Beiträge von Springfield

    Hallo Luger-Schützen,

    Vor einigen Wochen ging das N340 aus u. es war lediglich RS20 verfügbar. Vorletzte Woche starteten erste Versuche äußerst enttäuschend, weil alles zu schwach geladen. Bisherige Erkenntnis war Los Ogivalgeschosse repetieren zuverlässig aber die Präzision ist mäßig. .357 H&N KS 127 grs. schießen hervorragend aber repetieren unzuverlässig. Heute war ich erfolgreicher. Alles hat repetiert.

    1. Ladung: Los 123 grs Rundkopf verkupfert mit 5,0 grs RS20, OAL 29 mm, v = 315 m/s, SA 2,6 bei 5 Schuß, siehe Scheibe, weiß umrahmte Schüsse

    2. Ladung: H&N .357 KS 127 grs angespitzt mit 4,5 grs RS20, OAL 28,0 mm, v = 307 m/s, SA 3,1 bei 5 Schuß, siehe Scheibe Fünfer-Gruppe links unten

    Die H&N wurden in der Kalibrierfettpresse mit halbrundem .308er Top Punch an der Spitze abgerundet. Siehe im Vergleich die Orginalform im Bild ganz vorne.

    Waffe: Marine 04

    Die Streukreise variierten in der Trefferlage aber waren freihändig geschossen sehr gut.

    Hi Wehrmann,

    Es gibt gewerbliche Anbieter für beschichtete Geschosse, z. B. von Ares für Kaliber 8,15 oder 32-40 Win.. Auch H&N vertrieb früher lackierte Bleigeschosse. Wenn der Beschichtungsprozeß paßt hält die Schicht bombig. Der Gascheck ist von Vorteil, weil er eine gleichmäßige Geometrie des Geschoßbodens liefert. Anbei Bild von beschichteten .308er vor Kalibrierung mit Gascheck.

    Nachdem die Langwaffen-DM abgearbeitet ist, war mal wieder Gelegenheit das Luger-Marinchen04 auszuführen. Am besten gehen wohl 4,3 grs N340 mit H&N .356/125 grs. bzw 357/127 grs u. OAL um 28 mm. Geschossen wurden freihändig jeweils 10 Schuß. IMG_0005.jpgLeider ist die OAL grenzwertig, sowohl was die Funktion im Magazin als auch die Zuführung ins Patronenlager betrifft. Mit verkupferten LOS Rundkopf ist die Zuführung problemlos aber die Präzision noch ausbaufähig. Ladung 4 ist natürlich deutlich zu schwach. Ich teste das mit OAL 29 mm u. 4,6 grs RS20 nochmal.

    Ähnlich wie die Vorredner verwende ich je nach Schaft die BR-Auflage oder ein Stabiles Zweibein, hinten Ohrensandsack, immer mit Garmin. Erst wird der Lauf mit fünf Schuß konditioniert u. das ZF falls nötig justiert. Dabei sollte der letzte Schuß schon das zu testende Geschoß beinhalten, sonst kann es wieder zu einer Trefferverlagerung kommen. Bei 100 m kommt je ein Schuß der Reihe nach auf die kleinen Scheiben der BR-Scheibe, bei 300 m mit el. Anzeige alles auf eine Scheibe, weil die Treffer sowieso durchnummeriert sind.

    Kann noch eins draufsetzen. Hatte mal für 300 m meine 6PPC vergessen. Sehr netter Kamerad hatte mir dann mit einer Schachtel von seinen Wiedergeladenen ausgeholfen. Fazit: Die Patronen paßten unerwarteter Weise ins Lager u. ich wurde damit erster mit 119 von 120 Ringen, der sehr nette Kamerad leider zweiter mit 118. Ewiger Dank sei ihm zuteil! :clap:
    Seitdem checke ich mehrmals alles, bevor ich Abreise, vor allem auch vor der Heimfahrt, ob alles Wichtige da ist.

    Hatte auch mal mit der TT geliebäugelt aber die ist deutlich teurer als die Assault Systems u. vor allem störten mich die fetten Außentaschen. Sollte das Gerät mit ZF besonders groß ausfallen, dann rate ich zur 5.11 (4. von rechts). Auf der kann man auch liegen u. wird preislich wohl günstiger sein. Darauf gründet mein Erfahrungsschatz, siehe Foto. Da ist alles dabei von schrottig (grüne Teile) bis super. Bez. Koffer spar ich mir das, weil zuviel Schlepperei mit Peli usw..8)

    Nicht zu vergessen, der Seitenschneider für das Vorhängeschloß, wenn man mal den Schlüssel dafür vergessen hat.:tiha: Das habe ich schon oft beobachten können., deshalb verwende ich nur Zahlenschlösser. Bei dem was ich über Jahrzehnte auf Wettkämpfen beobachtet u. gelernt habe, wäre ein Werkstattwagen mit Dreh-, bzw. Fräsmaschine, sowie Schraubstock, Flex, u. Schweißgerät sinnvoll. Man sollte vor allem auch das US-Universalwerkzeug, kurz BFH (big fucking hammer) genannt, nicht vergessen.:ja: Ein Schrottcontainer am Stand wäre auch gut, wo jeder nach dem Schießen frustrierte Schütze seine Ausrüstung entsorgen kann u. die Geier sich nützliches ergattern können.
    Ich habe mir auch Listen erstellt u. dann vergessen sie anzuwenden.:boe:

    Meine Erfahrung als Sportschütze: Wenn man Wettkampfschütze ist u. als Mannschaft unterwegs, macht man sich mit Koffern nicht beliebt, weil diese sofort den Stauraum erheblich reduzieren. Andererseits wiederum müssen dann die Taschen gut gepolstert sein, damit das teure Equipment gestapelt keinen Schaden nimmt. Aufgenähte Taschen sollten flach sein. Ein einfacher aber robuster Tragegurt reicht meißt, weil mit Rucksackträgern, Schlaufen usw. bleibt man überall hängen. Mein Favorit seit Jahrzehnten Assault Systems, ist jetzt unter Elite Survival Systems zu haben. Die sind nicht ganz billig aber jeden Cent wert, außen u. innen robustes Cordura, mehrfach vernäht u. beidseitig gepolstert. Ich kann nicht verstehen, wie manche viel Geld für Gewehr u. Zielfernrohr ausgeben u. das dann in 20-€-„Tüten“ verpacken. Aber jeder wie er will.

    Beim Kühn hatte ich diesbez. wohl 3 Monate lang versucht anzurufen. Nach wohl 15 Versuchen hab ich es aufgegeben. Entweder war der AB dran oder es ging keiner ran. Ich werd mir das Verriegelungsteil entweder selber fräsen oder in Auftrag geben.

    Ich habe für 8,15x46R sowohl Ares Blei als auch beschichtet getestet. Präzision war bei beiden für dieses Kaliber sehr gut. Hatte damit mit Wehrmanngewehr schon mal den 3. Platz erreicht. Allerdings ist man hier eher mit v0 um 450 m/s unterwegs. Für .308 habe ich selber beschichtet aber da stehen die Versuche noch aus.

    Präzisionseinfluß? Gute Frage. Ich werde am Sa. die Geschwindigkeit mit u. ohne Pappe messen, ob man da was feststellen kann. Brandgefahr? Beim Schießen mit Karton konnte ich zumindest bei 8,15x46 nie was fliegen sehen, wobei das als Schütze schwierig zu beobachten ist. Zumindest landet bei uns das wohl im Gras. Wachshäutchen? Da finde ich den Scheibenkarton einfacher zu händeln.

    Da ich für die 8,15x46R schon eine Lösung habe um die 12 gn N110 festzusetzen, habe ich überlegt, ob das für die 30-06 auch funktioniert. Und siehe da, in der DAG-Hülse paßt auf 20 gn N110 genau die gleiche Scheibenpappscheibe mit 10 mm Durchmesser. Man muß diese natürlich vorher gerade so vorsichtig krum biegen, dass sie durch den Hülsenhals paßt. Danach wird mit passendem Rundstab festgedrückt u. es funktioniert. Die Pappscheibenmethode ist mir irgendwie sympathischer als das Wattezeug.:doppeld:

    Vorher

    IMG_1361.jpg

    Nachher

    IMG_1365.jpeg