Beiträge von 45er

    Eben. Das Covid Virus ist auf den Menschen übergesprungen. Und es verbreitet sich so lange, bis sich bei genügend infizierten Personen Antikörper gebildet haben. Die aktuellen Massnahmen werden nur die Geschwindigkeit der Ausbreitung reduzieren - was ja auch Sinn macht, um die Gesundheitssysteme mit der Zahl der Intensivbetten nicht zu überlasten.

    Servus Andreas, als erstes würde ich den Geschoss-Sitz überprüfen. Nimm eine fertige Patrone und belaste diese mit 20 kg, das geht auf der Personenwaage. Wenn sich das Geschoss nicht in die Hülse geschoben hat, sich also die Gesamtlänge der Patrone nicht geändert hat, passt das. Wenn nicht, musst du die Ursache suchen: Aufweiter/Innenkalibrierer zu groß, Geschossdiameter zu klein, Hülse zu dünnwandig oder eine Kombination aus diesen Dingen sind mögliche Ursachen. Wenn der Geschoss-Sitz passt, musst du den Druck erhöhen. Entweder mehr Pulver oder ein schnelleres wie N310 verwenden. Das ganz natürlich innerhalb der Ladedaten des Herstellers.

    Die 10-10 ist eine gute Waage. Vom Handling her ist ihr die RCBS 304 aber weit überlegen. Bis 10 grains kann das Gewicht einfach über ein Drehrad eingestellt werden. Die Waage ist relativ unbekannt - und trotzdem erzielen die selten angebotenen Stücke horrende Preise. Meine habe ich für 150€ in der Schweiz gekauft, was man fast als Schnäppchen bezeichnen kann. Neu hat das Teil mal 400 Mark beim Johannsen gekostet, damals der doppelte Preis einer 1010. Der hohe Preis dürfte auch der Grund sein, warum die Waage vom Markt verschwand. Wer eine hat, sollte gut auf sie aufpassen, die Preistendenz ist steifend.

    200 grains SWC für die 45 ACP gibt es von unzähligen Herstellern in mindestens genau so vielen Varianten. Und jedes Geschoss benötigt eine andere OAL wenn sie sicher zuführen soll. Manchmal benötigen sogar zwei gleiche Modelle eines Herstellers unterschiedliche Setztiefen für sichere Funktion. Das Lyman 452488, das ist das zweite von links, setze ich auf 29,8 mm. Das Lyman 452460, das ist das 3. von links, setze ich auf 30,4 mm. Das nächste ist das HG 68, das setze ich bündig Scharfrand zum Hülsenmund, genauso wie das RCBS 201 SWC nebenan.
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    Bei einer Gebrauchtwaffe sieht das Ganze natürlich anders aus. Da kann sehr wohl die Verschlußfeder lahm oder eine falsche eingebaut sein. Bei meiner Desert Eagle hatte ich den Fall schon einmal. Da war eine der beiden Federn gebrochen.

    Wenn keine falsche Verschlussfeder eingebaut wurde, würde ich diese als Verursacher eher verneinen. Eventuell ist die Waffe zu eng eingepasst. Als Erstes würde ich alle gleitenden Teile an den Reibflächen mit Motorenöl benetzen und schauen, ob der Fehler verschwindet.

    Die Auswahl der Wiederladewerkzeuge wird von mehreren Faktoren bestimmt. Das Budget, die zu erwartenden Stückzahlen, der Einsatzzweck der Munition, eigene Technikaffinität usw. Als Lektüre empfehle ich die Wiederladeschule von Hans-Dieter Götz, erschienen im Motorbuchverlag. Das Buch ist schon vor ein paar Jahrzehnten geschrieben worden und das merkt man auch an vielen Stellen. Es vermittelt jedoch die Grundkenntnisse des Wiederladens sehr gut. Mit der 750er als Presse machst du jedenfalls keinen Fehler. Du brauchst etwas um die Hülsen zu reinigen, hier geht der Trend wegen der besseren Ergebnisse zur Nassreinigung. Für die Langwaffenkaliber benötigst du einen Hülsentrimmer. Eine Pulverwaage brauchst Du auch, hier gibt es unterschiedliche Meinungen, ich bevorzuge eine hochwertige Mechanische. Zusätzlich würde ich Dir zur Anschaffung einer Einstationenpresse raten. Eine gebrauchte Rockchucker, Lyman Orange Crusher etc. Das Fabrikat spielt eine untergeordnete Rolle, ausser Topshot ist nicht viel Schrott auf dem Markt. Zu klein sollte sie nicht sein.