Beiträge von 45er

    Servus Rock, das waren 28,0 mm. Die OAL passt für meine HPS. Grundsätzlich muss die Patrone ins Magazin und Patronenlager passen, dann muss die Knarre störungsfrei zuführen. Innerhalb dieser Grenzen setze ich das Geschoss so tief wie möglich, um einen sauberen Druckaufbau und Abbrand zu erreichen. So sieht eine abgefeuerte 9mm Hülse bei mir nach dem Schuss aus:

    IMG_8773.jpg

    Servus Rock, dass du größere Testreihen durchführst und die Ergebnisse dem Forum mitteilst finde ich gut 👍. Nur sollten deine Tests auch eine gewisse Aussagekraft haben. Aus deinen Schussbildern kann ich nur herauslesen, dass irgendetwas nicht passt, Schütze, Laborierung , Waffe oder eine Kombination davon. Eventuell solltest du über die Anschaffung einer Ransom Rest nachdenken. Das Schussbild von mir ist auf 25 Meter im beidhändigen Anschlag geschossen. Die Munition war als Laborierung für eine 08 gedacht, hat in dieser jedoch nicht gut funktioniert. Die Reste habe ich dann zum Training aus der HPS verfeuert, in der sie das gezeigte Ergebnis brachte. Den Test mit der Ransom habe ich mir gespart. Die Laborierung war 4,1 grains N330, das Geschoss ein selbstgegossenes Lyman KS 120 mit MCC beschichtet, Zünder RWS SP

    Die roten auf dem Bild sind von mir. Das sind 225 grains Rundkopfscharfrand aus einer Wichkokille mit HiTek beschichtet. Die hätte ich auch kurzfristig lieferbar. Deiner Beschreibung am nächsten kommt das Lyman 452488, das ist das grüne auf dem Bild von mir. Hier handelt es sich um eine mit 195 grains etwas schwerere Variante des HG 130, welches in den 1960ern von den Amerikanischen Topschützen favorisiert wurde. Das wäre auch kurzfristig lieferbar. Dann gäbe es da noch ein 190 grains RK Scharfrand von Wich. Die Kokille bedarf aber noch der Überarbeitung, bis die Serienproduktion anläuft. Liefertermin ungewiss. Das ist das unbeschichtete auf dem Bild.

    Funktionieren mit Tricks wie Matritze weiter heraus schrauben, das Geschoß vor dem eigentlichen Setzvorgang anderweitig etwas in der Hülse versenken usw. wird es vielleicht irgendwie schon gehen . Rationelles und ergonomisches Arbeiten ist es für mich nicht. Und wenn eh noch keine Presse da ist würde ich auf jeden Fall eine Nummer größer kaufen, bevor ich jedes Mal das Geschoß bei beengten Platzverhältnissen in Setzposition fummeln muss.

    Servus Flo :winke: , das Blei vom Luftgewehrstand ist auch ganz gut zum Vorderladerschießen geeignet. Und stinken tuts wegen fehlender Verunreinigungen auch nicht fest beim Einschmelzen. Für viele 45-70er braucht es aber viele Luftbüchsler.

    Servus Flo, im Prinzip geht dazu jede Standard Einstationenpresse wie die genannte Rockchucker von RCBS. Bei längeren Patronen wie der 45/120 z.B. musst du aber unbedingt auf die Fenstergrösse im O-Rahmen achten, damit du die Hülse mit angesetzten Geschoss auch noch unter die Matritze gestellt bekommst. Die größte zu ladende Hülse plus das längste dazugehörige Geschoss plus 1-2 cm Luft sollte die Fenstergrösse schon betragen um ein komfortables Laden zu gewährleisten. Wenn du mit dieser Pressse dann die 223 lädst musst du natürlich viel Leerweg bewegen.

    Norfok : Den Lee Ofen habe ich empfohlen um das Budget niedrig zu halten. Und vernünftige Geschoße kann man damit auch gießen. Den RCBS Pro Melt und einen Lyman Mag habe ich auch. Der beste Ofen wird allerdings vom Sandmann gebaut. Der schlägt den RCBS wie auch den Lyman um Längen.

    Zuerst brauchst du eine dauerhafte Quelle für günstiges Blei. Ohne die rechnet sich das Ganze nie. Seit dem EU-Verbot für Blei bei PKW-Reifenwuchtgewichte bleibt fast nur noch ausgeräumtes Schießstandblei als gängige Quelle. Das Sauberschmelzen ist zwar eine unangenehme Arbeit aber dafür gibt es billiges Blei. Fettpressen sind derzeit auf dem Gebrauchtmarkt nicht so gefragt, weil immer mehr Selbstgießer auf beschichtete Geschosse umsteigen. Die Vorteile des Beschichtens sind nicht zu übersehen: Kein Fett mehr in den Werkzeugen und an den Fingern, weniger Schmauch und Rauch beim Schießen. Mit einer Zweifachkokille kann man einem Tag den Jahresbedarf eines Schützen gießen. Beschichten kannst du nach der MCC Methode, siehe Wiederlader TV. Kalibrieren geht dann mit einem Lee-Sizer auf der Ladepresse oder gleich auf einer Lee App-Presse. Dazu noch einen gebrauchten Leeofen und es kann losgehen. Dafür musst du in Summe keine 500 Euro ausgeben und hast dann immer gleichbleibende Geschosse und bist nicht mehr von Händler und Hersteller abhängig. Mitbringen musst du die erforderliche Zeit, den erforderlichen Raum, das Geld und die Bereitschaft dich mit der Materie auseinanderzusetzen.