Halskalibrierung

  • Messing (Hülse) federt wie jedes Metal eib wenig nach. Sprich eine Matrize welche sie SELBEN Maße wie das Patronenlager hat kann nicht “kalibrieren”


    Messing wird je nach Geometrie um etwa 0,02-0,03mm nach dem Kalibrieren (zusammendrücken) zurückfedern. Möchte man jetzt die Hülse 0,02mm im Durchmesser kleiner haben als das Patronenlager wird die Matrize 0,04-0,06 mm enger sein Müssen.


    Das was ich schreibe ist keine Büchsenmacherkunst sonder Kenntnis von Umformprozessen…

    Und du liegst vollkommen richtig....

    Bei meiner. 300WM war es genau ein offset von 0,04 im Durchmesser damit nach dem Kalibrieren der Durchmesser 0,02mm unter Patronenlager Abmessungen heraus kommt....

  • Norfok - hatte Recht, habe es gestern nach der Arbeit probiert. Die Matrize muss tatsächlich kleiner sein, als das Patronenlager. Dann frage ich mich wie das funktionieren soll mit der Reibahle. Hmm

  • Norfok - hatte Recht, habe es gestern nach der Arbeit probiert. Die Matrize muss tatsächlich kleiner sein, als das Patronenlager. Dann frage ich mich wie das funktionieren soll mit der Reibahle.

    Mit einer Vor Reibahle die ein Aufmaß lässt zum fertig reiben des Patronenlager......

  • Da ich nun gar nicht beratungsressistent bin frage ich nun in die Runde: wo bekommt man eine auf mein Patronenlager gefertigte Matrize?
    ich würde das für mich testen. Wie ich schon schrieb hatte ich bisher alle Hülsen nur Halskalibriert und nicht mal den ganzen Hals sondern je nach Geschoss von 4mm bis 6 mm. Der Rest blieb unangetastet!
    bislang ist jede Patrone ins Lager geflutscht und kam auch wieder raus ( Repetierer , Einzeln geladen über Lademulde ) . Präzision ist dabei hervorragend.
    nun ich lerne auch gern dazu.

    Halskalibrierung mache ich bisher mit einer Redding Competition mit passenden Bushing.

  • Wie soll das mit der Matrizenherstellung funktionieren? Einfach einen Abdruck vom Patronenlager machen geht nicht. Das ist zu ungenau.

    Dafür müsste das Patronenlager auf einer Meßmaschine ausgemessen werden. Und dazu muß dann bei den Waffen der Lauf ausgebaut sein.

    Ich halte das für übertrieben.

  • Mhhh .. ich weiß jetzt gar nicht mehr wie die Diskussion überhaupt entstanden ist. Klar es wurde gefragt was am besten ist..

    Aber jetzt mal ehrlich, es kommt vielleicht auch an welches Hülsenmaterial ich nutze, aber auch nach 5-6 mal feuerformen haben meine Lapua und Peterson Hülsen keine Anzeichen das die länger werden oder sich in irgendeiner Weise verändern das die nicht mehr ins Lager passen ( Auch Schulter wurde bisher nicht zurück gedrückt ) . Und einige erfolgreiche Wiederlader und gute Schützen haben mir auf den Weg mitgegeben das jede Kalibrierung die Hülse malträtiert.

    Also habe ICH mich für das Halskalibrieren entschieden. Warum habe ich das : eine logische Erklärung :

    1. die Hülse hat sich spätestens nach 2mal feuerformen perfekt an das Patronenlager angepasst.

    2. ich fräse die Hülsen ( Hülsenhals ) dann auf gleiche Länge

    2. ich kalibriere dann je nach Geschoss den Hülsenhals ( 4 - 6mm ) und erreiche in MEINER Theorie ( aber auch in der Praxis bewährt) eine perfekt zentrierte Patrone im Patronenlager da der Body und der Hülsenhals perfekt im Lager sitzt. Die Hülse muss nur noch die wenigen mm die ich kalibriert habe anlidern. Ein Gasschlupf an der Hülse vorbei wird schon von daher so gut wie ausgeschlossen. Wenn ich dann noch den Rundlauf des Geschoss in der Hülse prüfe und dieser perfekt ist und die Eieruhr nicht ausschlägt habe ich eine für mich perfekte Patrone für mein Patronenlager.


    und ich rede hier nicht von einem Streukreis der mir mal gelungen ist.. sondern mehrfach und mit warmen Lauf reproduzierbar. 5 Schuss pro Spiegel aufwärts sind für mich eh Pflicht! Streukreise sind nicht Kaliber bereinigt.


    Erst durch dieses Thema habe ich erfahren das man eine Matritze auf sein Patronenlager schnitzen lassen kann...ganz ehrlich ! Vielleicht treibe ich mich auch mit den falschen Leuten rum :krat:.

  • Wie soll das mit der Matrizenherstellung funktionieren? Einfach einen Abdruck vom Patronenlager machen geht nicht. Das ist zu ungenau.

    Dafür müsste das Patronenlager auf einer Meßmaschine ausgemessen werden. Und dazu muß dann bei den Waffen der Lauf ausgebaut sein.

    Ich halte das für übertrieben.

    Du schickst mehrere abgeschossene Hülsen zum Hersteller und die schleifen die Matrize mit etwas Untermaß zum kalibrieren nach der Hülse nach

  • Du schickst mehrere abgeschossene Hülsen zum Hersteller und die schleifen die Matrize mit etwas Untermaß zum kalibrieren nach der Hülse nach

    Das wäre dann aber auch nur eine annähernde Matrize. Da das Hülsenmaterial nicht einheitlich ist, wird man nie zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kommen.

  • Das wäre dann aber auch nur eine annähernde Matrize. Da das Hülsenmaterial nicht einheitlich ist, wird man nie zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kommen.

    so sehe ich das auch ! Selbst der gleiche Hersteller unterscheidet sich im verschiedenen Los !

  • das ist auch nur interessant wenn man ein Los sehr lange benutzt, meine 6mm Norma Hülsen sin jetzt zum 12 mal wiedergeladen und musste jetzt zum ersten mal die Schulter zurück drücken und Ich habe sicher keine sanfte Ladung.

    Mein Satz ist aber auch mit der Reibahle vom Patronenlager gemacht plus Halskalibrierung per Bushing und Ich mach auch nur Halskalibrierung, bei 2mm Streukreis bei 10 Schuss reicht mir das Vollkommen.

  • Es sind einige Faktoen die zusammenspielen. Wenn ich ein Schussbild wie Mogli1977 und keine Probleme mit dem verschluss habe, dann kann man das aus meiner Sicht auch belassen. Wenn das über die Lebensdauer der Hülse so bleibt - warum auch nicht?


    Zum Thema Hülsen glühen hatte ich vor Jahren die RUAG angeschrieben. Passt daher nur bedingt zum Thema - da geht es mehr um Härte - Glühvorgänge, aber teilweise mag das auch an der Stelle etwas Input geben.


    Daher kopiere ich das an der Stelle noch mal rein.


    Sehr geehrter Herr XXXXXXX,

    vielen Dank für Ihr Interesse an unseren Produkten.

    Ihre Fragen lassen sich nicht pauschal beantworten.

    Der Grund ist, dass jedes Patronenlager, Wiederladermatrize, Wiederladevorgang, –Bearbeitung und Hülsenmaterial unterschiedlich ist und sich dementsprechend anders verhält.

    Grundsätzlich haben Sie aber in Bezug auf die Wärmebehandlung einer Hülse recht.

    Während der Fertigung wird eine Hülse 2-3 mal im Ganzen und 2 mal im Bereich von Hüslenmund bis über die Hülsenschulter in den Hülsenkörper wärmebehandelt bzw. geglüht.

    Um diese Thematik etwas näher zu erläutern möchten wir Ihnen folgenden Beispiele nennen:

    Einfluss Wiederladetechnik und Patronenlager der Waffe:

    Benchrest Schützen mit extrem engen Patronenlagern, Hülsen mit abgedrehten Hülsenhälsern, Neck-Die-Matrizen mit Bushing usw. können Ihre Hülsen nach einmaligen Aussortieren und Bearbeiten bis zu 20 mal ohne Wärmebehandlung wiederladen.

    Grund dafür ist, dass sich die Hülse nach dem ersten Verschießen auf die Maße des Patronenlagers ausdehnt und danach nie wirklich verformt wird. Daher längt, verhärtet oder verändert sich die Hülse von Schuss zu Schuss kaum.

    Waffen mit „weiten“ Patronenlagern, großen Verschlussabstünden usw. und sehr enge Vollkalibriermatrizen hingegen verformen die Hülsen um einiges mehr und öfter.

    Das oftmalige Ausdehnen beim Schuss und zurückdrücken beim Kalibrieren führen dazu, dass sich die Hülsen extrem in der Länge verändern und es im Innenbereich zu Einschnürungen im Übergang von Hülsenboden zu Hülsenkörper kommt. Auch der Bereiche Hülsenschulter und Hülsenhals werden dadurch beeinflusst. Hülsenreißer, die im Normalfall genau in diesen beiden Bereichen auftreten, bestätigen das.

    Kurzwaffenpatronen bzw. zylindrische Hülsen:

    Die Zeitschrift „Caliber“ hat einen groß angelegten Versuch zur Wiederladefähigkeit von 9mmHülsen gemacht.

    Dabei hat sich herausgestellt, dass die besten Ergebnisse (engsten Streukreise) nur mit frischen bzw. neu erworbenen Hülsen möglich waren.

    Bei jedem weiteren Wiederladen wurden die Ergebnisse schlechter. Die Hülsen wurden aber dazwischen nie wärmebehandelt.

    Nach dem ca. 9 Ladevorgang der Hülsen traten die ersten Ausfallerscheinungen in Form von Hülsenreißer und dergleichen auf.

    Wir glauben uns erinnern zu können, dass das Fazit war nach 7 Ladewiederholungen das Hülsenmaterial auszutauschen.

    Das deckt sich ungefähr mit unseren Erfahrungen.

    Flaschenhülsen oder anderen Hülsenformen und Kaliber von Qualitätsherstellern lassen sich bei normalen Belastungen (Einhaltung des CIP Gasdrucks, Maßhaltige Patronenlager, ordentliches Hülsenbearbeiten und Kalibrieren) in der Regel bis zu 7 mal ohne Wärmebehandlung und große Ausfallerscheinungen wiederladen.

    Die Frage ist dann ob es sich wirklich lohnt eine sehr aufwändige Wärmebehandlung durchzuführen, da hier sehr viel falsch gemacht werden kann und womöglich die Anschaffung von neuen Hülsenmaterial einfacher und günstiger ist.

    Ein weiteres Problem der Wärmebehandlung besteht darin, dass man nicht pauschale Werte zur Temperatur, Zeitspannen und der gleichen festhalten kann.

    Je nach Stärke der jeweiligen Hülse, Materials und dergleichen muss hier variiert werden und kann oft nur empirisch durch viel Erfahrung und Eigenversuche herausgefunden werden.

    Wir hoffen Ihnen hiermit etwas helfen zu können und stehen für weitere Fragen gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichem Gruß



    XXXXXXXX

    Technischer Service


    RUAG Ammotec GmbH

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    Wie gesagt - damals ist es um das Glühen gegangen. Die Aussage bez. Hülsenbearbeitung, Waffenart und die Auswirkungen passte aber zum Thema.

    Mit dem AMP Gerät wird das Hülsenmaterial analysiert, um ein möglichst gleichmäßiges und wiederhohlgenaues Resultat zu erzielen.


    Ich habe bei meiner 6.5CM neue Hülsen verschiedener Fabrikate verschossen, die ich vorher ausgemessen hatte.

    Mein Fazit dabei war, dass das Schultermaß nach Beschuss zwischen den Marken minimal differierte. Die Dicke des Materials war auch unterschiedlich, wie auch die Schwankung der Dicke. Die Hülsen längten sich minimal, da scheint das Patronenlager ein gutes Maß zu haben.


    Was ich aufgrund der Aussage in dem Schreiben nicht empfehlen würde, die Hülsen voll zu kalibrieren wenn die Matrize und das Patronenlager vom Maß her zu weit auseinander liegen.

    Wenn man den Aufwand und das Geld nicht treiben möchte, ist das Hals kalibrieren in dem Fall ggf. die bessere Wahl.

    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • Zacapa .. dann gehe ich mal davon aus das mein Patronenlager zur Matritze mit Bushing sowie Verschlußabstand passt. Da wie von dem Post beschrieben habe ich in meinem Fall wenig ( wenn überhaupt ) bis gar keine Veränderung an meinen Hülsen.

  • Zacapa

    Da gebe ich dir recht, passt gar nicht zum Thema, ist aber dennoch sehr interessant! Ich hätte z.B. nie vermutet, dass eine nullachtfünfzehn 9mm nur mit neuen Hülsen beste Präzision bringt und dieselbe schon nach wenigen Wiederladevorgängen deutlich nachlässt. Das erklärt nämlich einiges. Wieder was gelernt!

  • Das erklärt nämlich einiges.

    Nur für die, die mit der 9mm Luger auf 25m aufgelegt mit Zielfernrohr schießen. Es geht in dem Artikel um wenige Millimeter auf 25m. :we:

    Alle Ladeempfehlungen ohne Gewähr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

  • Zacapa

    Da gebe ich dir recht, passt gar nicht zum Thema, ist aber dennoch sehr interessant! Ich hätte z.B. nie vermutet, dass eine nullachtfünfzehn 9mm nur mit neuen Hülsen beste Präzision bringt und dieselbe schon nach wenigen Wiederladevorgängen deutlich nachlässt. Das erklärt nämlich einiges. Wieder was gelernt!

    Kann mir nicht vorstellen das da von 9mm Luger die Rede war.

    "Stehle einem Mann die Brieftasche und er ist eine Woche lang Arm, lehre ihn das Wiederladen und er wird sein ganzes Leben lang Arm sein."

    Konfuzius

  • .. dann gehe ich mal davon aus das mein Patronenlager zur Matritze mit Bushing sowie Verschlußabstand passt. Da wie von dem Post beschrieben habe ich in meinem Fall wenig ( wenn überhaupt ) bis gar keine Veränderung an meinen Hülsen.

    Das wäre ja super :thumbup:



    Kann mir nicht vorstellen das da von 9mm Luger die Rede war.

    Dar Herr von der RUAG hat das so geschrieben -

    Müsste man mal bei der Caliber Zeitschrift nachforschen, welcher Bericht das war. Kann man bei der Redaktion sicher erfragen.


    Hatte mir damals auch die Mühe gemacht anzufragen um den Input von einer Stelle zu bekommen, deren täglich Brot das ist (wie gesagt - ging halt um das Thema Glühen - das mit der 9mm hatte ich gar nicht gefragt - war wohl eher zum Verständnis gedacht.


    Hoffe, dass ich nicht zur allgemeinen Verwirrung beigetragen habe.


    Bin dann auch aus dem Thema raus :winke:

    Sämtliche Daten sind ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich.

  • Nach wieviel Ladezyklen die Hülsen noch präzise sind, zeigt die Scheibe, aber ganz gewiss kein Hülsenhersteller!
    Ich bekomme immer Bauchschmerzen wenn solche Behauptungen nicht von neutraler Natur sind.

    "Everything else is just what you shoot before you shoot your first revolver from Freedom Arms!"


    Anyone after revolver accuracy starts with excellent ammunition. A crap revolver fed excellent ammunition shoots crap groups.

    So these things must be learned. (David Bradshaw)


    "You can't have enough guns!"

  • Nach wieviel Ladezyklen die Hülsen noch präzise sind, zeigt die Scheibe, aber ganz gewiss kein Hülsenhersteller!
    Ich bekomme immer Bauchschmerzen wenn solche Behauptungen nicht von neutraler Natur sind.

    Diese Ansicht kannst du ja gerne vertreten. Für mich hört sich das so an, wie wenn jemand behauptet, dass z.B. ein Fahrzeughersteller nicht genau weiß wie sich seine Fahrzeuge in welchen Situationen verhalten. Halt ein Totschlagargument und letztlich auch eine Behauptung (von nicht neutraler Natur).

    Davon abgesehen: Warum sollen die sich einen Kopf machen, die Hülsenhersteller? Die Hülsen müssen genau einen Schuss aus deren Sicht aushalten und der muss präzise sein. Alles andere ist doch einzig das Problem des Wiederladers, der meint die Hülsen öfter nutzen zu müssen. Und da entscheidet die Scheibe. Sehe ich auch so.