 Doktoren und Professoren. Nur eine einzige hat mit Nachdruck auf den Titel bestanden. Im Gegensatz dazu haben sich die meisten direkt mit dem Vornamen vorgestellt (ich spreche hier explizit von beruflichen Kontakten). Es passiert uns regelmäßig, das in einer Gruppe nicht gleich klar ist, wer Techniker/Laborant, Laborleiter, Manager oder sonstiger Experte auf Abruf ist, weil über Lösungen diskutiert wird. Vor Corona gab es noch den dezenten Hinweis durch ein (Polo-) Hemd, aber jetzt muss man darauf "warten", das ein "Chef, entscheide du" kommt.


    Meine Erfahrung ist, dass Titel vorgeschoben werden, wenn mangelnde Qualifikation oder ein geringes Selbstvertrauen verdeckt werden soll. Wenn jemand den Titel vorschiebt, löst das eher mitleidige Blicke aus.


    Das gleiche gilt für Personen, die mir erzählen, daß sie etwas schon seit X Jahren machen. Überspitzt: Nur weil man 30 Jahre lang das gleiche macht (z. B. die seit 30 Jahren unveränderte Ladung mit KEMIRA!?! geladen), heißt das nicht unbedingt, das man auch etwas neues dazu gelernt hat. Denn wenn die Qualifikation da wäre (z. B. weil man schon alle Pulver- und Geschosshersteller durch hat) wäre die Antwort nicht "Ich kenne mich aus, ich mache das schon seit 30 Jahren so! " sondern "Oh, den Hülsenhersteller würde ich meiden. Als ich den vor 5 Jahren ausprobiert habe, sind die gleich beim 2x Mal laden gerissen."

    Alle Ladeempfehlungen ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • dkwknarf


    Ein befreundeter Jäger hatte einen ähnlichen Fall.


    Ich bin nicht besonders leichtfüßig und mein damaliger Hund hat sehr laute Ansagen von mir gebraucht. Ausgerechnet bin ich immer den Weg gelaufen wenn die Kanzel besetzt war.


    Immer wenn ich den Mercedes Pseudojeep gesehen habe, musste ich mit dem Hanomag 401 recht früh vorbeifahren, um dringend einen Raummeter Holz vom Stapel zu holen. Leider musste ich immer dafür mehrmals fahren. Ein Schelm wer böses denkt.:nw:


    Der Jäger ist recht schnell mit seiner Kanzel umgezogen. Ich hoffe nicht das es an mir gelegen hat.:nw:


    Ich bin ein Frühaufsteher und mich freut es immer, wenn andere Menschen auch gerne früh in der Natur sind.:kreis:

    Gruß

    Peter


    Rechtschreibfehler in den Texten sind keine Faulheit oder Ignoranz. :winke:

    Ich habe eine Rechtschreibschwäche.:mauer: Durch die Rechtschreibprüfung versuche ich die Fehler einigermaßen im Zaum zu halten.

  • Glaub dein Nachbar ist auf Jagdurlaub bei meinem Nachbarn.

    Die ausgesprochene Schönheit an ,ich nenn es mal vorsichtig, "Sitz" steht fast auf der Grenze.

    Der Weg gehört zu unserem Revier.

    Ist im übrigen der 3. Sitz der so nah an unserer Grenze steht.

    Einer davon steht sogar zur Hälfte bei uns.



    Wir wissen,daß hier ein Abnormer Bock geht,den der Nachbar sehr gerne haben möchte.

    Soweit so gut,soll er haben wenn es ihn freut.Wir hätten den guten schon mindestens 2x strecken können,ham wir aber nicht getan,eben weil der Nachbar so ne Freude dran hätte.


    Aber so:krat:

    Blöd für ihn,das der Bock bei uns austritt.:peit::jawo:

  • 😂😂😂 Gattler8.8


    Vielleicht sind das Jagdkameraden und kennen sich:thumbsu:


    Dann geht es nicht nur mir so. Der Neid.


    Dann kann sich dein Nachbar wenigstens ärgern, wenn er auf dem Weg steht...


    Außer Verdruss bei Nachsuchen bringt das nichts.


    Nicht meine Art.


    Es geht auch anders. Mein größtes Waldstück, ein Feldholz mit 35ha, da kann ich auf 2,5 Seiten schießen und mein Nachbar am Rest.


    Letzte Woche, Wildunfall. Polizei: Am Waldstück.

    Sind nur 300m Straße am Wald. Super Wegbeschreibung. Meinen ruhigen Hund, wenig wildschärfe, mitgenommen. Am Wald entlang. Zieht natürlich am unteren Zipfel, da gehört ein halber Hektar nicht zu mir, hinein.

    Fährte gearbeitet. Nichts gefunden.

    Später hat mich der Unfallverursacher angerufen, Stelle beschrieben, Kuno war richtig.

    Noch einmal hin. Wieder beim Nachbarn durch, abgedreht.

    Hunde getauscht, Kalle an den Schweißriemen. Den nehme ich an der Straße ungern mit, weil er sehr wildscharf ist und mir schon einmal ein Hund angefahren wurde.

    Fähre gearbeitet, anders abgebogen als Kuno und Geiß mit schlackernden Hinterlauf hochgemacht.

    Mit dem Hund am Riemen, kann ich nicht schießen, also geschnallt.

    Geiß wurde niedergezogen und das Leiden beendet.

    Stück versorgt und beim Nachbarn vorbei. Das Kitz liegt wahrscheinlich bei ihm im Feld. Habe ihn angeboten, die Geiß als Hundefutter zu nehmen.

    Damit war geredet. Und es war gut.




    Die Lehre von der Geschichte:

    Wenn man vertrauen kann, ist das sehr gut.

    Geht aber nicht mit jedem.

  • nun - ich kenne keinen der Beteiligten, aber eine Einladung den Bock bei euch im Revier zu erlegen, würde die nachbarschaftlichen Verhälnisse sicher verbessern.

    Solange wir an der gemeinsamen Grenze die Rehkitze vor der Mahd raussuchen- vor dem Mähtot bewahren - und im selben Moment die Nachbarn lieber auf den Hochsitz sitzen und nichts tun,wird so etwas nicht passieren.


    Auch sind WIR bemüht, das dieses Grenzgebaue nicht auf dem Rücken des Wildes ausgetragen wird.

    Der abnorme darf gerne bei uns weiter äsen/leben.

    Sollte der Bock irgendwann mal jemand von uns günstig kommen,kann - muss aber nicht- geschossen werden.


    Sorry,normal gehören immer zwei dazu.Aber in dem Fall hat der Nachbar definitiv angefangen.

    Der Parkt sogar mit dem Auto direkt am Weg,den Wagen so in Schussrichtung das bequem aus dem Auto gejagt werden kann.


    So echt nicht.

  • So ein Foto gibts von mir auch. Aber tröste dich, beim Staat nebenan werden auch keine Kitze gesucht. Die Rehe sind da Waldschädlinge. Dafür werden die Sauen geschont, die lockern den Waldboden auf..., drehen dafür aber bei uns dann die Felder um. :autsch:

    Ich befürchte dass das mit dem ganzen Öko Wald Hype noch viel schlimmer wird.