Beiträge von unklar

    Wenn ein "teures" (was heißt den teuer, jeder, je nach Geldbeutel, definiert das anders) Pulver entscheidende Vorteile bietet, wie auch immer die aussehen mögen, gegenüber einem Pulver, was weniger kostet, dann spricht nichts dagegen das auch zu verwenden. Kommt imho darauf an wo ich es verwenden will. Je nach Disziplin bin ich auf eine möglichst gleichbleibende Qualität angewiesen, die durch eine entsprechende Qualitätskontrolle, große Lose etc. gewährleistet wird. Das muss aber auch bezahlt werden. Bei z.B. Kurzwaffen dürfte es nicht so eine große Rolle spielen wie bei der Langwaffe auf 100 Meter und mehr.


    Deshalb ist der o.g. Satz Zitat: "Es kommt auf das Zusammenspiel von Waffe, Pulver Zünder und Geschoss an. Und das ist bei jeder Waffe anders." der Schlüsselsatz imho, der darüber entscheidet welches Pulver letztlich besser ist, teures oder billiges. Das entscheidet dann jeder für sich. :grueb:

    Als ehemaliger, jahrzehntelanger, CDU-Wähler bedaure ich es sehr, das so viele den Schuss noch nicht gehört haben.

    Ganz schön arrogant dieser Spruch, von wegen Schuss nicht gehört.


    Ich weiß nicht ob es Gewohnheit, Gleichgültikgeit, Dummheit oder Angst ist, spielt aber auch keine Rolle, das Ergebnis bleibt gleich.

    Was es auch immer ist, oder sein mag. Eine Diskussion darüber ist ebenso sinnlos, wie du meinst, dass das Ergebnis gleich bleibt.

    Ausser dem der falsche Thread. :wa:

    Joe Dalton


    Also....bevor es jetzt ganz OT wird. Rechtskundig ist nur ein Anwalt, weshalb nur der eine Rechtsberatung geben kann. Als Antragsteller hat du zwar eine Sachkunde, aber wie man weiß, kann die mehr oder weniger gut sein. Siehe die Sachkunde für Wiederlader, die teils unterdisch ist und da kann man problemlos durch Nichtwissen Waffen sprengen und Leute gefährden....


    Wenn du zum Finanzamt gehst, hast du da die Steuergesetze vorher studiert? Ich nehme mal an nicht.

    Selbst mit einer guten Sachkunde wirst du, unterstellt, niemals ausreichend gebrieft sein, was der Behörde so an Sichtweisen einfallen kann. Zudem: wie wir gesehen haben, jede Behörde zu ein und demselben Ding SEHR unterschiedliche Sichtweisen haben kann.

    Hier im Thread haben sich nun mehrere Leute zu dem Thema geäußert und wie man sieht, kommen bei sachkundigen Leuten teils deutlich unterschiedliche Ansichten/Handlungsempfehlungen zum Vorschein. Also ist der Sachverhalt alles andere als klar.


    Geht das Ding zum Staatsanwalt, was meinst du würde passieren? Straftat, Waffeneinzug, wieder einer weniger, weil Waffen gefährlich sind und das Gericht, die Schöffen das ziemlich sicher ebenso sehen, wenn nicht ein Anwalt Argumente bringt, die deutlich machen, dass das so einfach eben schon lange nicht mehr ist. Eben wegen der sehr unterschiedlichen Auslegungen/Handlungsweisen. Besonders dann wenn die maßgeblichen Leute nichts mit Waffen am Hut haben.

    Ich behaupte mal, geht es ans Eingemachte, kann man so viele Sachkunden haben wie man will, selbst damit kannst du die heutigen zahlreichen Fallstricke im Bereich Waffen nicht mehr alle im Blick haben und gehst ein gewisses Risiko ein, wenn es sich nicht um glasklare Dinge handelt.

    Juergen


    Da bin ich dann wohl nicht auf dem neuesten Stand offensichtlich. Die Frage wäre dann allerdings, warum kann ich mich nicht mehr darauf berufen (geht in die Richtung "Entrechtung" des Antragsstellers) und ist das dann noch rechtlich zulässig. BTW In der aktuellen Situation würde ich unklare Dinge nur noch mit anwaltlicher Unterstützung klären und mich sonst auf nichts anderes mehr verlassen. Sportschützen sind aktuelles Zielgebiet der Innenminister und Behörden dürfen alles, so ist mein Eindruck.


    Was dabei vollkommen vergessen wird, inwieweit das alles noch mit dem Gesetz vereinbar ist. Offensichtlich gibt es da beliebige Interpretationsmöglichkeiten der Behörden zu Lasten der Antragsteller. Und wie schon mal gesagt, zweifel ich an der Verhältnismäßigkeit einiger Verhaltensmuster die sich inzwischen so ergeben haben.

    Alles wichtige ist schon gesagt. Hinzufügen will ich aber noch, dass, egal ob es Quark ist was die Sachbearbeiterin sagt, es gilt ein gewisser Vertrauensschutz.

    Dem Bearbeiter einer Sache kann man schon einen gewissen Sachverstand zumuten und abfordern, ohne das der Antragsteller dadurch spätere Nachteile hat, nur weil eine Aussage falsch ist. Das würde nämlich bedeuten, dass jeder der einen Antrag stellt auch vollumfänglich rechtskundig sein muss. Wer will mir das denn zumuten? Wenn ich Bescheid weiß, ist das gut, wenn nicht, darf das aber auch kein Nachteil sein. Ich sehe das auch nicht so absolut mit der Nummer "Zuverlässigkeit weg". Wird zwar immer öfter und gerne genommen, aber irgendwo gibt es auch noch eine Verhältnismäßigkeit die dem Grenzen setzt, auch wenn Behörden am liebsten darauf zurückgreifen, weil es so schön einfach ist. Da gibt es auch inzwischen jede Menge Wildwuchs, was die Begründung der verlorenen Zuverlässigkeit rechtfertigen soll.
    Viel Müll wird auch dadurch produziert, weil sich Leute einfach nicht wehren. Offene Türen für Behörden.


    Im aktuellen Fall Leihscheine, der geringste Aufwand, oder eben was schriftliches von der Sachbearbeiterin.

    Darüber hinaus kann ich nur jedem empfehlen eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Am einfachsten (und wohl am preiswertesten) geht das über eine Mitgliedschaft im VdW Düsseldorf, für Mitglieder ist die mit dem Beitrag bezahlt. Einen versierten Fachanwalt für Waffen/-Verwaltungsrecht inclusive, der Vorsitzende ist einer und zwar kein unbekannter.

    Stefank

    Wieso ist das krank??

    Wieso schießt einer?? Wieso interessieren sich 99,9% der Jungs für Waffen?? Wieso gibt es überhaupt Schießsportfans??

    Weil es sie interessiert. Kommst du nicht legal an Munition, kaufst du Dekomurmeln, einfach weil es (für die) absolut geil ist und sie sie haben wollen.


    Nur weil man selber in der glücklichen Lage ist Munition zu besitzen und sogar wiederladen zu können muß man doch nicht gleich Menschen für krank erklären, die da auch Spaß dran haben.


    ich finde es übrigens nicht krank sich (legal) Schießeisen zu kaufen und sie zu benutzen, als Sportschütze. Wie wäre das denn für dich, wenn jemand der damit nichts am Hut hat dich für krank zu erklären nur weil du da Spaß dran hast? Das hat übrigens was mit unserer Vergangenheit zu tun: Stichwort Sammler und Jäger.


    Davon abgesehen ist das doch eine clevere Geschäftsidee. Die Dinger gehen doch weg wie warme Semmeln!

    Nochmal zum Thema Gascheck: weshalb sollte dieses kaum 1,5mm hohe Kupfernäpfchen, angebracht am Geschoßheck, ein Verschließen* der Gasentnahmebohrung im Lauf wirksam verhindern? Zudem ist mir keine inländische Bezugsquelle dafür bekannt.

    *) wenn das überhaupt eintritt

    Die Frage kann ich dir nicht beantworten, weil ich einen DE Gasdrucklader noch nicht besessen habe. Vielleicht ein anderer aus diesem Forum, der diese Kombination benutzt? (Kann ich mir aber schlecht vorstellen.) War nur so eine Idee mit dem GC.


    Ich persönlich würde aus Risikovermeidungsgründen, wegen der Gasentnahmebohrung und wegen des nicht unerheblichen Gasdrucks, bei der Waffe NUR VM oder TM Geschosse nutzen und nichts von dem tun was du vorhast. Da kann ich dir nicht weiter raten. :nw:

    Michel

    Da du "deinen" Weg finden willst, kann ich mich kurz halten. An deiner Stelle würde ich für die genannte Waffe weiter GC nehmen. Ein bisschen Fett am Boden weg wischen ist deutlich weniger Aufwand als MCC, weniger Aufwand als pulverbeschichten und wäre für mich das Mittel der Wahl, weil die Risiken, wie von erndi beschrieben damit minimiert werden. So gut der Bericht von Markus/wiederladertv auch ist. Es ist ein Gepansche, Gestinke und Geschmiere, weshalb ich ganz schnell zum pulverbeschichten gekommen bin. Hätte ich eine DE, würde ich gaschecken. :grueb:

    Die Bewertungen der Käufer in dem Maxxtechlink sind aber doch über alles gesehen gar nicht mal so schlecht.:ironie:

    Gewinnoptimierung der RUAG auf dem Rücken der Arbeiter in den Fabriken der Herstellländer.

    Nur deshalb sind die Murmeln billig.


    "Geiz ist eben geil", weiß man nicht nur in **Märkten....:kotz:

    Jetzt haben wir ja nach der Rätselslösung, neben den Spezialbeschusspatronen dieses "Wiederladespezialisten" auch die Ursache für den Absatz mit Grad an der Patrone, eben den Abdruck des etwas speziellen Patronenlagers der P30. So wie -Micha- das beschreibt ist dem Schützen allerdings überhaupt nicht klar, dass seine Standnachbarn und er selber knapp irgendwelchen Splittern entgangen sind, weil die Waffe hält. Das ist für mich das eigentliche Drama.

    unklar


    Du meinst ein Wiki?


    Wäre auch eine Idee...


    unklar


    Würde ich mit bleifrei Versuche machen, würde ich mit dem GMX oder ein ähnliches Geschoss von Hornady anfangen, weil die Ladedaten eins zu eins von den Teilmantelgeschossen übernommen werden. Nur hören tut man nichts Gutes, was die Präzision angeht...

    Mit dem "wäre auch eine Idee" meinte ich, ein Wiki wäre eine Idee, ja, warum nicht. Das ist offensichtlich in der Kurzform etwas missverständlich rüber gekommen. :grueb:

    Na dann mal ein bisschen im Kaffeesatz rumlesen ohne Anspruch auf vollständigkeit. Ohne zu wissen welches Geschoss es war, kann man bei dem Pulver überschlagen, dass du auch bei 29mm schon bei satten 3400bar gewesen sein müsstest. Bei 27,5mm 5300bar. Da dürfte dir dann schon der Verschluss hinten raus gekommen sein. Und bei dem Druck hat die Waffe keine Auffälligkeiten?? Da fehlen mir schlicht die Worte!

    Das Zündhütchen ist massiv. Vollkommen ungeeignet für jegliche Druckspekulationen.


    EDIT: Trabulon war schneller, kommt aber zum gleichen Ergebnis

    Ja, da kommt man ans diskutieren, wegen unterschiedlicher Wahrnehmung, wobei die Aufnahme(n) ja nicht sonderlich scharf sind. Ich habe schon aufgeblähtere Hülsen gesehen, eben lagerabhängig je nach Waffe. Den Wischer am Zündhütchen hat man sehr schnell bei einer hartgeladenen (aber immer noch im zulässigen Druckbereich befindlichen) 9mm bei z.B. der SIG P210. Und die Markierung unterhalb des "C" sieht für mich eher so aus wie eine Zuführungsmarke vom Schlitten, der an der Stelle die Patrone ins Lager geschoben hat.

    Was ich sehr bedenklich finde ist die Einschnürung im Bereich der Hülse wo auch das Geschoss sitzt, die ich erschreckend deutlich ausgeprägt und für mich die Ursache des Drucks, der heftig war, wenn da was eingeklemmt wurde.


    Wüsste ich es nicht besser, sieht das so aus wie bei einer Patrone die weit im Übergangskonus gehangen hat, der das Geschoss zusätzlich erheblich festgeklemmt hat. Ich denke mir, dass das Zündhütchen sehr hart ist (kenne die Marke nicht) und deshalb als Druckindikator wenig geeignet ist. Bei mir kann ein Federal schon platt wie eine Flunder sein und ein CCI 500 ist vollkommen unauffällig. Ich mache mich jetzt mal unbeliebt und sage, für mich ist das nicht wirklich ein Anschauungmaterial für die angegebenen Parameter, zumal die, wenn ich das richtig verstehe angenommenenen Überdruck erzeugt haben.

    Aber das wird jetzt sicher jeder anders sehen. :)

    Ja, kein Problem, find ich gut! :kl:


    Zitat

    Also haben wir beschichtet, Gascheckgeschoss ohne Gascheck, was ja (bei ihm) nicht funktioniert hat. Gascheck und Fett hervorragend. Beschichtet+Gascheck hervorragend. Hartes Geschoss ohne Gascheck funktioniert nicht. Fällt dir da noch was ein? Wichtig ist der DSB-MIP, der ja erreicht wird. Der Aufwand soll im Prinzip dazu führen, dass man sich den Kauf einer zusätzlichen Kokille ersparen will.

    Die Art des Geschosses geht also schon, sogar sehr gut, nur aktuell eben nicht ohne GC.

    Die Kokille gibt es schon 20 jahre. Bisher wurden damit Geschosse gegossen und in der Waffe nur Gaschecks verwendet. Seit dem wir nun auch beschichten, kam es zu der Idee es ohne Fett und ohne Gaschecks mal zu probieren und ohne Gaschecks (mit der Beschichtung) geht halt nix. Jetzt klarer?

    Jayjay1


    Danke der Nachfrage. Durchtriebe werden von uns mit einer Vorderladerkugel gemacht, deren Durchmesser so gewählt wurde, dass das Zugmaß sicher

    abgebildet werden kann. Dabei ist sichergestellt, dass die Kugel beim Durchtrieb entsprechend komprimiert wird um das auch zu gewährleisten.


    Aber wie weiter oben schon gesagt, der Hinweis von @schelmschelm ist ein guter Hinweis und wird in die nächsten Tests eingearbeitet, bevor es an den Kauf einer neuen Kokille geht. Ich werde berichten.

    Habe überlegt wie man dem Anspruch deiner guten Idee gerecht werden kann, wenn man zugrunde legt, dass es offensichtlichen im Laufe der Jahre doch gravierende Unterschiede gibt, der gap scheint es doch, dass dieser erheblich ist zwischen "sehr gut ausgebildet" bis "wesentliche Fragen (auch sicherheitskritische Handhabungsfragen) sind offen geblieben" . Ein Treffen wäre schon optimal, auch um sich mal kennen zu lernen, aber die User hier sind weit gestreut. Für mich wäre z.B. Rosenfeld gar nicht möglich.


    Was ist denn davon zu halten, wenn man mal so anfängt, um möglichst allen gerecht zu werden, so was wie eine Datenbank/ Frage-Antwortspiel (FAQ) hier oder wo auch immer, aber im Netz zu installieren, wo die brennensten Fragen behandelt werden können, ohne das Leute reisen müss(t)en. K.A. ob das realistisch ist, wäre aber imho mal ein Anfang. Die "alten" erfahrenen Wiederlader haben sich mittlerweile bei anderen Kollegen ihr fehlendes Wissen angeeignet und oder im Netz zusammengesucht. Dank Youtube gibt es da doch kaum noch Lücken, zumindest sehe ich das so. Wenn doch, hängt es doch auch etwas von der Eigeniniative der Leute ab, die was noch nicht wissen.

    Auf welcher Wissensbasis begründet sich diese Sicherheit?

    Habt Ihr es gemessen?

    Exaktemente, Laufdurchtrieb und gemessen!

    Dachte ich ja bisher auch, dass es gehen müsste, Gascheckmurmel ohne Gascheck. In diesem Fall ist es aber eben anders.


    Ich werde das Thema Diameter aber nochmal ansprechen, eben um alles gemacht zu haben was das Problem lösen könnte.