Beiträge von ralfurban

    So, Ihr Lieben, Stand der Dinge:


    Ich habe mit der FL-Matrize meines Sohnes den ersten 50er Posten S&B Hülsen kalibriert und entzündert.
    Geht etwas straffer als die 7,62x54R oder die Schwedenhülsen, trotzdem angenehmes Arbeiten, nicht zu schwer.


    Vergleichsmessungen:
    Die von mir in Post 1 genannten 8,52 mm waren ein Ausreißer nach oben von der Competition-Matrize,
    sie drückt im Mittel auf 8,48-8,49 mm zusammen, die "normale" Matrize presst auf 8,55-8,56 mm.


    Fazit:
    Ob das knappe Zehntel Millimeter nun der Grund ist, bleibt eine Frage der Spekulation.
    Da mein Sohn noch eine 2. FL-Matrize in 8x57 MAU hat (warum auch immer), habe ich mich entschlossen,
    meine Comp-FL-Matrize nicht zu mögen und sie in eine tiefe Ecke dieser Kiste zu verbannen, die sicher jeder
    von uns hat. Dort hebt man Sachen auf, die man sicher nie wieder brauchen wird, aber nicht wegwerfen will.


    Wenn mich irgendwann die Langeweile des Alters packt, versuche ich sie vielleicht mal auf das größere Maß
    zu honen, vielleicht...
    Bis dahin habe ich meinem Sohn die 2. FL Matrize abgeschwatzt und werde die erst mal benutzen, zumal ich
    mir auch noch eine Neck-Matrize in dem Kaliber zulegen will.


    Habt vielen Dank für Eure Ideen und Eure Anteilnahme, ich bastele jetzt die Patronen für die erste Ladeleiter.


    Gruß Ralf

    Nee, nee, wie wir Sachsen sagen.
    Ich kann es zwar im Moment nicht messen, da ich noch bis 5:00 Uhr arbeiten bin,
    aber wenn der Hülsenhals bei jedem kalibrieren um 0,5-0,6 mm verformt werden würde,
    könnte man die Hülsenhälse nach jedem 2x nachglühen, weil das Material sonst nachgeben
    würde.
    Diesen starken Wiederstand auf den letzten Millimetern habe ich weder bei der 6,5x55 noch
    bei der 7,62x54R. Man sieht an der Hülse richtig einen Wulst, wo der Hülsenhals in die
    Matrize eingedrungen ist. Voll kalibrieren geht gar nicht, ich würde mit der Presse meinen
    Tisch umreißen.
    Ich hab den Matrizensatz von meinem Sohn bekommen, probiere es morgen Abend und
    melde mich wieder.
    Alles wird gut!


    Gruß Ralf

    Also, auf der Matrize steht, wie oben schon geschrieben, "RCBS 8x57 MAU FL 15"
    RCBS ist selbst erklärend,
    8x57 MAU ist die SAAMI Bezeichnung für 8x57IS nach CIP Standard,
    FL= Full Length,
    15 sollte das Fertigungsjahr sein.


    Sowohl die amerikanischen, als auch die CIP Maße sehen einen Geschossdurchmesser von nominell 8,22mm bzw. 0,323 vor (gemessen meist 8,20mm).


    Aber, selbst wenn es eine Matrize für die 8x57I mit ,318 wäre, dann wäre der Unterschied 0,127mm und nicht 0,5mm.
    Irgendwas mit der Matrize stimmt nicht. Ich bekomme heute Abend den 15901 Satz von meinem Sohn, werde mich am Sonntag oder
    Montag noch mal an die Patronen setzen und berichten. Ich hoffe, der Satz funktioniert besser.

    Die alten Wehrmachts-Übungspatronen in 8x57IS (die mit dem dünnen roten Holzgeschoss) hatten auch sehr wenig
    Pulver drin, Füllung ca. 50%.
    Dort hatte man auf der Ladung einen straffen Filzpfropfen drin. Saß richtig fest und ließ sich auch nicht verschütteln.
    So bleibt die Ladung immer vor dem Zündloch.


    Gruß Ralf


    So, jetzt noch der Spruch: Meine Informationen sind ausschließlich als solche gedacht.
    Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich usw.

    Ein nächtliches Hallo in die Runde,


    ich hätte da mal ein Problem...
    Ich habe mir vor längerer Zeit einen RCBS-Matrizen-Satz bei Egon "geschossen". War preiswert, allerdings kann ich nichts zu seinem Vorleben sagen.
    Sieht eigentlich gut aus, alles blank, keine Kratzer, nicht rau, keine Zangenspuren o.ä. und hört auf die schöne Nummer 38701.


    Gerade eben wollte ich mit den 8x57IS Hülsen beginnen. Hab mich schon gewundert, dass auf die letzten Millimeter die Kalibrier-/Ausstoßmatrize
    sehr schwer geht, also richtig schwer. Ich komme mit dem Hülsenhalter nicht bis an die Matrize, auch nicht, wenn ich den Ausstoßer entferne.


    Jetzt habe ich nachgemessen, die Matrize drückt den Hülsenhals auf 8,52mm (innen 7,77mm) zusammen, bei einer frischen Fabrikpatrone hat
    der Hals einen Außendurchmesser von 8,89mm! Ein neues Geschoss hat 8,18mm. Das kann nicht funktionieren!


    Gab es da mal unterschiedliche Matrizen oder Ausschuß von RCBS auf dem Markt? Das würde den günstigen Preis erklären.. ;-)
    oder ist die Matrize durch irgend etwas kaputt gegangen? Wie gesagt, Beschädigungen oder ein Grat sind nicht erkennbar?


    Vielleicht hat einer von Euch 'ne Idee oder könnte mir den korrekten Durchmesser in Hülsenhals-Bereich übermitteln.
    Ach so, auf der Kalibriermatrize steht "RCBS 8x57 MAU FL 15"


    Habt schon mal vielen Dank!


    Gruß Ralf


    Edit: Ich hab inzwischen beim Grauwolf rausgefunden, dass diese Matrize auf das Mindest-SAAMI-Maß kalibriert. Hab allerdings noch nichts
    zum SAAMI-Maß von 8x57IS gefunden. Vielleicht weiß kann mir einer einen Tip geben?

    Ich häng mich mal hier dran.
    Momentan stehe ich auch gerade vor der Entscheidung, ob ich mir einen Lube-A-Matic von RCBS kaufen sollte.
    Derzeit will ich "nur" Geschosse in .458 für die 45-70 Sharps mit 405 Grain selber machen. Die 232 € beim Grauwolf
    sind schon happig, Frank und Monika wollen sogar 340 € zzgl. Matrizen. Versucht habe ich es mit diesem Gerät schon
    beim Wiederlade-Lehrgang vor ein paar Jahren, ging sehr gut.
    Nun meine Frage: kann man die LEE-Matrizen in die Rock Chucker einfach einschrauben?
    Und wie funktioniert das mit dem Fetten? Bis jetzt mach ich das mit gekauften Geschossen, einem Holzspatel und
    einer Büchse B.P.C. Lube 55. Ist ne Schweinerei, geht aber.


    Gibt es evtl. auch von RCBS Kalibrier- und/oder Fettmatrizen für die Rock Chucker? Hab leider noch nichts gefunden.


    Viele Grüße
    Ralf

    Das P-Pulver ist gesiebt.


    PPP hat Korngröße 0,425 - 0,71 mm,
    FFF hat Korngröße 0,2 - 0,71 mm.


    Könnte schon sein, dass das PPP sauberer verbrennt, bzw. weniger Staub anhaftet.


    Nur mal 'ne Frage: Ist das 3P bzw. 3F Pulver nicht etwas zu fein für Kaliber 50?
    Ich schieße sehr zufrieden im Kal. 54 Wano PP.


    Viele Grüße und ein gesundes neues Jahr!
    Ralf

    Danke erst mal für die flotten Antworten!


    @Marlinman : versuchen werde ich das Fallrohr auf jeden Fall, mal sehen ob es was bringt (Versuch macht kluch ;) )
    3 mm Filz ist schon ziemlich dick, oder? Der nimmt wieder Raum für die Ladung weg. Allerdings hab ich auch schon oft gelesen.
    dass Leute mit knapp 50 Grain richtig präzise Munition herstellen. Also probieren, mich reizen ja auf unserem Schießplatz
    bei Nochten die 1000 Yards...
    Die Sache mit dem Geschoß an den Zügen entstammt tatsächlich der Idee, den rotationslosen Flug zu minimieren. Bei einem
    FMJ-Geschoß würde ich keinesfalls das Geschoß die Züge berühren lassen, wegen evtl. Druckspitzen beim Start, wie es bei
    Blei ist, weiß ich nicht.


    @Reverend: den Beitrag von Günter Stifter hab ich schon gelesen, hatte ich bei Recherchen im I-Net gefunden. Richtig viel
    Information, wie ich finde. Die englische Seite wird etwas Zeit in Anspruch nehmen, da ich für die Feinheiten im Text doch
    ab und an eine Übersetzungs-Maschine bemühen muß...
    Die Kompessionsmatrize sieht richtig gut aus, mal sehen, was ich basteln kann. Mit dem Geschoß würde ich ungern komprimieren,
    ich hätte etwas "Bammel", dass das Geschoß sich doch ein bisschen verformt.
    Genau das meinte ich beim Locheisen. Es gibt fast nur metrische, 11 mm ist zu klein, 12 mm schon etwas groß. Und leider ist
    die Stanzmatrize beim Stifter nicht lieferbar.
    Lädst Du die Geschosse direkt vorm Schießen, oder lagerst Du die fertigen Patronen über eine gewisse Zeit? Beim Vorderlader
    presst man das feucht Pflaster ja auch direkt auf das Pulver, aber nicht lange. Wenn ich die Patronen lade und dann ein paar
    Wochen im Schrank habe, hab ich ein bisschen Angst, dass das Fett das Pulver in dieser Zeit doch etwas phlegmatisiert, oder
    hält das Stück Tetrapak doch so dicht? Ich hatte noch die Idee, vorm Geschoss-Setzen zwei Tropfen Wachs auf das Zwischenmittel
    zu geben... Blödsinn oder könnte gehen?


    Ihr seht, Fragen gibt es immer noch... :D


    Gruß Ralf


    Doch noch ein PS:
    Was haltet Ihr von einem Stück Zigarettenpapier direkt am Boden der Hülse? Da das Zündloch aufgebohrt ist, könnten ja
    Schwarzpulverkrümel bis ins Zündhütchen gelangen und den Zündstrahl des Magnumhütchens beeinflussen...!?

    Herzlich willkommen auch von mir!


    Unser Wissen wirst Du Dir nicht aneignen dürfen, wir brauchen es nämlich noch...
    Aber wir teilen gern :kl:


    Gruß Ralf

    Hallo Ihr Großkalibrigen,


    gleich mal @Sportsterfan : Hast Du Deinen Test mit und ohne Crimp schon gemacht? Ich würde nämlich, aus Gründen der Materialschonung gerne
    auf einen Crimp verzichten. Auch möchte ich das Geschoß gern so dicht wie möglich an den Zügen stehen haben.
    Das sind bei mir (mit Bleigeschoß RNFP, 405 grain, 3 Fettrillen und 1 Crimprille) 68,1 mm OAL. Wenn ich einen ordentlichen Crimp setze, ist die
    Patrone "nur" noch 64 mm lang, also 4 mm rotationsloser Flug. Ob das schlimm ist, weiß ich noch nicht.
    Das 405 Grain Geschoß möchte ich nutzen, da die Waffe (Pedersoli 1863 Sharps Sporting, Bild unten) mit den 300 Grain Patronen von Federal und Remington
    auf 100 m noch Streukreise von ca. 25 cm fabriziert.
    Auch suche ich noch eine Start-Ladung für die Ladeleiter mit VV N140 oder Lovex S065 Pulver, da die beiden Sorten sowieso im Haus sind.
    Die Fragen nach Schwarzpulverpatronen hab ich im SP-Thread gestellt, da passt es eher hin.


    Habt schon mal vielen Dank für Eure Hilfe und Eure Anregungen.
    Gruß Ralf


    Sharps_web.JPG