Beiträge von checkinthedark

    Passe ich den nun das Geschossgewicht an meine Streukreise an (das sagt der Wiederlader in mir) oder passe ich das Geschoss an das Wild an (großes/kleines Stück bzw. Gewichtsabhängig)?

    Gegenfrage: was nützt dir ein Geschoss, das auf Wild unbrauchbar ist?

    Deshalb meine Vorgehensweise ( und mein Vorschlag):

    Schritt 1: Entscheidung für das jagdlich optimal (oder wenigstens gut) erscheinende Geschoss:

    Schritt 2: Finden eines geeigneten Pulvers

    Schritt 3: Finden einer geeigneten Ladung

    An dem Punkt stellt sich mir wieder einmal die Frage, welche Anforderung an eine Hülse von Herstellerseite gestellt wird.

    ….

    Daher erwarte ich heutzutage Qualitätsunterschiede zu den leeren Neu-Hülsen für Wiederlader (bzw. Selbsthersteller). Und was an Fabrikmunitions-Müll recycelt werden kann, nutze ich.

    du glaubst tatsächlich an Qualitätsunterschiede zwischen Hülsen für Wiederlader und sonstigen Hülsen der grossen Hersteller? Unverbesserlicher Optimist!😂

    Das wird mE schon aus Kostengründen nicht so sein. Getrennte Produktion für eine Minimalmenge zu fahren, macht doch keinen Sinn.

    Das was Lüftl beklagt, könnte eher mit wegen geringeren Preises veränderten/gesenkten Materialstandarts zu tun haben.

    Wolfsangel

    ich vermute mal, dass du bei deiner Ladeleiter für jede Gewichtsstufe mindestens 5 Schuß investierst - und dabei jeweils mindestens 1 "Flieger" auftritt.

    Dazu 2 Vorschläge:

    Schiess diese Leiter im Round-Robin-Verfahren, d.h. nicht die 5 eines Gewichts hintereinander sondern für jedes Gewicht 1 Schuss und dann wieder von vorn. Das soll - jedenfalls in der Theorie - die menschliche Fehlerkomponente gleichmäßiger verteilen.

    Wenn du einen Sweet Spot lokalisieren kannst, variiere dort die Setztiefe - ich nehme 0,3 mm (gemessen auf der Ogive, da die Spitzen idR ungleich lang sind)

    ich empfehle das Dokument „How to ask questions the smart way“

    Das stammt noch aus der Zeit des use-net, als es noch keine Foren wie heute gab, sondern Nachrichten über Modem mit 300 Baud in einem Mailboxsystem ausgetauscht wurden. Auch das, was man Netiquette nennt, stammt aus dieder Zeit.

    An einer Stelle bringt der Verfasser es auf den Punkt: „Warum sollte ich jemandem, der Hilfe erbittet, helfen, wenn der sich nicht die geringste Mühe gibt, mir das so leicht wie möglich zu machen? - zB durch Einhaltung der Rechtschreibregeln, durch möglichst umfassende, präzise Sachverhaltsdarstellung etc.“

    den Bildern nach haben die Messeinheiten am Eingang für das Geschoss eine Fase - geschätzt ca 45 Grad. Das halte ich für nicht gut. Zum einen, weil damit der genaue Anlagepunkt nicht wirklich bestimmt ist, und zum anderen, weil der gemessene Abstand noch um den unbestimmten Betrag bis zur tatsächlichen Geschossanlage ergänzt werden müsste.

    Miss mal den Hülsendurchmesser an P1 und vergleiche das Ergebnis mit dem CIP-Wert für die Patrone und das Lager.

    Ich vermute, die Forster-Matrize kalibriert nicht eng genug für die SteelAction - warum? weil ich vor dem gleichen Phänomen stand! Ich verwende ebenfalls eine SteelAction, eine Coax und Forster Matrizen. Auch das Kabibrieren mit RCBS, Lyman und Siplex-FL Matrizen brachte keine Besserung.

    Was also tun?

    1. Hülsenhalter abschleifen - könnte helfen, aber es besteht die Gefahr, dass die Dchulter zu weit zurück gesetzt wird und einen zu großen Verschlussabstand ergibt

    Das geht aber bei der Coax konstruktionsbedingt nicht.

    2. Hülsenhalter mit geringerem Abstand zwischen Oberseite und Hülsenaufstandsfläche suchen - geht aus dem gleichen Grund bri der Coax nicht

    3. dünnere Halteklauen verwenden - gibt es mW nicht zu kaufen; Alternative: selbst herstellen, könnte funktionieren, ist aber ein zweifelhaftes und teures Vergnügen, enenfalls mit der Gefahr zu großen Verschlussabstands

    4. Small Base Matrize verwenden - gibt es in .30-06; hab nur nirgendwo eine lieferbar gefunden

    5. aus lauter Verzweiflung hab ich schliesslich eine RCBS-Trimmatrize ausprobiert, die mal als Beifang in einem Satz lag. Und „Oh Wunder“, die „kalibriert“ so eng und ohne die Schulter zu beeinträchtigen, dass sich die Hülsen nicht nur problemlos laden lassen, sondern auch exakt in die Hornady Hülsenlehre passen.

    Vielleicht hilft dir das weiter.

    hast du mal bei Forster nachgelesen, wie nach deren Meinung Presse und Matrize richtig eingestellt sein sollten?

    ich arbeite jetzt schon über 40 Jahre mit einer Coax und so ziemlich allen Matrizenfabrikaten ausser Hornady. Das Zurücksetzen des HH war nie ein Problem; lediglich das P1-Mass war gelegentlich zu groß, weil die Matrize dort nicht eng genug war.

    Weil bei der Coax die Matrize nicht eingeschraubt sondern schwimmend gelagert wird, ist es umso wichtiger, die ganz bis auf die HH Backen herunter zuschrauben und, um das Spiel aus Gewinden und Presse zu beseitigen, auch noch 1/8 Umdrehung mehr. Du merkst schon, wenn es nicht mehr weiter geht. Wer dann noch versucht, irgendeinen Camoverpunkt zu erreichen, dem ist nicht mehr zu helfen.