Beiträge von Kropatschek

    Moin,

    ich begebe mich jetzt an das Kaliber 223 Remington.

    Es sollen Patronen für den sportlichen Einsatzzweck 100m und 300m geladen werden.

    Meine Frage an die Experten:

    Welche Wiederladeartikel und -komponenten sind aus eigener Erfahrung empfehlenswert, welche nicht.

    Gibt es irgendetwas besonderes zu beachten bei dem Kaliber?

    Danke vorab.

    Die. 7mm PRC ist keine Rehwildpatrone.

    Am ehesten vergleichbar ist sie von den ball. Daten her mit der 7 mm Rem. Mag. Die PRC holt das allerdings aus/mit einem höheren Geschossgewicht und einer nicht gar so hohen V0.

    Ihre Vorzüge liegen in der Tatsache auch auf größere Entfernungen entsprechende Leistung zu erbringen.

    Damwild, Rotwild, Gams auf größere Entfernung, im alpinen Raum, in größeren Ebenen, eben auf größere Distanzen sowie sportlich die LR Entfernungen bis 1200 m sind wohl ihre Stärken.

    Für Rehe und Frischlinge im teutschen Forst und am Waldesrand nimmt man ehrlicherweise besser eine der etablierten Standardkaliber. Da ist die Patrone (entsprechend ihrer Stärken verladen) im Overkill Bereich.

    Stücke beschossen mit einer Standardladung zeigen daher die entsprechenden Schusswirkungen.

    Nur der Vollständigkeit wegen. war vor Jahren im NDR Radio.

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    ……………….Ich selbst habe einen UHR in .38spl, bei den der Verschluss beschädigt war. ……..

    Ich denke nicht das die Verschlüsse vergleichbar sind und auch die Patronen und -lager einer Randpatrone und eines Schulteranliegers technisch anders geartet sind.

    Er soll die Matrize mal konventionell auf „Kontakt“ schrauben und ggf. die Hülse zwei- dreimal kalibrieren.

    Da helfen manches mal schon wenige hundertstel.

    Das Problem wird ja hier nicht zum ersten Mal beschrieben.

    • Präzision anfangs mäßig: Die ersten 5 × 4 Schuss hatten eine Streuung von ca. 2–3 cm.
    • Danach wurde es besser – die letzten 10 Schuss lagen unter 1 MOA.


    Also 1 MOA sind 2,9 cm auf 100 m. was denn nun. „ mäßig 2-3 cm“ oder „besser“ mit unter 2,9 cm?
    Manche bleifreie Laborierungen brauchen eine eigene „Schmierspur“ im Lauf um auf Präzision zu kommen.

    Gib dem Lauf noch ein paar Schuss.


    Evtl. lädst du danach mal 4 x 3 Schuss mit je 1 Grain Pulver Unterschied. Derartige Ladeleitern helfen herauszufinden bei welcher Geschwindigkeit dein Lauf die beste Präzision hat.

    Sollte sich ein Wohlfühlbereich herauskristallisieren machst noch mal welche mit 0,5 grains Unterschied. Da findet sich wahrscheinlich schon ein Sieger. Du kannst aber noch feiner werden. Dann kannst du noch die Setztiefe verändern, oder das ZH verändern, Wichtig ist es immer nur 1 Komponente zu verändern. Nur dann kennst du den Grund für Veränderungen.

    Interessanter Hinweis. Ich würde es allerdings nur auf ZF anwenden wollen die einen mehrteiligen Kubus haben. Die ZF mit einteiligem Kubus vertragen das alle. Im Zweifel ein leichteres Vorsatzgerät, wie z.B. das Nitehog nehmen. das wiegt mal eben die Hälfte.

    Beim Abprallverhalten von FLGs bin ich immer skeptisch.... Ob das soo viel schlimmer ist.

    Irgendwo gabs dazu mal eine Untersuchung.

    Meines Wissens wurde von der DEVA das Abprallverhalten von bleifreien zu verbleiten Büchsengeschossen untersucht. Tatsächlich waren die Ergebnisse annähernd gleich, es gab keine signifikanten Unterschiede.

    Die FLG hingegen fliegen um die Ecke……ehrlich!

    und ergänzend, wenn ein elektronisches Bauteil dieser Zielgerätes schwächelt, ist die kpl. Zieleinrichtung kaputt. Es bleibt kein Zielfernrohr übrig mit dem man weiter jagen kann.

    Ein weiterer Nachteil…..Hier in RLP wären damit nur Sauen zu jagen, kein anderes Wild. Also ein Wechselglas für den kombinierten Ansitz, sagen wir Bock- Sau, ist mit den elektronischen Dingern nicht ohne weiteres möglich.

    Ich möchte mich für mich abschliessend noch einmal zu dieser Thematik äussern.

    Auch ich gehöre zu der Fraktion der Perfektionisten, soll heißen ich ehre und unterstütze gerne die Bemühungen von KäptnBalu und finde nichts schlimmes an dem Bestreben Fehlerquellen auszumerzen und hochwertiges Material zu nutzen. Von daher ist alles im Reinen.

    Was ich nicht teile ist ein Absolutismus mit welchem Ergebnisse präsentiert werden, die ich aus Erfahrung oder echt erlebtem nicht, oder nicht immer teilen möchte.

    Das sind z.B. Keller- oder Wiederladeraummessungen (auch mit hochwertigen Messmitteln ermittelt, bei mir Mahr und Mitutoyo) in deren Toleranzen das angestrebte Ziel untergeht.

    Ich habe es mittlerweile aufgegeben den Eriks und F Class Johns und Backfires dieser Welt nachzueifern. Das sind Profis und deren Aufwand ist mit dem was ich leisten kann nicht annähernd vergleichbar, wobei deren Tipps das ein oder andere Mal schon förderlich waren und ich konnte die in meinen Ablauf integrieren. Manches Mal jedoch schiessen sie auch übers Ziel hinaus, wie das Glühvideo von EC bewies.

    In dem Wissen, das 1/1000 inch mich nicht zu einem schlechteren oder besseren Menschen machen, gönne ich jedem seine Methode und seinen eigenen Frieden. Möge die „10“ mit Euch sein!

    Nach meiner Erfahrung gehen solche Differenzen 1000 stel inch oder hundertstel mm in den Toleranzen der Pressen, Matrizen und Einstellschrauben unter.

    Ich habe auf meinen PP‘s, auch mit den Redding HH mit Triebel, SAC, Fosters und Sinclairs Competition Matrizen usw. noch nie ein einheitliches Maß hergestellt, wenn ich die Teile ab und wieder aufgebaut habe. Obwohl ich die Einstellungen gesichert bzw. fixiert hatte. Die Auswirkungen welche tausendstel inch auf den Bereich der Hülse über dem Patronenboden nehmen erachte ich einmal als vernachlässigbar. Von daher mag es jeder machen wie er möchte, über den HH oder über die Matrize. Dem Ergebnis merkt man die Methode nicht an……