Ein Waffenhersteller fertigt einen Lauf in passender Länge mit einem bestimmten Drall abgestimmt zum Kaliber. Dieser Drall stabilisiert über die gewählte Länge das Geschoss dadurch, dass es in eine bestimmte Anzahl an Rotation um die eigene Längstachse versetzt wird.
Wenn Du nun den Lauf verkürzen möchtest, dann nimmst Du dem Geschoss Rotationswege.
In der Folge kann es bei einer Patrone, welche vorher sehr gut und präzise funktioniert hat, nach der Kürzung Präzisionsprobleme geben.
Einfach, weil die Eigenrotation des Geschosses nicht mehr stimmt und das Geschoss flug-instabil wird.
Nun ist die .308 i.d.R. dort nicht ganz so empfindlich und kommt z.B. mit 10" Drall und der genannten Lauflänge mit eine relativ breiten Gewichtsspektrum klar, trotzdem würde ich privat eher zu einer Waffe mit von vornherein kurz gefertigtem Lauf tendieren als einen langen Lauf zu kürzen.
Habe schon mehrfach gekürzte Waffen gesehen, die nach Kürzung nicht mehr zum Schießen zu bringen waren, auch nicht mit wiedergeladener Munition von Leuten, die eigentlich wissen, was sie tun.
Dazu kommt die völlig richtige Anmerkung des Vorredners, dass die Geschwindigkeit für kurze Läufe ein weiteres Thema ist.
Abgelängt ist schnell und auch schnell das Gejammer groß.
Der Schritt will gut überlegt sein.
Zu Deiner Frage Lauflänge: ich würde heute 46cm kaufen für.308win
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